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diesen Dingen kein nachweisbares directes Interesse hat. Zu solchen ganz unhaltbaren Folgerungen würde man nothwendig kommen, wenn man mit dem Einsender nur die Förderung solcher allgemeinen Interesse auf öffent­liche Kosten gestatten wollte, aus denen sich für jeden Einwohner der Gemeinde resp. des Bezirks ein directes Interesse nachweisen läßt. Dann wäre aber jeder Fort­schritt . auf dem Gebiet der öffentlichen Einrichtungen unmöglich, dann wäre es mindestens ebenso unzulässig, die Kosten der Krankenkassenversicherungsverwaltung dem Kreis resp, der Gemeinde zur Last zu legen, tote dies bisher von keiner Seite beanstandet ist. Hiermit dürfte der prinzipielle Einwand des geehrten Einsenders gegen die Uebernahme der Geschäftsverwaltung der Biehver- sicherung auf die Organe des Kreises hinlänglich wider­legt sein.

Derselbe erscheint aber ganz hinfällig, wenn man erwägt, daß dadurch dem Kreise selbst wohl kaum neue Kosten erwachsen werden. Wir haben den betreffenden Vorschlag in dem Statutenentwurf nur so aufgefaßt, daß die K a s s e n v e r w a l t u n g der Viehversicherung in der Voraussetzung, daß dieselbe sich wirklich zn einem Kreisinstitut ausbildet, von der Kreiskasse unentgeltlich geführt werden soll. Die sonstigen Kosten für Taxation des Viehs rc. müssen selbstverständlich von den Ver­sicherten selbst getragen werden. In diesem beschränkten Umfang wird hoffentlich auch der geehrte Einsender Nichts Bedenkliches mehr gegen die vorgeschlagene Ein­richtung finden. Uebrigens wird man aber wohl der gesetzlichen Vertretung jeder Gemeinde resp, jeden kom­munalen Bezirks die Beurtheilung darüber, was als unterstützungswürdiges Gemeinde- resp. Kreisinteresse zu betrachten ist, ruhig überlassen können. Die Vertretungen sind, wie vielfache Erfahrung lehrt, eher geneigt, darin zu. wenig zu thun, als zu viel, und ihre gewählten Mitglieder bedürfen daher kaum noch einer Warnung resp. Belehrung darüber, wie weit sie im einzelnen Fall in dieser Richtung gehen dürfen. Wir zweifeln nicht,

daß der Kreistag auch in diesem Fall das Richtige treffen wird.

Dagegen erscheint der Einwand des Eingesandt gegen die vorgefchlagene Bertheilung der Versicherungsprämien nach dem Alter des Viehs auch uns berechtigt. Bei der großen Verschiedenheit der Qualität des Viehes in den verschiedenen Ortschaften des Kreises würde aller­dings die Aufbringung der Prämien lediglich nach dem Alter der Thiere zu einer Benachtheiligung eines Theiles der Gemeinden und zu einer Bevorzugung des anderen Theils führen. Es wird deshalb, wie wir dem Ein­sender durchaus beipflichten müssen, nichts übrig bleiben, als die Prämien nach dem Werth des Viehs zu er­heben, welcher durch regelmäßige Taxation desselben zu ermitteln ist, und wir sind überzeugt, daß der Kreistag die Vorlage in diesem Sinne amendiren wird.

Im klebrigen begrüßen wir die Vorlage mit Freuden, weil nur größere Versicherungsverbände das Risiko der Versicherung bei größeren Unglücksfällen, wo dieselbe gerade Hülfe bringen soll, ohne Gefährdung für die Existenz der Kasse, tragen können. In diesem Sinne ist eine Kreisversicherung der kleinen Gemeindekasse ent­schieden vorzuziehen, wenn auch eine Provinzialversiche- rung vielleicht noch besser wäre. Bei der großen wirth- schaftlichen Verschiedenheit zwischen Niederhessen und den südlichen Theilen des Regierungsbezirks Gaffel ist aber eine Provinzialversicherung zur Zeit noch völlig unausführbar. Man wird sich daher vorläufig mit einer kreisweisen Versicherung begnügen müssen in der Hoffnung, daß solche in späterer Zeit vielleicht zu einer Provinziakversicherung führen wird.

Vermischtes.

Allzu besorgt.Ich wollt'n Herrn Ser­geant um 8 Tag Urlaub bitten!"So! Acht Tag' auf Urlaub, um Kuchen zu wammsen, daß die Ohren abstehen und kein Helm mehr paßt. Nein, da wird nichts d'raus!"

Gutmüthig.Nee, här'n Se, erscht-hamm Se mir mei Bier umgeschmissen, dann hamm Se mir mit der Cigarre cn Loch inn Rock gebrannt und jetzt hamm Se mich eenen alten Filz geschimpft! Wenn Se nun noch ecn Wort sagen, setz' ich mich an en andern Disch!"

Marktberichte.

Frankfurt, 6, Februar. (Produktenbörse.) Weizen, Hies. und Wetterauer 18,25 18,40 M., kurheff. 17,50 -17,60 nord­deutsch. ,--, ruff. 1920 Mk., ungarisch, amerik. - Roggen, hies. 13,25- ,75 Mk., Pfälzer 14, - 14,50 Mk., ungar. 16, >017,55Mk., Gerste, hies. 15,5016,40 Mk , frank. 17,--17,50 Mk., Pfälzer 16,50 17,50 Mk., ungarisch. 16,50 17,50 Mk., Hafer, Hies. 13,,52 Mk., bayerischer , 18,50 Mk. Alles per 100 Kilo netto effektiv toco hier.

6. Februar. Der heutige Viehmarkt war mit 416 Ochsen, 11 Bullen, 428 Kühen, Rindern ».Stieren, 314 Kälbern, 101 Hämmeln, 265 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich; Ochsen 1. Quai. 59 Mk., 2. Dual. 54 M., Bullen 1. Qual. 40 Mk., 2. Qual. 38 Mk, Kühe, Rinoer ».Stiere 1. Dual. 54 M., 2. Dual. 46 M. Alles per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 60 Pf., 2 Qual. 54 Pf., Hämmel 1 Dual. 52 Pf., z. Dual. 42 Pf., Schweine 1. Dual. 51 Pf., 2 Dual. 50 Pf. Alles per 1 Pfund Schlachtgewicht.

Lasset, 8. Februar. Warzen 16,3517, Mk., Roggen 12,50 13, Mk., Gerste___ ,- Mk., Hafer 12,--12,35

Mk, Alles per 100 Kilogramm.

Witterungsbericht.

Das Wetter wird in deu nächsten 23 Tagen muth maßlich folgenden Gang nehmen: Die Temperatur wird so ziemlich dieselve bleiben; der Himmel wird bedeckt fein; es werden Westwinde mit mäßiger Luftbewegung vorherrschen und es find Niederschlüge in geringen Mengen zuerwarten.

Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.

Sonntag, den 12. Februar 1888;

Morgengottesdienst: Herr Superintendent Heck. Nachmiltagsgottesdienst: Herr Pfarrer Hart mann. Wochendienst in der Stadt: Herr Pfarrer Hartmann.

Aa, sprach er zu dem Alexander Betrogen hat man uns mitn'ander; Gefälscht hat Schein man und die Brief', D'rum ging die Sache beinah' schief.

Beinahe wäre Krieg und Morden Durch die Coburgerei geworden - - 's wär' Schade, denn wir sitzen dick Bis zu dem Hals in unserm Glück.

Und lächelnd sprach der Otto weiter: Ja, Majestät, Sie feh'n mich heiter, Kein Wunder, daß Sie so mich feh'n Denn in Berlin die Hundertzehn.

Und erst inSchlüchtcrn nun sie werden Dergleichen feh'n nicht mehr auf Erden So billig kauft man nirgends ein, Als wie bei Aron Katzenstei».

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Auch in der Küche ist das Salz sehr be­liebt, indem eine Messerspitze voll genügt, E bsen, Bohnen, Linsen, wie alle übrigen Gemüse weich zu kochen und denselben ihre natürliche Farbe zu erhalten.

Ferner wird bei Anwendung einer kleinen Quantität etwa 1 Messerspitze pro Liter dieses Salzes das Sauer- und Starkwerden der Milch und Butter verhütet. Auch beim Vieh wird das Pulver, wenn man ein bis zwei Eßlöffel voll dem Futter beifügt, vor Krank­heiten schützen, da durch dasselbe die Freßlust angeregt und die Verdauung befördert wird. Niederlage in Päckchen ä 10 u. 20 Pf.

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Schlüchtern, den 3. Februar 1888.

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Generalbevollmächtigter

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