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Aus dem Tyroler Freihritskampfr.

Wild wogt der Kampf in den Bergen. Oben auf den Höhen, zwischen den Felsen, hinter den uralten Baum­riesen tauchen sie auf, die kernigen Gestalten der Throler Bauern. Wehe dem feindlichen Fußvolk, das eng anein­ander gekeilt unten im Thale dahinmarschiert! Die Throler Büchsen schießen gut. Tausendfältiges Echo wecken sie in

Kugel in die Stirn und er stürzt hintenüber. Seinen Tod zu rächen, verdoppeln die andern ihre Anstrengungen. Der Feind flieht. Da stürmt einer der Bauern auf' die höchste Spitze des Felsens. Seine Sense hält er hock, seinen Hut schwenkt er ins Thal hinein. Tyrol ist frei! Sieg! Sieg!--Es ist eins der erhebendsten Beispiele glühender Vaterlandsliebe und energischen zähen Wider-

Aus dem Throler Freiyeitskampfe.

den Bergen, bis weit hinein ins Land. Neue Scharen strömen herzu. Dumpf dröhnt und ohne Unterbrechung die Trommel. Wieviel sind ihrer da oben? Es können hundert, es können taufende sein. Selbst Knaben be- theiligen sich am Kampfe und stürzen Felssteine hinab in den Engpaß, mitten in die Feinde hinein. Letztere ver­wirren sich und weichen. Sieg! ruft einer der Kämpfer da oben. In diesem Augenblick trifft ihn die tödtliche

standes gegen fremde Unterdrückung, der Freiheitskampf der Throler im Jahre 1809. Viele treue Männer, unter ihnen ihr Hauptführer Andreas Hofer, der von den Fran­zosen gefangen und erschossen wurde, starken den Helden­tod. Erst im Jahre 1813 wurde Tyrol dem gemeinsamen Vaterlande zurückgewonnen und durfte sich nun vieler ge­segneter Friedensjahre erfreuen. Die Throler Freiheits­kämpfer hatten ihr Blut nicht umsonst vergossen. St.