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Erträgen an dieser Frucht entgegen. Im Einklang hiermit neigten die Weizenpreise für nahe Lieferung zur Schwäche. Roggen war dagegen entschieden fester. DaS kühle, regnerische Wetter läßt ein Hinausschieben der Ernte erwarten, waS bei der Entblößung der Mühlen und deS Konsums von Vor- räten ein ziemliches Ausbrauchen der noch vorhandenen Be­stände wahrscheinlich macht, zumal alS noch viel Material nach der Küste und den Grenzen geht. Aber nicht nur nahe Lieserung zog auS den Verhältnissen Vorteil, sondern auch die späteren Termine, und diese noch im stärkeren Maße, stellten sich im Roggenhandel teurer. Der ungleiche Stand dieses Getreides aus dem Felde dürste hiersür gleichfalls eine Rolle gespielt haben. Die Haferpreise stellten sich etwa um IVa Mk. höher, weil die der Sommer- srucht ungünstige Witterung aus eine befriedigende Ernte kaum noch hoffen läßt. ES scheint aber, daß von minderwertigem Material noch viel in die neue Saison wird hinüber ge­nommen werden. Der Berliner Vorrat an Haser hat im Juni noch zugenommen. Mais schwächte sich im Anschluß an das Ausland etwas ab. Am letzten Tage der Bericht-woche stellten sich die Preise für den Septembertermin, wie folgt: Weizen 203,50, Roggen 170, Hafer 166, Mais 143.

Durch die Lupe.

Ein Stückchen Zeitgeschichte in Versen.

Kleinigkeiten aus Marokko — wurden wieder jüngst berichtet — ohne baß sie sich indessen — zu 'ner „Frage" neu ver­dichtet, — dennoch sieht man immer wieder, — daß für Spanien eS nicht leicht, — ehe eS in diesem Winkel — Ruhe endlich 'mal erreicht, — diese Kolonien-Freuden — wird man Spanien nie beneiden.---AuS Aegypten wird berichtet, — daß sich der Khedive dort, — jetzt bequemt hat, einzulösen — sein schon längst gegeb'neS Wort, — eine StaatSversassung sollen — die Aegypter jetzt erhalten, — Grund zu diesen Neuerungen — gab auch hier Englands Verhalten, — wenn auch noch nicht aufgeklärt, — waS in England man begehrt, ist die Sache sicherlich — doch zu Englands Schaden nicht.---Brindejovc, der kühne Flieger — landete in diesen Tagen — von Stockholm im Aeroplane — unversehrt in Kopenhagen, wenige Tage vorher war — in Paris er aufgestiegen, — taufende von Kilometern — konnt er wohlbehalten fliegen.---In dem Reichs­tag gab eS wieder — Sturm in diesen letzten Tagen, — immer mangelt noch dem Sozi — dort ein würdiges Betrogen — Deutschlands Politik bekämpft er, nur mit Schimpfen und Gebrüll, — nimmt es Wunder, wenn ihn darin, — niemand unterstützen will? — Selbst wenn ernst die Dinge liegen — macht dem Sozi er Vergnügen, — nur zu schimpfen und zu schrer'n, — statt ein Helfer auch zu fein, — nur dadurch versteht man leicht, — wenn er garnicht- mehr erreicht.

Walter-Walter.

verntlrevttr.

— Berlin, 2. Juli. In der Kaserne der Ulanen- regimentS Nr. 3 in Fürstenwalde ist ein eigenartiger Diebstahl verübt worden. Dort wurden im Stalle der vierten Eskadron siebzehn Pferden die Schweife abgefchnitten. Die Pferde waren neu angikauft und vorläufig im Stalle der vierten Eskadron untergestellt. Als Täter ist der Ulan K. von der ersten Schwadron ermittelt. Nach feinem Geständnis hat er, während er nachts die Stallwache hatte, die Tat verübt, um sich durch den Verkauf der Roßhaare Geld zu verfchaffen. Er wurde in Untersuchungshaft genommen.

— „Weil alle Karten gegen ihr waren", wie sie auf einem Abschiedszettel kundtat, vergiftete sich in Berlin eine 50 Jahre alte Kaufmann-frau mit Lysol. Der Vorfall zeigt den tiefen Aberglauben, der noch immer in breiten BevölkerungSschichten deS „aufgeklärten" Berlin zu finden ist, zeigt aber auch die Gefährlichkeit deS Treiben- der gewerbs­mäßigen Kartenschlägerinnen.

— (Sie werden nicht klug!) Aus ein HeiratS- inferat hin hatte sich eine junge, nicht unvermögende Witwe in Berlin mit einem angeblichen Gerichtsvollzieher aus Gera verlobt. Beide paßten ausgezeichnet zueinander, und die Freude war groß! Der Bräutigam bewog die Braut schließlich unter d r Angabe, er sei schon einmal verlobt gewesen, diese Braut habe ihm aber die Brieftasche gestohlen und sei ihm dann untreu geworden, ihm 200 Mark „Kaution" zu geben, damit dies nicht wieder vorkomme. Und sie tat'-! Woraus der „Bräutigam" verschwand. BiS jetzt ist er nicht wiedergekommen, aber vielleicht findet ihn die Polizei, die eifrig nach ihm sucht!

— Ein ungeahnter Glück hat ein Bergmann in Linlsort bei Duisburg (Rheinland) gehabt, der mit seiner Familie in DW- dürftigsten Verhältnissen lebt. Vor einigen Tagen kehrte seine Mutter auS Amerika zurück, wohin sie vor längeren Jahren auSgewandert war. Sie hat dort ihr Glück durch eine Heirat gemacht. Nach ihrer Rückkehr nach Deutsch­land bezog sie in der Nähe von Düsseldorf eine Villa zu dauerndem Aufenthalt und vermachte ihrem bedürftigen Sohn die Summe von 700 000 Mark. Der Glückliche hat seinen Bergmannsberuf sofort an den Nagel gehängt.

— Chemnitz, 3. Juli. Ein furchtbares Automobil­unglück hat sich heute nacht in Eibenstock im sächsijchcn Erz­gebirge ereignet. AlS der Fabrikant Hagert einem Milchwagen ausweichen wollte, fuhr sein Krastwagen gegen einen Baum, und sämtliche sechs Insassen wurden auS dem Wagen ge­schleudert. Vier von ihnen waren auf der Stelle tot, während zwei lebensgefährlich verletzt wurden.

— (Von glühenden KokSmassen getötet.) Aus Zeche Osterfeld bei Oberhausen öffnete sich plötzlich die Tür einer Koksofens. Die glühenden KokSmassen stürzten heraus und ergossen sich über eine Schar von Arbeitern. Zwei Arbeiter sind tot, zwei weitere find so schwer verbrannt, daß sie hoffnungslos daniederliegen.

— Frankfurt (Oder), 2. Juli. In früher Morgen- stunde, zwischen 5 und 7 Uhr, schoß heute der 57jährige Fabrikant Emil Gutmann, der Sohn deS JnhaberS der Maschinenfabrik, Eisengießerei und Kesselschmiede A. Gutmann, im Schlafzimmer seiner im Hause Roßstraße 1 befindlichen Wohnung auf seine Frau und seine beiden Töchter, die 15jährige Gertrud und die 16jährige Charlotte; dann ver­suchte er stch selbst durch einen Schuß in die rechte Schläfe zu töten. Der Tod der Kinder trat aus der Stelle ein. Frau Gutmann wurde aus Veranlassung der Dienstmädchens, das gegen 8 Uhr in daS Schlafzimmer kam, in das städtische Krankenhaus geschafft, wo sie bald nach der Einlieferung ihren Verletzungen erlag. Gutmann wurde ebenfalls inS Kranken- Haus transportiert. Er hatte sich, als der Schuß den Tod nicht herbeiführte noch die Handgelenke durchschnitten; die Verletzungen sind so schwer, daß an seinem Aufkommen ge­zweifelt wird. WaS Gutmann zu der Tat veranlaßt, ist noch nicht aufgeklärt. Er erfreute sich großen Ansehen- in der

Stadt, wie überhaupt die Familie Gutmann zu den ältesten und angesehensten Familien Frankfurt- zählt. Die finanziellen Verhältnisse werden alS durchaus günstig geschildert und sein Familienleben alS glücklich. Man nimmt daher an, daß er die Tat in einem Anfall geistiger Umnachtung verübt hat. Die Katastrophe wirkt um so tragischer, alS die Familie Emil Gutmann in diesem Monat die Silberhochzeit in Gemeinschaft mit den beiden auSwärt- wohnenden Söhnen einem Diplom­ingenieur und einem in der Marine dienenden Einjährig- Freiwilligen, feiern wollte.

— (EinLloyddampfer„Zeppelin.") Um dem Grafen Zeppelin anläßlich seines 75. Geburtstages am 8. Juli eine Ehrung zu erweisen, hat der Norddeutsche Lloyd der „Weser-Zta." zufolge beschlossen, seinem aus der Werft deS Bremer „Vulkan" in Vegefack in Bau befindlichen Doppel* fchrauben-Post- und Possagierdampser von 15,000 Register­tonnen den Namen Zeppelin zu geben.

— (DaS Erdbeben in Italien.) Ueber die Ver­luste an Menschenleben und den Materialschaden infolge deS Erdbebens in Italien, meldet daS „Berl. Tagebl." noch: In Roggiano, wo daS SchulhauS einstürzte, sollen zahlreiche Kinder unter den Trümmern begraben worden sein. Auch die Kirche und säst sämtliche Häuser deS OrteS sind eingestürzt. 22 Per­sonen sind verletzt worden, darunter zwei schwer. Die Be­völkerung ist gezwungen, in großer Kälte und im Regen im Freien zu biwakieren. Auch in einer großen Anzahl anderer Ortschaften wurden die Häuser schwer beschädigt. In Ccrzeto sind auch die Prätur und daS Gefängnis eingestürzt. In Mongraffano wurden im Gedränge der Fliehenden zahlreiche Personen verwundet. In der Ortschaft Rogianogravina scheinen einige Personen verletzt worden zu sein. Ein Extrazug mit Aerzten und Sanitätspersonal ist dorthin abgegangen. In Paola wurden zahlreiche Häuser beschädigt. In Catanzaro brach eine große Panik auS. Die Einwohner stürzten inS Freie. DaS Erdbeben dauerte zehn Minuten lang. Ueberall werden Messen im Freien zelebriert, um die Gesahr abzuwenden. Zu dem Erdbeben kam in vielen Orten ein starker Zy'lon. Auch daS Meer trat über die Ufer. Seit Sonnabend früh ist auch der Vesuv in Tätigkeit getreten. Die hauptsächlich geschädigten Dörfer liegen viele Stunden weit von der Bahn entfernt in den Bergen und besitzen keine telegraphische Verbindung.

— (Ein Teil der Atlantischen OzeanS in Berlin.) An der Tiergartenschleuse in Berlin kam am Montag ein eigenartiger Transport an. Zwei riesige TranSport- kähne erregten dort durch ihre schiefe Lage aufsehen. Zu beiden Seiten der Kähne waren mächtige Rundhölzer befestigt, um daS Kentern zu verhüten. ES handelte sich hier um die Ueber- führung eines' gewaltigen Quantums Meerwasser vom Atlantischen Ozean zu den Salzwasserbecken deS neuen Berliner Aquariums, daS der Zoologische Garten in nächster Zeit er­öffnen wird. Gegen 600 Kubikmeter Meerwasser wurden auf hoher See von dem Dampfer „Eenegambien" der Hamburg- Amerika-Linie in den Ballasttanks ausgenommen und in Hamburg in die Schiffsräume der beiden eisernen Flußkähne übergeführt. Die Fahrt war natürlich mit mancherlei Hinder­nissen verknüpft, und alS man glücklich in Berlin war, gab eS erst recht Schwierigkeiten. Denn von dem Liegeplätze an der Tier­gartenschleuse biS zum Aquarium sind eS immer noch über taufend Meter. Doch daS „Mädchen für alles", die Berliner Feuerwehr, überwand auch diese Schwierigkeit. Mit Hilfe einer Dampfspritze und einer Schlauchleitung, die bis in das neue Aquarium reichte, wurde daS Werk vollbracht.

— (Eine MillionMark Entschädigung für eingebrocheneSEheversprechen.) Ein interessanter Prozeß beschäftigte die Londoner Gerichte. Der Marquis von Northampton hatte mit der jungen und schönen Schauspielerin Daisy Markham ein Liebesverhältnis angeknüpft und ihr die Ehe versprochen. Der Marquis, der erst vor kurzem diesen Titel erhalten hatte, löste nach einiger Zeit die zarten Bande zu der schönen Künstlerin. Daisy Markham reichte nun bei dem Londoner Gericht die Klage gegen den MaiquiS ein. Jedoch noch vor Beginn der Verhandlung hatten die Anwälte der Parteien eine Einigung erzielt, wonach der MaiquiS wegen Nichteinlösung deS EheversprechenS der Schauspielerin Daisy Markham eine Abfindungssumme von einer Million Mark zahlen muß.

— (Der Artilleriehund.) In Belgien will man allen Ernstes Hunde bei der Artillerie einstellen. Seitdem der Hund der Polizei so vortreffliche Dienste leistet, hat feine Klug­heit und Kraft die Aufmerksamkeit weiterer Kreise immer mehr auf sich gezogen. Er soll Geschütze ziehen, natürlich nicht schwere Riesenkanonen, sondern leichte Mitrailleusen. Bei dem Karabinierregiment in der Prinz-Balduin-Kaserne hat man die ersten Versuche gemacht, und daS Ergebnis ist überraschend gut ausgefallen. Bei den ersten Uebungen zeigten sich die Tiere allzu "übereifrig: sie gingen, wie Ziehhunde daS zu tun pflegen, mit einem Freudengebell an die Arbeit, daS der mili­tärischen Schweigsamkeit nicht ganz entspricht, und waren auch sonst zu unbändig. Aber schon nach wenigen Uebungen waren diese kleinen Ausschreitungen deS Temperament- beseitigt und ein militärischer Geist in die Tiere eingezogen. Ihre Ver­wendung hat mancherlei Vorteile: die Verpflegung ist billig, sie sind anstellig und ausdauernd, flink und unverdrossen, die kleinste Rast und Erfrischung gibt ihnen neue Kraft, und aus 300 Meter Entfernung find sie für den Feind unsichtbar. Dazu kommt, daß sie die Unbilden der Witterung beinahe gar nicht zu empfinden scheinen und namentlich der Kälte trotzen, und daß sie bei Transporten keine Schwierigkeiten machen, sondern aus dem bescheidensten Plätzchen untergebracht werden können. Die bisherigen Versuche sind noch nicht maß­gebend: die Brauchbarkeit der Tiere muß erst aus größerem Terrain auSprobiert werden.

— (Die praktischen Präsidententöchter.) In Washington erzählt man sich mit Stolz eine Anekdote von den beiden Töchtern deS Präsidenten Wilson. Diese be­suchten jüngst eineS der vornehmsten Modegeschäfte, um sich Kleider zu kaufen. Schließlich fanden sie zwei, die ihnen gefielen. ES war nur eine Kleinigkeit daran zu ändern. Der Geschäftsinhaber glaubte mit Rücksicht auf die beiden Käuferinnen, die er sofort erkannt hatte, dafür besonder- viel berechnen zu können und erklärte, daß jede einzelne Aenderung mit 2 Dollar berechnet würde. Er hatte damit jedoch kein Glück, denn die Präfidententöchter erwiderten darauf, daß sie diese Mehrausgabe sparen wollten; man sollte die Kleider ihnen nur unverändert zuschicken, sie hätten schon manches Kleid selbst geschneidert, und da könnten sie diese kleine Abänderung schon viel billiger selbst machen.

— (Großer Waldbrand in Kanada.) Seit drei Togen stehen die Waldungen im Tamischaminc-Distrikt in Nord-Ontario in Flammen, und »i sige Bestände sind be- reitS vernichtet worden. Die Stadt Carlton ist vollständig eingräfchert. Anderen Städten droht dieselbe Gefahr. Telephon- und Telegraphenleitungen find vernichtet. Die Eisenbahnzüge müssen meilenweit durch daS Feuer hindurchrasen.

Letzte nacbricbten.

Bukarest, 4. Juli. Die Nachricht von der Mobilmachung wurde gestern mit großer Begeisterung ausgenommen. Die rumänischen Eisenbahnen haben den gesamten Personen- und Frachtverkehr aus einen Zug täglich in jeder Richtung ein­geschränkt. __

Solo niki, 4. Juli. Nach der Einnahme von Gewgeli durch die Griechen wurden die Bulgaren durch die siegreichen Griechen hart verfolgt. Viele Bulgaren ertranken aus der Flucht in den Wellen deS Marder FluffeS.

B u k a r e st, 4. Juli. Die Nachricht über die Mobilisierung wurde von den Blättern enthusiastisch ausgenommen und der Menge, die sich in den Straßen drängte, durch Extrablätter mitgeteilt. Um 8 Uhr abends fand vor dem königlichen Schloß eine große Kundgebung deS Volkes zugunsten deS Krieges statt.

Berlin, 4. Juli. Der neue Militärluftkreuzer „Z. 1" wurde gestern abend um 8 Uhr in Stettin gesichtet. Der Ballon kreuzte über dem Hafen und flog über da- Haff hinweg, wo er bald in den über dem Wasser liegenden Nebeln verschwand. Die Seestrecke KönigSberg-Stettin beträgt etwa 400 km. Die Landung in Königsberg wurde sür heute früh 3 Uhr erwartet. DaS dort stationierte Parsevalluftschiff sollte dem starren Kollegen eine Strecke weit entgegenfahren.

Berlin, 4. Juli. In der Nähe von Brandenburg fuhr nachmittag ein von Mitgliedern deS dortigen Automobilklubs besetzte- Automobil mit großer Geschwindigkeit über mehrere starke Grubenhölzer, die anscheinend in verbrecherischer Absicht quer über die Chaussee gelegt waren. Man glaubt den Tätern aus der Spur zu sein. ___________

Solingen, 4. Juli. In der Gemeinde Wald hatte vor einigen Tagen ein junger Sohn der Familie Emmerich seine 11 Jahre alte Schwester auS Unvorsichtigkeit erschossen. Bevor daS Kind beerdigt wurde, küßte die Mutter eS auf die Stirn. Bald erkrankte die Frau an Leichenvergistung, die unter großen Schmerzen zum Tode sührte.

Kiel, 4. Juli. Die Jacht „Trinacria" mit dem italienischen KönigSpaar an Bord ist heute abend um 11 Uhr in See gegangen. Die seewärts liegenden Schiffe der Flotte feuerten den Königssalut.

Mainz, 4. Juli. Auf der gestrigen Henley-Regatta gewann den Steward-Cup der Mainzer Ruderverein gegen den Argonaut-Ruderklub aus Canada.

Belgrad, 4. Juli. Hier traf der erste Tran-port bulgarischer Gefangener ein, und zwar 1600 Soldaten und 17 Offiziere. _______

Belgrad, 4. Juli. Da- Regierung-organ Sanwuprava gibt die serbischen Verluste in der zweiten Armee aus 1000 Tote und über 3500 Verwundete an. Die bulgarischen Ver­luste werden al- viel beträchtlicher bezeichnet.

W o r b i - , 4. Juli. Auf dem im Abteufen begriffenen Kalischacht Craja kippte gestern Plötzlich eine Arbeit-bühne um, so daß ein Teil der daraus beschäftigten Leute abstürzte. Zwei derselben kamen um- Leben, ein dritter wurde schwer, drei weitere leicht verletzt. Nach Ansicht der Bergbehörde wie der Staatsanwaltschaft trifft niemand eine Schuld an diesem schweren Unglück.

Athen, 4. Juli. Nach einem beim Krieg-ministerium eingegangenen Telegramm sind die griechischen Truppen in Nigrita eingedrungen, daS von den Bulgaren in Brand ge­steckt wurde. Aus der Flucht haben die Bizlgaren die Ein­wohner von Nigrita und Bagdantscha umS Leben gebracht.

Letzte Fernsprechmeldung.

Berlin, 4. Juli. Wie das Wolff-Büro hört, wurde Kriegsminister von Heeringen in Anerkennung seiner großen Verdienste um das Zustandekommen der neuen Militärvorlage zum Generalinspekteur der 2. Armee-Inspektion ernannt. Außerdem ehrte Se. Majestät den Kriegsminister durch die Ueberreichung seines Oelbildnisses. Ein Nachfolger für den Kriegs- minister ist noch nicht ernannt.

Oeffentlicher Wetterdienst.

Wetterdienststelle Frankfnrt a. M.

Wetterausfichten für Sonnabend den 5. Juli.

Meist trübe, Niederfchläge, kühl, westliche Winde,