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hielten sie eine vorüberziehende Abtheilung des Jnfante-1 werthes 55 56 M., b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ' - ~ • . ältere 51—53 M., c. gering genährte M., Kühe und

rie-Regiments Nr. 167 an, mit der Bitte, die verbrannte

Frau aus dem Hause zu tragen, allein auch diese konnte es nicht über sich gewinnen, die unter furchtbaren Qualen Wimmernde aufzuheben und fortzutragen. Erst als ziem­lich gleichzeitig mit der Feuerwehr die Sanitätskolonne und zugleich auch eine Schwester vom rothen Kreuze anlangte, konnte die Unglückliche, in ein Bettlaken gehüllt, nach dem Rothen Kreuz,Hospitale getragen werden, ge­leitet von einer nach Hunderten zählenden Menge. Kaum im Spital angclangt starb die Frau.

Kassel, 22. Juni. Die Zahl der Freiwilligen, welche aus der Kasseler Garnison sich für den Dienst in China gemeldet haben, beträgt bei dem 83. Jnf.-Reg. über 80, bei dem 187. Regt, über 40 und bei dem Art.-Regt. Nr. 11 26, bei letzterem Regiment meist Leute des älteren Jahrganges. Die ärztliche Untersuchung eines Theiles dieser Freiwilligen auf ihre Tauglichkeit für den Tropendienst hat bereits stattgefunden und ein günstiges Resultat ergeben.

In Harte ereignete sich ein sehr trauriger Fall. Eine in den fünfziger Jahren stehende Frau stach sich eine Distel in die Hand, ohne die unbedeutende Wunde zu achten. Bald aber hatte die Frau über heftige Schmerzen zu klagen und es zeigten sich Anzeigen von Blutvergiftung. Trotzdem die Frau von zwei Aerzten, die noch einen Professor aus Marburg hinzuzogen, be­handelt wurde, gelang es der ärztlichen Kunst nicht, die Bedauernswerthe am Leben zu erhalten.

Ziegenhain, 21. Juni. In der hiesigen Strafan­stalt sind an einem Sträfling, welcher erst einige Tage vorher aus Frankfurt a. M. eingeliefert war, die schwar­zen Blattern ausgebrochen. Derselbe ist sofort isolirt worden. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen.

Frankfurt a. M., 19. Juni. Die Blattern-Epide- mie greift hier um sich. Bis jetzt wurden fünfzehn Er­krankte in das städtische Krankenhaus eingeliefert, wovon einer bereits gestorben ist. Die Seuche wurde von rus­sisch-polnischen Arbeitern eingeschleppt.

Vermischtes.

— Wie der „Vosf. Vtg." aus Stuttgart gedrahtet wird, meldeten sich vom württembergischen Armeekorps gegen 700 Freiwillige zum Eintritt in die mobilisirten Seebataillone und zum sofortigen Abgang nach China.

— Ehestreit. Sie: „Ich war verrückt, als ich Dich nahm." — Er: „Bist Du das nicht noch?" — Sie: „Nein, jetzt bin ich's nicht." — Er: „So solltest Du mir dankbar sein, daß ich Dich geheilt habe."

Markt- und HandelsnachriHtes.

Frankfurt, 25. Juni. Amtliche Notirungen der Vichmarfts preise. Zum Verkaufe standen 500 Ochsen, 45 Bullen, 796 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 297 Kälber, 145 Schaf und Hämmel und 1371 Schweine. Bezahlt wurde 'ür 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: a. vollflcischkgc, auSgemästete höchsten Schlachtwerths bis zu 6 Jahren 66-68 M., b. junge fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 6 t 63 M., c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere 56 - 58 M., <1. gering genährte jeden Alters —, M. Bullen: ». vvllflcischige Höchsten Schlacht.

Fersen (stiere und Rinder): a. vollfletschtge, ausgemästete Färsen Stiere und Rinder Höchsten SchlachtmerthS M. 56-5«, b. vvlle- sleischige ansgemästete Kühe höchsten Schlachtwerths bis zu 7 Jahren 50 53 M., c. ältere ausgemästete Kude und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 40 bis 42 M., d. mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinders

30 32 M., e. gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 27 - 29 M. Bezablt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht Kälber: a. feine Mast- (Vollm. Mast) und neueste Saugkälber 76 - 80 Pf., b. mittlere Mast- und gute Saugkäblbe>67 70 Psg c. geringe Saugkälber 56 bis,58 Pf., d. ältere geri ng genährt Kälber (Fresser) —— Pf. «Schafe: a. Mastlämmer und jüngere Masthämmel 62—64 Pf., b. ältere Masthämmel 48—52 Pf., — mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzschafe) 38—40 Pfg Schweine: a. vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuz • ungen im Alter bis zu l1^ Jahren 52 Pf., — b. fleischige 50 bis 51 Pf., c. gering entwickelte, sowie Sauen und Eber 00—60 Pfg., d. ausländische Schweine . Pf.

Fr a n kfurt a. M 25 Juni. Hiestger Wellen 15,25 - 50 M. Hiesiger Roggen 15,- 16 20 Russischer 16,75-17,25 - Hiesige Gerste. 15,25 16,2 Pfälzer 16,20 - 18 50 Hafer je nach Qualität hiesiger 14.25—14,50 Mail ver 100 Kilo.

Fulda, 23. Juni. Auf dem heutigen Schweinemarkt- waren 2 Stück Läufer und 270 Stück Ferkel zum Ver- kaufe aufgetrieben. Die Preise der Läufer stellten sich auf 25 bis Mark, die der Ferkel auf 1t Mark per Stück. De- Handel war gut.

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G.Henneberg’s Seiden-Fabriken (k.u.k.Hoti) Zürich.

— Zur schnellen Erledigung der Ernte gehört zweierlei; Gutes Wetter und hinreichende Arbeitskräfte! Für gutes Wetter sönnen wir nicht sorgen, um dasselbe müssen wir unseren Herrgott bitten, aber für hinreichende Arbeitskräfte, das ist unsere Sache. Daß wir trotz gebotener Löhne, die häufig höhere sind, als die Fabriklöhne, keine Arbeiter haben können, haben wir schon oft erfahren und bei dem zunehmenden Abwandern nach der Stadt wird es allem Anscheine nach auch diesen «Sommer noch mehr an Mähern fehlen. Durch zu spätes Mähen bringen wir nicht allein ein werth- loses, holziges, hartstengliches Futter, das die wenhvollsten Stengel und Blätter verloren hat, sondern auch der zweite Schnitt wird infolge Aufzebren der Reservestoffe nur geringe Futtermenge geben. Mit dem Getreide istS derselbe Fall. Wenn wir uns auch sträuben, Mähmaschinen einzuführen, so bringt uns der Albeitermangel da­zu, daß wir in allen Fällen, wo praktische Maschinen zu haben sind, solche an Stelle der menschlichen Arbeitskraft verwenden. Es ist durchaus nicht unberechtigt, wenn die Landwirthe mit der Anschaffung von Maschinen im Allgemeinen vorsichtig sind, es ist uns zu viele minderwerthige unpraktische Waare aufgeschwätzl worden ; heute sind Mähmaschinen in solcher Vollkommenheitzu haben, daß sie gleichwertbige Arbeit mit der Sense liefern, ja häufig diese übertreffen. Machen wir nur einen Rundgang bei unsern Land­wirthen im Kreise, so sehen wir eine Maschine arbeiten, die den Stempel der höchsten Vollkommenheit trägt, wir meinen den Adriance Grab- und Getreidemäher. Es kommt uns un- willkürlich der Gedanke und Frage, wie kann man eine derartige Maschine so geschickt entwe-fen, daß sie allen Anforderungen der Landwirthe entspricht, um ein reines Mähen bei Gras, ein ge- fcbidteS gleichmäßiges Ablegen für Frucht zu bewerkstelligen? Hier kommt die Antwort: ja, unsere amerikanische Brüder und Verwandten haben uns schon auf diese Marke hingewiefen; seit 1857 wird sie schon gebaut und benutzt. Die Erzeugerin hat es sich nicht nehmen lassen, in diesen Jahren bis heute während der ganzen Ernte ihre tüchtigsten erfahrensten Techniker auch in teutsche

Felder zu entsenden, um die verschiedenartigsten Terrain- und Bodenverhältnisse zu beobachten und diese Erfahrungen haben sie segensreich angewendet. Diese Maschine ist für jedes Bodenver- vältniß verstellbar, sie hat Dank ihrer besten amerikanischen Stahl- masse die größte Ausdauer, sie nimmt durch di: eigenartig, sinn- reich^entworfene Zugfeder alle Stöße auf, gilt ebenfalls mit Recht als Siegerin aller Maschinen. Wir brauchen nicht weite Reisen zu machen um solche zu erwerben, wir brauchen keine Ersatztheile von uns abgelegenen Lagern und fremden Firmen zu beschaffen, wir haben diese her in S » l ü ch t e r n bei L u d w i g Linz und in Sterbsritz bei der Firma Markus Goldschmidt II. Letztere hat heute schon geschulte Kräfte ausbilden lasien, die jedem Käufer die beste Anleitung zum Arbeiten geben; sie erledigt schnell und sicher alle entstandenen Reparaturen, sie ist durch den direkten Bezug der Maschinen vom FabrikationSort in der Lage, den Käufern die größten Vortheile zu bieten und ist diese Firma jedem Land- Wirth angelegentlichst zu empfehlen.

Verminderung der Pflanzenschädigungen durch gute Düngung.

Bei den großen Schädigungen, welche die Fröste in diesem Frühjahr in allen Theilen Deutschlands an den Kulturpflanzen verursachten, trat vielfach eine Er­scheinung zu Tage, welche seitens der Landwirthe die höchste Beachtung verdient und auf welche hier aufmerksam gemacht werden soll. Die Wintersaaten nämlich, für welche stark mit Thomasschlacke und Kainit gedüngt wurde, haben meist gar nicht durch Frost gelitten. Man hat in diesem Frühjahr dieselbe Erfahrung gemacht, wie schon Anfang der neunziger Jahre. Auch damals litten die gut gedüngten Saaten viel weniger, und erkannte man auch gleich, daß die Ursache hierfür allein in der normaleren Entwickelung der Pflanzen in Folge der rationellen Düngung liegt. Die Sache erklärt sich nämlich so: Fehlt es dem Boden auch nur an einem nothwendigen Pflanzennährstoff, so ist die Entwickelung der Pflanzen keine vollkommene; die nicht normal ent­wickelten Pflanzen sind geschwächt, kränkeln und sind in Folge dessen nicht im Stande, schädigenden Einflüssen, welche kräftig entwickelten Pflanzen durchaus nicht schaden, zu widerstehen. Dieselbe Erscheinung konnte man im Jahre 1893 bei der lange anhaltenden Dürre beobachten, wie ebenfalls vor zwei Jahren hinsichtlich des Lagerns der Getreidefelder. Ueberall widerstand das kräftig mit Thomasmehl und Kainit gedüngte Getreide dem Lagern viel besser, und ebenfalls schadete die Dürre den Wiesen und Weiden, welche stark mit Thomasschlacke und Kainit gedüngt waren, viel weniger, einfach des­halb, weil die Pflanzen in Folge ihrer besseren Er­nährung überhaupt kräftiger und widerstandsfähiger sind. — Auf vielen Feldern, besonders aber auf den sandigen und moorigen Flächen, leiden die Wintersaaten fast in jedem Jahre mehr oder weniger durch die Witterung. — Da erscheint es für den Landwirth doppelt nöthig, schon im Herbste bei der Bestellung derselben hierauf zu achten und durch richtige Düngung mit den genannten Düngern den Schädigungen vorzubeugen.

Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.

Freitag, den 29. Juni 1900.

Katholischer Gottesdienst

Vormittags 8 Uhr: Franziskaner-Pater.

Bkkamllmachllvg.

Wir machen darauf aufmerksam, daß an unserer Gerichtstafel, an der zu öffentlichen Bekanntmachungen bestimmten Stelle der Gemeinde Salmünster und in dem An­zeiger des Amtsblatts der Königlichen Regierung zu Kassel Behufs Grundbuch- regulirung in der Gemarkung Salmünster ein Aufgebot von uns erlassen ist.

Salmünster, den 12. Juni 1900.

Königliches Amtsgericht.

Verding.

Die Arbeiten und Lieferungen zur Er­bauung eines neuen Oeeonomiege- bättbes zu Anstalt Hof Reith sollen vergeben werden.

Zeichnung und Kostenanschlag liegen bei dem Vorstandsmitglied Herrn Kauf­mann Johannes Gutermuth dahier zur Einsicht offen, ebenso sind an den­selben die Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 10. Juli b. I. einzureichen.

Schlüchtern, den 27. Juni 1900.

, __ Der Vorstand.

Bekanntmachung.

Die bis einschließlich den 30. d. Mts. fällig werdenden Krankenverstche» rungsbeiträge müssen bis späteuens Sonnabend, de» 7. Juli 1900 anher gezahlt werden, andernfalls so- fort zur Zwangsvollstreckung geschritten werden muß. —

Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses den Arbeitgebern und selbstzahlenden Kafsenmitgliedern in der bisherigen Weise -ur Kenntniß bringen lassen zu wollen.

Schlüchtern, am 22. Juni 1900.

Die Kreiskrankenkasse.

nsääMmKmiwwrats^^ ii"'W i ■■ifii

Gras- und Getreide-Mäh- und Bindemaschinen,

unerreicht leichter Gang durch Rollen- u. Kugellager, werden aufgestellt und probeweise vorgeführt.

Stahl-Heuwender, Heurechen empfehlen

PH. MAYFARTH & Co , Frankfurt a. M.

Vertreter: Js. Bosenber^ II, Liciienrotli.

Abonuements-Cw labung

auf das am 1. Juli 1900 beginnende dritte Vierteljahr der

@8T Hanauer Zeitung.

Aeltestes Blatt H an aus. — Leitartikel über alle wichtigen Tagesfragen.— Umfassende politische Berichterstattung. — Eingehende Berücksichigung der Vor­kommnisse aus der Provinz Hessen-Nassau, dem Kreis und der Stadt Hanau. — Regelmäßige Berichterstattung der Schwurgerichts-, Strafkammer- und Schöffen gerichtsverhandlungen. — Gratisbeilage: „Jlluftrirtes Sonntagsblatt". — Gutes Feuilleton. — Telegraphischer Nachrichtendienst.

Inserate finden durch die Hanauer Zeitung weiteste Verbreitung und werden mit nur 10 Pfg. pro Zeile berechnet. Bei größeren Aufträgen oder Wiederholungen entsprechender Rabatt.

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Hanau im Juni 1900.

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Hintersteinauer Darlehnskassen-Verein, eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht

zu Hintersteinau.

Bilanz pro 1899.

Aktiva 38340,55 Mk.

Passiva 38212,27 „

Gewinn 128,28 Mk.

Stiftungsfonds 709,32 Mk. Reservefonds 108,32 „ Die Mitgliederzahl betrug Ende 1898: 49 Zugang pro 1899: 5 Abgang pro 1899: 2

Die Mitgliederzahl betrug Ende 1899 : 52.

Der Vorstand:

Berthold. Lang. Berthold.

Die christlich-soziale Tageszeitung

„N UM"

kostet bei der Post für Juli, August und September frei ins Haus 1,75 Mk.