M.“ zufolge von einem Gutsverwalter auf einer neun' Berit langen Strecke die Telegraphenstangen zur An- ringung von Nistkästen für Staare benutzt moröen. jie Staare sollen darin gern nisten, weshalb der Guts- irwalter den Vorschlag macht, die russische Regierung Me verfügen, daß, namentlich in Steppengegeuden, it von natürlichen Niststätten entblößt und von schäd- chen Insekten besonders heimgesucht sind, an jeder rlegraphenstange ein oder zwei solcher Kästen angebracht irden.
— Schlau eingefädelt......Und nun, da wir nig sind, Geliebte, noch eins: bist Du abergläubisch?" . „O durchaus nicht, lieber Theodor!" — „So ist's ^t! Ich habe nämlich g'radaus 13 000 Mk. Schulden!"
7 Markt und Handelsnachrichten.
Frankfurt, 17. 3unL Amtliche Notirungen der Viebmarkt- M. Zum Verkaufe standen 426 Ochsen, 25 Bullen, 805 Ht und Färsen (Stiere und Rinder), 290 Kälber, 118 Schafe gb Hämmel und 1226 Schweine. Bezahlt wurde 'ür 100 Mund chlachtgewichtr Ochsen: a. vollfleischige, ausgemästete höchsten chlachtwerths bis zu 6 Jahren 66—68 M., b. junge fleischige Ist ausgemästete und ältere ausgemästete 61 - 63 M., c. mäßig „ihrte junge, gut genährte ältere 55 59 M., ä. gering genährt« »m Alters -, M. Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlacht- «thet 54 56 M., b. mäßig genährte jüngere und gut genährte Hirt 50—52 M., c. gering genährte M., Kühe und „sen (Stiere und Rinder) : a. vollfleischige ausgemästete Färsen iliere und Rinder höchsten Schlachtwerths M. 60- 62, b. vvlle- Aschige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerths bis zu 7 Ichren 54 56 M., c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut Wickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 41 bis 3 M., d. mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder 0-32 M., e. gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und linder) 28- 29 M. Bezahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht Wer: a. feine Mast' (Vollm. Mast) und neueste Saugkälber 8-80 Pf., b. mittlere Mast- und gute Saugkäblber 69- 71 Pfg. , geringe Saugkälber 58 bis J0 Pf., d. ältere gering genährte lilber (Fresser) —.— Pf. Schafe: a. Mastlämmer und jünger« Lasthämmel 62—64 Pf., b. ältere Masthämmel 57—59 Pf., - lijig genährte Hämmel und Schafe (Märzschafe)--• — Pfg. ^»eine: a. vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuz, ingtn im Alter bis zu l1]« Jahren 62 - Pf., b. fleischige 59 it 80 Pf., c. gering entwickelte, sowie Sauen und Eber 48-50 Pfg., d. ausländische Schweine . Pf.
Frankfurt a. M. 17. Juni. Hiesiger Weizen 17,75 Ulf. Hiesiger Roggen 16,00 - , - Russischer 17,60 --,- Mk. ^ßge Gerste. 16,50 —.- Pfälzer 17,50 17 75 Hafer jr ut Qualität birflaer 14 50—15,— Mark »er 100 Kilo.
Fulda, 15. Juni. Der heutige Schweinemarkt war mit i Säufern und 215 Ferkeln betrieben. Der Durchschnittspreis Itlltt sich bei Läufern auf 18, bei Ferkeln auf 15 Mark.
Eingesandt.
Die freie kirchlich-soziale Konferenz, die für Freitag, M 21. Juni, Abends 8 Uhr alle evangelischen Männer
und Frauen des Hanauer Oberlandes zu einer Versammlung nach Schlüchtern in den „Deutschen Kaiser" ein last, ward aus Veranlassung des Hofpredigers a. D. S öcker, der aus dem ein't von ihm geschaffenen, weit- schichtig angelegten evangelisch-sozialen Kongreß ausgeschieden war, am 27. und 28. April 1897 zu Cassel begründet. In ihr vereinigen sich religiös gkidjgefinnte und gleichgestimmte Männer, die als Ziel der Konferenz setzen den „Zusammenschluß aller lebendigen Kräfte der Reformationskirche zu praktischer und wissenschaftlicher Arbeit für Kirche und Volk." „Kirchlich" nennt sich zuerst die Konferenz und steht als solche „auf dem felsenfesten Grund der evangelischen Wahrheit, wie sie in der Heiligen Schrift uns von Gott selber dargeboten und in den Bekenntnissen der evangelischen Kirche uns rein und lauter bezeugt ist." „Sozial" nennt sie sich, weil sie im Namen der Gerechtigkeit, der Billigkeit und Barmherzigkeit „von Staat und Gesellschaft, von Kirche und Schule, von Arbeitgebern und Besitzenden zu Gunsten der Armen und Geringen, der Schwachen und Unter drückten den sozialen Fortschritt fördert." Ein zur Zeit aus circa 40 Mitgliedern bestehender Vorstand vertritt die Konferenz. Die Arbeit der Konferenz vollzieht sich in Arbeitskommissionen: 1. für das Gebiet des Bekenntnisses des Kirchenrechtes und der Kirchenpolitik. (Vorsitzender Hofprediger a. D. Stöcker) 2. Evangelisation und Gemeinschaftspflege (Pfarrer Dammann.) 3. Die soziale Aufgabe (Geh. Reg.-Rath Dr. Dunker.) 4. Presse, Kunst und Litteratur (Pfarrer Lic. Weber.) 5. Apologetik des. aus dem Gebiet der Naturwissenschaft (Oberlehrer Dr. Dennert.) 6. Erziehung und Schule (Gym- nasialdirektor Dr. Lüttgart und Lehrer Diel.) 7. Frauenfrage (Pfarrer Burkhardt.) Alljährlich findet eine Hauptversammlung statt, die letzte in der Pfingstwoche in Stuttgart, über deren Verlauf Hofprediger a. D. Stöcker am Freitag Abend berichten will. Zur Verbreitung ihrer Gedanken giebt sie seit Januar 1898 die kirchlich-sozialen Blätter heraus (Abonnement jährlich 2 Mk.) Demselben Zweck diente bisher das „deutsch evangelische Jahrbuch" zusammengestellt von Pfarrer Lic. Weber, das jetzt mit der bekannten „Neuen Christo- terpe" verschmolzen worden ist und künftig von Hofprediger a. D. Stöcker, Pfarrer Samuel Keller, Marineoberpfarrer Christian Rogge und Pfarrer Lic. Weber herausgegeben wird. Außerdem ist kürzlich das „Volks- Universal-Lexikon" fertig gestellt worden, das Oberlehrer Dr. Dennert mit zahlreichen Fachgelehrten bearbeitet hat, und das als Nachschlage- und Belehrungsbuch über alle
Fälle des täglichen Lebens kurz unterrichtet und dazu mithelfen will, eine „festbegründete christliche Welt- und Lebensanschanung" in unserem Volke aufzuerbauen. Das umfangreiche Werk kostet in schönem Einband nur 12 M. Die „christliche Welt" schreibt darüber u. a.: „Mit ausgezeichneten Illustrationen, Bildertafeln und Karten versehen, belehrt es in sehr dankenswerther und verständlicher Weise über das große Gebiet des allgemeinen praktischen Wissens vom christlichen Standpunkt, den andere Konversationslexika vermissen lassen. Die kirchlich-soziale Konferenz ist in frischem Wachsthum begriffen. Ende 1897 zählte sie wenig über 100 Mitglieder, Ende 1898 bereits über 550 und im Juni 1900: 1100 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt 1 Mark, einschließlich der Blätter 2,50 Mark. Im Anschluß an diese kurzen Bemerkungen über die kirchlich-soziale Konferenz seien auch an dieser Stelle alle evangelischen Männer und Frauen zum Besuch der Abendversammlung am Freitag, den 21. Juni nach Schlüchtern herzlich eingeladen. Pfeiffer, Pfr.
Truppentransporte aus Ostasien. (Letzte Nachr.) Crefeld . . . . 11. Juni in Tientsin.
Wittekind .
Gera . .
Rhein . .
Neckar . .
Bremen,
. . 16. „ von (Heimreise) . . 16. „ von Shanghai . . 16. „ von Shanghai
. . 15. „ Borkum Riff passiert, den 17. Juni 1901.
Norddeutscher Lloyd. Hamburg,Amerka,Linie.
■!■ Wassersucht +
Leber- u. Nierenstockungen sowie Brustverschleimung finden rasche Heilung durch „Kalosin". Marke gesetzt, geschützt. Inhalt: 20,0 urtic., 20,0 Herb, cochl.. 40,0 Rad. Sarsaparill, 100 0 Spirit. bilut., 100,0 Spirit e vino. Dasselbe, von aromatischem Geschmack und leicht einzunehmen, ist ein unschuldiges Pflanzenextrakt, wirkt eminent harntreibend, löst krankhafte Ablagerungen im Blut auf und scheidet sie durch den Harn aus. „Kalosin" reinigt die Schleimhäute, (weshalb für Brust- etc. Ver- schleimung empfehlenswerth), regt Leber und Nieren zu größerer Thätigkeit an und verhindert so die Entstehung langwieriger Krankheiten. Ob Bauch-, Herz- oder Brustwassersucht schon vorhanden oder erst im Anzug, „Kalosin" treibt mit kaum glaublicher Schnelligkeit das Wasser ohne jede Beschwerde für den Kranken aus. „Kalosin" wirkt nicht nur total unschädlich, sondern sogar appetitreizend, bezw. Stoffwechsel anregend. Leuten mit aufgeschwemmien, pastösem Fleisch und verwässertem Blut ist eine Kur mit „Kalosin" zur Vorbeugung der Wassersucht und anderer Krankheiten dringend zu empfehlen! — Kur ohne jede Berufsstörung! — „Kalosin" PreiS per Flasche Mark 3. Nur echt mit A. Locher's Namenszug l
Zu haben in den Apotheken. - Alleiniger Fabrikant:
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Verzeichnis
der am 1. Juni 1901 der Körüngs-Commission in Sterbfritz vorgeführten resp, angekörten Zuchtbullen.
Standort.
Besitzer.
Abstammung.
Alter.
Farbe.
Haar.
Haut.
Kops.
Horn.
Hals.
Bug.
Rumpf
Rückenlage.
Schwanz läge.
SAwang
Beine.
Stellung
Haftung1
30 angekört mit Nr
Semethngen
Lollmerz
M
Liumm'AVerwllltMz
* «
Stcrbfritz, den 1
Reinblut
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. Juni 1901.
14 Mon.
14 Mon.
rothschack gelbschack
fein fein
dick dick
gut gut
gut gut
gut gut
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z. gut z. gut
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gestr. kurz fskomm
gut
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gut et. hoch
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gut z. gut Kohl
gut gut hepp.
gut gut
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I
II iß.
L 4/01.
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemarkung Hütten telegene, itn Grundbuche von da, Artikel 261, Ab- lheilung I, Nr. 1 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen du Wittwe des Johannes Heinbuch, Nargaretha geb. Lösfert zu Hütten («getragene Grundstück
182/22. Die Bläßgeswiese, Wiese, 1 ha 6 ar 48 Qm
M20. August 1901, Norm. 91- Uhr, durch das unterzeichnete Gericht — an der ^richtsstelle — versteigert werden.
Schlüchtern, den 11. Juni 1901. __Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung.
Am 24. August 1901 sollen die Grundstücke der Wittwe des Georg Klüver, Theresia geb. Kalbert in ^omsthal, Haus Nr. 47 in Romsthal Hofraum, Schweinestall und Haus- Sorten versteigert werden. Salmünster, den 3. Juni 1901.
.__Königliches Amtsgericht.
Aufforderung.
Alle diejenigen, welche zwecks Anmel- °ung in der Weitzel'schen Konkurs- sache vorher abzurechnen habul, werden ^igeforbert, sich in den nächsten Tagen 6111 spezifizierter Rechnung bei mir cinfinden wollen.
Siemon, ___________Konkursverwalter.
Annahmestelle^
5 Hof- und Schönfärberei Dreyer in W'nover bei M Keßler
Bekanntmachung.
Zur Versteigerung des Heugrases in der klösterlichen Obstbaumpflanzung am Hohenzellerberg — Gemarkung Schlüchtern — wird Termin auf
Donnerstag den 20. Juni 1901,
Nachmittags 3 Uhr in das Geschä tszimmer der Königlichen Kloster-Renterei hier anberaumt, wozu Kaufliebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die der Versteigerung zu Grunde gelegten Bedingungen im Termin zur Verlesung gelangen.
Schlüchtern, am 17. Juni 1901.
Königliche Kloster-Renterei: __________Wiedemann.______
Bcrdingnng.
Die Arbeiten zur Räumung der in dem Kinzig-Flußbett vor und hinter den Eisenbahnbrücken in Kilometer 59 25 und 62 320 angeschwemmten Boden- und Kiesmasien sollen an einen Unternehmer verdungen werden.
Zu bewegen und einzuplaniren sind etwa 700 ebm Boden- und Kiesmassen auf eine durchschnittliche Entfernung von 100 m. Die Gestellung aller hierzu erforderlichen Geräthschaften ist Sache des Unternehmers. Die Ermittelung der bewegten Masten erfolgt durch örtliche Ausmessung der Auf tragsmassen. Fertigstelluugsfnst 4 Wochen vom Tage der Aufforderung an gerechnet.
Angebote sind bis zum Montag, den 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, mit der Aulschrift „Kinzig-Räumung" an die unterzeichnete Inspektion postfrei einzu senden. Die Angebote sind pro ebm zu stellen.
Fulda, den 14. Juni 1901.
Petriebs-Alspektion L
Handelskammer zu Hanau.
Auf Grund der Vorschrift in § 31 Abs. 1 des Gesetzes über die Errichtung der Handelskammern vom 24. Februar 1870/19. August 1897 hat die Handelskammer beschlossen, zur Beschaffung ihres Aufwandes für das Rechnungsjahr 1901/1902 zehn Prozent der Gewerbesteuer von den beitragspflichtigen Firmen ihres Bezirkes zu erheben.
Denjenigen Gemeinden, in welchen beitragspflichtige Firmen ihren Sitz haben, werden die von der Handelskammer auf Grund der Gewerbesteuerliften festgestellten Hebelisten übcrwiesen, soweit die Handelskammer die Beiträge nicht selbst einzieht. Die Gemeinden haben nach § 28 des bezeichneten Gesetzes die Erhebung der Handelskammerbeiträge gegen eine Vergütung von höchstens drei vom Hundert der eingezogenen Beiträge zu bewirken und die eingezogenen Summen durch Vermittelung der Königlichen Kreiskassen an die Handelskammer abzuführen.
Die Handelskammerbeiträge sind öffentliche Lasten. Rückständige Beiträge werden in derselben Weise wie Gemeindeabgaben eingezogen.
Einsprüche gegen die Heranziehung zu Handelskammerbeiträgen sind innerhalb zweier Wochen nach der Zahlungsaufforderung bei der Handelskammer anzubringen, die darüber beschließt. Der Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Einsprüche, welche sich gegen den dem Handelskammerbeitrage zu Grunde liegenden Satz der staatlich veranlagten Gewerbesteuer richten, sind unzulässig.
Hanau, den 16. Juni 1901.
Die Handelskammer:
Canthal.
Der Sceretärr
Steller.
Bekanntmachung.
Bis Samstag, den 22. d. Mts. werden
Mk. 3,000,000 4 pCt. Schuldvcrschrcilmngen der
HgL Miuipfrclulen^tadt Stuttgart, vom Jahre 1895, zu 101,75 zur öffentlichen Subskription aufgelegt. Zeichnungen Hierauf nehme kostenlos entgegen. Die Schuldverschreibungen sind eingetheilt in Stücken von 2000, 1000, 500 und 200 Mk.
Abraham Sichel.