Wöhrmann in Herford, angeschlossen. Vorsitzender oeS deutschen Bundes evang.-kirchl- Blau-Kreuz-Verbände ist Superintendent Klar in Belgrad an der Persante in Pommern. Im Anfang des Jahres 1906 zählte der westfälische Verband in 23 Vereinen 800 Blau- Kreuzler und 1500 „Freunde". Zum ev.-kirchl. Blau- Kreuz-Bunde gehören 6 Provinzialverbände, an 4000 Blau-Kreuzler und 12 angeschlossene Trinkerheilanstalten mit 15 Häusern.
— Ueber einen gräßlichen Unglücksfall meldet der „Wests. Merkur": In Radscheid befreite sich bei Abwesenheit der Hausbewohner ein Schwein aus dem Stall, drang in die Stube ein und fraß einem drei Monate alten Kinde, das dort zur Ruhe uiedergelegt war, Hände, Mund, Nase und Stirn an. Das Kind starb unter den schrecklichsten Schmerzen.
- Bei dem Wettschreiben auf dem Hamburger Stenographentag der Schule Stolze-Schrey schrieb der Karlsruher Kammerstenograph Dröse 380 Silben in der Minute, die bisherige Höchstleistungen.
— Die hundertjähre Erinnerung der Einverleibung der Stadt Nürnberg in das Königreich Bayern wird in den Tagen vom 14. bis 16. September d. I. feierlich begangen werden. Die städtischen Kollegien haben dafür schon früher eine bedeutende Summe für die mit der Landesausstellung verknüpften „Feste und Ehrungen" ausgesetzt. Von dieser Summe werden nun erfreulicherweise 100 000 M. für dauernde Wohltätigkeitszwecke abgesondert werden. Zum Andenken an die obenerwähnte Jubiläumsfeier wird eine mit diesen 100 000 M. dotierte Stiftung für städtische Arbeiter errichtet werden.
— Der zwölfjährige Sohn eines Oschatzer Seminar- lehrers, der wegen Verstöße gegen die Schulordnung mit Karzer bestraft werden sollte, ließ sich vom Per- sonnenzug Oschatz — Dresden überfahren, der ihm den Kopf vom Rumpfe trennte.
— In der Nähe von Castiglione entstand ein Waldbrand, welcher in kurzer Zeit sich über ein Areal von 24 Quadratkilometer ausbreitete. Der Brand dehnt sich noch bei dem heftig wehenden Winde weiter aus.
Auszug
aus den Registern des Standesamtes zu Schlächtern. August 1906.
Geburten:
4. Leonhard, Sohn des Bauers Friedrich Müller zu Herolz.
,, . 6. Friedrich Sohn des Landwirt Heinrich Hasenstein zu Schlüchter».
16. Johann Friedrich, Sohn des Schäfers Peter Beck zu Schlüchlern.
22. Bella Alice, Tochter des Kaufmann Leo Sichel zu Schlüchlern.
19. Frieda Rosa, Tochter des Küfers Karl Wilhelm Backhaus zu Schlüchlern.
25. Clara, Tochter des Kaufmann Jakob Rothschild zu Schlüchlern.
Eheschließungen:
4. Herbert Nikolaus Dienstknecht mit Elisabeth Frisch- korn beide zu Gundhelm.
9. Adolf Werlheimer Kaufmann zu Heldenbergen mit Betti Seelig zu Schlüchlern.
S terbefälle:
1. Drusche! Sybilla geborene Kreß 74 Jahre alt ev. zu Schlüchtern.
2. Föller Balthasar 75 Jahre alt evangelisch zu Bellings.
9. Herche Heinrich 67 Jahre alt evangl. zu Gvmfritz. 10. Rüffer Johannes 1 Monat alt evangelisch zu Niederzell.
11. Drusche! Martin 54 Jahre alt ev. zu Niederzell. 15, Freidl Oskar 10 Monate alt kath. zu Schlüchtern.
26. B:^ ^-ilipp 46 Jahre alt ev. zu Schlächtern.
27. Baist Maria geb. Freund evangelisch 55 Jahre alt zu Schlüchtern.
28. Förster todgeboren zu Schlüchtern.
30. Scheel Justine geb. Müller 73 Jahre alt evangel. zu Hütten.
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Ferd. Fenner, J. Fehl u. Apotheker Aug. Müller.
Gothaer Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit.
Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen mehr als 904 Mill. Mark. Bisher ausgezahlte Versicherungssummen mehr als 472 Mill. Mark.
Die stets hohen Ueberschüsse kommen unverkürzt den Versicherungsnehmern zugute, bisher wurden ihnen 230 Millionen Mark zurückgewährt.
Sehr günstige Bersicherungsbedingungen:
Unverfallbarkeit sofort, Unanfechtbarkeit und Weltpolice nach 2 Jahren.
Prospekte und Auskunft kostenfrei durch den Vertreter der Bank:
K. RÖder. Stadtrentmeister zu Schlüchtern.
Vom Düngermarkt.
Schon vor Jahrzehnten warnte E. von Wolff vor der drohenden Verarmung des Bodens an Phosphor- säure bei unzureichender Düngung. Es hat daher seinen guten Grund warum den phosphorsäurehaltigen Künstdüngern so große Beachtung geschenkt wird.
In der Hauptsache kommen gegenwärtig entweder Thomasmehl oder Superphosphat in Frage. Die Entscheidung, welchem von beiden der Vorzug zu geben ist, beruht in erster Linie auf dem jeweiligen Preise derselben. In diesem Jahre ist der Bezug von Thomasmehl viel vorteilhafter als der von Superphosphat.
In Hessen, Hessen-Nassau und Kreis Wetzlar kostet für den Konsumenten franko Stationen: 1 Kiloprozent wasserlösliche Phosphorsäure im Superphosphat durchschnittlich ca. 35 Pfg., 1 Kiloprozent zitronensänrelösl. Phosphorsäure im Thomasmehl durchschnittlich ca. 253/4 —27 Pfg., mithin ist Thomasmehl billiger durchschnittlich ca. 8
Der Ankauf von einem Waggon Thomasmehl zu 200 Zentner bei Ibprozentiger Ware bedeutet also eine Ersparnis von ca. Mk. 127.50 gegenüber Superphosphat.
Kein rechnender Landwirt wird sich diesen großen Vorteil entgehen lassen.
Die Prüfungsfahrt für Dauerwaren nach Australien und zurück, die von der deutschen Land- wirtschafts-Gesellschaft anläßlich ihrer diesjährigen Wanderausstellung veranstaltet wurde, hat u. a. auch Maggi's Würze, glänzend bestanden. Das anerkennende Urteil der Preisrichter war übrigens vorauszusehen: weiß doch jeder Fachmann, daß unbegrenzte Haltbarkeit und stets gleichmäßige Zusammensetzung zwei Haupt-Vorzüge des genannten Produktes sind. Diese Eigenschaften finden wir auch in den amtlichen Berichten der Lebensmittel-Untersuchungsanstall der Stadt Konstanz wiederholt hervorgehoben. Bekanntlich hat Maggi feit vielen Jahren sein Erzeugnis unter die Kontrolle dieses Instituts gestellt.
Volksbildung. Wie auf der letzten Jahresversammlung des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksvorlesungen und verwandte Bestrebungen mitgeteilt wurde, umschließt derselbe hundert körperschaftliche Mit- glieder mit etwa 600 indirekt angeschlossenen Vereinen
und 400 persönliche Mitglieder aus den verschiedenster! Ständen und Beruftsarten. Die einzelnen Vereine und Ausschüsse suchten durch gemeinverständliche Vor- träge, Äolksunterhaltungsveranstaltungen, heimatkundliche Führungen, Bibliotheken und auf jede sonstige zweckdienliche Weise den geistigen Stand weiterer Volkskreise zu fördern. Die Verbandsleitung als führende Zentralstelle steht dabei beratend und unterstützend zur Seite. Sie wirbt die wissenschaftlichen Hilfskräfte im Verbandsgebiete an, läßt Musterprogramme für Volks- Unterhaltung bearbeiten, sammelt und verleiht Material zu Kunst - Wanderausstellungen, Veranschaulichungs- material und 'Lichtbilderapparate, geht bei der Gründung von Volksbildungsvereinigungen beratend und mit persönlicher Hilfe zur Hand. Endlich unterstützt sie Vereine und Orte durch Abgabe von Wanderbibliotheken aus den Mitteln der Schillerspende und macht ihren per- sönlichen Mitgliedern wertvolle literarische Neuerscheinungen leihweise unentgeltlich zugänglich. Im letzten halben Jahre sind etwa 30 Orte mit 2000 guten, größtenteils neuen Büchern unterstützt worden. Privatpersonen und Vereine, die sich dem Verbände anschließen wollen, erhalten weitere Auskunft von der Geschäftsstelle in Frankfurt a. M., An der Schmidt- stube^__________________________________
Gute Recepte haben Goldwert,
und wenn man genau nach diesen Recepten arbeitet, so wird man stets Erfolg haben. Ein kleiner Küchen- artikel
„Dr. Oetker's Backpulver a 10 Pfg wird jetzt in Millionen Päckchen versandt und 20 Millionen Recepte sind gratis verteilt, damit sich jede Dame von der vorzüglichen Beschaffenheit überzeugen kann. Kuchen, Topfkuchen, Gesundheitsgebäck, Choco- ladenkuchen, Englischer oder Königskuchen, Speculatius und Theegebäck, mit Dr. Oetker's Backpulver gebacken, brauchen keine Hefe, gelingen stets und schmecken ganz vorzüglich. Klöße und Pfannkuchen werden sehr porös und leicht verdaulich. Der eigene Versuch wird jede Dame überzeugen, daß Dr. Oetker's Backpulver ebensogut in jede bessere Küche gehört wie Butter und Zucker. Man prüfe und urteile.
Dr. A Oetker, Bielefelb,
^ Institut für Küchenchemie.
Leise Anfrage!
Herr Theaterdirektor Rhomberg wird freundlichst ersucht, das herrliche Volksstück „Der Pfarrer von Kirchfeld" zur Aufführung zu bringen.
____Mehrere Theaterbesucher.
Franksurta. M., 3. S«ptbr. AmllicheNotierungendcrBiebmartt» Preise. Zum Verkauf standen 493 Ochsen, 79 Bullen, 928 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 245 Kälber, 295 Schafe und Hämmel, 1815 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund: Ochsen a) vollfleischige, auSgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mk. 85-87, b) junge fleischige nicht auSgemästete und ältere auSgemästete Mk. 76 - 78, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mk. 69 - 72, d) gering genährte jeden Alters Mk. — bis —. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mk. 74 bis 76, b) mäßig genährte jüngere und gut ge» genährte ältere Mk. 70—72, c) gering genährte Mk. —, Kühe und Färsen Stiere und Rinder: a) vollfleischige, auSgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mk. 79 -81 b) vollfleischige, auSgemästete Kühe höchsten Schlachtwerte« bis zu 7 Jahren Mk. 75 - 77, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 62—64, d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rmder) Mk. 52 - 4t e) gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. —. Bezahlt wurde für ein Pfund a) feint Mast (Vollm.-Mast) und beste Saugkälber (SchlachtgewichtM—10-? Psst-, (Lebendgewicht) 59-61 Pfg., b) inittlere Mast- und ante Saugkälber (Schlachtgewicht) 96 -1>0Psg., (Lebendgewicht) 56-60 Psg-. °) geringe Saugkälber 75-80Pfg., d ältere gering genährte Kälber Fresser — Psg. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel 82 85 Psg., b) ältere Masthömmel 70-72 Pfg. c) mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzschaft) — Pfg Schweine: a. vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuz, ungen im Alter bis zu ty« Jahren 79 Pfg., b. fleischige 75 - 78
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