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Et^g VM 4 Uhr Uud Z. Familienabend im Tlutschen Haus um 7 Uhr Am Montag Haupwersammtu.ng im Ev Vereinshause um 9 Uhr, ein Kirchenkonzert in der Marienkirche um 12 Uhr und gemeinschaftliches Mittagseffen im Deutschen Haus um 1 V, Uhr.

Die bei ihrer Tochter wohnende Witwe Stenzel in Großalmerode fiel am vergangenen Freitag früh gegen 5 Uhr aus dem Fenster ihrer Wohnung aus die Straße und zog sich durch den Sturz so starke Verletzungen zu, daß sich ihre Ueberfuhrung in das Landkrankenhaus nach Cassel als nötig erwies. Man nimmt an, daß sich die am Asthma leidende Frau zu weit zum geöffneten Fenster hinauslehme, sodaß sie das Uebergewicht betani und so in die Tiefe stürzte.

* In Frankfurt a. M. treibt sich ein Schwindler herum, welcher für bie Kinderheilanstalt Bad Orb Beiträge sammelt und ein Kolletlantenbuch mit den Unterschriften der Herren Sanitätscat Dr. Hufnagel Und Pfarrer Schlosser vorweist. Der Schwindler hat bereits 1400 M. vereinnahmt. Einen polizeilichen Erlaubnisschein konnte der Mann nicht vorweisen, und als ein Frankfurter Herr, der zufällig auch von dem Schwindler besucht wurde, nach demselben fragte, ver­schwand der Bursche unter Zurücklassung dessKollektanten- buches.

Vermischtes.

Bauernregeln für Mai. Maientau macht grüne Au, Maienfröste unnütze Gäste. Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu. Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten. Mai kühl und Brachmond naß füllen Scheune uns und Faß. Viel Gewitter im Mai, singt der Bauer Juchhei. Giebts der Eichelblüte viel, füllt sich auch des Kornes Stiel. Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bis daß herein Servatius bricht. Kühle und Abend­tau im Mai bringen Wein und vieles Heu. Nach­dem Sankt Urban pflegt zu sei», so glaubt man, daß gerät der Wein. Auf nassen Mai kommt ein trockener Juni herbei.

In der heutigen teuren Zeit ist jede kluge Hausfrau mehr denn je bestrebt, zu sparen. Dem­gemäß wird sie in der Küche nur wirklich erprobte und bewährte Hilfsmittel verwenden, wie z. B. die in Ausgiebigkeit und Feinheit des Aromas unerreichte Maggi-Würze. Diese bietet noch den besonderen Vor­teil, daß sie nicht mitgekocht, sondern erst beim An­richten zugesetzt wird. Man hat also bis zuletzt die Entscheidung in der Hand, ob überhaupt ein Würzezu­satz nötig ist. Auch das gehört zum weisen Sparen.

Der älteste Geselle in Deuschland ist wohl der Fleischergeselle Wiener in Vechta in Westfalen. Er feierte kürzlich seinen 98. Geburtstag zusammen mit seinem 80jährigen Gesellenjubiläum. Seit 80 Jahren ist er bei demselben Meister tätig und noch heute bringt er den Kunden Fleisch ins HauS. Alle Achtung.

cs Eisenbahnunglück ereignete sich aus der '«uh. _ccg Bahn in der Nähe der Station Ering- Hausen bei Werdohl. Ein von Hagen kommender Personenzug kreuzte sich mit einem ' von Plettenberg abgelassenen Güterzug, an welchem von einem Kohlen­wagen die Klappen aufstanden. Bei der Vorübertahrt drang eine dieser Platten in die Seitenwand eines 'rarkbesetzten Personenwagens 4. Klasse. Die ganze Seitenwand dieses Wagens wurde eingedrückt und eine ältere Frau aus Forst an der Sieg durch den Zu­sammenstoß rötlich verletzt Auch einige weitere Passagiere erlitten Verletzungen. Die schwer verletzte Frau ist ihren Verletzungen erlegen. Die Untersuchung ist eingeleitet worden.

Nesfelröden (Thüringen). Auf dem benachbarten Rittergute Markeshausen hat irr Schäfer anstatt Salz Chili-Salpeter mit den Schafen gefüttert und sollen schon an 70 Stück an Vergiftung verendet sein.

- Eine furchtbare Explosion, bei welcher der Ober­monteur Schmelzner der Deutzer Gasmotorfabrik Akl.- Ges. in Münster i. W. den Tod fand und zwei ferner Kollegen erhebliche Verletzungen davontrugen, ereignete sich in Münster am vergangenen Mittwoch im dortigen städtischen Elektrizitätswerk. Das Unglück ist dadurch entstanden, daß infolge Unachtsamkeit ein neuer Behälter für Druckluft, mit dessen Aufstellung die Monteure beschäftigt waren, mit einem der beiden alten, mit Druckluft gefüllten Behälter zusammenstieß Infolge des kolossalen Luftdruckes stürzte das Treppenhaus im unteren Geschoß zusammen und begrub den Obermon teur unter sich. In den Häusern bis auf eine Ent­fernung von 400 - 500 Metern wurden die Fenster­scheiben zertrümmert. In den Straßen sieht es aus, als habe es Glassplittern geregnet.

Bei den olympischen Spielen in Athen errangen die Deutschen im turnerischen Fünfkampf die Haupt- Preise. Der deutsche Einspruch gegen die zugunsten des Franzosen lautende Entscheidung im Florettkampf wurde zurückgewiesen. Der mit einer Schwester des Kaisers vermählte Kronprinz von Griechenland stiftete darauf einen weiteren Ehrenpreis, um den der Deutsche und Italiener fechten sollen.

Einer der's besser kann als der Lehrer. Tief in seinem Vaterstolze gekränkt, weil seine Tochter in einer Schularbeit 17 Fehler gehabt haben sollte und deshalb noch obendrein nachsitzen mußte, fühlte sich ein braver Döbelner Bürger. Dem Lehrer, der die Arbeit korrigiert hatte, ging folgende geharnischte Epistel zu: Herr Lehrer hierdurch theile ich ihnen mit das sie mein Mütchen nicht wieder in der Schule behalten, wegen die Paar Fühler die mein Mäichen gehabt hat, da müssen sie sich bässer um die Kinder bekümmern wenn sie Lehrer sein wollen, und nicht auf solche Kinder Horgen die Selber nichts gönnen, wenn mein Matchen sie noch einmal drinne Behalten, da werde ich bei Herren Direckvr selbst gehen, da kann ich auch Lehrer

machen wenn ich bloß auf die Kinder Horgen will und nicht i lbec danach sehr, ich habe das Buch selber durchgesehen, ich habe aber blos zwei Fehler rauSge- bracht und nicht 17. also währ ich das Buch nehmen beim Director köhen, also ich wiederhole es noch einmal das sie me n Matchen nicht wieder in der Schule be­halten. mit Erfahrung und mit Gruß X, Y.

Pom Haustein. Bei den Ausgrabungen im letzten Winter wurden wiederum verschiedene Funde gemacht, so eine Steinaxt, 1 Schießbolzen, 2 Stein- qeschofse, Steine mit Inschriften aus dem 15. und 16, Jahrhundert. Im Keller fanden sich zwei Pferde- s hädel, woraus man schließt, daß während einer Belagerung Pferdefleisch genossen wurde. Der Brunnen ist jetzt 10 Meter tief ausgegraben, er dürfte im ganzen 80 bis 100 Meter tief sein.

In Niederhone versuchte die Frau des Fabrik­besitzers Schmidt sich und ihre Kinder zu töten. Während die beiden älteren Kinder noch entfliehen konnten, warf sich die Mutter mit ihrem jüngsten, etwa ein Jahr alten Kinde in die Wohra, wo beide ihren Tod ge­funden haben.

In Salinas (Kalifornien) erfolgten am Freitag drei starke Erdstöße. Das dortige Flußbett sank um zwölf Fuß auf meilenlange Strecken. In San Fran- zisko gingen schwere Regengüsse nieder, worunter viele Notleidende sehr litten, da sie noch ohne Zelte in Decken unter freiem Himmel kampieren. Dem Regen folgte ein kalter Wind.

Furchtbare Leideil Schiffbrüchiger. Aus Liver­pool wird berichtet: Das SchiffThitiell" ist während eines heftigen Sturmes seiner Masten beraubt worden. Sechzehn Mann der Besatzung konnten sich auf ein Floß retten. Die Schiffbrüchigen mußten wegen Ueber- lastung des Floßes, um das Gleichgewicht herzustellen, abwechselnd die Füße über Bord halten. Der Kapitän wurde, während er die Beine ins Wasser hielt, von einem Hai heruntergezogen. Infolge von Entbehrungen sterben zwei Mann der Besatzung. Als endlich das Floß von einem Dampfer bemerkt wurde, befanden sich auf demselben nur noch zwei Lebende, von denen einer auch noch durch die erlittenen Entbehrungen wahnsinnig geworden ist.

Das höchste Haus der Erde soll in Newyork errichtet und 181 Meter hoch werden.

Fürchterliche Drohung. Wirt (zu einem Student, dessentwegen ein großer Streit entstanden ist);Mein Herr! Wenn Sie sich nicht augenblicklich entfernen, rufe ich Ihren Schneider."

Getroffen. Lehrer:Die Schlacht bei Sedan war also am 1. September. Müller, kannst Du mir vielleicht sage», was unmittelbar vorausging?"Der 31. August!"

In der Schule. Lehrer:Hans, wie heißt der Plural von er tut?" Schüler:Sie tuten!"

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