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Aintliches.

Ermitt lung der Anbauflächen.

J.-Nr. 3882. Wie bereits im Vorjahr geschehen, soll auch im Juni d. Js. zur Gewinnung einer sicheren Grundlage für die Berechnung der Ernteerträge die Ermittelung der Anbauflächen für die hauptsächlich in Frage kommene en Frucht- und Kultnrarten vorge- nommen werden. Zu diesem Zweck wird den Herrn Bürgermeistern und Gutsvorstehern des Kreises in Kürze eine in Form einer Postkarte hergestellte Ueber­sicht der Anbauflächen (Anbau-Erhebungskarte) in zweifacher Ausfertigung, welche für 19-0 bereits mit den Einärägen vom Kgl. Statistischen Bureau ver­sehen, hinsichtlich des Jahres 1903 aber von den Herrn Bürgermeistern und Gutsvorstehern sorgfältig auszufüllen sind, zugehen.

Das eine Exemplar der Postkarte ist mir bis spätestens 1. Juli 1903 einzureichen, während daS

Verzeichnis der am 13. Juni 1903 der Körungs-KommiKon in Sterbfritz vorgeführten resp, angekörteu Zuchtbullen

Standort.

Besitzer.

Abstammung.

Alter.

Farbe.

Haar.

Haut.

Kopf.

Horn.

Hals.

Bug.

Rumpf

Rücken läge.

Schwanz­lage.

Sfaanj

Beine

Stellung

Haftung

311 annefört mit Dir.

Remer^ung

Siliwatjenfels

Mv. Kohlhepp

S. Neinzucht

14 Mon.

falbschak

fein

dick

gut

gut

gut

gut

geftr.

st gut

gut

gut

gut

gut

st gut

1

derselbe

14 Mon.

falbschak

fein

weich

gut

gut

ff

st gut

//

s. gut

fein

ff

//

1

Züntersbach

N. Schlag

14 Mon.

gelbschak

rauh

normal

gut

gut

gut

z- gut

z. gut

gut

kurz

fiinieii bathet AlnsZ

gut

2

Mwarjenfefs

I. ®. Msienslüei»

14 Mon.

gelbschak

fein

weich

gut

gut

ff

//

//

gut

gut

3- gut

3- gut

f. gut

1

Sterbfritz

H. Blum

//

16 Mon.

falbschak

normal

weich

z. gut

stark

//

st lang

gesellst

z. gut

!i. angef

gut

gut

gut

2

Schlüchürn

L. Hilcebrand

//

14 Mon.

falbschak

normal

weich

gut

stark

ff

//

z.gut

z. gut

gut

//

ff

1

Voll merz

®ni Voikmerz

16 Mon.

rotschak

fein

weich

gut

dunkel

//

kurz

gut

gut

//

kurz

//

ff

2

Elm

I. Gerlach

ff

r5 Mon.

falbschak

fein

dick

gut

stark

//

3- gut

z.gut

überbaut

3- gut

p ungeL

gut

ff

2

Dietershof

A. Geringer

14 Mon.

falbschak

fein

weich

z- gut

gut

//

st gut

gcjlrcti

st gut

gut

gut

clw.knrz

//

ff

i

Weiperz

Gemeinde

18 Mon.

falbschak

normal

weich

3' gUt

gut

//

s. gut

ff

st gut

gut

gut

ff

1

Breunings

K. Lang

Aufgestellt, St

S. Kreuzung

erbfritz den 13. MMMMMWÄ

17 Mon.

Juni 19 SLMMM-

falbschak

13.

feilt

weich

gut Nase tlunRef

gut

5

gut

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gut

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gut

Tommi

3- gut

ifion: 5

Par^ ungefeft ohlhc

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Siem

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Deutsches Reich.

- Seine Majestät der Kaiser traf am 18. Juni 5. Uhr nachmittags von Meppen kommend in Han­nover ein und begab sich durch die festlich geschmückten Straßen nach dem großen Butt, wo sich die von der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft veranstaltete Aus­stellung befindet. Auf der Fahrt dorthin wurden dem Kaiser von einer zahlreichen Volksmenge lebhafte Hul­digungen dargebracht. Vor der Tribüne der Aus­stellung wurde der Kaiser vom Präsidenten und der Direktion der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft empfangen- Ferner waren zur Begrüßung Landwirt-

Line ^sÄrzeitsveise

Erzählung von F. Arnefeldt.

(Nachdruck verboten)

Fortsetzung.

Ehe er dies aber vermochte, öffnete der Reisende die Augen, richtete sich auf, erblickte den Fremden und setzte sich zur Wehr. Ein kurzer Kampf entstand. Günther war wenn nicht kräftiger, so doch weit ge­wandter als der etwas schwerfällige, zudem noch schlaf­trunkene und in einer sehr ungünstigen Lage befindliche Rehfeld. Dennoch entstand ein heftiges Ringen, bis es dem Räuber gelang, sein Opfer niederzudrücken, den Dolch zu ergreifen und den Stoß zu führen. Er war ein geübter Fechter und hatte gut, nur zu gut getroffen. Rehfeld stieß einen einzigen Schrei aus und sank zurück.

Ueber diesen Schrei erwachte die junge Frau, deren Betäubung nur eine unvollständige gewesen war. Dennoch war sie wie gelähmt; sie vermochte sich weder zu rühren noch zu rufen, und diesen Moment benutzte der Mörder, die Brieftasche an sich zu nehmen, das Fenster aufzureißen und sich auf das Trittbrett zu schwingen. Mit der Behendigkeit einer xKatze kletterte er den Zug entlang, der in der Folge des gegebenen Notsignals langsamer fuhr. Während sich aller Aufmerksamkeit auf das Koupee richtete, aus welchem der Hilferuf erschollen war, fand der. Mörder Gelegenheit, unbemerkt Herab­

Mittwoch, den 24. Juni 1903.

andere Exemplar zurückzubehalten und sorgfältig zu asservieren ist, damit dasselbe bei der nächstjährigen Erhebung benutzt werden kann.

Schlächtern, den 16. Juni 1903.

Der Königliche Landrat: I. V.: Goerz.

Aufgebot!

Das auf den Namen der Gemeinde Schwarzenfels lautende Kreissparkasfe-Einlagebuch Nr. 602 ist angeb­lich verloren gegangen.

Der etwaige Besitzer dieses Buches wird aufge­fordert, seine vermeintlichen Ansprüche binnen drei Monaten vom Tage der Einrückung dieser Bekaunt- machung abgerechnet bei uns geltend zu machen, widrigenfalls nach Ablauf dieser Frist das obige Buch gelöscht wird und die Gemeinde Schwarzenfels ein neues Einlage-Buch erhält.

Schlächtern, 20. Juni 1903.

Die Direktion der Kreissparkasse: Pfalzgraf.

schaftsminister v. Podbielski, sowie die Spitzen der Behörden erschienen. Als der Kaiser, der die Jnterims- uniform der Königsulanen trug, die Tribüne betrat, brach die nach Tausenden zählende Zuschauermenge in begeisterte Hochrufe aus. Es begann die Vorführung von Pferden und Rindern, nach deren Beendigung der Kaiser in einem Wagen eine Rundfahrt durch die weitgedehnte Ausstellung unternahm. Eingehend be­sichtigte der Kaiser die Sonderausstellung der han- noverschen Landwirtschaftskammer und verweilte beson­ders lauge in der von der Zentrale für Spiritus­verwertung veranstalteten Sonderausstellung, bei deren Besichtigung er namentlich für die Verwendung des

zuspringen und unter bem Schutze der Dunkelheit zu entkommen.

Er verbarg sich in einen Wäldchen, bis der Zug weiter gebraust, und wieder Stille eingetreten war, ging nach der Station zurück, wo er den Nachtzug verlassen hatte, nahm dort sein geringes Gepäck in Empfang, wechselte schnell den Anzug und kehrte mit dem nächsten Frühzuge nach Wien zurück, hielt sich dort aber nur kurze Zeit auf. Er glaubte zwar, seine Maßregeln so schlau getroffen zu haben, daß auf ihn kein Verdacht fallen könne; dennoch hielt er es für geraten, nicht, wie er beabsichtigt hatte, nach Berlin zu gehen, sondern für einige Zeit Paris aufzusuchen.

Dort verschaffte er sich in einem Kaste deutsche Zeitungen und fand bald, was er suchte, einen Bericht über den im Eisenbahnwagen des Wiener Kurierzuges begangenen Mord, gleichzeitig aber die Mitteilung, daß der Mörder, ein Herr Benno Treuenfeld, auf der Tat ergriffen worden sei. Als Motiv war rasende Eifer­sucht angegeben, die den Verbrecher dergestalt verblendet habe, daß er nicht nur selbst im Koupee verblieben sei, sondern seinen eigenen sehr kenntlichen Dolch, mit dem der Mord vollführt worden, zu den Füßen des Opfers znrückgelasfen habe.

Günther rieb sich vergnügt die Hände; das ging ja noch viel besser, als er gedacht hatte; die Benutzung des Dolches und das Zurücklassen desselben erwies sich als ein Meisterstreich. Von der entwendeten

54. Jahrgang.

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Die festgestellten Resultate der am 16. d. Mts. stattgehabten Reichstagswahl im VII. Wahlkreise des Regierungsbezirk Cassel (Kreise Fulda, Gersfeld und

Schlächtern) sind folgende:

Die Zahl der gültigen Stimmen beträgt 14261 - absolute Majorität demnach 7131

Es haben erhalten:

1) Rentner Richard Müller in Fulda 11199

2) Pfarrer Joh. Hattendorf in Fulda 2206

3) Stadtverordneter Wilhelm Pfannkuch in Berlin 513

4) Anttsrichter Dr. Theodor Villmar in Steinau 297

5) Außerdem zersplittert 46

mithin ist der Rentner Richard Müller in Fnlda ge­wählt, was hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird.

Fulda, den 20. Juni 1903.

Der Wahlkommissar: Steffens, Königliche Landrat.

Spiritus zur Straßenbeleuchtung in kleinen Gemeinden und auch zur Beleuchtung in Kasernen lebhaftes Inter­esse bekundete. Seine Majestät sprach dabei den Wunsch aus, daß auch auf der im nächsten Jahre in Wien stattfindenden Ausstellung für Spiritusverwertung die deutsche Industrie in recht hervorragender Weise ver­treten sein möge. Nach 1 V^ftünbigem Aufenthalt im Ausstellungsgebäude begab sich der Kaiser unter erneuten stürmischen Huldigungskundgebungen des Pu­blikums nach der Stadt zurück. Anläßlich der An­wesenheit des Kaisers wurde dem PräMenten der Landwirtschaftskammer, Kammerherrn Rieden auf Rheden, sowie dem Laudrat v. Göschen-Harburg, der

Brieftasche war keine Rede; es wußte.also Niemand, daß der Ermordete Geld bei sich geführt hatte, und auch eines anderen Umstandes, der den Mörder beunruhigt hatte, wurde nicht gedacht. Er vermißt den kleinen Totenschädel, den er als Berloque an der Uhr ge­tragen hatte, und auf welchem sein sprichwörtlich ge­wordener LieblingsspruchLieber schlecht als arm" eingraviert stand. Das wäre allerdings eine Spur gewesen, die zu seiner Entdeckung hätte führen können; aber das Berloque schien nicht im Wagen geblieben zu sein, und selbst iuenn dies der Fall gewesen wäre, brauchte er sich nicht zu ängstigen. Wer kam auf den Einfall, die krausen Linien, die anscheinend nur Ara­besken bildeten, durch die Lupe zu prüfen? Wie sollte man den Verfertiger des Berloques ausfindig machen? Er hatte als langjähriger Besitzer des kleinen Spiel­werks wirklich nicht entdeckt, daß jener feinen Namens­zug und seinen Wohnort darauf gesetzt.

Er wiegte sich in der größten Sorglosigkeit und genoß mit vollen Zügen das Leben der französischen Hauptstadt, so lange die erbeutete Summe reichte. Dieselbe nahm allerdings nur zu bald ein Ende; denn er bekannte cynisch, daß er lief bedaure, sich getäuscht zu haben. .Er hatte sich seinen Raub viel reicher vor­gestellt, als er sich erwies. Die Brieftasche samt den anderen für ihn wertlosen Papieren hatte er sogleich den Flammen überliefert.

(Fortsetzung folgt.)