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üb schwache Hoffnung auf Rettung klammerte. Die Hoff- NS nung hat getrogen, die Frist ist verstrichen. Zu jeher w Stunde kann dieses Haus unter Siegel gelegt werden. -. Du sollst nicht Augenzeugin von dem kläglichen Zusammen- M bruche werden, deshalb bringe ich Dich heute noch mit 30 einem der nächsten Eisenbahnzüge zu Deiner Freundin, Ä die Don unserer Ankunft bereits unterrichtet ist."

Bon allen Empfindungen, welche die ganz unerwartete sei Hiobsnachricht in dem jungen Mädchen wachrief, war )ki keine so stark, als das schmerzliche Mitleid mit dem ge- ib liebten Vater, den nach den harten Schicksalsprüfungen, G die sein Familienleben heimgesucht, nun, da sein Haupt ^ ergraut war, auch noch das bittere Loos der Verarmung -n treffen sollte, und das sogar unter Umständen, die ihn ~ bei seinem strengen Ehrbegriff und Redlichkeitsgefühl fern Unglück nur um so tiefer empfinden lassen mußten.

Siglinde's nächster Gedanke war, ob wirklich keine Hilie, keine Rettung möglich sei? Und da tauchte um n willkürlich eine lebhafte Erinnerung an ihre Kinderzeit n in ihr auf. Sie sah sich mit ihrer älteren Schwester A Erika in einem großen, schönen Garten, der weit draußen nl in einer Vorstadt lag. Dort hatte sie sich oft umherge- 4 tummelt unter den Augen einer Frau, die an einem Krückstock ging. Diese Frau, welcher der Garten gehörte, B war ihre Tante, die Schwester der verstorbenen Mutter.

Seit ihrem achten Fahre etwa hatte Siglinde den Garten l nicht wieder betreten und die Tante nicht mehr gesehen; p es war zwischen sie und den Vater ein dunkles Zerwürf­nis getreten und hatte die Familie entzweit, aber nie n war sich Siglinde darüber klar geworden. Doch wußte H sie, daß die Tante reich, steinreich war und noch lebte. C Wenn Jemand helfen konnte, so war sie es.

} __________________(Fortsetzung folgt)____________________

Vermischtes "

t/ Kesteuholz, 27. Januar. Wir lesen imElf. Volksb.": Ein freudiges Wiedersehen in Paotingfu feierten am 1,18. November vorigen Jahres die Chinakämpfer Silvester , Roll, französischer Marineinfanterist, und Paul Brunn­stein, deutscher Seesoldat; beide stammen aus Kestenholz und die Eltern der beiden Chinakämpfer wohnen hier in einem Hause. Roll theilt feinen Altern mit, daß er noch frisch und gesund sei, beschreibt die Freude des Wiedersehens mit dem deutschen Landsmann und hofft,

daß er vielleicht in drei Monaten wieder zurücktehren 1 werde. Ferner spricht er von dem guten Einvernehmen l zwischen Deutschland, Rußland und Frankreich. Brunn- : strin schreibt:Es ist wirklich interessant, wie wir uns getroffen hatten. Bei einem Leitungsbau von einer Telegraphenlinie traf ich einen Franzosen, den ich nach dem Wege fragte Durch das Hin- und Herreden er­fuhr ich endlich, daß ich nicht nur einen Elsässer vor mir hatte, sondern auch einenLandsmann von meinem Dorfe, sogar aus meinem Hause, es war Silvester Roll. Heute traf ich ihn nun hier, und wir haben eine gemüthliche Stunde mit einander verlebt. Hoffentlich nicht die letzte."

Ueber die Grausamkeit der Boxer macht in einem vomSchwäb. Merkur", veröffentlichten Briefe aus Uangtsou Professor Dr. Küttner, zur Zeit Chefarzt des Lazareths vom Rothen Kreuz in Tsingtau (Kiautschou), folgende weiteren Mittheilungen:Wehe dem Armen, der dem Boxergesindel in die Hände fällt! Eine teuf­lische Erfindungsgabe besitzt der Chinese im Aussinnen gräßlicher für das Nervensystem der thierisch-stumpfsinnigen Kulis zugeschnittener Martern. So wurde vor kurzem einer unserer Leute befreit, dem sie schon die Haut ab- zuzichen begonnen hatten. Einen indischen Reiter haben sie auf die Erde festgebunden und über seinem Kopf ein mit Papier überspanntes Gestell angebracht, von welchem aus durch ein feines Loch dünner Sand auf das Ge- stch des Gefesselten hinunterrann. Auge, Mund und Nase wurden langsam durch den rieselnden Sand verdeckt, und der Arme erstickte in langem Todeskampfe. Noch viel schlimmere, wahrhaft unglaubliche Scheußlichkeiten zu schildern, sträubt sich die Feder: daß die Quälereien über 5 bis 6 Tage ausgedehnt und durch Ausreißen sämmtlicher Nägel, Haare und Zähne eingeleitet wurden, ist mehrfach vorgekommen. Ich kenne aus eigener An­schauung den Albanesen wie den Kaffern; beide sind un­menschlich, aber sie sind doch nur Stümper gegen die gelben bezopften Bestien. Welch' ein Unterschied gegen­über dem Krieg unter gesitteten Nationen!" Und diese Gesellen sollten unsere braven Truppen noch zart an­fassen müssen.

Sämmtliche Taubstummenanstalten Deutschlands, es sind nunmehr 91, wurden im Jahre 1900 von 6450 taubstummen Kindern besucht und zwar von 3508 Knaben

und 2750 Mädchen. In 673 Klassen wurden die Zög­linge von 642 Lehrern und 90 Lehrerinnen unterrichtet und nach Möglichkeit in den Stand gesetzt, an den Kultur­errungenschaften lebendigen Antheil zu nehmen. Daß die Zahl der schulpflichtigen Taubstummen in Deutschland leider noch erheblich größer ist, wird die letzte Volks- zählimg ergeben, mit der ja bekanntlich auch eine statistische Aufnahme über Taubstumme verbunden war.

In eigener Schlinge gefangen. Amtsrichter:Sie behaupten also, Herr Müller, daß Herr Vollkomm Sie einen Betrüger genannt hat. Herr Vollkomm, was haben Sie darauf zu erwidern?" Angeklagter:Herr Amts­richter, ich war etwas sehr bezecht und Sie wissen ja - da sagt man dann allerlei, was man eigentlich nicht so meint* Müller (einfallend):Nicht- da weiß ich besser. Im Rausch sagt man die Wahrheit!" Amtsrichter:Nachdem Sie selbst, Herr Müller, bezeugt haben, der Angeklagte habe die Wahrheit gesagt, wird Ihre Klage gegenstandslos."

Unverfroren. Kunde (wüthend):Als ich den bei Ihnen gekauften Rock zum elften Male zuknöpfte, platzte hinten der ganze Rücken!" Kleiderhändler: Da können Sie sehen, wie solid bei uns gearbeitet wird; wären die Knöpfe nicht so außerordentlich fest am genäht gewesen, dann hätte der Stoff am Rücken nicht platzen können."

Markt- und Handelsnachrichten.

F u l d a, den 2. Februar. Auf dem heutigen Schwetamark waaren Stück Läufer und 55 Stück Ferkel zum 8er­saufe aufgetrieben. Die Preise der Läufer stellten stch auf R. die der Ferkel auf 11 Mark per Stück.

Telegraphischer Schiffsbericht derRed Star Link" in Antwerpen.

Der PostdampferSwitzerland" der Red Star Linie : in Antwerpen, ist laut Telegramm am 2. Februar wohl- : behalten in New-Dork angekommen.

Truppentransporte aus Ostafte«. (Letzte Nachr.)

Roland . . 31. Jan. St. Catharines paff. (Heimr.) , H. H. Meier 1. Febr. in Suez (Ausreise) > Bremen, den 1. Februar 1901.

i Norddeutscher Lloyd. Hamburg-Amerika-Linie.

M In unser Handelsregister ist bei Nr. 13 Firma Z. M. Walter heute folgender (Eintrag bewirkt worden:

An Stelle des am 8. Mai 1888 ver- D storbenen Mitgesellschafters Salomon Walter ist dessen Wittwe Emma geb. Bach räch zu Schlüchtern als Gesell- schaftrrtn in das Handelsgeschäft unter 5 Beibehaltung der seitherigen Firma ein- ' getreten.

Schlüchtern, am 2. Februar 1901.

Königliches Amtsgericht.

| Bekanntmachung.

Mit Genehmigung des Königlichen Konsistoriums zu Gaffel ertheile ich meinem ersten Gehülfen August Kohlstädt Vollmacht, mich in Verhinderungsfällen in allen vorkommenden Amtsgeschäften her Her hiesigen Klosterverwaltung zu vertreten. Insbesondere ist derselbe ermächtigt, Ein­zahlungen entgegenzunehmen und gültig darüber zu quittiren, sowie Auszahlungen hus der Klosterkasse zu leisten.

i. Schlüchtern, den 4. Februar 1901.

Der Königliche Rentmeister: Wiedemann.

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Einzig dastehender Beweis für sichere Hilfe bei Husten, Heiserkeit, Katarrh und Berschleimung. Patjet 25 Pfg. bei : Jdau Gutermuth in Schlüchtern. V Carl Hausmann in Freienstetnau.

In unserem Genossenschaftsregister ist bei Nr. 11, Consumverein Hütten, eingetragene Genossenschaft m. u. H. zu Hütten heute folgender Eintrag bewirkt worden:

Nach Beendigung der Liquidation ist die Vertretungsbefugniß der Liquidatoren erloschen.

Schlüchtern, den 2. Februar 1901.

Königliches Amtsgericht. Bekanntmachung.

Die nachbezeichneten, auf den klösterlichen Grundstücken am Raitherberg und am Binz in unmittelbarer Nähe der Fuldaer Straße gefällten Eichenhölzer, als:

1) 7 Eichenstämme von 2 bis 6 Meter Länge und 53 bis 86 cm Durchmesser (darunter 1 Eichenstamm von 3,49 Fest­meter und 1 desgleichen von 1,62 Fest- meter Inhalt);

2) 13 Rmtr. Eichen Scheitholz;

3) 3,5 Rmtr. Eichen-Astknüppel und

4) 55 Rmtr. Eichen-Reifer III. Cl.

sollen

Donnerstag, den 7. Februar 1901, Nachmittags 3 Uhr

an Ort und Stelle öffentlich meistbietend unter den im Versteigerungstermine zur Verlesung gelangenden Bedingungen ver­steigert werden, wobei schon jetzt bemerkt wird, daß das Kausgeld bei genügend be­fundener Bürgschaft bis zum 15. Oktober 1901 gestundet werden kann und die Eichenstämme sich vorzugsweise für Zim­merleute .zum Ankäufe empfehlen dürften.

Etwaige Kaufliebhaber werden daher mit dem Bemerken zu diesem Termine einge­laden, daß der Klosterbanaufseher Degen- Hard hier jede nähere Auskunft hierüber ertheilen wird.

Schlüchtern, am 29. Januar 1901.

Königliche Klosterrenterei: Wiedemann.

iönigl. PreMe ÄM-Acm.

Zur 2. Klasse 204. Lotterie, Ziehung am 9., 11. und 12. Februar, ind Kaufloose abzugeben: 7« LooS 7« Loos 71 LooS

M 24,- M. 48, M. 96, Bei Postsendungen sind 15 Pfg. für Porto und Bestellgeld beizufügen. Frankfurt a. Fr. Landmann,

Goethestr. 34. Königl. Lotterie-Einnehmer. Telephon Nr. 2074.

Nutzholz-Verkauf.

Königliche Oberförsterei Wederkalbach.

Am Mittwoch, den 13. Februar 1901, von Vormittags 10 Uhr ab

in der SaUer'schen Gastwirthschaft zu Nied erkalbach:.

1. Schutzbezirk Oberkalbach, Distr. 44a, 45b, 46a, 15b, 40b Langestreich,

Märzgrund und Hinterwald: 105 Eichen III. bis V. Cl. mit 43 Festm., 5 Buchen III. u. IV. Cl. mit 4 Festm., 41 Rmtr. Birken-Schichtnutzholz und 40 Rmtr. Kiefern-Schichtnutzholz (3 und 4 m lange Rollen);

2. Schutzbezirk Mittelkalbach, Distr. 48, Steinberg: 38 Eichen-Stämme V. Cl. mit 6,5 Festm. 194 Kiefern III. bis V. Cl. mit 69,32 Festm., 13 Fichten V. Cl. mit 1,89 Festm. und 10 Fichten-Stangen I. und III. Cl.;

3. Schutzbezirk Opperz, Distr. 101a und 103a, Obere Nußbach und Streit­hecke: 139 Eichen III. bis V. Cl. mit ca. 66,5 Festm. 43 Rmtr. Eichen-Schicht» nutzholz, 33 Buchen, IV. u. VI. Cl. mit ca. 24 Festm., 30 Birken V. Cl. mit 7 Festm., 327 Kiefern V. Cl. mit 70 Festm. und 42 Eichen-Stangen I. 11. u. III. Cl.; 4. Schutzbezirk Döllbach, Distr. 7 und 8 Gersberg: 52 Eichen III., IV. u. V. Cl. mit 35 Festm., 2 Buchen III. Cl. mit 3 Festm., 4 Birken V. Cl. mit 1,14 Festm., 27 Rmtr. Birken-Schichtnutzholz und 32 Kiefern IV. u. V. Cl. mit

8,5 Festm. öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgeboten werden.

Der Laden der Otto Giller'schen Buchhandlung in Schlüchtern ist bis auf Weiteres von 8 Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends wieder geöffnet.

Sämmtliche Waarenvorräthe, wie Silber, Papier, Schreibrvaaren, Bilderratzmen u. f. w. werden zu äußerst herabgesetzten Preisen verkauft. ___

MT Günstiger Einkauf für Wiederverkäufen 'M Der Konkursverwalter:

Friedrich Dittert.

Hönigl. WM Klchn-Mnie.

Zu der am 9. Februar er. beginnenden Ziehung 2. Klasse, 204. Lotterie sind noch 7« und 7,0 Kaufloose zu haben bei

A. <* rossenbach,

Konigiicher Lotterie-Einnehmer

____________________ in Fuida.

Dötzers Äa^- u. freßpuker für Schweine bewirkt durch seine allseitig anerkannten Vorzüge schnelle und vortheilhafte Aufzucht. Per Schachtel 50 Pfg. bei Apotheker Müller in Schlüchtern und Apotheker Karl in Freiensteinau.

An- und Aerkauf von Aaatgpapieren vermittelt unter Zusicherung reellster s.H.-un, 3, Z2, Matter