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hinsichtlich bet Volk-versicherung nicht zuletzt zum Nutzen eine- echten nationalen Geiste- zu lösen bemüht ist. Weite Kreise haben bereit- die Notwendigkeit und Fruchtbarkeit diese- Streben- erkannt und sich mit den öffentlichen Lebens­versicherung-anstalten zu positiver Zusammenarbeit in der VolkSversicherungSfrage, zugleich aber auch zur Abwehr der staatsfeindlichen und gesährlichen socialdemokratischen Vorgehen- verbunden.

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):( Hersfeld, 25. April. (Schöffengericht.) Wegen Bedrohung mittels einer Schußwaffe erhielt ein Weißbinder au- Eitra 10 Mk. Geldstrafe evtl. 2 Tage Gefängnis. Außerdem wurde auf Einziehung bei Revolver- erkannt. Ferner erhielt der Mann wegen unbefugten Tragen- eines Revolver- 5 Mk. Geldstrase, evt. 1 Tag Hast. Ein Ein­wohner von hier erhielt wegen SchulversäumniS 2 Mk. Geld­strase evtl. 2 Tage Haft.

):( Hersfeld, 25. April. Einen Selbstmordver­such mittelst Erhängen- unternahm gestern ein hiesiger Arbeiter. Der Lebensmüde wurde jedoch noch rechtzeitig entdeckt und abgeschnitten.

* (Nationalspende zum Kaiferjubiläum.) Au- verschiedenen Teilen Deutschland- liegen schon Nach­richten über recht erfreuliche Resultate der Sammeltätigkeit vor. So find in ganz kurzer Zeit in der Provinz Sachsen 90 000 Mark gezeichnet, bezw. gespendet worden, au- der freien Hanjastadt Hamburg werden Beiträge in Höhe von über 66 000 Mark, au- Braunschweig solche in Höhe von 15 000 Mark gemeldet. In säst allen BundeSstaaten und Provinzen ist der Gedanke begeistert ausgenommen worden, unserem Kaiser bei seinem 25jährigen RegierungSjubiläum nicht nur mit guten Wünschen, sondern mit der Tat zu danken für den trotz oft bewegter Zeiten unter feinem starken Zepter bewahrten Frieden und für die unter dessen Schutz vorgenommene Ausdehnung unserer kolonialen Interessen. Wir hoffen daher zuversichtlich, daß auch unser Regierungsbezirk nicht zurückstehen wird, wo alle anderen mit offenen Händen geben.

Cafsel, 24. April. Gegenüber der Blättermeldung, daß Oberpräsident von Wentzel in Hannover zurücktreten und durch den Regierungspräsidenten in Cafsel, Grafen Bernstoff, ersetzt werde, während Geh. Ober-Regierung-rat Freiherr v. Ziller an Stelle der letzteren trete, ist WolffS Bureau zu der Erklärung ermächtigt, daß diese Kombinationen völlig aus der Luft gegriffen sind.

Schlüchtern, 23. April. Ueber den Stand der Arbeiten an der UmgehungSbahn bei Elm und beim Distelrasentunnel schreibt dieFuld. Zt.": Der Bau der UmgehungSbahn bei Elm einschließlich der Erweiterung der Anschlußbahnhöse Schlüchtern und Flieden wurde Ende 1908 begonnen und sollte bis zum jetzigen Frühjahr beendet sein. Infolge unvor­hergesehener Schwierigkeiten traten Verzögerungen, insbesondere bei der Ausführung deS Tunnel- ein, so daß nunmehr mit einer Betrieb-eröffnung am 1. Mai 1914 gerechnet werden muß. Doch wird sich dieser Termin aller Voraussicht nach einhalten lassen. Die freie Strecke vom Tunnelnord,ade bi- Bahnhof Mieden ist sertiggestellt. Der Umbau der Bahnhöfe Schlüchtern und Mieden verzögerte sich wegen der in den tertiären Tonen ausgetretenen starken Rutschungen. Doch werden auch diese Umbauten bi- zum Frühjahre 1914 vollendet sein. DaS gleiche gilt von dem Bau eine- dritten Gleises vom südlichen Tunnelmund bi- zu dem Bahnhof Schlüchtern, das nach der Eröffnung der UmgehungSbahn völlig unab­hängig von der Hauptbahn Frankfurt-Bebra einen guten Anschlußverkehr von Schlüchtern nach den Zügen der Gemündener Strecke in Elm vermitteln soll. Mit den

Dammschüttungen für diese- Gleis ist nunmehr begonnen worden. Bei dem Bau des zweigleisigen 3560 Meter langen Tunnel-, der hiermit der zweitlängste Deutsch­lands werden wird, traten in dem stark drückenden Rötge- birge, das teilweise mit mittleren Bundsandsteinbänken durchsetzt ist, bedeutende Schwierigkeiten auf. Die Gesamtkosten für den Bau der UmgehungSbahn bei Elm einschließlich der Er­weiterung der Anschlußbahnhöse Schlüchtern und Mieden find aus rund 15 Millionen Mark veranschlagt. Hiervon entsallen auf die Herstellung deS Distelrasentunnel- 9Va Millionen.

JeSberg, 24. April. In Strang bei JeSberg spielte das Kind des Maurer- Johanne- Schwalm mit dem Gewehr seine- Vater-. Die Waffe entlud sich und die Kugel drang dem Kinde durch die Nase in den Kopf. Die Verwundung ist leben-gesährlich. DaS Kind fand Ausnahme in der An­stalt Hephata.

Cafsel, 24. April. Heute vormittag traten hartnäckige Gerüchte auf, wonach der Ballon mit dem toten Führer in der Gegend zwischen Spangenberg und Melsungen gefunden worden sei. Die sofort angestellten Ermittelungen von Seiten deS Kurhessischen Verein- für Luftschiffahrt ergaben die Halt­losigkeit der Gerüchte. Ebenfalls falsch war ein zweiter Ge­rücht, da- wiffen wollte, daß der Ballon ganz in der Nähe von Witzenhausen in einen Gehölz gesunden worden sei, aber ohne Führer. Die Wahrscheinlichkeit steht fest, daß der Ballon in den Wäldern deS Harze- begraben liegt.

Marburg, 23. April. Vom Dache bei Fürstenschloffe- Berleburg stürzte infolge Fehltritt- der 30jährige Dachdecker Haas ab und war sofort tot.

Bau der Rhön, 22. April. Wichtig für Rhöntouristen! Da- Kloster Kreuzberg ist an den Wallfahrt-tagen oft sehr besetzt, weshalb Touristen aus Unterkunst in dieser Zeit nicht mit Sicherheit rechnen können. Diese Tage find: Vom 12. Mai nachmittag- aus 13. Mai, vom 12. aus 13. Juni, vom 21. aus 22. Juni, vom 17. auf 18. August, vom 21. aus 22. August, vom 27. auf 28. August, vom 30. aus 31. August, vom 6. auf 7. September, vom 13. aus 14. Sep­tember, vom 27. aus 28. September, vom 3. aus 4. Oktober.

Aus der Rhön, 23. April. Der Arbeiter Wilh. Klein» Henz auS Wildflecken wurde am Basaltsteinbruch Oberriedenberg durch herabsallende Steine so schwer verletzt, daß er im Distrikt-- fpital Brückenau verschied.

Mühlhaufe« i. Th, 23. April. Die Mühlhäuser Polizeiverwattung hat soeben ein Hutnadelverbot erlassen: Wer

von den Damen in Zukunft ungesicherte Hutnadeln trägt, wird mit einer Geldstrafe bit zu 30 Mark belegt.

Lavgensalza, 23. April. Der Bierkutscher Schön von der hiesigen Müllerschen Brauerei wurde heute früh aus der Landstraße in der Nähe der Stadt tot ausgefunden. Er ist wahrscheinlich in schlafendem Zustande von seinem Bierwagen gefallen und überfahren worden.

Wochenbericht der Verliner Produktenbörse.

Die am 23. April abgelausene BerichtSwoche krachte eine auffallende Steigerung der Weizenpreis« am Weltmärkte. Die Bewegung hatte keineswegs ihren Ursprung in dem Nachlassen der Exportleistungen der Ausfuhrländer. Im Gegenteil, die Vereinigten Staaten von Amerika wie Canada und vor allem Argentinien senden fortgesetzt große Weizen- mengen außer Lande? und allem Anschein nach hoben diese Länder noch recht viel Material abzugeben. Indien hat seine Ernte unter günstigen Verhältnissen geborgen und dürfte demnächst feinen reichlichen Uebelschuß dem Weltmarke zur Versügung stellen. Die nach Europa schwimmende Weizrnmenge hat mit 1734 000 Tonnen einen Umfang, wie ei noch niemals gleichzeitig der Fall gewesen ist. Der vor kurzem über Europa gekommene Frost hat wohl der Obstblüte geschadet, aber den Getreidefeldern nennenswerten Nachteil nicht zugefügt. Die einzige Erklärung für die Weizenhausse bleibt bei diesen Verhältnissen der andauernd starke Bedarf der südlichen Länder Europa- nämlich Italien- und Spanien- besonder- aber Frankreich-. Man ist sich nicht klar, ob letztere- Land den Weizen für sich selbst nötig hat, oder ob er als Mehl wieder zur Ausfuhr nach den Balkanländern kommt. Der Berliner Markt konnte sich bei den großen Erträgen Deutschlands lange gegen den Einfluß der Preissteigerung für AuSlandweizen wehren, hat aber schließlich gleichsallS die Notierungen für Weizen unter andauernder Nachjrage für Frankreich erhöht. Roggen hat eher Nachgiebigkeit gezeigt. Man glaubt, daß die politische Unsicherheit zur Folge gehabt hat, daß noch viel Material von den Landwirten zurückgehalten wurde. Für den Mai ist die Abschwächung etwa- erheblicher gewesen, als für Juli, waS mit dem Mißtrauen hinsichtlich der Haltbarkeit der Ware zusammenhängt. Hafer war infolge ausländischen Begehr- und heimischen Konsumbedarf- gut gehalten. MaiS wurde auf da- AuSland teurer. Am letzten Tage der BerichtS­woche stellten sich die Preise für Mai, wie solgt: Weizen 210,75, Roggen: 166.00, Hafer 176,00 MaiS 146,50.

vermischtet.

Innsbruck, 21. April. An der kugelichen Wand bei Tauer stürzte Herr Rigger auS Innsbruck beim Blumen­suchen vor den Augen seiner drei Kinder ab und war so- fort tot.

München, 23. April. Bei Probeflügen aus dem Flugplatz Schlrißheim bei München sind die beiden Flieger- offiziere Oberleutnant Leon Edler von GermerSheim vom 5. Infanterieregiment inBamberg und Leutnant Hans Schirnerer vom 11. Infanterieregiment in RegenSburg bei der Gleitflug« landung mit ihrem Otto-Flugzeug schwer verunglückt. Sie hatten die Direktion verloren und waren mit Bäumen kollidiert und auS dem Flugzeug hinauSgeschleudert worden. Oberleutnant von GermerSheim hat einen einfachen Schädelbruch und schwere Gehirnerschütterung sowie mehrfache Knochenbrüche erlitten. Sein Zustand ist sehr bedenklich. Leutnant Schirnerer hat gleichsallS eine Gehirnerschütterung, aber weniger schwere Ver­letzungen erlitten. Beide wurden bewußtlos inS Garnison- lazarett gebracht, wo Leutnant Schirnerer im Laufe beS Abends daS Bewußtsein wiedererlangte.

Neu - Iork, 23. April. Vier Banditen im Taxameter übersielen am lichten Tage in der belebten 6. Avenue Passanten und raubten ihnen ihr Geld und ihre Schmucksachen. Zwei von ihnen konnten verhaftet werden. Vier andere übeificlen einen Wagen deS ZuckertrustS, der 10,000 Dollar für AlbritS- löhne enthielt. Sie wurden von der Polizei verjagt, die nach heftigem Kugelwechsel zwei von ihnen dingfest machte.

(Zwei schwere Fliegerabstürze in JohanniSthal.) Aus dem Flugplatz JohanniSthal er­eigneten sich gestern früh kurz hintereinander zwei schwere Unfälle. Der Pilot der Luftverkehrsgesellschaft Dunetz stürzte mit einem Eindecker auS etwa dreihundert Meter Höhe zu Boden und war sofort tot, nachdem kurz vorher die russische Fliegerin Fürstin SchakowSkoy und ihr LandSmann Abramo- witfch, der Chespilot der Wrightgefellschaft, auf einem Doppel­decker zu Fall gekommen waren und schwere Verletzungen davongetragen hatten.

DreSden, 24. April. Eine Familientragödie er­eignete sich heute im Hause Paulstraße 4. Der dort in der dritten Etage wohnende 23 Jahre alte Gaszähler Ernst Schubart schoß seiner Frau mit deren Einverständnis eine Kugel in die Schläfe. Daraus richtete er die Waffe gegen sich selbst, verletzte sich aber nicht tödlich. In der Todes­angst lief er auf den Vorplatz hinaus. Schubart wurde noch lebend nach dem Krankenhause Friedrichstadt gebracht. Seine Ehesrau war bereits tot.

Pitt - burg, 24. April. Bei der Explosion in der Cincinnatigrube in Finleyville (Pennsylv.) sollen 120 Bergleute umS Leben gekommen sein. Bisher find siebzig Leichen ge­borgen worden. DaS Feuer, daS durch die Explosion entstanden war, konnte um Mitternacht gelöscht werden.

Pari-, 24. April. AuS Toulon wird gemeldet: Heute nacht drang ein Einbrecher auf dem Torpedoboot-- zerstöret Lagunnet in die Kabine deS Kapitän- ein. Als ein Wachtposten ihn dabei ertappte, als er die Schubfächer durch­wühlte, gab der Einbrecher zwei Schöffe auf den Soldaten ab und tötete diesen. Daraus ergriff er die Flucht.

Letzte nachrichten.

Köln, 24. April. Zu dem Versuch, die Absage deS Kaiser-, an der Probefahrt de-Imperator" nicht teil» zunehmen, mit der politischen Loge zu begründen, erfährt der Berliner Korrespondent derKölnischen Zeitung", daß die Absage ihren Grund lediglich in der notwendig gewordenen Verschiebung der Probefahrt um zwei Tage hat. Der Kaiser muß programmgemäß am 3. Mai in Wie-baden sein. Die zur Versügung stehende Zeit reicht somit nicht zur Beteiligung an der Probefahrt in der vorher angesetzten Weise auS.

Berlin, 25. April. Ueber die Gehaltserhöhung der Post- und Eisenbahnbeamten erfährt man, daß eine Einigung zwischen der Reich-verwaltung und den maßgebenden Parteien dahin angebahnt worden ist, daß insgesamt für die mittleren

Beamten 5,4 Millionen und für die unteren Beamten und Postgehilfen über 3 Millionen Mark mehr bewilligt würden, DaSB. T." vernimmt, daß auch zwischen dem Schatzamt und dem preußischen Handelsministerium Verhandlungen schweben, um Preußen dem Vorgehen beS Reich- sich an* schließen zu lassen.

K o n st a n t i n o p e l, 25. April. DaS KriegSministerium hat von dem Kommandanten der Festung Skutari Effed Pascha ein Telegramm erhalten, wonach der Kommandant infolge der Erschöpfung der LebenSmittelvorräte gezwungen gewesen sei, die Festung dem Kommandanten der Monte­negriner auSzuliefern. Die Linientruppen und die Reservisten hätten die Geschütze mit sämtlichen MunitionSvorräten mit sich genommen.

Konstantinopel, 25. April. Die Pforte hat der türkischen Flotte den Befehl erteilt, die Transportschiffe, welche serbische Truppen auS Albanien nach Saloniki befördern, nicht anzugreifen.

C e t i n j e, 25. April. Wie daS Preßbureau mitteilt, hat der englische Gesandte auf Ersuchen deS Kommandanten der internationalen DemonstrationSflotte heute die montenegrinische Regierung benachrichtigt, daß die Blockade bi- nach dem Hasen von Durazzo ausgedehnt wird. Schiffe, die sich in diesen Gewässern befinden, würden 24 Stunden Zeit haben, um auSzulaufen. __

DT. Homburg, 25. April. Wie hier verlautet, sollen die Kaisermanöver im Jahre 1914 im Taunus stattfinden.

Paris, 25. April. Wie derNew-Iork Herold" aus Konstantinopel erfährt, sind die Friedensverhandlungen zwischen der Türkei und den Balkanstaaten bereit- soweit gediehen, daß die türkisch-bulgarische Grenzlinie bereit- festgelegt ist und der Austausch der Gefangenen erörtert wird. Die Unterzeichnung deS FriedenSvorvertrageS wird für Sonntag erwartet. Zwischen Bulgarien und der Türkei ist lediglich ein Sonderabkommen über die beiderseitige Entmobilifierung getroffen worden.

Wien, 25. April. AuS Cattaro wird gemeldet: Die amtlichen montenegrinischen Berichte über angebliche große Verluste der Montenegriner bei den letzten KSmpsen um Skutari scheinen übertrieben zu sein. Trotz der vollständigen Ab­sperrung deS Kampfplatzes läßt eS sich als sicher seststellrn, daß die Zahl der Verwundeten keine sehr große ist.

Oeffentlicher Wetterdienst.

Wetterdienststelle Frankfurt a. M.

Wetteraussichten für Sonnabend den 36. April

Wechselnd bewölkt, strichweise leichte Niederschläge, etwas kühler, westliche Winde.

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