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Worden war. In Uebereinstimmung mit der Kranken- Wärterin, welche den Schiffbrüchigen gepflegt hatte, er­klärte der Arzt aufs Bestimmteste, daß der Angeklagte Jmhoff nicht der Patient gewesen sei, sondern nur eine oberflächliche Achnlichkeit mit demselben besitze.

(Fortsetzung folgt.)

Vermischte-.

Ohrenhusten. Trotzdem kein Geringerer^ als der berühmte Ohrenarzt von Troltich in Würzburg auf die Möglichkeit einer Hustenerregung vom Ohre aus auf­merksam gemacht hat, ist diese Thatsache in der ärztlichen Praxis wenig gewürdigt worden. Es ist daher verdienst lich, daß Prof. Breitung aus Koburg in der Wiener Klin. Wchsch. auf den Ohrenhusten mit besonderen Nach­druck verweist. Aus seiner eigenen Praxis berichtet er folgenden lehrreichen Fall: Ein Schüler wurde wegen eines schon seit längerer Zeit bestehenden Hustens zu ihm gebracht, gegen den erfolglos mit den verschiedensten Mitteln angekämpft worden war. Der Husten trat in Anfällen auf, die von einem heftigen Kitzel im Kehlkopf cusgclöst wurden. Der Ton des Hustens war bellend, und für die Hörer aufregend. Eine sehr genaue Unter­suchung der Brustorgane ergab nicht den geringsten An­halt für die Annahme einer Erkrankung der Athmungs- organe. Da untersuchte Breitung auch die Ohren, und fand in dem rechten äußeren Gehörgang einen festen Körper, der die ganze Höhlung ausfüllte. Als der Arzt mit einer feinen Sonde an dem Fremdkörper vorbei ins Innere des Ohres zu gelangen suchte, besam der Patient einen heftigen Hustenanfall. Es gelang, den Fremdkörper zu erweichen und zu entfernen, und nun stellte sich heraus, daß sich der Pfropfen um den kleinen runden Kern einer Schlehenpflaume gebildet hatte, der auf irgend eine Welse ins Ohr gelangt sein mußte. Der Husten war nach Beseitigung dieses Körpers verschwunden und kehrte nicht Lneder.

Ein polnischer Nationalschatz wird in Rapperswyl in der Schweiz gesammelt. Dort befindet sich auch ein polnisches National-Museum und dergleichen. Dieser ^Schatz" ist vorläufig recht unbedeutend; er betrug am 1. Februar 1899 ganze 158,991 Franken, ein Jahr später etwas mehr als 190,000 und jetzt ungefähr 230,000 Franken, entstanden aus freiwilligen Beiträgen, die namentlich aus den Vereinigten Staaten von Nord­amerika zugeflossen sind. Man erfährt das von Neuem aus den Verhandlungen, die mit dem Neuesten Posener Geheimbund-Prozeffe in Zusammenhänge stehen. Der Aufsichtsraths des Nationalschatzes in Rapperswyl hat kürzlich einen Ausruf erlassen, in dem die Stelle vor- kommt:Das einzige Institut, das offen für die Un­abhängigkeit Polens arbeitet, ist der Nationalschatz. Nicht Opfer oder Almosen fordert dieses Institut von uns, sondern eine obligatorische Steuer...... In den Satzungen des Nationalschatzes wird dieser alsein Sammelfonds, freiwillig mit dem Ziele angehauft, die polnische Sache finanziell zu unterstützen .... im ge­gebenen Augenblicke mit aller Kraft die entscheidende politische Aktion zu unterstützen" bezeichnet. Bedauerns- werthe Phantasten! Diese entscheidende politische Aktion wird niemals kommen, und was sollte sie ausrichten gegen die vereinigten Kräfte von Preußen, Rußland

und Oesterreich-Ungarn mit einer Summe, welche Verhältnisse zu den gedachten Riesen-Aufgaben von unglaublicher Winzigkeit ist?

Das Papiergeld ist weit älter als man glau In China wurden schon im Jahre 119 vor unsrer Z rechnung Zahlungen durch kleine quadratförmige Per, mcntstücke vermittelt. Im 10. Jahrhundert unse Zeitrechnung wurde von der Regierung schon eine s von Schatzscheinen ausgegeben, wodurch, wie ausdrück! gesagt wurde, der Handel erleichtert und befördert wer! sollte. Diese Schatzscheine trugen den Stempel Rcgieruug und waren im ganzen Umfang des chinesisif Reiches giltig. Im 13, Jahrhundert fand Marco P im Reich der Mitte überall Papiergeld, welches mit d Silbergeld gleiche Geltung hatte. Es cirkulirte in I Form von quabratförmigen Koupons aus einer fes Substanz. Dieselben trugen die Unterschrift des Kais« und sämmtlicher Mandarinen. Die Fälschung diel Geldes wurde mit den grausamsten Strafen geahud Wie in vielen Stücken der abendländischen Kultur vi auseilend, so haben also die Chinesen auch schon d Bedürfniß nach Geld frühzeitig empfunden, welch nicht die Substanz, sondern der Credit der Ausgei seine Geltung verleiht. Allein auch bei andern Volke tritt ein ähnliches Geld schon frühzeitig auf. Dion von Syrakus führte einmal in den Zeiten des Ge! mangels ein Zinngeld mit Zwangskurs ein und an die Karthager gebrauchten ein aus einem unbekannt Stoff gefertigtes Creditgeld, welches in Leder eingewick geführt wurde.

Der älteste bekannte Mammuthfund datirt ai dem Jahre 1700. Später (1799) will ein Tunguse ein im Eise vollständig erhaltenen Kadaver gefunden habe dessen Fleisch von Hunden gefressen wurde. Als il Adams im Jahre 1809 untersuchte, war er schon sie zerstört, Haut und Knochen waren aber noch erhalt! der Hals mit langer Mähne, der Kopf mit steife schwarzen Grannen- und weichen röthlichen Wollhaar bedeckt. Der Kopf wog ohne Stoßzähne 200 Kilogramm Das Thier war mehr als drei Meter hoch; sein Ske! steht in der Petersburger Sammlung. Die Knoch und Zähne des Mammuths finden sich fast überall n denen eines Rhinozeros, des noch lebenden nordisch! Moschusochsen, des Höhlenbären und anderer Thu über den ganzen Norden beider Hemisphären bis zu bi Alpen und in Nordamerika bis in die mittleren Vl einigten Staaten verbreitet. Noch häufiger als in Nor sibirien und im polaren Amerika liegen sie im gefroren Boden mancher Inseln des nördlichen Eismeeres. T Eingeborenen glauben, das Thier lebe noch heute wie e Maulwurf unter der Erde und sterbe an der Luft. Au im mittleren Europa findet man Mammuthreste hie ui da massenhaft vor; so sollen bei Cannstadt im Ja 1800 an 60 Stößzähne ausgegraben worden sei Zwischen den Zähnen des gleichalterigen Nashorns fm Brandt Die Reste von Fichtenzweigen und Nadeln, i wahrscheinlich auch das Futter des nordischen Elephant waren.

Aerztlicher Rath. Stubenmädchen:Was s ich denn für meine entzündeten Augen thun, He Doktor?" Arzt: .,Die brauchen nur Schonung. N allem dürfen Sie 14 Tage lang durch kein Schlüsselloch sehend