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«Kinder verbrannt. Bei einem Scheunen- uf dem Gehöft des Gutsbesitzers Kirchhofs in Diepholz (Hannover) kamen fünf Kinder ums Leben.

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Phantasien über eine Luftschlacht.

Gedanken eines französischen Generals.

Der bekannte französische General d'Amade, dem zweifelsohne in einem deutsch-französischen Kriege eine bedeutsame Rolle zufallen wird, hat sich kürzlich in sehr interessanter Weise iiber den voraussichtlichen Verlauf einer künftigen Luftschlacht zwischen Deutschland und Frankreich geäußert. General d'Amade geht von der Voraussetzung aus, daß die französischen Luftschiffe, wie es gegenwärtig der Fall ist, je 70 Kilometer noneinan- der und zwischen 10 und 50 Kilometer von der deutschen Grenze stationiert sind. Demgegenüber sind die deutschen Luftschiffe in größeren Zwischenräumen untergebracht. Köln und Metz liegen über 200 Kilometer, Metz und Stratzburg 130 Kilometer von einander (General d'Ama­de nimmt also an, daß im Ernstfälle Straßburg Luft­schiffhafen sein wird). Der General weist besonders auf diesen Unterschied hin und meint, daß Deutschland auf diese Weise gegen französische Luftschiffrekognoszierun­gen viel weniger geschützt sei, als Frankreich.

Die Entscheidung der ersten Luftschlacht wird, nach d'Amade, auf der Linie VerdunMetz fallen, und zwar in unmittelbarem Anschluß an den strategischen Auf­marsch. Von der Gesamtstärke des deutschen Heeres, die mit 960 000 Mann angenommen wird, steht die Hälfte, also 450 000 Mann, in der Linie SaarburgDiedenhofen Metz, 150 000 Mann stehen im oberen Elsaß, die übri­gen 300 000 auf dem Gebiet Aachen, Coblenz und Cöln. Der rechte französische Flügel stützt sich auf die starke Position Belfort, und der erste umfassende Angriff er­folgt gegen den linken deutschen Flügel. Die Hauptge­fahrzone für Frankreich liegt nördlich der Linie Verdun Metz.

Die deutsche Luftmacht denkt sich General d'Amaoe in drei Geschwader eingeteilt, die jedes drei Luftschiffe und eine Anzahl Flugzeuge umfassen. Demgegenüber wäre das Aufklärungs- und Verteidigungsgebiet der französischen Luftflotte ebenfalls in drei Abschnitte zu teilen, deren jeder durch ein Geschwader zu verteidigen wäre. Vor allem wird den Luftfahrzeugen die Aufgabe der Aufklärung zufallen. Gerade zwischen Verdun und Metz und zwischen Maaß und Mosel sind die Terrain­schwierigkeiten derart, daß die Aufklärung durch Luft­fahrzeuge der Kavallerieaufklärung ohne weiteres vor- zuziehen ist. Allerdings verlangt das Terrain teilweise von den operierenden Luftschiffen und Flugzeugen gro­ßes Steigvermögen und stark ausgebildete Manöverier- fähigkeit. Ueber den vermutlichen Ausgang der ersten deutsch-französischen Luftschlacht hat General d'Amaoe sich nicht ausgelassen. Bei solche« Ausführungen hätte der General notwendigerweise zu einem Vergleich der Leistungen beider Luftflotten kommen müssen, und da dieser Vergleich bei objektiver Prüfung recht sehr zu deutschen Gunsten ausschlagen mußte, bei einseitiger Wertung der französischen Luftschiffe und Flugzeuge, so war es auch besser, über den ersten Ausgang, des Lust­kampfes nichts zu prophezeien.

So müßig aber auch solche Phantasien sein mögen, sie sind doch ein deutliches Zeichen des kriegerischen Gei­stes in der französischer! Armee und des aggressiven Cha­rakters der Kriegsrüstungen in Frankreich. Nach dem großen Gewicht, das dort gerade auf dieRüstungen zur Luft" gelegt wird, scheint man die größten Hofsnun- gen aus den künftigen Krieg auf die Luftmacht zu setzen. Mögen diese Hoffnungen auch noch so stark übertrieben sein, so ist es doch richtig, daß wir auch weiter rüsten wie bisher oder noch stärker.

Vermischtes.

Des Kaisers Jagdbeute in Rominten. Zum ersten Male seit acht Jahren war der Kaiser diesmal allein in Rominten erschienen, während ihn sonst die Kaiserin und Prinzessin Viktoria Luise begleiteten. Infolgedes­sen war es, so schreibt derWeidmann", in Rominten bedeutend ruhiger, als in früheren Jahren. Man ver­mißte die persönlichen Beziehungen, die sonst die kaiser­liche Familie zu den Heideeinwohnern hatte. Besonders die Nominier Jugend bedauerte das Fernbleiben ihrer Gönnerin. Der Kaiser selbst lebte hier trotz des regne­rischen Wetters in gewohnter Weise. Am ersten Tage seines Aufenthalts hatte der Kaiser im Revier der Oberförsterei Sztttkehmen das Glück, einen guten Zwanziger auf die Decke zu legen. Sodann sind noch zwei weitere Hirsche erlegt worden. Die Pirsch war in diesem Jahre nicht so ergiebig, weil die Hirsche sich viel im Bestände aufhielten oder spät auf die Wiesen austraten. Der Kaiser behielt von dem erlegten Hirsche nur das Geweih als Jagötrophäe, während die jagd­liche Verwertung des Wildprets für Rechnung des zu­ständigen Oberförsters erfolgte.

Der ehrliche Dieb. Eine ebenso seltene wie uner­wartete Ueberraschung wurde einem Gastwirt Krause in der Etchhornstratze zu Berlin zuteil. Vor etwa andert­halb Jahren hatte er das Pech, daß ihm der Hausstursche mit der Ladenkasse durchbrcmnte. Der biedere Schank­wirt hatte wohl erst nicht schlecht gewettert und dem Un­getreuen nicht gerade das Beste gewünscht, aber mit der Zeit war auch dieser Zorn verraucht und der Verlust verschmerzt. Nicht gering war daher Krauses Erstaunen, als er vor einigen Tagen eine Postanweisung erhielt und zugleich 250 Mark, die ihm sein ehemaliger Haus­burschemit bestem Dank" zurückerstattete. Nach andert­halb Jahren hatte er seinen Dienstherr« nicht vergessen. Die Freude über dieses unverhoffte Wiedersehen war natürlich groß, so groß, daß er sofort eine Stubenlage Pilsener gab, auf das Wohl des ehrlichen Diebes.

Dasarme Mädchen" am Telephon. In Leipzig hat man dieser Tage eine Kellnerin Helene Käthe Loew, ein 28jähriges Mädchen aus Hannover, verhaftet, das in vielen deutschen Großstädten einen fein herausge- tüftelten Schwindel verübt hatte. Sie fetzte sich in der Regel an ein Telephon, legte das Adreßbuch vor sich und suchte vermögende Herrschaften heraus, die sie Bann anklingelte. Danach entwickelte sich gewöhnlich ein klei­nes Gespräch, in dem sich die Loew als Gemeinde- oder Austitutsschwester ausgab, je nachdem die örtlichen Ver­hältnisse es nützlich erscheinen ließen, und bat, einem armen Mädchen", das die Schwester im Laufe des Ta­ges senden werde, doch irgend eine Unterstützung geben zu wollen. Waren die Herrschaften der Sache wohlge­neigt, so kam das arme Mädchen auch in demütiger valtuna zu ihnen und nahm unter Tränen und vielem Dank die dargereichte Beihilse an. Aber das arme Mädchen war niemand anders als die Loew selber, und selten war eine gut gemeinte, gern gegebene Unter­stützung übler angebracht als in diesem Falle.

FM eine Wette den Fuß verstümmelt. Aus Paris wird geschrieben: Die reizende Schauspielerin Mar- auerite Ziganne, die in dem Ruf steht, den kleinsten Fuß zu besitzen, den man sich nur denken kann, Besam in dieser Hinsicht eine Konkurrenz, als die Tänzerin Gra- zielle D. auf der Bildfläche erschien, von der behauptet wurde, daß thr^Fuß noch einige Zentimeter kleiner sei.

Marguerite konnte diese Vermutung aber nicht auf sich sitzen lassen, und es tarn zu einer Wette, daß Graztella den Schuh von Marguerite nicht würde anziehen kön­nen. Was nun geschah, grenzt beinahe an das Fabel­hafte. Marguerite ließ sich von einem Winkelchirurgen gegen ein unsinnig hohes Honorar die Füße verstüm­meln, sodatz sie drei Zentimeter kürzer wurden. Dann erstand sie sich, als die Wunde geheilt war, einen Schuh, eör natürlich so klein war wie der eines Kindes. Zu dem Austrage der Wette waren sowohl die Verehrer der schönen Marguerite als auch der reizenden Graziella erschienen, die Preisrichter hatten Platz genommen, der Gegenstand der Wette, ein Perlenhalsband von 60 000 Francs, lag auf dem Sammetkissen. Marguerite kam in den kleinsten Schuhen der Welt zierlich hereingeschritten, die Schmerzen, die sie dabei erduldete, wußte sie mei­sterhaft zu verbergen. Sie ließ sich von der anwesenden Zofe den Schuh abstreifen, er wurde der Konkurrentin übergeben, und siehe da, es war der Tänzerin unmög­lich, den Schuh anzuziehen. Sie versuchte, sie preßte sich gewaltsam zusammen, vergebens. Triumphierend konnte Marguerite sich das Perlenhalsband um deu Nacken schlingen lassen, in dem Bewußtsein, Siegerin geblieben zu sein, schritt sie hinaus. Allerdings sickerte bereits nach Tagen das Gerücht durch, sie habe den Preis zu unrecht gewonnen, die Kleinheit ihrer Füße sei nicht echt. Selbst der Chirurg wurde genannt, der die Operation ausge­führt hatte. Fräulein Marguerite aber weigerte sich standhaft, ihre Füße im unbekleideten Zustande zu zei­gen, denn sie erklärte, daß man nur gewettet habe, ob der Konkurrentin der Schuh passen werde oder nicht. Von den Füßen selbst sei nicht die Rede gewesen. Und die Anhänger Marguerites erklärten, daß selbst, wenn die Sage von der Operation richtig sei, Marguerite den Preis für das Opfer verdient habe, das sie der Wette zuliebe gebracht.

Der Lassowerfer und die Millionärsgattin. Der letzte Akt einer Liebestragikomödie, deren Helden einer der angesehensten Anwälte Neuyorks, Folson, seine Gat- 1"......:d ein Cowboy aus Wildwest sind, hat sich vor dem Neuyorker Gerichtshof abgespielt. Folson hatte gegen seine Frau die Scheidungsklage eingereicht und ein ob­siegendes Urteil erhalten, da sie ihn um eines Cowboys willen verlassen hatte. Missis Folson, die zu den elegan­testen und geistreichsten Damen der Neuyorker Gesell­schaft zählte, hatte ihrem Mann aus einem kleinen Orte Nordkaliforniens einen langen Brief über die Gründe, um deren willen sie ihn verließ, geschrieben. Der Brief schließt mit folgenden Worten, die für die Stimmung mancher überkultivierten Kreise äußerst bezeichnend sind:Ich habe Dich sehr geliebt, aber Du warst zu sehr Gentleman (!). Der Mann, dem ich für immer angehöre, muß brutal sein, und das ist der Mann, mit dem ich jetzt zusammen lebe." Die Verhandlung ergab, daß die Brutalität die einzige hervorstechende Eigenschaft dieses Cowboys ist. Es wurde festgestellt, daß er weder lesen noch schreiben kann und daß er Wasser und Seife zu den entbehrlicheren Lebensbedürfnissen zählt. Seine einzige Kunst besteht im Peitschenknallen und Lassowersen. Man kann wirklich gespannt sein, wie lange Ms. Folson an dem neuen Manne ihrer Wahl Gefallen finden wird und ob sie nicht doch wieder reumütig zu den Fleisch­töpfen Neuyorks zurückkehren wird.

Bunte Haartracht. Als in jüngster Zeit die Pariser Modeorakel das Kommen derbunten Coiffure" prophe­

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zeiten und ankündigten, daß die Pariserinnen noch in diesem Winter dazu übergehen würden, ihr Haar durch Puder rot, grün, gelb oder blau zu färben, mochte man an eine lustige Satire auf die Ausschreitungen der Modetorheiten glauben, aber daß das Groteske so schnell Wirklichkeit werden könnte, nahm wohl diesseits der Vogesen kaum jemand im Ernste an. Allein dieser vor­witzige Zweifel erweist sich nun als unberechtigt. Erst kürzlich erschien der junge Alexandre Duval, der Sohn des bekannten Restaurateurs und der Fürst der jungen Pariser Dandys, im Theater in einem roten Cape mit zartmalvenfarbener Bordüre und unterhielt sich in sei­ner Loge eifrig mit einer reizenden eleganten Dame, die ihre natürliche Haarfarbe unter einem Berg von Goldpuder verborgen hatte. Und am Tage darauf sah man in der Loge eines anderen Theaters eine sehr be­kannte Pariserin eine berühmte Gesanglehrerin, in leuchtend grüner Haartracht erscheinen. In den Pausen und während der Vorstellung reckten sich die Leute die Hülse aus, um die schöne Dame mit dem grünen Haar zu sehen, die in ruhiger Grandezza, der Größe des Augenblicks sich bewußt, in ihrer Loge im ersten Range thronte und ganz gewiß die verblüffte Neugier der Menge als ehrfürchtige Bewunderung empfand.

Der Rekord der Herzensbrecherin. Braucht man es -zu sagen, daß es eine Amerikanerin ist, die den Rekord für sich in Anspruch nimmt, in kürzerer Zeit mehr männliche Herzen gebrochen zu haben als irgend eine ihrer Geschlechtsgenossinnen? Mrs. Gussie Washburn, so lautet ihr Name, und sie ist in Lagrange, im Staate Georgia zuhause. Sie zählt erst ganze 17 Jahre, hat also noch ein weites Feld der Tätigkeit vor sich. Nach ihrer eigenen Angabe war sie mit 25 Männern verlobt, ist sie fünfmal durchgangen und war sie zweimal ver­heiratet. Sie ist stolz auf diese Leistungen, denen sie, wie sie sagt:eine ganze Wagenladung von Brillant­ringen" verdankt, und meint, daß es auf der ganzen Erdenrunde keine Frau gibt, die in Verlobungsange­legenheiten fo vortrefflM Bescheid weiß wie sie. Mög­lich, daß manche ihrer Mitschwestern im freien Amerika sie um diesen zweifelhaften Ruhm beneiden . . .

Der Renommist. Herr (im Schuhladen) machen Sie die Absätze bald! Und noch eins: S

):Also

______, . . noch eins: Wo kauft man denn hier in der Nähe Kaviar?" Lehrling (in die Werkstatt rufend):Meester, wo koofen wir immer unsern Kaviar?"

Kühnheiten der Mode

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Wer da etwa glauben sollte, daß die heutige Mode die Frauenkleidung schicklicher Weise kaum noch auf geringeres Maß zurückzuführen imstande ist, best..___ sich in einem gewaltigen Irrtume. Sie setzt ihr Bestre­ben fort, die weibliche Gestalt den Blicken so viel wie möglich preiszugeben und hat, zu dieser» Zweck, einige kleine Neuerungen erfunden, die wir auf den Böller! dieses Winters zu sehen bekommen sollen. Das kühnste auf dem Gebiet ist, so schreibt man derN. G. C." aus Paris, die Entblötzung des Beines bis zum Knie unter dem Tauzkleid. Seit einigen Jahren sind wir ja ge­wohnt, unbekleidete Beine weiblicher und männlicher Zugehörigkeit auf der Bühne zu sehen, und es ist wabr, daß unser Auge kaum noch etwas Anstößiges daran ftn= det, von den Nackttänzerinnen ganz zu schweigen. Aber der Gedanke, diese Sitte nun auch rm Ballsaal zur Gel- tung zu bringen, ist, gelinde gesagt, ziemlich kühn. Ein paar schöne Schauspielerinnen, die vor einer Extra­vaganz nicht so leicht zurückschrecken, sind mit dem guten oder bösen Beispiel vorangegangen und haben bereits bei einigen Damen der Gesellschaft Nachahmung gefun­den. Diese erschienen kürzlich auf einem Ball in sehr eleganten Kleidern, die an der Seite hoch genug aufge­schlitzt waren, um das Bein in seiner vollen Natürlichkeit zu zeigen. Dazu trugen sie an den bloßen Füßen San­dalen. Da klingt es ordentlich zahm, wenn die Mode

vorschreibt, daß die Taille des Ballkleides in diesem Winter im Rücken bis zum Gürtel ausgeschnitten sein soll. An den Schultern wird sie nicht mehr durch Aermel oder Aermelstreifen, sondern durch dünne goldene Kett- chen zusammengehalten, von denen ein Edelstein in Form eines Cabochons auf die Arme herabhangt. Den bloßen Hals schmückt ein Stein von gleicher Art und Größe. Mit dieser Aermellosigkeit hängt es zusammen, daß der Ballhandschuh diesmal nicht weniger als 25 Knöpfe, eher deren noch mehr, haben muß. Merkwür­dig nur, daß die Kleider, der fortschreitenden Stoffer- sparnis zum Trotz, immer teurer, statt billiger werden.

Die eigene mutier betrogen.

Dienstag nachmittag wurde in Berlin ein Kauf­mann R. unter der Beschuldigung verhaftet, seine Mut­ter um 160 000 Mark betrogen zu haben. DemL.-A." wird dazu berichtet: Wenige Monate nach dem Tode seines Vaters veranlaßte R. seine Mutter, ihm das Geld anzuvertrauen. Er wolle das Geld zur größeren Sicherheit im Safe einer Großbank aufbewahren. Als nach etwa einem halben Jahre die Mutter das Gespräch auf dieses Geld lenkte, erklärte der Sohn, daß er von ihr niemals Geld erhalten habe. Es kam zu ei­nem Bruch und einem Prozeß zwischen Mutter und Sohn. Der letztere gab die eidesstattliche Erklärung ab, daß er die 160 000 Mark niemals erhalten habe. In­zwischen ist nun ermittelt worden, daß das Geld in verschiedenen Banken niedergelegt und später wieder abgeholt wurde. Daraufhin wurde R. nun am Diens­tag nach einer der betreffenden Banken geführt, wo er leugnete, der in Frage kommende R. zu sein. Er wurde in Haft genommen und dem Untersuchungsrichter vor­geführt.

Der Packwagen eines Personenzuges beraubt

Kühnes Ränberstückchen in Schlesien.

o-s> Brieg, 26. November. Gestern abend wurde in dem um 11 Uhr hier abgehenden Personenzuge zwischen Brieg und Neiße bei der Station Bosdorf die Notleine gezogen. Während das Zugpersonal den Zug absuchte, um die Ursache festzustellen, wurde der Packwagen be­raubt. Fünf Postbeutel mit Geld wurden entwendet. Die Täter entkamen.

o-$> Brieg, 26. November. Die amtliche Meldung über den Borfall lautet: Gestern wurde der Zug 331 durch Ziehen der Notbremse in einem Frauenabteil vierter Klasse zum Halten gebracht. Während des Ab- suchens auf der Strecke wurden aus dem Packwagen fünf Geldtaschen geraubt. Sie enthielten zusammen 525,20 Mark. Die geleerten Geldtaschen wurden heute früh Uhr von einem Weichensteller auf der Strecke gefunden. Ein Polizeihund aus Brieg befindet sich an Ort und Stelle. Die Ermittelungen werden fortgesetzt.

ob» neuestes Dom Coge.

Ein VerbandCäcilienhilfe".

®e* Berlin, 26. November. Im Hause des Fürsten Solms - Baruth fand gestern abend Me Versammlung statt, in der über einen Verband zum Zusammenschluß der schon vorhandenen Wohltätigkeitsbestrebungen be­raten wurde. Der Verband ist auf Anregung der Kron­prinzessin in der Bildung begriffen und soll feine Wir- samkeit auf den gesamten preußischen Staat erstrecken unter besonderer Berücksichtigung der verschämten Ar­men. Er führt den SternenCäcilienhilfe". Die erforder­lichen Mittel sollen durch freiwillige Spenden aufge­bracht werden. Es ist der Verkauf von Wohlfahrts­marken, kleinen Gegenständen usw. beabsichtigt.

Beim Beobachten derSachsen" totgestürzt.

0-* Dresden, 26. November. (B. Z.) Um das Zep­pelinluftschiffSachsen" zu sehen, beugte sich das drei­jährige Töchterchcn eines Kaufmanns so weit aus dem Fenster der im dritten Stockwerk gelegenen Wohnung, daß es kopfüber auf das Straßenpflaster stürzte und so­fort tot war.

Tod eines Reichstagsabgeordnete«.

fee#> Rosenberg, 26. November. Im Krankenhause zu Rosenberg verstarb in vergangener Nacht der Reichs- tagsabgeorönete für den westpreußischen Wahlkreis Rosenberg-Löbau, Pfarrer Zürn. Der Verstorbene ge­hörte dem Reichstag als Mitglied der Reichspartei seit 1912 an.

Todesstnrz ans dem Fahrstuhl.

o«^ Halle, 26. November. Als in einem hiesigen Sägewerk der Fahrstuhl emporgezogen wurde, löste sich auf unerklärtliche Weise der Holzfußboden. Der im Fahrstuhl befindliche Arbeiter Slotta stürzte mit der im Fahrstuhl befindlichen Last aus dem vierten Stockwerk in die Tiefe, wo er mit zertrümmertem Schädel tot auf- gefunden wurde.

Oertliche Einigung zwischen Krankenkassen und Aerzte».

o»* Rndolstadt, 26. November. In einer gestern abend abgehaltenen Versammlung von Vertretern der hiesigen Ortskrankenkasse und den Aerzten ist ein Ver­trag dahin zustande gekommen, daß die Aerzte nach dem 1. Januar n. I. die Mitglieder der Krankenkasse wieder behandeln werden.

Veruntreuungen eines Fabrikdirektors.

Frankfurt a. M., 26. November. Großes Auf­sehen erregen umfangreiche Schwindeleien, die in dem Betrieb der Spiralbohrerfabrik G. m. b. H. in Schier­stein von dem Direktor Georg Kugelstadt verübt wur- öen und nun, nachdem er und sein Bruder flüchtig ge­worden sind, zur Aufdeckung gelangten. Die Unter­schlagungen sollen sich, wie dieFranks. Nachr." melden, auf 100 000 Mark belaufen.

Eisenbahnunfall durch eine offene Abteiltür.

w> Stettin, 26. November. Der Etlzug Berlin- Stralsund streifte gestern nachmittag hinter Pasewalk eine offen stehende Tür des aus entgegengesetzter Rich­tung kommenden Personenzuges Stralsund-Berlin. Die offene Tür wurde weggertssen und den Personenzug entlang geschleudert. Durch herumfliegende Glassplitter wurden sechs Personen mehr oder weniger schwer ver­letzt. Eine Frau, die erheblich verletzt wurde, mußte zur Operation nach Prenzlau gebracht werden.

Im Walde ermordet und beraubt.

o* Thor«, 26. November. (B. Z.) In veraanaener Nacht wurde im Walde bei Waldow der Kutscher Scu- rwtA^ welcher sich mit seinem Fuhrwerk unterwegs bgand, erschien aufgefunden. Da der Betrag von 150 bis 170 Mark, den der Erschlagene bei sich trug, fehlte, nimmt man an, daß ein Raubmord vorliegt.

^balg. Ferdinand hat keine Rücktrittsgedanke«.

>* Wien, 26. November. Die neue Freie Treffe ver- Zfeutlicht einen Bericht Wer die Unterredung die der Korrewondent desNew York Herald" mit dem Könige » ^"- a.aren gehabt hat. Der König erklärte, während feiner fast dreißigjährigen Regierungszeit habe es wohl Augenblicke gegeben, wo er daran gedacht habe, die große Nn^Merung abzulegen. Aber das sei jetzt, wo das Land seiner mehr als je bedürfe, nicht der Fall. - gekommen^^ w einer Abdankung sei nicht aus

. Das nicht aus Sofia