— Familienstvlz. Hans wird ausgeschickt, um einen Thaler zu wechsen. Kaufmann: „Der Thaler steht so sonderbar aus, ist er denn auch gut?“ — Hans: „Natürlich, Vater hat ihn ja selbst gemacht!"
— DoS gefährlichste Raubthier seiner Art. Aufseher (erklärend): „Hier sehen Sie den Königstiger, meine Herrschaften, eines der gefährlichsten und stärksten Raubthiere seiner Art; er ist im Stande .... weg da, Jungens! Haltet mir das Thier nicht am Schwanz fest!“
— Ehemann: „Hör' 'mal, Alte, Du bist ja die reinste chinesische Nachtigall!" — Ehefrau (böses Weib): „Was soll das heißen?" — Ehemann: „Du schlägst ja das ganze Jahr!"
— Trost. „ . . Ich sage Ihnen, Frau Meier, was für einen anstrengenden Beruf mein Mann als Polizeiwachtmeister hat, da machen Sie sich keinen Begriff! Keine Nacht kommt er vor zwei Uhr nach Haus!" — „Trösten Sie sich, mein Mann ist fein Polizeiwachtmeister — kommt aber auch nicht früher heim!"
— Verlockend. Schwester zu ihrem jüngeren Bruder): „Wenn Du recht artig bist, fang' ich Dir nachher einen Floh für dein Mikroskop!"
Unerschütterlich. Herr (zu einem Hausierer): „Kerl Sie sind ja zudringlich wie ’ne Wanze!" — „Vielleicht ä Wanzentinktur gefällig?"
— Zerstreut. Frau Professor: „Ist es nicht schrecklich, gestern solch schönes Wetter und heute zum Wäschetrocknen nur Regen?" Professor: „Liebes Kind, hättest Du dann nicht besser gethan, gestern zu trocknen und heute zu waschen?"
Das Herz hat überwunden, Verblutet ist der Gram, Die Wünsche sind verschwunden — Ich weiß nicht, wie es kam!
G. F.
An Mareella.
So reiche mir die Schale Mit Lethes*) Trank gefüllt: Es sei mit einem Male Der Seele Weh gestillt.
Wenn wir nach langen Zeiten Uns einmal wiedersehn, Dann werden wohl wir beiden Ganz still vorübergehn.
Gleichwie des Slyx**) Gebilde In erdvergeßnem Sinn Die traurigen Gcsilde Mit leisem Schritt durchzieh«.
*) Seifte: 8lu6 in der Unterwelt; siehe MnvcrS CnnversationS-Lcrikon.
*•) Ltyr t Auch so einer, jedoch weniger süfsig,
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Kirchlicher Anzeiger für Schlüchiern.
Sonntag, den 5. Januar 1896. ] Morgengottesdienst: Herr Pfarrer Hattendorff. Nachmittagsgotlesdienst: Herr Superintendent Heck. Wochcndicnst: Herr Pfarrer Hattendorff.
Katholischer Gottesdienst.
Sonntag, Vorm. 10'/, Uhr, Herr Pfarrer Orth, Herolz
Kathol. Gottesdienst in Steinau.
Sonntag, Bonn. 8'5 Uhr, Herr Kaplan Dr. Flügel.
Holzversteigerung.
Nächsten
Dienstag, den 7. Januar 1896, Vormittags von 9 Uhr
ab soll in Gasthaus zum „Löwen" hier, das in dem Stadtwald O h l Distrikt 13a und 14 a und Eichholz Distrikt 10 und 12 a lagernde Nutz- und Brennholz öffentlich meistbietend versteigert werden, als:
17 Stück Kiefern Bauholz Abschnitte von 11 bis 17 Meter Länge und 19 bis 39 Zentimeter Durchmesser zusammen 14 Festmeter.
7 Stück Eichen Bauholz Abschnitte von 6 bis 12 Meter Länge und 23 bis 33 Zentimeter Durchmesser zusammen 5 Festmcter.
6 Raummeter Eichen Schicht Nutzholz
144
111
340
1
1
. 10
4
in 3 Meter Raummeter Raummeter Raummeter Raummeter Raummeter Raummeter Raummeter
4 Raummeter
10 Raummeter
langen Rollen. Buchen-Scheit, Buchen-Knüppel Buchen-Reis, Eichen-Scheit, Eichen Knüppel, Eichen-Reis, Kiefern-Scheit, Kiefern-Knüppel, Kicfern-Reis,
Königliche Oberförsterei Marjoß.
(Station Jossa der Bahn Elm-Gemünden, Steinau der Bahn Franksurt-Bebra).
Montag, den 20. Januar 1896, Vormittags 9 Uhr, kommen im H a l b r e i t e r'schen Gasthose zu Steinau aus den Forstorten Wilde- gräben, Zünderswald (152 3, 175/6, 195) — Förster Kranz zu Marjoß — Kahleberg (206), — Förster Scherz zu Marjoß — Distelbach, Dickestein, Grasbuch (225, 231, 237, 243'4), — Förster Nietzke zu Marjoß — Breiteleite, Stillersacker (258, 364, 269), — Förster Becker zu Thalhof — folgende Hölzer zum Vertäu::
Eichen t 28 rm Scheit, 16 rrn Knüppel, 2 rm Reis 1. Cl.,
Buchen: 44 Stämmen mit 35,12 Fm., 37 rm Felgenholz, 1,2 m lang, 1306 rm Sckeit, 1 m lang, 358 rm Knüppel, 240 rm 1. ZL, 35 rm Reis 3. Classe.
Erlen und Aspen: 9 rm Scheit, 107 rm Knüppel, 5 rm Reis 3. ZL Fichte» : 13 Stämme mit] 2,14 ^m., 22,Stangen 1.—3. ZL, 14 Stangen 4. ZL, 1 rm Knüppel.
Der unterzeichnete Oberförster und die vorgenannten Förster ertheilen Auskunft. Marjoß, den 2. Januar 1896.
Der Königliche Oberförster:
Frhr. v. Rechenb erg.
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Betten werden im Beisein der Käufer
gefüllt.
Kathan May.
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Schlüchiern, den 30. Dezember 1895.
Der Bürgermeister:
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99
Handelskammer zu Hanau.
Bei der am 19. Dezember stattgehabterl Ergänzungswahl Handelskammer für den Kreis Schlächtern wurde
Herr Ferdinand Fenner in Firma Ferdinand Fenner zu Schlächtern
zur
wiedergewählt.
Etwaiger Widerspruch gegen die Wahl ist nach §. 15 Gesetzes vom 24. Februar 1870 binnen zehn Tagen (vom Tage der Veröffentlichung an) bei der Handelskammer anzubringen.
Hanau, den 3. Januar 1896.
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Werthem Electra Triplee (Dreistichmaschine)
der Deutschen Nähmaschinen-Fabrik von I. Wertheim, Frankfurt a. M.
Die „Wertheim Triplex" macht drei verschiedene Nahtarten: Steppstich, Kettenstich und Zier- oder Stickstich.
Die „Wertheim Triplex" ist die Maschine der Zukunft, weil sie neben allen bisher bekannten Eigenschaften der Steppmaschine die Zugabe der Leistungen zweier weiteren verschieden construirten Maschinen bietet, der Kettenstich- und Stickmaschine.
Der Käufer erwirbt mithin drei Maschinen in Einer.
Gegenüber dieser neuen Maschine mit ihrer Vielseitigkeit und Schönheit der Leistungen ist die bekannte einseitige Steppstichmaschine veraltet; sie ist wie die Krücke des Lahmen gegenüber dem beflügelten Zweirad.
Neben der ersten meistens verwendeten Nahtart ist die Maschine demnach im Stande, den öfters wünschenswerthen, leicht ausziehbaren Kettenstich zu machen z. B. für Kinderkleider, Rockstöße und Besatzarbeiten, welche bisher mühsam mit der Hand genäht werden, um das schwierige Trennen des Steppstichs und das damit unvermeidlich verbundene Beschädigen des Stoffs zu vermeiden und ferner eine prachtvolle hochaufgetragene Zier- ober Sticknaht aus sehr dicken verschiedenfarbigen Fäden. Keine andere Steppstich Nähmaschine macht derartige Kunstnähte.
Die „Werthcim Triplex" macht ferner einen prachtvollen Stopfen in W-ißzeng und Tricots — (letzteres, weil sie auch Wollfäden vernäht) — ohne jeden besonderen Apparat und ohne den bekannten, beim Arbeiren lästigen, Spannrahmen.
Refleclanten wollen nicht versäumen, dieses Jdealmodell einer Nähmaschine zu beaugenscheinigen.
Vertreten durch:
Mathan May, Äfora