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Dem Einsender in Nr- 26 des Kreis- blattes wird erwidert, daß Schreiber dieses /eine Lust hat, sich als Borsteher der jüd. Gemeinde hier zu bewerben, da er glaubt, nicht die geeignete Person zu fein; Zeit gärte er vielleicht, das Amt zu bitlefoe n, da in Wirklichkeit kein Zeitaufwand dazu nöthig ist. Eine Erwiderung darauf, daß über 200 pCt. Steuer pro Jahr erhoben werden, der Mittelstand der Juden dadurch gedrückt ist, die reichen Juden wenig zahlen, ist nicht erfolgt, daher anerkannt worden, und sage ich dem Herrn Gegner für diese Anerkennung öffentlichen Dank. Daß der Einsender in Nr. 25 im Irrthum lebt und die Verhältnisse vor 30 Jahren nicht kennen. soll, wird nicht angegeben, im Gegentheil, es wird behauptet, der Herr Gegner hat die Verhältnisse von damals vergessen. Wahr ist, daß der damalige Lehrer nicht 450 Mk. Jahresgehalt aus der Gemeinde gezahlt erhalten hat, sondern 900 Mk. Warum wird der damalige Kreis-Rabbiner nicht erwähnt, auch ist unerwähnt geblieben, daß die damalige Gemeinde nur 45 Mitglieder zählte und heute beinahe 80, und die reichen Juden heute mehr Steuer ertragen können als damals. Daß sich die Ausgaben gestei gert haben, das wird wohl zngegcbcu. Wie schon erwähnt, glaubt man, daß durch die staatliche Selbsteinschätzung auch die Steuer- verhältnisse der Juden sich bessern werden und dadurch ein solcher Federkrieg nicht nöthig mehr ist.' je.

EonrSheri<Ht.

Ibrah. Mf-hel, Bank- 11 Wechselaeschä^t SchlüHttra, dru 4. Ap il 1.93.

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