Einzelbild herunterladen
 

fi83 216), Schaft 11070 (18 158), Ziegen 3445 (3558), Hunde 1.

):( Hersfeld, 21. Mai. Die Hoffnung weiter Streife, daß unsereStadtal-Standorteine-Batail- Ions auSerfehen fei, scheint nach den neuesten Nachrichten hierüber vollständig zu nichte zu sein. DaS Caffeler Tageblatt schreibt nämlich in seiner heutigen Ausgabe: Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, ist sür daS 3. Bataillon deS 1. Oberelsäffischen Jns.-Regt- Nr. 167 die Stadt Mühl- Hausen i. Thür, als voraussichtliche Garnison bestimmt worden. Bereits seit Monaten sind Verhandlungen im Gange, die den Zweck verfolgen, in Mühlhausen, da- bekanntlich früher bereits Militär besaß, wieder eine Garnison zu errichten. Diese Ver­handlungen sind jetzt dem Abschluß nahe. In einer geheimen Sitzung der Stadtverordneten in Mühlhausen wurden die Platzsrage bereits erledigt und die Straßen- und Blücken- Projekte über die Unstrut nach dem im Windewehr gelegenen Kasernengelände einer Beratung unterzogen. Außer Mühl­hausen kamen sür die Unterbringung deS neu zu bildenden Bataillons der 167er die Städte Herrfeld, Heiligenstadt Rotenburg o. F., Eschwege und Grebrnstein in Betracht. ES wu de jedoch Mühlhausen in AuSsicht genommen weil diese Stadt, wie erwähnt, bereit- früher Garnison war. Im Gegensatz zu dieser Meldung steht jedoch die nachstehende Nachricht der Caffeler Allg. Ztg. von heute: DaS 167. Regiment wird zum 1. Oktober ein drittes Bataillon er­halten. Nun ist ein großes Raten im Gange über die Frage: Wohin wird dieses Bataillon kommen? Bestimmt wurde un­schön versichert, eS werde nach Caflel kommen, und zwar zunächst in die alte Stadtkaserne. AuS Mühlhausen in Th. wird uns gemeldet, daß diese Stadt daS Bataillon so gut wie in der Tasche habe. Nun kommt mit derselben Sicherheit die Nachricht auS Eisenach, daß dorthin daS neue Bataillon der 167er kommen werde. Ter Großherzog von Sachsen soll sich persönlich sehr um Verstärkung der Garnison seiner Lande- bemüht haben. Wer mag nun Recht haben? — Jedenfalls geht auS diesen Mitteilungen ziemlich sicher hervor, daß wir keine Aussichten mehr auf Erlangung eines Bataillons haben, sondern die Frage wird sich nur noch um die Städte Eisenach und Mühlhausen drehen.

§ Hersfeld, 21. Mai. Der heutige Viehaustrieb besonders für Großvieh war gegen den der letzten Märkte be­deutend stärker. — ES waren dem Markte 219 Rinder und 468 Schweine ausgebracht. — Der Handel bewegte sich leb­haft und die Preise waren ziemlich hoch. — Der nächste Viehmarkt findet am 5. Juni statt.

Frankfurt a. M., 18. Mai. Einem Reisenden wurde im D-Zug Berlin-Basel, während der Zug in Frankfurt hielt und der Reisende sich aus einen Augenblick auS dem Abteil entfernt hatte, eine Moppe gestohlen, die einen Wechsel auf ein Berliner BankhauS in Höhe von 200 000 Mk. enthielt.

Aus der Rhöu, 18. Mai. Der ledige 28jährige Bursche Franz Jos. Nöth auS Brendlorenzen wurde beim Ab­laden von Stämmen von einem Stamme, den er aus der Schulter hatte, zu Boden geworsen, wobei ihm der Kopf zerdrückt wurde, so daß der Tod sofort eintrat.

Frankfurt a. M., 20. Mai. Der Hausdiener Joh. Fr. Münz mietete sich in einem Hotel der Elbstraße neben dem Zimmer seiner Geliebten eine Wohnung. Er kletterte, als er im Zimmer deS Mädchens sprechen hörte, auf dem Fenstersims entlang, drückte eine Scheibe ein und schoß auf daS Mädchen sowie seinen Nebenbuhler, den Hausdiener Gleim, mehrere Revolverschüffe ab. DaS Mädchen wurde schwer verletzt. Dann brächte sich Münz selbst durch einen Schuß in den Mund schwere Verletzung bei.

Frankfurt a. M., 20. Mai. Die Kriminalpolizei verhaftete heute vormittag eine Gesellschaft von Wettschwindlern als deren Leiter der Friseur Adolf Wieting auS Starnberg, der Kausmann Otto Berninger aus Frankfurt (Main) und der Kaufmann Eduard Schick aus Wien anzusehen find. Die drei hatten hier ein großes Bureau eröffnet und zwar unter dem Deckmantel einer Druckerei. Sie beschäftigten 20 junge Leute mit Schreibarbeit. Außerdem hatten sie zahlreiche Schlepper, darunter auch die Töchter der Hauptbeschuldigten. Im ganzen wurden bis jetzt 10 Personen verhaftet. In den letzten sechs Monaten hat die Gesellschaft 1200 000 Mark umgesetzt.

Frankfurt a. M., 20. Mai. Der Löwenbändiger Cesario, der seit etwa vier Wochen im ZirkuS Albert Schumann austrat, kam heute mittag 12 Uhr in die Wohnung seines Impresarios Duprs in der Niddastraße, wo er die Frau und die 16jährige Tochter antraf. Er ersuchte daS Mädchen, einen Augenblick hinauSzugehen, da er mit der Mutter etwas Wichtige- zu besprechen habe. Kaum hatte daS Mädchen daS Zimmer verlassen, so ertönte ein Schuß und bald daraus ein zweiter. Cesario hatte auf die Frau einen Revolverschuß abgegeben, der fi- im Gesicht verletzte; dann schoß er sich eine Kugel in die Schläfe und war auf der Stelle tot.

Hana«, 19. Mai. AuS Schwermut hat sich die 60 Jahre alte KaufmannSfrau S. in ihrer Wohnung durch einen Stich in daS Herz getötet.

Marburg, 19. Mai. AuS unbekannten Ursachen machte heute mittag ein hiesiger Student seinem Leben ein Ende.

Bad Wildlingen, 20. Mai. Die alte ehrwürdige Kirche deS ehemaligen Stifte- Schaaken bei Corbach ist durch Blitzschlag völlig eingeäfchert worden.

Kirchhain, 19. Mai. Zwischen einem ungarischen und einem kroatischen Bahnarbeiter, die zusammen in Staufebach beim Landwirt Bromm logierten, kam e- gestern zu einer Streiterei. Plötzlich zog der eine einen Dolch und stach seinen Gegner nieder. Der Verletzte wurde in die Marburger Klinik gebracht, wo er hoffnungslos darniederliegt. Den Täter ver­haftete man.

Alß-Wildungen, 20. Mai. Bei den AnSschachtungS- arbeiten an der Vchmidtschen Baustelle wurde daS Skelett eine- Menschen freigelegt, daS in nur Va Meter Tiefe und zwar auf dem Gesicht lag. Dem Gebiß nach zu urteilen, scheint es ein jüngerer Mensch gewesen zu sein. Anscheinend liegt ein Verbrechen vor.

Hann. Münden, 20. Mai. Ein schwerer Automobil­unfall trug sich heute nachmittag um 5 Uhr an der Werra aus der Straße Münden—Gertenbach in der Nähe deS „Letzten HellerS- zu. DaS Automobil rannte gegen zwei Bäume überschlug sich und begrub die Insassen, Herrn Dr. Kehr und Frau auS Hedemünden, und einen Caffeler Herrn unter sich, die sämtlich erhebliche Quetschungen davontrugen. Die Ver­letzungen find jedoch nicht lebensgefährlicher Art.

Göttinge«, 19. Mai. Gestern abend UV2 Uhr fiel ein Einjähriger, welcher bei den Meldereitern in Langen- salza dient, aus dem Personenzuge bei der Station Fried­land. Glücklicherweise kam er mit einigen Hautabschürfungen davon, so daß er heute morgen 5 Uhr die Fahrt fortsetzen konnte.

Northeim, 19. Mai. «in von Hagelschlag begleiteter

Wolkenbruch hat gestern im Süden unserer Provinz un« berechenbaren Schaden angerichtet. Die tiefgelegenen Ort­schaften standen meterties unter Wasser. In den Feldern haben die großen Waffermengen und der Hagel außerordentlichen Schaden angerichtet. Die Landleute insbesondere sind ver- zweiselt, da an sehr vielen Orten die Kartoffeln auS dem Boden herauSgespült und die ganzen Saaten hinwegge­schwemmt find. In Northeim legte der Blitz die Stallge- bände der EderSheimer Mühle in Asche. Zwei Ackerpserde wurden dort vom Blitz erschlagen und der Fuhrmann vom Wagen geschleudert.

Jena, 20. Mai. Zur Jahrhundertseier der deutschen Burschenschast im Jahre 1915 ist von dem Arbeitsausschuß folgendes Programm festgelegt worden: Die Jahrhundertsrier soll am PfingstdienStag mit Empfang und Marktfest beginnen, Der Mittwoch ist der eigentliche Festtag. Festversammlung „Zur Tanne", wo die deutsche Burschenschast vor hundert Jahren gegründet worden ist. Turnspiel. Kommers. — Auf Anregung der Jenenser Burschenschaft ist ein historischer Festzug geplant. Am dritten Tage soll eine Fahrt nach Eisenach den Beschluß bilden. — Ferner ist der Beschluß gefaßt worden, alS ein dauernde- Erinnerungszeichen eine Stistung in Höhe von 30 000 Mk. im Jahre 1915 inS Leben treten zu lassen, deren Zinsen sür praktische Arbeit im burschenschaftlichen Sinne, z. B. zur Unterstützung deS Deutschtums im AuSlande, der nationalen Vereine, Flugspende, Jnvalidenunterstützung usw. verwendet werden soll.

Jena, 18. Mai. Durch eigne« Verschulden hat ein hiesiger Bauspckulant sich erheblichen Schaden zugefügt. Der Man»» hatte nahe der Kamsdorfer Brücke einen Neubau errichten lassen, ohne jedoch im Besitz der behördlichen Bau- erloubniS zu sein. Da der Bau sehr hoch wurde, auch die Baufluchtlinie um zwei Meter überschritten war, wurde ihm der Weiterbau untersagt und nach etwa Jahresfrist, während der daS bereits gerichtete HauS in die Lust ragte, ihm aus- gegeben, ein Stockwerk abzunehmen. Da- geschah und daS HauS wurde bezogen. Aber jetzt machen sich für den Bau­herrn noch weitere unangenehme Folgen bemerkbar. DaS HauS liegt an der Zufahrtsstraße der neuen Kamsdorfer Brücke. Die Straße ist jetzt um einen Meter erhöht worden und daS hatte zur Folge, daß die Tür deS Haufe- sowie der Zugang zu einem Ladengeschäft über die Hälfte zugeschüttet wurden und nicht mehr passierbar sind. Da- HauS ist damit entwertet und außer dem Schaden hat der Besitzer noch den Spott zu tragen über daS HauS, daS keine HauStür mehr hat und dessen Parterreräume jetzt zum Keller geworden sind.

Heiligenstadt, 17. Mai. Ein Unwetter, wie eS hier seit Jahren nicht zu verzeichnen war, hat Sonnabend nach­mittag von 3 biS 5 Uhr die Stadt Heiligenstadt und Um­gebung furchtbar heimgesucht und unberechenbaren Schaden verursacht. ES entluden sich außerordentlich schwere Gewitter, die unter stundenlang anhaltenden elektrischen Entladungen unter wolkenbruchartigem Regen und Hagelschlag niedergingen. In der Nähe von Hciligenstadt ist ein Wolkenbruch gefallen, denn alle unscheinbaren Gräben und Wege wurden plötzlich in wilde, reißende Ström« verwandelt. Gewaltige Wassermassen ergossen sich zu Tal. DaS Bahnhofs- und Steingrabenviertel war völlig überschwemmt und in einen einzigen See ver­wandelt. Felder und Gärten wurden verschlammt; die gute Ackerkrume ist fortgespült, Wege und Felder und Gärten zeigen metertiefe Risse und find mit Schlamm und Geröll bedeckt. Die Leine und GeiSlede führten Bäume, die von den Wassermassen mit fortgeriffen waren, ja sogar große Sandsteinblöcke mit fort. An verschiedenen Stellen war die Leine au- den Ufern getreten und hatte die Aecker und Wiesen überflutet. Der Bahnhof in Heiligenstadt stand völlig unter Wasser; 15 bi- 20 Zentimeter hoch war die Schlammschicht, die die Gleise vollständig verbarg. Der Zugverkehr war längere Zeit völlig gehemmt. Der Schnellzug BreSlau-Köln mußte in Lcineselde zurückgehalten werden und kam mit fast zweistündiger Verspätung hier durch. Auch alle anderen Züge erlitten große Verspätungen. Der Landwirtschaft ist durch da- Unwetter ein großer, noch nicht zu übersehender Schaden erwachsen, da die gute Ackerkrume weggespült ist und die Saatkartoffeln auS dem Boden gespült sind. Furchtbar sind viele Gärten durch die Wasserflut mitgenommen. Viele Häuser standen unter Wasser. Auch durch Blitzschläge sind in Heiligenstadt und Günterode Schäden entstanden. Am schlimmsten sind die Fluren von Heiligenstadt, Rengelrode und Mengelrode von dem Unwetter betroffen.

Giebringhausen in Waldeck, 19. Mai. Nach einer hierselbst gestern eingetroffenen Nachricht ist ein von hier ge­bürtiger Eisenbahnarbeiter Kahlhöser aus dem Bahnhof zu GüterSlohe in Westfalen aus entsetzliche Weise zu Tode ge­kommen. Der Verunglückte war auf dem dortigen Bahnhof alS Wrrkstättenarbeiter in Stellung und bestieg in Ausübung seiner Berufe- eine Lokomotive, wurde dabei, wahrscheinlich insolge eigener Unvorsichtigkeit, von der schon im Fahren be­griffenen Lokomotive mit solcher Wucht gegen einen eisernen Pfeiler gedrückt, daß er einen tödlichen Schädelbruch und schwere innere Verletzungen am Unterleib davontrug und nach kurzer Zeit seinen Geist aufgab.

Meiningen, 19. Mai. Im benachbarten Aschenhausen verwundete der Einwohner Lindemann die 18jährige Land- wirtStochter Bauß durch Beilhiebe schwer. Lindemann beging darauf Selbstmord, indem er sich die Kehle durchschnitt. Dem Mädchen wurde der Kopf gespalten, so daß er bald nach der Ueberführung in da- Meininger LandkrankenhauS starb. Der Grund zur Tat ist verschmähte Liebe.

Uermisebtes.

— Berlin, 20. Mai. Der Angeklagte Bruning wurde zu 4V2 Jahren Gefängnis und zu fünf Jahren Ehrverlust verurteilt, der Angeklagte Hatke, der Schwager deS Bruning, zu IV2 Jahren Gefängnis, die Ehefrau der Hatke zu 1 Jahr Gefängnis. Beiden wurden je fünf Monate der erlittenen Untersuchungshaft al- verbüßt angerechnet. Die Angeklagte Olga Kranich wurde zu 1 Jahr und 9 Monaten Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust und der Angeklagte Hermann Kranich zu 2 Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt.

— (Kesjelexplofion auf einem Oder- Dampfer.) Am Montag nachmittag ereignete sich auf dem Schleppdampfer „Hedwig" in der Nähe deS Dorfe- Margareth bei BreSlau eine Keffelexplosion, wobei der Maschinist Otto Wunderlich auS Labiau und der Heizer Hellmuth Schlichting auS Ja-nitz (Kreis Randow) derart verbrüht wurden, daß der Tod alsbald eintrat.

— Aachen, 19. Mai. Als etwa 300 Mitglieder deS JungdeutfchlandbundeS Pionierübungen Vornahmen und eine Brücke gebaut hatten, die photographiert werden sollte, sprangen fünfzig Jungen aus dieselbe, um mit photographiert zu werden. Plötzlich brach die Brücke zusammen, und eine Anzahl der Jungen wurde mrhr oder minder fchwer verletzt.

— (Die Großmutter «rmordrt, den Groß-

Vater schwer verletzt.) In Mühlberg im Oberamt Leutkirch wurde die 84jährige Frau deS Zimmermannes Georg Greiner von ihrem 21jährigen Enkel ermordet. Der Mörder versteckte die Leiche unter dem Dache und ging dann seinem Großvater entgegen, der sich auf dem Heimwege von der Arbeits­stelle besand. Er überfiel den alten Mann im Walde und brächte ihm einen Stich in den Hals bei, wobei die Klinge deS MefferS abbrach und in der Wunde stecken blieb. Der Zustand deS Verletzten soll jedoch nicht gefährlich fein. Der Täter, der bereit- vorbestraft ist, wollte von seiner Großmutter, wie schon öfter-, Geld haben.

— (Schwierige Verhaftung eine- Deser­teur-.) Der Musketier Krause von der zweiten Kompagnie deS 4. Infanterieregiments Nr. 103 in Bautzen war vor einiger Zeit vom Truppenteil entflohen und hielt sich bei seiner Geliebten in Dresden versteckt. Al- dem Regiment der Schlupfwinkel Krause- bekannt wurde, schickte eS eine Patrouille nach Dresden, um den Flüchtling zu verhaften. Dieser aber verbarrikadierte die Wohnung und unternahm einen Selbstmord­versuch, indem er den GaShahn ausdrehte. Besinnungslos wurde er von seinen Kameraden, die die Wohnung gewaltsam öffnen mußten, nach dem Garnisonlazarett gebracht.

— Die Geschenke der britischen KönigS- f a m i l i e zur Hochzeit der Prinzessin Viktoria Luise stellen eine Reihe außerordentlicher Kostbarkeiten dar. Wie der „Tag" mitteilen kann, ist eine prachtvolle, mit Diamanten besetzte dreifache Schmuckkrone daS gemeinfame Geschenk deS KönigS- paareS sür die Braut. Andere Geschenke sind ein mit Diamanten besetzter Sonnenschirmgriff von wunderbarer Arbeit und ein Juwelenkasten. Unter den Geschenken, zu denen alle Mitglieder der königlichen Familie beigefieuett haben, ist ferner eine Stand­uhr von Platina. Alle diese Geschenke wurden auf der Ueber- fahrt nach Deutschland beständig von Geheimpolizisten über­wacht. Dem Bräutigam schenkt daS König-paar ein riesige- Automobil.

Letzte ßacbricbten.

Essen, 21. Mai. In den angrenzenden westfälischen Landesteilen sind durch ein furchtbare- Unwetter auf weite Gebiete hin die Aecker gänzlich zerstört und die Saaten ver­nichtet. Zahlreiche- Vieh ist umgekommen.

Hagen (Wests.), 21. Mai. Gestern abend gegen 10 Uhr entgleiste aus der Strecke GevelSberg-Ha-pe-Heubing, unweit der Station Obervogelsang ein Güterzug, wobei 20 Wagen völlig zertrümmert und ein Schaffner getötet wurde. Die Strecke ist vorläufig gesperrt.

London, 20. Mai. Die heutige Sitzung der Bot- schastervereinigung dauerte nahezu 3 Stunden und wurde darauf aus Montag vertagt. Vor der Sitzung hatten der französische und der russische Botschafter Unterredungen mit Sir Edward Grcy. — Die Verhandlungen der Konserenz ergaben die völlige Uebereinstimmung über die Notwendigkeit, daß die Verbündeten den Vorsrieden sofort unterzeichnen. Die Botschafter betonten alS wesentlichen Punkt, daß die Balkan­staaten mit der Unterzeichnung deS VorfriedenS lediglich den Frieden mit der Türkei unterzeichneten und nicht ihr Recht berührten, mit den Mächten Fragen zu erörtern, die diesen zur Entscheidung vorbehalten seien. Die Botschafter drückten deshalb den dringenden Wunsch auS, baß der Friede unter­zeichnet und daß alle Erörterungen bis später verschoben werden möchten. Die Mächte werden einzeln fortsahren, diese Ansichten in den Hauptstädten der Balkanstaaten ein­dringlich zu betonen.

Belgrad, 20. Mai. Die in der auswärtigen Presse veröffentlichte, auS Genf stammende Nachricht über eine an­gebliche Abdankung deS KönigS Peter nach dem Friedens­schlüsse ist, wie daS Preßbureau meldet, in allen Teilen er­funden und verdient nicht einmal ein Dementi.

Sofia, 20. Mai. DaS Blatt Mir drückt sein Erstaunen darüber auS, daß den Delegierten der Verbündeten noch keine Instruktionen zugegangen sind, und erklärt, eS bleibe nur übrig, daS Ergebnis der heutigen Londoner Botschafterver- einigung abzuwarten. Wenn sie un-, erklärt da- Blatt, nicht den Frieden bringt, so wird Bulgarien ihn aus eigene Faust zustande zu bringen wissen.

P e t e r S b u rg, 20. Mai. Der Kaiser von Rußland ist heute abend nach Berlin abgereist.

Oeffentlicher Wetterdienst.

Wetterdienststelle Frankfurt a. M. Wetterausfichten für Donnerstag den 22 Mai.

Ziemlich heiter, stellenweise ganz geringe Niederschläge, warm, südwestliche Winde.

'Mtwvw Uvtv Mw b^QW

L()t44^ 44444^

^^^^^ MoHAiAi^

a5^w C^ti^ovß4* Awav^l ^!