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$21 Eine gute Antwort gab ein österreichischer Feldgeistlicher, welchem in Anerkennung seiner treuen Amtsverwaltnug eine gut dotirte Sinekure und der TitelErz priest er" verliehen worden war, seinem General. Dieser wollte seinen bisherigen Feldpater ein wenig necken und gratulirte ihm zu der guten Versorgung. Wir hätten Sie," sagte er,Alle lieber bei uns be­halten, doch ist es für Sie natürlich so besser. Nur Eins gefüllt mir bei Ihrer Beförderung nicht."Und was wäre dies, Excellenz?"Der NameErz­priester"., man sagt doch auch Erzschelm, Erzgauner u. s. w."O, meinte der Priester,das ist nicht so schlimm ; man sagt ja z. B. auchGeneral­spitzbub e."

Eine neue Steuer! Und sie hat vieles für sich. Der Vorstand des Hildesheimer Gesundheitspflege- Vereins hat sie ausgeheckt und in einer Petition an den Reichstag um ihre Einführung gebeten. Und was soll besteuert werden? Die Schnürleibchen und die Korsets der Damen. Wer soll aber Unter- oder Oberstener- Kontrollenr sein!

Eine nachahmenswerthe Einrichtung hat ein Apotheker in Vermont in seiner Pharmarzie eingeführt, um die irrthümliche Darreichung von Giften zu vermeiden, die so oft die bedentendsten Folgen gehabt hat. Jede Flasche Gift ist vermittelst elektrischer Leitung mit dem Nezeptirtisch in Verbindung gebracht. Wird eine von diesen Giftflaschen berührt, dann erklingt sofort eine Glocke zür Mahnung für den Provisor oder Ge­hilfen, ob er auch das richtige Mittel in die Hand ge­nommen hat. Auf diese Weise dürften die so verhängniß- vollen Mistgriffe am einfachsten verhindert werden.

Seltsame Gebräuche herrschen am türkischen Hofe. Zu den wunderlichsten derselben gehört es, daß es dem Sultan nicht beschießen ist, seine Anzüge uud Wüsche länger als einen Tag am Leibe zu tragen. Der Padischah würde ein Majestätsverbrechen gegen sich selbst begehen, wenn er dieselbe Kleidung auch nur zwei

iTage hinter einander tragen würde, weshalb er jeden Morgen einen neuen Anzug sowie neue Wäsche zur Ver­fügung haben muß. Abgesehen von den Kammerdienern welche tagtäglich die abgelegten, noch völlig neuen Sachen erhalten, macht diese seltsame Regel das Glück vieler Leute aus; denn nicht nur hat der Schneider des Sultans jährlich dreihundertundfünfundsechzig Röcke und ebenso viele Westen und Beinkleider anzufertigen, sondern zahllose sonstige Lieferanten werden in entsprechendem Verhältniß des wegen in Nahrung gesetzt. Im kaiser­lichen Harem ferner geht alles nach der Minute. Eine Maschine aus Holz mit eisernem Schwengel dient als Signal, wodurch das Aufstehen, das Schlafengehen, die Mahlzeiten rc. angezeigt werden. Durch Strafgesetze (Arrest) und körperliche Züchtigungen (Stockschläge) wird eine strenge Disziplin unter den zahllosen Sklavinnen verschiedensten Ranges aufrechterhalten, was um so schwie­riger ist, als der türkische Hof eine Unzahl der strengsten Etikettevorschriften aufweist. Um ein Beispiel heraus- zuheben, sei erwähnt, daß ein alter Gebrauch will, daß, Niemand im Palast das Recht hat, Pelze, Shawls' Mäntel u. dergl. zu tragen. Eine halbdekolletirte Toilette ist Vorschrift. Die einzigen Frauen, welche das Recht haben, sich nach Belieben zu kleiden, sind die Prizessinnen von Geblüt und die Kabinen, die Frauen des Sultans. Alle dienenden dagegen durcheilen die Säle und mächtigen Mamortreppen nur mit einem leichten entart, einem durch­sichtige» Fichn, auf den Schultern, und wenn diese Etikette im Sommer ihre großen Annehmlichkeiten hat, so ist sie doch im Winter die Ursache fortwährender Erkältungen für die jungen Mädchen, welche oft stunden­lang auf die Befehle ihrer Herrinnen warten müssen.

In Bayern will man auf Grund der angcstellten statistischen Erhebungen endlich gegen die Kurpfuscher Vorgehen. Sämmtliche Aerzte sind amtlich angewiesen worden, an die Behörde ein genaues Nanonnlc aller der­jenigen Personen einznsendeii, die in ihrem Bezirk als Kurpfuscher oder Geheimmittelschwindler bekannt sind.

Das Leipziger Tageblatt schreibt: Da des öftcrn jetzt An­fragen an uns ergehen, welches der verschiedenen KvnversalionS- Lexika das verbrcitetstc sei, so nehmen w>r bei der soeben erfolgten Ausgabe des zehnten, vonKönigshöfen" bis Luzon" reichenden Bandes von Meyers Kanversariows-L.x koa Gelegeabrir, festzustellen, daß dieses Werk sich der weitesten Verbreitung unter allen ähnlichen Werken erfreut. Das dankt es ohne Zweifel nicht nur seiner vortrefflichen Ausstattung und der Gediegenheit und künstlerischen Vollendung der zahlreichen Beilagen, sondern unsrer Ansicht nach vor allem auch seiner ganz vorzüglichen I e r t l i ch e n Bearbeitung, welche auf jeder Seite von dem richtigen Er- fassen dessen, was in eine Encyklopädie gehört, dem richtigen Ab­wägen des Nothwendigen vom Ueberflüssigen Zeugniß ablegt. Nirgendwo ist gewiß mehr als bei einem derartigen Werk des Plinius,multum non multa zu beherzigen und Mevers Kon- versations-Lerikon wußte sich mit rühmenswerthem Geschick frei von einem verwirrenden Ballast zu halten, oc. für den Augenblick vielleicht bestechen kann, sich aber bald als nutzlos erweist, weil er über Zweck und Ziel einer Encyklopädie binausgeht und schließlich ein solches Werk zu einem Wörterbuch mit vielen Stichwörtern, aber ohne Artikel herunterdrückt, welche in ihrer erschöpfenden Behandlung allein belehren und den Fragenden befriedigen können. Der Reichthum belehrenden Inhalts unb neben der gründlichen, gleichmäßigen Behandlung und der klaren, objektiven Darstellung aller Fächer die N cd erst ch tl ich kei t des Ganzen und Einzelnen sind so hochschäßbare Vorzüge obigen Werkes, daß der seltene Er­folg nicht ausbleiben konnte. Doch auch in andrer Hinsicht bat die Vcrlagshandlunq das auf sie gefetzte Vertrauen gerechifertigt. DasBibliographische Justitut in Leipzig- bar von je her voll geleistet, was es versprochen, und seit dem Beginn des Erscheinen- ist unsers Wissens niebt eine Abweichung vom Programm des Werkes eingetreten So sind wir hier auch sicher, daß es nicht es liegt gerade jetzt der Fall bei einem ähnlichen Werk vor erlahmt und womöglich unvollendet bleibt. Alles in allem fassen wir unser Urtheil dahin zusammen, daß M e p c r - K o n v e r - sationS-Lexikon nicht nur in seinem hohen inneren Werth, sondern auch in seiner großartigen Verbreitung unübertroffen dasteht.

Witterungsbericht.

Das Wetter wird in den nächsten 23 Tagen muth- mahlich folgenden Gang nehmen: Die Temperatur wird keine wesentliche Veränderung erleiden; der Himmel wird bedeckt sein; es werden Westwinde mit mäßiger Bewegung vorherrschen; Niederschläge sind zu erwarten, selbst Gewitter sind nicht ausgeschlossen.

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für, daß dieses Mittel volles Vertrauen verdient, liegt wol darin, daß viele Kranke, nachdem sie andere pomphaft angepriesene Heilmittel versucht, doch wieder zum altbewährten Pak«-Cx- peller greift». Sie haben sich eben durch Vergleich davon überzeugt, daß sowol rheumatische Schmerzen, wie Glieder-

_____ ____________, wie Glieder­reißen rc. als auch Zahn», Kopf- und Rückenschmerze», Seitenstiche rc. am sichersten durch Expeller-Einreibungen verschwinden. Der billige Preis von

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Sonnabend, den 28. April, Nachmittags 3 Uhr, im Gasthauszum Löwen" dahier.

Tagesordnung:

1. Vertheilung der vom Verein ange­kauften neuen Kartoffel-Sorten;

2. definitive Beschlußfassung über den Ankauf von Simmenthaler Rinder und Kühen;

3. Geschäftliches.

Schlüchtern, den 23. April 1888. Der Vereins-Vorstand: ___ Roth, Vorsitzender.

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