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selbstverständlich niemals 75 % der Versicherungssumme übersteigeu. Durch diese Bestimmungen werden alle Aufnahmetaxationen, Nachtaxationen rc. mit ihren Kosten und der Unzufriedenheit, welche sie bei den Versicherten' erregen, beseitigt.

Der größte Nutzen der Kreisviehversicherung dürfte aber darin liegen, daß bei Viehverkäufen nach außerhalb des Kreises alle verhüngnißvollen Gewährleistungspro­zesse, welche so oft zur Ausbeutung des kleinen Land- manns mißbraucht wurden, mit einem Schlage beseitigt werden. Dieser eine Gewinn würde allein hinreichen, um die Kreisviehversicherung zu rechtfertigen. Wieviel Prozeßkosten an den Amtsgerichten Salmünster, Schwarzen­fels, Schlüchtern und Steinau können dadurch in Zu­kunft der Bevölkerung erspart werden!!

Dies ist kurz das Wesen und die Bedeutung der Kreisviehversicherung. Es ist ein neuer, bedeutungsvoller Schritt zur Lösung der sozialen Frage, wie sich dieselbe in Mitteldeutschland mit seinem landwirthschaftlichen Klein­betrieb gestaltet.

Möge sie allseitiges Verständniß und Zustimmung finden und den Kreis träftigen und ermuthigen zu neuen Thaten und Siegen in dem Kampf um's Dasein! Ein­geklemmt zwischen den drei rauhen Nachbarn, Rhön, LogelSgebirge und Spessart, kann der Kreis Schlüchtern nur dann sich eine würdige Zukunft sichern, wenn I e d e r= wann, vor allem aber die in Gemeinde und Kreis or- ganisirtc Gesammtheit ihre sozialen Pflichten voll und ganz erfüllen.

Deutsches Reich.

Kaiser Friedrich ist, wie wir kurz erinnern wollen, geboren am 18. Oktober 1831, gegenwärtig also 56 Jahre alt: er vermählte sich am 25. Januar 1858 mit der Prinzeß Royal Viktoria, geboren am 21. November 1840, und es sind dem Kaiserpaar folgende jetzt lebende Kinder geboren worden: 1. Kronprinz Wilhelm am 27. Januar 1859, vermählt am 27. Jan.

1881 mit Prinzessin Viktoria von Schleswig-Holstein, 2. Prinzessin Charlotte am 24. Juli 1860, vermählt mit dem Erbprinzen von Sachsen-Meiningen, 3. Prinz Heinrich am 14. August 1862, 4. Prinzessin Viktoria am 12. April 1866, 5. Prinzessin Sophie am 14. Juni 1870, 6. Prinzessin Margarethe am 22.April 1872.

Tages-Ereignisse.

Schlüchtern. Als cin Borbotcdes nahen Frühlings wurde uns heute ein Schmetterling in voller Lebenslust von Hof Reith übermittelt.

Steinau, 12. März. Wie überall in unserem deutschen Vaterlande das unerwartete Hinscheiden unseres vielge­liebten und allverehrten Kaisers Wilhelm die größte Trauer hervorgerufen hat, so ist auch in unserem Städtchen bei der Kunde von dem Ableben Seiner Majestät, die innigste Theilnahme für unser erhabenes Herrscherhaus documentirt worden. Sonnabend, den 10. d. M. läuteten sämmtliche Glockenund dieStadtkapelle spielte vomSchloß- thurme herab das bekannte Lied:Was Gott thut, das ist wohlgethan." Am Vormittag, den 11. d. M., fand Gottes­dienst statt, dem die sämmtlichen Beamten, der Kriegerverein mit umflorter Fahne, der Gesangverein und der Verein Amicitia beiwohnten. Die Kirche war über und über gefüllt. Sie alle waren gekommen, um für unser ge­liebtes und schwergeprüftes Kaiserhaus Gebete zum Himmel zu senden. Herr Pfarrer Kaiser hielt einem jeder Beziehung ausgezeichnete und von echtem Patriotismus durchwehte Predigt, indem er das Wort aus Jeremias:Gesegnet ist der Mann, der sich auf Gott verläßt!' seiner Be­trachtung zu Grunde legte. Herr Pfarrer, Kaiser hob namentlich hervor, daß das Leben und die Regierung des Kaisers Wilhelm sichtlich gesegnet gewesen sei^weil er auf Gott vertraut habe und daß alle die den Segen Gottes an sich erfahren, wenn sie auf Gott vertrauen. Die Predigt, welche alle Zuhörer mit Aufmerksamkeit verfolgten, machte einen tiefen Eindruck und mandjeS Auge wurde naß.

Cafsel. (ProfessorKarlTheodorBayrhoffet), einer der hervorragendsten kurhessischen Demokraten ist, wie der F. Z. von hier geschrieben wird, im Alter von 76 Jahren in Towe Jordan (Amerika) gestorben. B. war während der kurzen Session des Landtags im Sommer 1850 Präsident der Kammer und wurde dann auch in den ständischen Ausschuß gewählt. Die Reaktion zwang ihn durch Verfolgungen, sein Vaterland 1852 zu verlassen, er ging erst nach Zürich und von da nach Amerika.

Marburg, 8. März. Im hiesigen Amtsgerichtsge- fängnisfe befinden sich zur Zeit zwei Frauenspersonen wegen Verdacht des Kindesmords in Untersuchung. Die ledige 23jährige Dienstmagd Gertrud Hill aus Römersberg, steht im Verdacht, einen Knaben, von dem sie in der hiesigen Anstalt entbunden wurde, auf der Heimreise ermordet zu haben. Die. zweite Angeklagte ist die Ehefrau Hrch. Bender aus Wittelsberg, in deren Behausung in einem Kasten versteckt vor wenigen Wochen die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden wurde.

Der Münchener Witz hat sich der brennenden Frage bemächtigt. Folgendes Bonmot macht die Runde: Was ist flüssiger als Wasser?" Antwort:Der dritte Bürgermeister von München, denn er ist über­flüssig__

Witterungsbericht.

Das Wetter wird in den nächsten 23 Tagen Muth- maßlich folgenden Gang nehmen: In der Temperatur ist keine wesentliche Veränderung zu erwarten, wahr­scheinlich wird sie etwäs abnehmen; der Himmel wird bedeckt sein; zunächst werden noch Westwinde mit ziemlich starker Luftbewegung vorherrschen, es sind aber Anzeichen vorhanden, daß der Wind wahrscheinlich nach Nord drehen wird; vorläufig sind noch mäßige Niederschläge in Aussicht, welche aber aufhören werden, so bald der Wind nach Nord dreht.

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