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wurde, sagte er:Ich wäre auch so hrngegangen." Sein Vermögen vermachte er nicht seiner wegen Beihilfe an dem Morde zu Zuchthaus verurteilten Frau, sondern seiner früheren Geliebten.

Ein wertvoller Eisenbahnzug ist von Bukarest kommend in Berlin eingetroffen. Der eine Waggon enthielt nicht weniger als 174 Millionen Mark. Die kostbare Sendung war von mehreren Finanzbeamten bewacht und lag in 10 Kisten zu je 110 Kgr. verpackt. Außerdem waren noch zwei Kisten mit Goldmünzen und etwa 14 Kisten mit Papiergeld vorhanden. Der Geldbetrag betraf rumänische Staatsschulden; er wurde an die Berliner Diskontobank expediert.

Der Sonderzug des Schahs von Persien, in welchem der persische Herrscher, wie gemeldet, auf der Reise von Vichy nach Petersburg begriffen, Frankfurt passierte, kostet für die Strecke VichyPetersburg rund 32,000 Mk., außerdem ist an die internationale Schlaf­wagen-Gesellschaft eine Wagenmiete von extra 16,000 M. zu zahlen; da der Zug auf Wunsch des Schahs mit einer Geschwindigkeit von nur 45 km pro Stunde befördert wird, so braucht er für die 2931 km lange Strecke insgesamt 65Va Stunde. Die Küche des Sonderzuges ist reichlich mit Proviant versehen. So wurden vor der Abreise in Vichy u. a. 48 Hühner, 2 Schafe und 35 Pfund Fische eingekauft. Der Schah wurde außer von seinen drei, 8- bis 14jährigen Söhnen von seinen sieben schönsten Frauen begleitet. Der Schah pflegt während seiner Eisenbahnfahrten sich die Langweile durch öfteres Kartenspielen mit den Herren seines Gefolges zu vertreiben.

' ~ Die brave Tqt eines Seeoffiziers der deutschen Handelsmarine wird jetzt erst bekannt. Auf dem Reichs­postdampferAxenfels", der am 25. v. M. in Ham­burg eintraf, tat als Offizier, der auch auf schrift­stellerischem Gebiet bekannte Herr W. Wagner, gebürtig aus Luckenwalde, Dienst. Auf dem Schiffe befand si ch ein reicher Minenbesitzer aus Südafrika mit seiner anmutigen Tochter, die eines Tages bei stürmischem Wetter vM ejnep Sturzwelle über Bord gerissen wurde. Der "auf Deck befindliche Wagner sprang in voller Kleidung der Ertrinkenden nach und hielt sie so lange über Wasser, bis das Rettungsboot herabgelaffen war, has die mit den Wellen Rümpfenden qufnqhm. Der Vatxr per Geretteten schenkte hem mutigen Retter eine Prillantnadel und einen Brillantring, während sie selbst ihm ihr Herz schenkte- Auf Antrag des Hamburger Senats wurde dem wackeren Seeoffizier die Rettungs­medaille am Bande verliehen-

- - Ei- v'. hologisches Rätsel scheint ein zwölf­jähriger ou/uier aus Schneidemühl zu sein. Er erschoß einen zehnjährigen Jungen, der ihn neckte, mit einem Tesching. Bei der Untersuchung ward festgestellt, daß der jugendliche Mörder vor einiger Zeit einen anderen Knaben zu ertränken versucht hatte. Zwei andere kleine Knaben band er an einen Wagen, um sie zu Tode schleifen zu lassen.

Der Schweineversicherungsverein zu Leinefelde beschloß in einer Generalversammlung, auswärtige Be­sitzer von Schweinen nicht mehr als Mitglieder aufzu- nehmen. Dieser Beschluß wurde nun den Mitgliedern durch dieOrtsschelle" wie folgt bekannt gegeben: In der gestrigen Schweineversammlung wurde be­schlossen, auswärtige Schweine nicht mehr in den Verein aufzunehmen."

Auf der Insel Stromboli fand ein sehr heftiger vulkanischer Ausbruch statt, der von dem Auswurfe großer weißglühender Steine begleitet war. Eine dichte schwarze, etwa 400 Meter hohe Rauchsäule hüllt die ganze Insel in Dunkel ein. Die starken Lufterschütter­ungen ließen die Fenster aufspringen. Unter den Ein­wohnern ist eine Panik ausgebrochen.

Der Rotstand in dem von der Mißernte heim« gesuchten russischen Gouvernement Tula nimmt große Dimensionen an. Das Vieh wird wegen Futtermangels zu Schleuderpreisen losgeschlagen, die Bauern kommen in Scharen bettelnd in die Städte. An einigen Orten ist bereits der Hungertyphus ausgebrochen.

Ein köstliches Küchenepisodchen zirkuliert gegen­wärtig in der Gebirgsgegend des Odenwaldes. Ein höherer Beamter zu D-, der die drollige Affaire selbst zum besten gab, hat nämlich eine besondere Vorliebe für Paradiesäpfelsuppe, weshalb ihm die zärtliche Gattin dieses Lieblingsgericht häufiger servierte. Kürz­lich mußte nun diese besorgte Ghehälfte in einer dring­lichen Angelegenheit nach W. reisen- Ihrem neu­engagierten Dienstmädchen erklärte sie vor der Abreise genau die Zubereitungsart der obligaten Tomatensuppe. Die Probeleistung der dienstbeflissenen Liese fand aber keineswegs den Beifall des Herrn, obgleich che Suppe sehr fett war; aber der Hunger besiegte' den miserablen Geschmack der Suppe und ein Teil des Gerichtes ver­schwand im knurrenden Magen des unzufriedenen Gebieters. Grst ngch Rückkehr der Madame fand die Sache ihre Aufklärung. Die unerfahrene Küchenfee, die vonTomaten" niemals etwas gehört hatte, glaubte diesen Ausdruck gleichbedeutend mitPomade^ halten zu dürfen und darum eine vylle Büchse dieses wobl- MWWWUWWDWWWWWW WWWWWWMWWWWWWW

riechenden Haarfettes zur Guppsttzubereltung verwendest zu müssen. Tableau!

Der letzte Trost. Ein Rechtsanwalt betritt die Zelle seines zum Tode verurteilten Klienten.Gute Nachrichten, mein Freund!"Eine Begnadigung?" entgegnet jener zitternd vor Erwartung.Nein, das nicht, aber Ihr Onkel hat Ihnen 10 000 Mark hinter- lassen. So können Sie mit dem schönen Bewußtsein sterben, daß die edlen Anstrengungen Ihres Verteidigers nicht unbelohnt bleiben werden."

Betrachtung. Zuchthäusler:Hm, das neue Zuchthaus ist wirklich hübsch da gibts Dampfheizung Dampfwäscherei, Dampfkochapparate. Jetzt sollten f blos noch Dampfwürst' und Dampfnudeln haben!"

Natürlich.. ... Ich heirate nur den Mann den ich liebe!"Und wenn Dir ein sehr reicher Mann den Antrag macht?"Den ... den werde ich natürlich lieben!"

Telegraphischer Schiffsbericht derRed Star Linie" Antwerpen.

Der PostdampferFinland" derRed Star Linie" in Antwerpen, ist laut Telegramm am 28. August wohlbehalten inNewyork" angekommen.

Frankfurt a. M., 4. Sept. Amtliche Notierungen der Viehmarkt- preise. Zum Verkauf standen 428 Ochsen, 92 Bullen, 736 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 219 Kälber, 800 Schafe und Hämmel, 1217 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund: Ochsen a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mk. 78-80, b) junge fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mk. <1 73, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mk. 6769, d) gering genährte jeden Alters Mk. bis. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mk. 63 bis 65, b) mäßig genährte jüngere und gut ge- genährte ältere Mk. 6062, cj gering genährte Mk., Kühe und Färsen Stiere und Rinder: a) vollfleischige, ausgemästete, Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mk. 7072. b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Mk. 67 - 68, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwielte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 5354, d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 50 - 52, e) gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk.. Bezahlt wurde für ein Pfund a) feine Mast (Bollm.-Mast) und beste Saugkälber (Schlachtgewicht) 8690 Pfg-, (Lebendgewicht) 5254 Psg., b) mittlere Mast- und gute Saugkälber (Schlachtgewicht) 80-85 Pfg., (Lebendgewicht) 4850 Pfg-, c) geringe Saugkälber 6367 Psg«, d ältere gering genährte Kälber Fresser Pfg. Schafe: a) Mastlämmer nnd jüngere Uasthämmel 72-74 Pfg,, b) ältere Masthämmel 6466 Pfg. c) mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzschafe) 00 - 00 Psg. Schweine; a. vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuz­ungen im Alter bis zu l1/* Jahren 75 Pfg., b. fleischige 74-.

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