ötlin" bot einen schaurigschönen Anblick, alS er am nächtlichen Himmel dahinschwebte, ab und zu von dem grellen Schein der Blitze übergofien.
Der „8 1“ erschien zuerst über Kreifing und manövrierte ung-fähr eine Stunde über der Stadt Posen; längere Zeit schwebte er über der Theaterbrücke und segelte dann in nordwestlicher Richtung davon. Später wurde er über dem Bahnhof Jlfenmühle in einer Höhe von ungefähr 160 Meter ge- sichtet. Kurz nach 4 Uhr, als daS Gewitter nachgelassen und die Wolken sich verzogen hatten, zog er über den nordwestlichen Stadtteil Eichwald in nordöstlicher Richtung davon.
Liegnitz, 16. Sept. „Z 1" wollte gestern abend um 107a Uhr von der Liegnitzer Halle auS die Rücksahrt nach Gotha antreten. Das Lustschiff kehrte aber wegen schlechten WetterS schon nach einer halben Stunde um und versuchte eine Landung, die aber wegen mangelnder Mannschaft und wegen deS SturmeS nicht auSgesührt werden konnte. DaS Luftschiff wurde nach Posen abgetrieben. AIS auch dort eine Landung mißlang, wurde „8 1“ bis nahe der russischen Grenze abgetrieben, konnte aber noch rechtzeitig umkehren und ist heute früh um 8 Uhr 55 Min. glatt und unbeschädigt vor der Liegnitzer Halle gelandet. DaS Luftschiff soll heute abend um 10 Uhr neuerlich die Fahrt nach Gotha antreten.
Die Strecke von Liegnitz nach Posen beträgt 150 Kilometer, die Strecke von Liegnitz nach Gotha 410 Kilometer.
Hestermann, Rudloss, Triesch- mann,
diese Säulen deS deutschen BauernbundeS, welche in verschiedenen kurhessischen Kreisen vor den Wahlen und in Flugblättern die Gewerbetreibenden, Beamte und Arbeiter, insbesondere aber die kleinen Landwirte sür den LiberaliSmuS zu gewinnen suchten, scheinen mehr und mehr zur Einsicht zu gelangen und in ihrer Wandelbarkeit sogar jetzt schon dem von ihnen allen so hoch gepriesenen Freisinn den Rücken zu kehren.
Ersterer machte dieser Tage in der „Hessischen LandeS- zeitung" wörtlich solgende Ausführungen:
„Eigenartig mutet er an, und eS gehört schon eine gewisse Dreistigkeit dazu, wenn die Volkspartei mit großen nationalen Tönen Beschwerde erhebt, daß die konservative Partei ihr nicht die volle Unterstützung gibt, wenn sie mit der Sozialdemokratie in Stichwahl steht, obwohl sie selbst immer entgegengesetzt handelt und sogar noch zur Unterstützung der Sozialdemokratie gegen die Konservativen aus. fordert. Ich halte eS auch nicht für berechtigt, daß Kreise anderer Parteien der konservativen Partei Vorwürfe machen, wenn sie in gegebenen Fällen, wo die VolkSpartei mit der Sozialdemokratie in der Stichwahl steht, Gewehr bei Fuß steht. Jede andere Partei müßte ebenso handeln, wenn sie nicht einen wahren, ausrichtigen, vaterländischen Parteigeist verleugnen wollte. Dazu kommt, ob im Verlauf der politischen Bewegungen eS für gefährlicher zu halten ist, daß auf der linken Seite im Reichstage einige Sozial- demokraten oder deren Vor- und Mitarbeiter mehr sitzen. Wenn man nicht gegenüber der Sozialdemokratie in jedem Falle die TrennungSlinie scharf zieht und hervorhebt, so wird in unserem Volk die sich immer mehr einschleichende gefährliche Vorstellung größer, daß die Sozialdemokratie sür Volk und Vaterland nicht gefährlich würde. Nach den jüngsten Ereignissen in der VolkSpartei darf dieselbe nur bedingungsweise von den anderen Parteien unterstützt werden, wenn diese nicht eine Selbstschuld dem Vaterlande gegenüber auf sich laden wollen. Wer die VolkSpartei unterstützt, unterstützt damit auch die Sozialdemokratie.
Die nationalliberale Partei würde sich selbst zu Grunde richten, wenn sie eine Entwicklung nach links nehmen würde; ihre Stärke liegt rechts in den Kreisen, mit denen fie bislang die Politik gemacht hat. Dafür haben die letzten preußischen Landtagswahlen den schlagendsten Beweis geliefert. Man täusche sich nicht durch die ReichStagS- wahlen, nach denen schon viele linkSliberale Wähler erfreulicherweise zu einer besseren Ueberzeugung gekommen sind. Der Freisinn wird viele Sitze verlieren, wenn die anderen Parteien in den Wahlkreisen rechtz itig ihre Pflicht tun und für Aufklärung sorgen. Wenn der Abgeordnete Herr Dr. Thoma im „Panther" hervorgehoben hat, daß die nationalliberalen Abgeordneten bis auf einige doch erst durch Stichwahlen ihr Mandat erhalten hätten, und daher ein Zusammengehen mit der Linken daS richtige sei, so dars man doch dabei nicht vergessen, daß diese Abgeordneten erst fast ausnahmslos durch die Stimmen vom Lande in die Stichwahl kommen konnten. Man wird in Zukunft jedoch keinem Landwirt zumuten können, daß er einem Kandidaten oder einer Partei seine Stimme geben soll, die im gegebenen Falle für einen seiner größten Gegner, den Freisinn, gegen einen rechtsstehenden Kandidaten eintritt. ES wäre unehrlich gehandelt, wenn man nicht anerkennen wollte, daß die konservativen Parteien im Parlamente immer eine gute Wirtschaftspolitik sür den Bauern und Mittel- stand in Stadt und Land verfolgt haben, und daß dabei auch der Adel und Großgrundbesitz seine Verdienste hat. Fehler hat jede Partei schon gemacht und werden auch in Zukunft gemacht werden. Noch in den beiden letzten Sessionen deS Reichstages hat die nationalltberale Parte, mit der konservativen Partei in den landwntjchaftl.chen Fragen den Kampf gegen den ^^^" müssen. Dieser versprach vor den Wahlen den Bauern in Wort und Schrift die Erhaltung seiner Schutzzölle aber im Parlamente handelte er entgegengesetzt. Dadurch beweist der Freisinn, daß er der Totengräber der Landwwschast ist und nur Bauernfang betreibt, um im Drüben zu sijchen. Die Landwirtschaft würde Selbstmord begehen, wenn sie nicht auS allen Vorgängen die richtigen Lehren ziehen, und sich den wahren Freunden zuwenden wollte.
Der Feind steht links und nicht rechts I
Die beiden Letzteren sind Grund ihrer^blamabAen Miß- erfolae erst reckt aam stille geworden! Allmählich müsten doch^die Wähler, wenn sie vorstehende Ansichten der Bauern- bündler lesen, und mit ihren früheren Reden ^'chen, der Ueberzeugung gelangen, daß unbedingt 'm ob'gen Tnum virate „je zwei Seelen" wohnen und daß ihre Arbeit nur Irreführung und Zersplitterung war. ^.
flut Provinz N. Naeddargeblet.
wirtschastSkammer sür Cassel erörtert wurde, im W « Kammer nickt den erwarteten Erfolg gezeitigt, ^tamentl^ geeignet Die Vorträge waren schlecht beiucht und m ßten
deshalb teilweise ganz ausfallen. Der Unterricht soll im nächsten Frühjahr noch einmal wiederholt, die Zahl der Vor- träge aber mit Rücksicht auf den ungenügenden Erfolg ver- ringelt werden.
8 Hersfeld, 17. Sept. (Warnung.) ES erscheint im öffentlichen Interesse angezeigt, die Darlehen- und Hypotheken- suchende Bevölkerung vor einem sogen. Geldvermittler, der sich meist als Buchhalter oder Reisender irgend eines größeren Geldverleih- und HypothekenvermittelungSinstitutS auSgibt, zu warnen. Der Genannte versucht aus Grund von Zeitungsannoncen, in denen er Kapital zu Darlehen und Hypotheken auf Stadt», Land» und Jndustrieobjekte anbietet, sich mit Interessenten in Verbindung zu setzen und daS betreffende Geschäft zu vermitteln. Hierbei ist eS ihm aber meist nur darum zu tun, von den Betreffenden einen sogen. Kostenvorschuß (für Schreib- und sonstige Gebühren) zu erlangen, während er sich um die Abwickelung deS Geschäfts und Herbei- schaffung deS Gelder fast garnicht kümmert. So hat er in verschiedenen Fällen Leute, die sich mit ihm in Verbindung gesetzt hatten um Beträge, je nach der Höhe deS WertobjektS bis zu ungefähr 40 Mk. geschädigt, ohne ihnen daS versprochene Geld zu verschaffen. Da er sich z. Zt. hier in der Umgebung aufhält, so ist eS nicht ausgeschlossen, daß er auch hier durch ähnliche Manipulationen versuchen wird, sich Geld zu verschaffen und die Leute zu schädigen. Vor feinen verlustbringenden GeschäftSgebahren sei deshalb gewarnt.
):( HerSfeld, 17. September. Am 1. Oktober d. J. tritt daS neue ReichSstempelsteuergefetz vom 3. 7. 1913 in K-aft. Für die Feuerversicherungen beträgt der Stempel bei beweglichen Gegenständen (Mobilien etc.) für daS Jahr 15 Pfg. für je 1000 Mk., für den Monat 17a Pfg. für je 1000 Mk. Besreit von dem Stempel sind Versicherungen bis zu 3000 Mk. Für unbewegliche Gegenstände beträgt der Stempel für daS Jahr 5 Pfennig, für je 1000 Mk. Gegen den früheren Stempelbetrag bedeutet dies eine große Erhöhung der Kosten, z. B. kostet eine Versicherung von 4000 Mk. auf 10 Jahre bisher 1 Mk., dann 6 Mk., 10 000 Mk. bisher 1 Mk., dann 15 Mk., 25 000 Mk. auf 5 Jahre bisher 1.50 Mk., dann 18,75 Mk. Die Einnahmen auS dieser Steuer sollen bei dem Wehrbeitrag Verwendung finden.
Eschwege, 15. September. Zum Bürgermeister der Stadt Eschwege wurde heute mit 18 von den 33 abgegebenen Stimmen der Beigeordnete der Landgemeinde Obe-schöneweide bei Berlin Dr. Heinrich Kühn gewählt. Die übrigen 15 Stimmen entfielen auf Assessor Friedrich Wagner (Neunkirchen.)
Liebenstein, 14. September. Ein 7jäh«iger Knabe setzte sich aus die Deichsel eine- angehängten Wagens, fiel herab, wurde überfahren und getötet.
Gelnhausen, 15. September. Die in Lohrhaupten zu Besuch weilende Telephonistin Julie Pseiffer au- Frankfurt a. M. unternahm gestern einen Radau-flug nach Bieber, stürzte unterwegs vom Rade und zog sich schwere Verletzungen zu. Zwei fremde Radfahrer sanden die verletzte junge Dame und veranlaßten ihre Uebelführung nach dem Krankenhause in Bieber.
Cassel, 17. September. Der feit etwa acht Tagen wegen erheblicher Unterschlagungen zum Nachteil einer hiesigen Likörhandlung gesuchte Likörreisende Kappel wurde gestern spät abends in der Hegelsbergstraße von Vorübergehenden blutüberströmt ausgesunden. In selbstmörderischer Absicht hatte sich Kappel mehrere Schüsse in den Kopf gejagt.
Frankenberg, 15. September. Im benachbarten Dorfe Allendorf a. d. Eder fiel da? 4jährige Söhnchen deS Landwirts George Bergmoser in ein mit heißem Wasser gefülltes Gefäß; die dadurch entstandenen Brandwunden führten nach einigen Stunden den Tod herbei.
Göttingen, 16. September. Im nahegelegenen Wülsten fiel der 73jährige Altenteiler Strüber, als er seinen Nachbar besuchen wollte, die Kellertreppe hinunter. Hierbei erlitt er einen doppelten Schädelbruch und verschied, ohne daS Bewußtsein wiedererlangt zu haben.
Göttingen, 16. September. Der Flieger Seguin nahm bei seiner Abfahrt nach PariS den KurS auf Cassel zu. Er soll indessen seine ursprüngliche Absicht, nach Cassel zu sahren, ausgegeben haben, vielmehr direkt nach PariS fahren. Seguin bringt seit drei Jahren täglich mehrere Stunden in der Luft zu. Er hat in zwei Jahren anstelle deS Heeresdienstes, den er nicht zu tun brauchte, mehr als 80 000 Kilometer zurück» gelegt. Er erzählte, daß die Reise PariS-Berlin 380 Liter Benzin verschluckt hat; er hat während der 11stündigen Fahrt nicht- gegessen. Seguin ist erst 24 Jahre alt, er war den Montag über Gast deS BezirkSoffizierS Major AlberS und hat in Göttingen die freundlichste Ausnahme gefunden.
Mühlhausen (Thür.), 15. September. In einer Sand- grube bei dem benachbarten Dorfe Riethnordhausen wurde daS Grab einer heidnischen Thüringer Fürstin mit einer außerordentlichen Fülle von reichen Schmuck- und Gebrauchsgegenständen bloßgelegt. DaS Grab, eine Riefengruft von 8 am Größe, barg die sehr gut erhaltenen Skelette zweier weiblicher Personen mit äußerst wertvollem Schmuck. An dem HalS der einen Toten sand sich ein großer, goldener Ring von V* Pfund Gewicht vor, dann eine Halskette, die auS goldenen Körbchen und Ringen zusammengesetzt war. Auf der Brust deS Skelett- lag eine purpurrote Bernsteinperlenkette. Der kostbarste Fund bestand in einer Brosche, die mit herrlichen Rubinen auSgestattet war. Hierzu kommen noch mehrere 20 cm lange Goldnadeln, eine Kapsel mit 2 römischen Goldmünzen, die daS Bild deS Kaiser- Hadrian tragen, und eine Anzahl kleinerer Schmuckgegenstände. Außer dem Schmuck fand man 20 Gesäße mit breiten Silberstreisen und mit Opferresten gefüllt, weiter sein ziselierte Schüsseln und Kessel auS Bronce und Silber und 5 Gläser. Auch ein Teller auS Bronce von 45 cm Durchmesser wurde freigelegt. Ergänzt wurden die Funde durch steinerne Töpfe mb Krüge. Der Schmuck ist auS dem feinsten Golde und sehr sauber gearbeitet. Die Funde stammen auS dem 3. Jahrhundert n. Chr. Die Lage der Skelette war von Norden nach Süden. Man vermutet, daß die Toten auS einem reichen Thüringer Fürstengeschlechte herstammen, die bei Riethnordhausen eine Burg hatten. Die Funde wurden dem Stadtmujeum in Weimar überwiesen. Die Ausgrabungen werden fortgesetzt.
Weinheim a. d. Bergftr., 16. September. Die 23 Jahre alte Eva Bechthold, die Tochter eines hiesigen Landwirte-, ließ sich gestern, am Tage vor ihrer Hochzeit, von einem Zuge überfahren.
Teesen am Harz, 15. September. Ein größere- Feuer hat hier heute drei Wohnhäuser und zehn Hintergebäude in Asche gelegt. DaS Feuer ist morgens gegen V26 Uhr in dem Hintergebäude deS Ackerbürgers Probst an der Langenstraße entstanden und hat sich bei der leichten Bauart der Nachbarhäuser mit großer Schnelligkeit auSgebreitet. Die Wohnhäuser deS Kaufmanns Vieler, de- Tischlermeister- Garbe und deS SchloffermeisterS Hartmann find dem Feuer zum Opfer g fallen; in den niedergebrannten Hinterhäusern find große Erntevorräte vernichtet worden.
Vermischtes.
— Bruck o/L., 16. September. Bei den Schar fschieß- übungen der Armceschießschule ereignete sich heute ein schwerer Unglücksfall. Der pensionierte Eisenbahnbeamte Lohr ging mit seinem achtjährigen Enkel spazieren und geriet in den HarraSgarten, der bei den Schießübungen immer abgesperrt ist. Lohr wurde plötzlich von einer Kugel getroffen und sank tot nieder. ES steht noch nicht fest, wie Lohr in den Park kommen konnte. Eine Untersuchung ist eingeleitet.
— W 0 rkington (England), 16. September. Auf den hiesigen Werkstätten der Workington Jron and Steel Co. ist heute vormittag ein großer Schornstein eingestürzt. Von den herabfallenden Gestein-mafien wurden fünf Personen getötet und etwa 20 verletzt.
— KraIau, 16. September. In der Nähe deS DorseS Szymbark im Bezirk Gorlill ist ein Waldbestand in der Größe von 80 Morgen samt vielen Wohnhäusern versunken. An dieser Stelle hat sich ein ausgedehnter See gebildet. Da die Bodensenkung langsam vor sich ging, konnten die Bewohner sich rechtzeitig retten.
— (Drei P ers 0 nen bei ein em B 0 0 t-unf all u m S Leben gekommen.) Bei Czikjereva in Ungarn machten gestern der Advokat Bogathy mit Frau und Kind, ferner ein Herr Johann Kral und Frau, zwei Töchter beS ForstdirektorS Joseph Jakab und der Kreisarzt LadiSlauS Nagy in einem vier Meter tiefen Teich eine Kahnpartie. Plötzlich fiel Bogathy! Kind inS Wasser, und der Kreisarzt sprang ihm nach. AlS Bogathy sah, daß Nagy Schwierigkeiten hatte, um daS K nd zu retten, sprang auch er inS Wasser, um Hilfe zu leisten. Im Kahn entstand nun unter den übrigen Insassen eine Panik. Sie fielen alle in den Teich. Nagy rettete zuerst daS kleine Kind und dann die übrigen Teilnehmer der Gesellschaft mit Ausnahme von Frau Kral und dem Advokaten Bogathy, die ertranken. Bogathy wurde im Wafier von Strümpfen befallen. Seine Frau starb bald darauf infolge der Aufregung. Kreisarzt Nagy liegt schwer krank danieder.
Letzte Nachrichten.
Warschau, 17. September. Der Flieger Stöffler ist gestern abend hier gelandet.
Wien, 17. September. Nach der Ankunst deS Deutschen Kaiser- auf Schloß Gräz sand um 1 Uhr nachmittag- ein Dejeuner statt. Um 107a Uhr abends wurde die Absahrt nach Troppau angetreten, von wo um 11 Uhr 5 Min. die Weitersahrt des Kaiser- erfolgte.
Hamburg, 17. September. Wegen Betrug- in Höhe von 500 000 Mark sind der Oberinspektor Sibber- und der Stauer Etehr von der Hamburg-Südamerikanischen Damps» schiffahrtS-Gesellschaft hier verhaftet worden.
Hamburg, 17. September. DaS Zeppelin-Luftschiff „Hansa" ist hier um 12 Uhr 30 Min. gelandet. Die Fahrt ging gut vonstatten.
Berlin, 17. Sept. Die Vossische Zeitung meldet aul Stenbal: Bei der altmärkischen Ortschaft Kallehnen ist an einer 45jährigen sremden HandelSsrau, die seit Wochen in der Gegend umherzog, ein Lustmord verübt worden. Der Leichnam, der gestern bei einer Ziegelei aufgefunden wurde, ist gräßlich zerstückelt.
Birkheim (Psalz), 17. Sept. Ein schwere- Unwetter überraschte gestern abend etwa 60,000 Besucher deS Bickheimer WurstmarkteS. In dem Gedränge, da- hierbei entstand, wurden sieben Personen, davon mehrere tödlich durch Messerstiche verletzt. ’
CzerSk, 17. Sept. Bei dem benachbarten Dorfe Wiella erschoß der als Wilddieb berüchtigte Arbeiter Nobu- auS Eifersucht den 24jährigen Knecht LandowSki und den Dienstherrn deS von beiden umworbenen Mädchen-, den Be» sitzer LonSki.
PariS, 17. September. Der „Excelsior" meldet au- Nancy, daß in der letzten Zeit ganz besonders viele Engagement- für die Fremdenlegion stattgefunden hätten. Allein in Luneville sind 6 Deutsche aus dem Polizeikommissariat erschienen, um sich für die Fremdenlegion anwerben zu lassen. In Pont-a-Mousson erschienen vier junge Leute mit dem gleichen Ersuchen auf der Polizei und wurden zum Bureau der Fremdenlegion nach Nancy übergeführt.
Lille, 17. September. Eine furchtbare Feuer-brunst hat gestern Abend die gesamten Billenanlagen von Roubaix zerstört. Der Schaden beläuft sich aus 1200 000 Franken.
Belgrad, 17. September. Bei Weißenbrenn soll e8 zu einem neuen Stampf zwischen montenegrinischen Truppen und Albanern gekommen fein.
Tanger, 17. September. Ein spanischer Untertan, der sich in Tanger alS Kaufmann niedergelassen hatte, Amizeto Sanchez, ist auf seiner kleinen Besitzung, die er 4 Kilometer östlich von der Stadt besaß, ermordet ausgesunden worden.
Pari-, 17. September. Präsident Poincare hat e- fich nicht nehmen lassen, selbst am Krankenlager deS gestern in den französischen Manövern mit einem Automobil verunglückten MajorS von Winterfeld zu erscheinen und dem Schwerverletzten persönlich sein Bedauern über den Unfall auSzusprechen. DaS Befinden WinterseldS hat sich gestern Abend etwa- gebessert.
Oestentlicher Wetterdienst.
Wetterdienststelle Frankfurt a. M.
Wetterausfichten für Donnerstag den 18. Tept.
Meist trüb, zeitweise Regenfälle, keine Temperaturveränderung, westliche Winde.