Eisenbahnern herzlichen Gruß. Möge das Personal treu zusammenhalten, ein Vorbild der Treue gegen König und Vaterland! Dies ist allen Eisenbahnern kundzutun. StaatSminister von Budde."
Ausland.
— Die Internationale Ausstellung in Mailand ist in Gegenwart des italienischen Königspaares eröffnet worden, daS vom Präsidenten Mangili begrüßt wurde. Im Festsaal hielt sodann Bürgermeister Ponti eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung der Ausstellung Hinwies, den König als Friedensapostel feierte und die Vertreter des Auslandes herzlich willkommen hieß. Als letzter Redner wies Landwirtschaftsminister Pantono auf die wunderbare Entwickelung von Mailand hin, das das Zentrum des wirtschaftlichen Lebens Italiens sei und erklärte, nachdem er dem ganzen Lande Italien eine» ähnlichen Aufschwung gewünscht hatte, die Ausstellung für eröffnet.
— In Tiflis ist eine Bombenfabrik entdeckt worden.
Im Hofe eines Hauses wurde ein Brunnen gefunden, auf bessert Grunde ein Gang angelegt war, der mit einem anderen Brunnen in Verbindung stand, durch den man mittels einer Leirer in ein weites Erdgeschoß
Keller verhaftet Nach langwieriger Untersuchung I lich solche Personen, welche an möglichst warme und MÄÄ
befunden und zum Tode verurteilt. Der hohe Rat der Stadt, der fast alle zum Tode verurteilte Verbrecher begnadigte, tat dies auch bei Keller. Da Frankfurt ein eigenes Zuchthaus nicht besaß, kam Keller in die Anstalt nach Diez. Er leugnete fortgesetzt die Tat in der entschiedensten Weise. Da er sich in der Anstalt musterhaft führte, sollte er im Jahre
Witterung der Uebergangszeit vom Winter zum Sommer bringt mannigfache Gefahren für die menschliche Gesundheit mit sich. Wenn vormittags die Sonne hell und klar vom blauen Himmel lacht, ist es gar nicht ausgeschlossen, daß nachmittags Sturm, Regen und Kälte herrscht. Wehe dem, der sich dann in leichten Frühjahrskleidern im Freien befindet! Er wird sicher einen Schnupfen oder Katarrh davontragen. Der einzige Schutz gegen Erkältungskrankheiten liegt aber in der naturgemäßen Lebensweise. Niemand sollte versäumen, seinen Körper zum Frühjahr abzuhärten und dadurch gegen Witterungseinflüsse Widerstands-
1877, nachdem er 25 Jahre Zuchthaus verbüßt hatte, begnadigt werden. Er lehnte dies entschieden ab mit der Begründung, daß er keiner Begnadigung bedürfe, da er unschuldig sei. Auch im Jahre 1888, bei der Thronbesteigung Kaiser Friedrichs, sollte er wiederum begnadigt werden, was Keller wiederum mit der gleichen Begründung ablehnte. Nun ist Keller, nachdem er 54 Jahre im Zuchthaus gesessen, dort im Alter von 75 Jahren gestorben. Man muß sich bei dieser Gelegenheit doch die Frage vorlegen: War Keller tatsächlich der Mörders Dann bleibt es unerklärlich, daß er zweimal die Begnadigung ablehnte.
* In der chemischen Fabrik Cassella u. Co. in Fechenheim ereignete sich ein großer Unglücksfall. Der ledige Fabrikarbeiter Josef Michel hatte wahr, scheinlich aus Neugier den Deckel eines mit Schwefelwassergas gefüllten Kessels aufgehoben und dadurch
fähiger zu machen. Jnbezug auf die Erkältungen im Frühjahre ist noch darauf aufmerksam zu machen, daß solche auch durch eine verkehrte Wohnungshygiene in der Uebergangszeit hervorgerufen werden. Gewöhnlich pflegt man die Wohnungen nicht mehr zu Heizen, wenn im Freien eine erträgliche Temperatur herrscht. Erfahrungsgemäß herrscht nun in dieser Jahreszeit aber in den Wohnungen eine niedrigere Temperatur als im Freien. Die Folge davon ist, daß sich die Menschen, die sich im Lause des Tages an die höhere Temperatur gewöhnt und vielleicht bei ihrem Aufenthalte in der kalten Wohnung erkälten. Zur Erhaltung des Wohlbefindens und der Gesundheit ist es daher dringend notwendig, die Wohnzimmer im Frühjahr nicht ungeheizt zu lassen. Denn eine Temperatur von unter 10 Grad Reaumur ist entschieden nachteilig für die Gesundheit.
— Auf den diesjährigen bekannten Trierer Weinversteigerungen wurde am 26. April ein Fuder 1904er Brauneberger (Crescenz Freiherr v. Scherlemer) von einem Herrn aus Köln für 19,040 Mark erstanden. Das ist der Liter — 19 Mark.
— In Augsburg erschoß der verheiratete Polizei- Wachtmeister Walbrunn aus Eifersucht die 35jährige Frau eines Gastwirts Beyer und den Fabrikarbeiter Doetterl, in dem er einen Nebenbuhler vermutete.
Hierauf richtete er die Waffe gegen sich selbst. Alle drei waren sofort tot. _
kam. Hier fand man eine Druckerei, verschiedene Gerätschaften, Explosivstoffe und 15 Pfund Dynamit vor. In dem Hofe des Hauses wurden gleichfalls die Gase eingeatmet, infolgedessen"der Tod durch Ver- drei gefüllte Bomben gefunden. Es wurden 24 Ver- giftung eintrat. Augenzeuge des traurigen Vorfalls Haftungen vorgenommen. war niemand, man fand den Arbeiter tot neben dem
— Das neue serbische Ministerium ist nunmehr Kessel liegend vor. wie folgt gebildet worden: Präsidium Paschitsch, zu- * Der Großherzog von Darmstadt kehrte am 2. gleich Aeußeres, Protitsch Inneres, Patschu Finanzen, Mai von Italien zurück und wird am 5. Mai der Andra Nilolitsch Kultus, Wesnitsch Justiz, General Eröffnung der „Ausstellung des Vereins der Kunst- Pulnyk Krieg. Die Portefeuilles der Bauten und der freunde in den Ländern am Rhein" in Köln beiwohnen. Volkswirtschaft sind noch unbestimmt. * Die feierliche Eröffnung der Bahnstrecke Hersfeld-
— Das Einwanderungsgesetz in den Vereinigten Oberaula der Nebenbahnlinie Hersfeld-Treysa hat Staaten wird sehr streng gehandhabt. Auf Grund der am Montag stattgefunden. Unter den Ehrengästen, Arbeitskontraktsklausel des Gesetzes sind etwa 1000 die an der Festfahrt teilnahmen, befanden sich Seine Einwanderer, die zum größten Teil aus Griechenland, Exzellenz der Herr Oberpräsident von Windheim, Herr Montenegro, Bulgarien oder Serbien stammen und Regierungspräsident Graf Bernstorff, Seine Erlaucht durch das Angebot von 2 7, Dollars Tageslohn zur Graf Görtz aus Schlitz, zwei Herrn von Baumbach- Auswanderung veranlaßt worden waren, zurückgewiesen Kirchheim, Vertreter der Eisenbahndireklionen Kassel worden. _ und Frankfurt a. M, Mitglieder der städt. Behörden,
— In der Tibetfrage sind die Verhandlungen die Vertreter der Kreisbehörden von Hersfeld und zwischen England und China beendet worden. Die Ziegenhain, der Bauabteilung, der Betriebsinspektion, Denkschrift ist durch den Kaiser von China angenommen, der übrigen Hersfelder staatlichen Behörden, der an und daS Uebereinkommen ist unterzeichnet worden. Der der Strecke liegenden Landgemeinden, der am Eisen- neue Tibetvertrag öffnet dem ausländischen Handel bahnbau beteiligten Unternehmer u. a. - Henniq wurde in Potsdam wegen ^nn6mnrh,a Lwe.l Haft«, sieht die Heranziehung englischen Kapitals * Am Freitag abend ging ein schweres Gewitter zum Tode und toegen Diebstahls schwere? Urftmde» ju mdustnellen Unternehmungen und eine Ent>chädrgung m bet Gegend von Bebra nieder, das von starken fälschung und Körperverletzung z^
Aussicht genommen. ________________sührers Engel m Bebra ein, glucklichmveffe^$tr
" fiaki und Vroviurieller ^"* Die Kasernen-Neubauten vor dem Frankfurter S 'S??? ^^^ gesprochen »verd?«''"
S Tor in Cassel, welche für zwei Bataillone des Ober- A'-ser ^schlag befand sich einem alten
Schlächtern, 4. Mar 1906. elsässischen Infanterie-Regiments Nr. 167 bestimmt S I» seiner seltsamen u^
-* Der heutigen Auflage unserer Zettung hegt sind, sind soweit gediehen, daß das Regiment, wie es StS Zeigt er mit prächtiger Deü^ der Sommerfahrplan (gültig vom 1. Mai bis 1. Okt. heißt, nach den diesjährigen Herhstübungen mbte die Gebildeten leicht in 1906) bei, worauf wir unsere Werten Leser besonders neue Kaserne einziehen wird. Der Exerzierplatz, ... ^ Ueber Richard Waaner ninJ aufmerksam machen. S^en ^albau unbSgdlMen gelegen^
-* Am morgigen Sonntag vollendet der deutsche näd)|-ter Zeit instand gesetzt und eine Brücke über bte ^A^i ^nd man sich jetzt wohl allaem^n^!
Kronprinz sein 24. Lebensjahr. Der diesjährige Ge- F.ulda gebaut werden. — Da die Mittel für die J J J Erkennung dieses Meisters burtslag ist der erste, den bet Erbe der deutschen Husaren-Kaserne, ebenfalls vor dem Frankfurter Tor J A J.®« 'st mehr sein Sohn Siegfried Kaiserkrone an der Seite seiner ihm im Juni 190o ge[e0en, nur etatsmäßig von Jahr zu Jahr bewilligt A ihnj JA" fetzt noch vielfach streitet' iA angetrauten Gemahlin begeht und von neuem bringt werden können, so wird dieses Kasernement erst im .7 ^ . . Siegespalme im Laufe der SA™ das deutsche Volk freudigen und aufrichtigen Herzens ga^re 1909 fertiggestellt und zu diesem Termin seiner ” A ^ '^" werden, denn er fühlt waan-^Ä7 bem hohen Geburtstagskinde die besten Glück- und Zustimmung Übergaben. bm ist d275?tur-Gedanken Bay euch L'N) Segenswünsche zu diesem Tage und für die Zukunft -------------------------<t ist bayreuthische Wesen BS dar Mit vollster Hingebung geht Kronprinz Friedrich MahNUNg. Ser imt" ^ikel von Erich Kloß Wilhelm seinem militärischen Berufe und somit seinem Die schönen Tage sind gezählt, $St^ Teile der bekannten Mon77 Dienste zum Wohle des Vaterlandes nach sich neben- Da sich der Buchen junges Grün inatt soeben erscheint bei in der Stille auf den in früheren Jahren strenger Dem dunklen Tannengrün vermählt; SaÜenbS^^ diesmal meistens SafonS Erziehung und wissenschaftlicher Vorbildung geschaffenen Drum laßt uns jetzt zum Walde ziehn, - enthaltene, wieder slnfi^^x .... «alonstucke
Grundlagen für die hohen Aufgaben vorbereitend, die Die Tage sind gezählt!
er in späterer Zeit zu erfüllen haben wird. Einfach und schlicht in seinem Wesen, ein echter Hohenzoller von großem Pflichtbewußtsein, genießt Kronprinz Wilhelm die Verehrung und das Vertrauen des Volkes, das innigen Anteil nimmt an dem Freudentage, der dem Hohenzollernhause bescheert und das seine Wünsche mit den Wünschen vereinigt, die dem Kronprinzen von seiner Gemahlin und dem gesamten kaiserlichen Hause als schönstes Angebinde zum Geburtstage dargebracht
- Die deutsche Turnerschaft überreicht ihrem greisen Vorsitzenden Dr. Ferdinand Götz in Leipzig zu seinem 80. Geburtstag am 24. Mai eine Götzstiftung, die zum Bau von Turnhallen dienen soll.
Die schönen Tage sind gezählt, Da Frühlingslust das Leid verscheucht, Das unsre armen Herzen quält. Wie wandert's sich so frei und leicht! — Die Tage sind gezählt!
Die schönen Tage sind gezählt;
Im Blütenschmuck prangt Strauch und Baum, Kein einiger Frühlingssänger fehlt;
Zu rasch verfliegt der schöne Traum, Die Tage sind gezählt.
Die schönen Tage sind gezählt, Da Maienglöckchenduft erfreut Und Liebe sich was Liebes wählt. Drum freuet euch der schönen Zeit, — Die Tage sind gezählt!
zur Jetztzeit. Hermann Haast.
-* Versetzt; der Ober-Postassistent v. Brack von --------------------5----7777--------------------'
Königstein (Taunus) nach Schlüchtern.
* Im Jahre 1852 wurde in Frankfurt auf dem — wquiivy«w«aM» .... ______
Großen Kornmarkt in einem Rasiergeschäft ein Kunde Frühlingslüfte wehen, wenn die Strahlen der Sonne MorgengkstHrr
im Rasiersessel mit durchschnittener Kehle tot aufge- senkrechter und deshalb erwärmender auf die Erde Nachmittapi-fls, ■»upernrtenbent Orth. funden. Da dem Mann« alle Wertsachen und das fallen, dann beeilt sich der Mensch möglichst bald aus Wochen^r- .Pfarrer Rollmann. Portemonnaie gestohlen waren, konnte es sich nur um der dicken Winterkleidung zu schlüpfen und leichtere L Superintendent Orth.
einen Raubmord handeln. Als mutmaßlicher Täter Gewandung anzuziehen. Indessen, vor allzu frühem K,s^., m
wurde der damals im Geschäft tätige 20jährige Ge- Kleiderwechsel muß dringend gewarnt werden. Nament- Gottesdienst: ® e me i n b e
werden.
—* Au? allen Gegend:» des Mittel- und Unter» uiaingebietes werden Klagen über das starke Auftreten der Raupenplage verlautbar. Für die Gartenbesitzer ist es zur Ergreifung geeigneter Vertilgungsmaßregeln die höchste Zeit. Seil Jahren wurde keine so erstaunliche Menge von Raupennestern beobachtet, wie gerade
«muiui meinend Salonstücke enthaltend, wieder außerordentlich reich an gehaltvollen Beftn. Als Ergänzung zu dem Siegfried Wagner-Ar hat der Verlag dessen Vorspiel zum dritten Au aus der Oper „Kobold" zum Abdruck gebracht, dl schließen sich Richard Kügelers melodisches Stü)unges Grün" und Heinrich Mannfreds „AndalusisÄStändchen" an. Die Gratisbeilage enthält Hefier „Vergessenen Lieder", unter denen Mendelssohflbendlied" und Schumanns Lied „An jben Sonnen" besonders hervorgehoben werden müssen. Geringe Preis von nur 50 Pfennige [pro MonatU Original-Kompositionen im Jahre [ist gewiß ihr minimaler zu nennen; in jeder l musiktreiben^amilie sollte die „Musik-Mappe" ! darum nien. Man erhält für diese halbe i Mark, was einzeln bezogen mit Mk. 8.— bis iMk. 1° — n muß. Abonnements nehmen alle lBuchhandlu^d jedes Postamt entgegen.
- Gesundheitsregelu im Frühling. Wenn linde
KirchAnzeiger für Achlüchtern, Eklische Gemeinde: t den 6. Mai 1906
H e Gemeinde