werden zur Teilnahme aufgesordert. Anmeldungen find, soweit die- noch nicht geschehen ist, biS spätesten- 1. Mai diese- Jahre-, möglichst verein-weise gesammelt, sonst aber auch ein- zeln, an daS Geschäft-zimmer der Regiment- in Lasse! zu richten. Dienstgrad, Dienstzeit und Batterie ist hierbei anzu- geben. Weitere Mitteilung geht dem Betreffenden dann rechtzeitig vom Regiment zu.
§ Dünkelrode, 6. April. Der Landwirt Mathias Fischer wurde von der hiesigen Gemeinde al- SchiedSmann einstimmig gewählt.
Eafsel, 7. April. AlS gestern vormittag um 11 Uhr 36 Min. der Schnellzug Leipzig—Bebra—Caffel im hiesigen Oberstadtbahnhose einlies, waren die Räder der Lokomotive von Blut besudelt. ES rührte daS daher, daß der Schnellzug aus der Strecke Eisenach—Bebra zwischen den Stationen Wommern und Wartha einen Bahnwärter übersahren und aus der Stelle getötet hatte.
Fulda, 5. April. Ein Attentat auf den Personenzug 1692 von Bebra nach Frankfurt a. M., wurde heute vormittag verübt. AlS der Personenzug sich kurz vor der Leipziger- straße in Fulda besand, wurde ein schwerer Stein gegen den Zug geworsen. Der Stein tras den Zugführer Rafft auS Frankfurt a. M. am Kops« und fügte dem Beamten eine so schwere Verletzung zu, daß er bewußtlos in Fulda auS dem Zuge gehoben und nach Anlegung eines Verbandes mit dem nächsten D-Zuge nach Frankfurt zurückbesördert werden mußte. Der Eisenbahndirektion Cassel wurde von dem Attentat sosort Mitteilung gemacht.
Hanau, 2. April. Die Strafkammer verurteilte heute den Weichensteller Heinrich Eppert au- Klein-Steinheim wegen fahrlässiger Tötung zu einer Woche GesängniS. Durch die falsche Stellung einer der Weichen, deren Ueberwachung dem Angeklagten ausgegeben war, hatten sich im September vorigen Jahre- zwei aus dem Ostbahnhos rangierende Zugabteilungen angefahren, wobei der Rangierer AloiS Gramming au- Groß-Auheim getötet wurde.
Bad Brückenau, 3. April. Im nahegelegenen Unfinden haben die 17jährige Schinzel und die 18jährige Krauß, Töchter angesehener Familien, ihre Kinder nach der Geburt erdrosselt und die Leichen im Keller bezw. im Garten vergraben. Die jugendlichen KindeSmörderinnen, welche geständig sind, wurden verhaftet.
Vom Eichsfelde, 4. April. In Dingelstädt wollte vor einigen Tagen der 16jährige Fleischerlehrling Hermann Rosenthal au- BreitenworbiS der z. Zt. in Dingelstädt in der Lehre war, den in völliger Trunkenheit aus der Dorfstraße sich herumwälzenden Zigarrenarbeiter Philipp Kruse auS Heiligenstadt ausheben. Hierbei versetzte Kruse ohne jede Veranlassung dem Rosenthal plötzlich mit dem Messer einen tiesen Stich in die Brust. Der Schwerverletzte wurde dem Landkrankenhause in Heiligenstadt zugeführt, in dem er gestern an den erlittenen Verletzungen verschied. Der Täter, ein übelbeleumdeter und schon mehrsach bestrafter Mensch wurde verhaftet.
Frankfurt a. M, 5. April. Im Norden der Stadt brächte sich heute eine Dame einen Schuß in- Herz bei. Der Tod trat auf der Stelle ein. Au- hinterlassenen Briefen geht hervor, daß eS sich um die 29 Jahre alte Tänzerin Marcella auS Wien handelt. Die Ursache deS Selbstmorde- soll Liebeskummer sein.
Frankfurt a. M, 4. April. Die von der Stadt versuchsweise eingeführten australischen Gefrierhämmel werden von heute ab unter städtischer Preiskontrolle durch Metzger- meister Kleinfelder verkauft. Der Verkaufspreis stellt sich pro Pfund mit Beilage für Brust auf 70 Pfennig, für alle anderen Stücke aus 80 Pfennig.
Hemfurth, 3. April. Die Arbeiten an der Talsperre schreiten mächtig voran. Die auSsührende Firma Holzmann- Franksurt a. M. hofft bestimmt, bis spätestens November d. JS. die Arbeiten vollendet zu haben. Die Sperrmauer hat bereit-, vom Sockel auS gemessen, die stattliche Höhe von 37 Meter erreicht, und fehlen nur noch 11 Meter biS zur vollständigen Vollendung. Augenblicklich ist man damit beschäftigt, am WaldeSrande, dicht am rechten Ederuser entlang, einen Weg für Fuhrwerk« und Spaziergänger herzu« stellen, von dem auS man einen herrlichen Blick auf den Edersee bekommen wird. Die betr. Grundstücksbesitzer haben bereits Weisung erhalten, keine Herbstaussaat mehr vorzunehmen. Die von der Bildfläche verschwindenden Dörfer Berich, Bringhausen, Asel, die Stohlmühle find schon fast gänzlich entvölkert und bald rauschen mächtige Wasserfluten darüber hin, wo einst menschlicher Fleiß geschafft und gewirtschaset hat.
Holzminden o. Weser, 4. April. Zu dem Raubmord in Regenborn wird noch gemeldet: Die unter dem Verdacht deS Morde- in Holzminden sestgenommenen beiden Personen, der Hau-schlachter B. und der Gelegenheit-arbeiter S. find als unverdächtig nach der Gegenüberstellung mit der 85« jährigen Schwester deS EilerS und nach eingehender Vernehmung und Untersuchung wieder entlassen worden. ES ist anfänglich angenommen worden, daß Wertpapiere im Nominalbetrag« von 27 000 Mk. geraubt worden seien. Diese Papiere sind aber im Lause der Untersuchung wieder gesunden worden. Die Mörder find durch die Stalltür inS Hau- gekommen, haben eine Wand auSgehoben und E. in der Stube angetroffen, ihm die Hände geknebelt, am Halse gewürgt und ihn schließlich mit einem Dornenknüppel erschlagen; dann haben sie die Leiche auf- Sofa gelegt und zugedeckt.
Mainz, 5. April. Heute nacht erstach der 24jähnge Arbeiter Robert Schmidt den ledigen 22 Jahre alten Tage- löhner Nikolaus Haa-, indem er ihm die Hauptschlagader am rechten Oberschenkel durchschnitt. Der Täter gab die Tat zu, will aber in der Notwehr gehandeft haben.
Eisenach, 6. Aprii. Eine schwere Bluttat hat sich in dem benachbarten Städtchen Walter-Hausen ereignet. Der 42jährige Fabrikarbeiter Saffe war zum 2. Male verheiratet, er hatte 4 Kinder, 3 Knaben und 1 Mädchen, und lebte mit seiner Frau in keinem glücklichen Verhältnis. Bor allem glaubt« er Gründe zur Eifersucht zu haben, die ihn so verstimmten, daß er vor einigen Tagen Verwandten gegenüber äußerte, er werde der Sache ein gründliche- Ende bereiten, indem er seine ganz« Familie und sich auS der Welt schaffe. Heute früh 6V2 Uhr, kurz bevor seine Frau und seine Kinder aufzustehen pflegten, begab er sich an da- Bett seiner Frau und brächte der noch Schlafenden einen Schuß in die Schläfe bei. Daraus begab er sich sosort an die Betten der Kinder und tötete sein« 12jährige Tochter Helene und seinen 5jährigen Sohn Karl durch Schöffe in die Schläfe. Der Schuß auf daS dritte Kind, den 12jährigen Stiessohn, tras nicht tödlich, sondern verletzte den Knaben schwer am Kiefer. Die sönste Kugel jagte sich der Täter selbst in die Schläfe. Er war auf der Stelle tot. Der 10 Jahre alte Paul Saffe war bereit» durch den Schuß, der auf seine Mutter abgegeben war, aufgeschreckt worden und hatte sich in einer Ecke, wo er durch ein Bett gedeckt war, versteckt, dadurch entging er der tödlichen Kugel. Die beiden Schwerverletzten, die Frau und der
eine Knabe wurden im Krankenhaus« untergebracht, beide werden kaum am Leben zu erhalten sein.
Eisenach, 5. April. Anläßlich deS RegierungSjubiläumS deS Kaiser- wird nach einer Mitteilung de- Thüringer Lehrer« bundeS von dem Deutschen Lehrerbund, in dem sämtliche deutschen Lehrervereine zusammengeschloffen sind, dem Monarchen eine Adresse überreicht werden sowie eine Stiftung-urkunde für eine große Gabe der deutschen Lehrerschaft zur Unterstützung tuberkulöser VolkSschullehrer. AlS Mindestgabe hat jeder deutsche Lehrer 1 Mark beizutragen.
Eisenach, 4. April. Gegen sämtliche Schutzleute in Eisenach ist daS DiSziplinarversahren eingeleitet worden. Der am 1. April eingetretene Polizeiinspektor Specken verlangte, die Schutzleute sollten srisch rasiert zum Dienst kommen, einheitliche Litewken tragen und auch außer Dienst in Uniform gehen. Die Schutzleute nahmen gegen diese Verfügung gemeinsam Stellung und reichten eine Beschwerde beim Oberbürgermeister ein, in der sie dir Handlung deS PolizeiinspektorS kritisierten. Deshalb ist nun daS Verfahren gegen sie ein- geleitet worden.
Eisenach, 5. April. Die Strafkammer deS hiesigen Landgerichts verurteilte den Bankbeamten Julius Schäfer von hier wegen Betrugs und schwerer Urkundenfälschung zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis. Schäfer hatte in drei Fällen durch Fälschung von ScheckS feiner Braut nach und nach die Summen von 1100 M., 1900 M. und 3000 M., zusammen also 6000 Mark, überreichen lassen und so sein Bankhau-, die Mitteldeutsche Privatbank, Filiale Eisenach, um diese Summe betrogen. Schäfer bezog ein JahreSgehalt von 1650 M„ heiratete aber trotzdem, mietete eine Wohnung für 800 M., führte ein sehr üppige- Leben und kaufte auch kostbare Silberjachen. Sein großzügige- Leben suchte er damit zu rechtsertigen, daß er dem Bankdirektor in glaubwürdiger Weise mitteilte, daß er von der Schwiegermutter 6000 biS 10 000 M. und von dem eigenen Vater 80 000 M. geerbt habe. Seine Verfehlungen kamen aber an den Tag und eS zeigte sich, daß feine Aussagen über sein „große- Vermögen" vollständig erschwindelt waren. Der StaatSanwalt hatte zwei Jahre Gefängnis beantragt. Der Angeklagte gestand feine strafbare Handlung ein und unterwarf sich dem Urteil. Er wurde in Haft behalten, da noch eine weitere Angelegenheit gegen ihn schwebt.
Erfurt, 5. April. Aus der Straßburger Straße bestieg gestern nachmittag der deS RadfahrenS ungenügend kundige 16 Jahre alte Lehrling Fröbel daS Rad eines Bäckerlehrlings und versuchte eine kurze Strecke zu fahren. Als er einem Möbelwagen auSweichen sollte, stieß er gegen den Bordstein und stürzte kopfüber vom Rade. Er brach dabei daS Genick und war auf der Stelle tot.
Kronach, 3. April. Auf der Lokalbahnstrecke Kronach« Nordhalben kam auf der Station WallenfelS eine Wägers gruppe inS Rollen. Die Wagen wurden durch eine Maschine eingeholt. Der Station-diener Röthlinghöfer wollte die Wagen ankuppeln. Dabei kam er zu Fall, und die Wagen gingen ihm über Brust und Kops, sodaß er sofort war. Er hinterläßt eine Witwe und ein Kind.
Darmstadt, 6. April. Gegen Vall Uhr vormittags landete auf dem hiesigen, in der Stadt gelegenen Infanterie- Exerzierplätze eine Goedecker-Taube. Führer der Aviatiker Trautwein, Beobachter Leutnant a. D. Kohlmann. Der Apparat ging in so steilem Fluge auS 1500 Meter Höhe nieder, daß der Behörde gemeldet wurde eS handle sich um einen Absturz,; eS war jedoch ein wohlgelungener Gleitflug, der mit glatter Landung endete. Um 12 Uhr mittags flogen die Flieger nach Mainz.
Vermischtes.
— DT. Krefeld, 6. April. Ein Einjährig-Freiwilliger der III. Eskadron deS Krefelder HufarenregimenteS versuchte sich zu erschießen, weil er wegen eines geringfügigen Vergehens bestraft worden war. ES schoß sich eine Kugel in die Schulter und verletzte sich schwer.
— Salzburg, 6. April. In Nußdorf bei Oberndorf find die Kirche, zehn Häuser und 22 Nebengebäude ein Raub der Flammen geworden. Drei Personen sind verbrannt.
— Hamburg, 5. April. Nach Unterschlagungen von 700 000 Mark hat sich, wie erst jetzt bekannt wird, der RechtS- anwalt Dr. Siegfried Lehmann in einer der letzten Nächte erschossen. AuS hinterlaffenen Briefen geht hervor, daß Lehmann sich an den bei ihm hinterlegten Geldern vergriffen hat. Er hat aus großem Fuße gelebt und war aus Sportplätzen eine bekannte Person. Lehmann hinterläßt eine Frau und drei Kinder ohne jede Mittel. Da keinerlei Gegenwerte vorhanden sind, wird auch kein Konkurs eröffnet werden.
— PirmasenS, 3. April. Eine ungeheuerliche Tat hält hi.r die Gemüter in Aufregung. AlS der 30 Jahre alte Invalide Albert Schütz gegen abend in seine Wohnung gehen wollte, kam ihm sein 5 Jahre alter Sohn im Hausflur entgegen. Schütz, der sich aus einem nichtigen Grunde über daS Kind geärgert hatte, ergriff den Knaben an den Beinen und schlug ihn mit solcher Gewalt auf den Steinboden, daß er in kurzer Zeit starb. ohne daS Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Schütz, der alS roher und jähzorniger Mensch bekannt ist, wurde verhaftet.
— (Ein Weltmeister alS großer Esser.) Die Geschichte deS Altertums berichtet bekanntlich von zahlreichen berühmten Athleten, die nicht nur in ihren Leibesübungen, sondern auch im Essen ganz Gewaltige- geleistet haben. So soll zum Beispiel Milon von Kroton, der um 500 v. Chr. lebte und ein hervorragender Krieger war, wiederholt allein ein ganze- Rind verzehrt haben, und auch die homerischen Helden sollen sich durch riesigen Appetit ausgezeichnet haben. Heute wissen wir, daß allein Vieleffen nicht stark macht, daß vielmehr die meisten Menschen zu viel essen, und die auS Amerika kommende Kunde von dem ungeheueren Appetit eines bekannten Weltmeister- berührt daher etwas sonderbar. ES handelt sich um keinen Geringeren, al- Martin Sheridan, der wiederholt bei den Olympischen Spielen siegte. Sheridan, der in seinem Berufe New-Yorker Polizist ist, soll täglich folgende Mahlzeiten zu sich nehmen: Frühstück: Zwei Orangen, zwei Teller Hafergrütze, zehn Tier, dazu Kartoffeln, drei Taffen Tee und ein halbes Brot mit Butter. Mittagessen: Einen SchweinSkops im Gewicht von 6 Psund (einschließlich der Knochen gewogen), Kartoffeln, drei Teller voll Kohl, zwei zwei Taffen Tee, zwei Portionen Pudding und Brot. Abend« essen: Zwei Teller Suppe, ein ganzes Huhn, ein Beessteak, Kartoffeln, drei Taffen Tee, Pudding, Käse mit Brot und Butter, Nachtisch. Man wird sich nicht den Kopf zerbrechen brauchen, ob diese Geschichte wahr ist. Sie ist nicht einmal gut erfunden, denn daß die New-Yorker Polizisten kein so glänzende- Gehalt beziehen, um sich alltäglich eine derartige Schlemmerei leisten zu können, liegt wohl auf der Hand. Ganz abgesehen davon aber würde ein Mann, der so unmäßig
leben würbe, sicher im Sport keine solche Roll« spielen, wie Sheridan sie gespielt hat.
— Brüssel, 4. April. Infolge de- Brande- einel Hippodrom- war ein benachbarter Platz stark gefährdet. Gestern gingen sieben Arbeiterinnen an einer stark beschädigten Mauer entlang, die plötzlich einstürzte und alle sieben unter sich begrub. Drei wurden sosort getötet, vier schwer verletzt.
Letzte Nachrichten.
Frankfurt a. M., 7. April. Prinz Ernst August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, traf gestem abend mit dem Mailänder Zug aus dem hiesigen Hauptbahnhofe ein, von wo er sich mit dem Prinzen Adalbert von Preußen im Automobil nach Homburg v. d. H. begab, wo die Ankunft gegen 11 Uhr erfolgte.
Libau, 7. April. In der Nacht zum Sonntag sank daS Unterseeboot „Minoga." ES blieb etwa iVa Stunden unter Wasser, konnte dann aber gehoben und in den Hafen gebracht werden. Die Mannschaft ist unversehrt. Die Ursache deS Unfalles ist noch nicht ausgeklärt.
Hamburg, 6. April. Eine Keffelexplosion fand bei den Kok-werken am Jndiakai heute morgen statt. Zwei Mann erlitten schwere Verletzungen. Einer der Verletzten ist bereitgestorben und auch der andere dürste kaum mit dem Leben davonkommen.
A st 0 r i a y (Oregon), 7. April. Der deutsche Biermaster „Mimi" auS Hamburg kenterte, al» er von einem Riff ab« geschleppt wurde. Die Besatzung von 30 Mann einschließlich deS Kapitän- ist ertrunken.
Sosio, 6. April. DaS Blatt „Mir" betrachtet die gestrige diplomatische Demarche al- einen ernstlichen Schritt zum baldigen Friedensschluß und sährt dann fort: WaS die Frage der Kriegsentschädigung betrifft, so werden, wenn die letzte Erklärung der Großmächte, daß die Lösung aller Fragen finanziellen Charakter- einer Kommission in Pari- vorgelegt werden wird, dahin zu deuten ist, daß auch die Frage der Kriegsentschädigung von derselben Kommission geprüst werden wird, die Verbündeten sich bezüglich diese- Punkte- für 6e» sriedigt erklären und keine neuen Verstellungen machen. — ES ist nunmehr Versügung getroffen, damit die Landwehrleut« mit unbegrenztem Urlaub entlassen werden.
Berlin, 7. April. Mit dem Zwischensall Lunrville beschäftigt sich eine kurze Ansrage deS Abgeordneten Wassermann im Reichstage. Der Führer der Nationalliberalen fragt an, ob der Reichskanzler Auskunft geben könne über die Gründe, die das Luftschiff zwangen, über die französische Grenze zu fliegen, und ferner über die Verhandlungen, die deshalb mit der französischen Regierung stattgefunden hätten.
München, 6. April. Im Walchensee hat sich ein Post- sekretär auS München mit seinen beiden 5 und 8jährigen Kindern ertränkt. Nach hinterlassenen Briefen hat ein Nervenleiden ihn in den Tod getrieben.
Pari-, 6. April. Hier sind 31 Zöglinge der Militärschule von Tielpam (Mexiko) eingetroffen, um sich in Frankreich zu Militärfliegern auSzubilden.
DT. Wien, 6. April. Die von den Botschaftern der Großmächte beschlossene Blockade wurde gestern von den Kriegsschiffen der fünf Großmächte zur Wahrheit gemacht. Die Kriegsschiffe find längs der montenegrinischen Küste verteilt und sperren die Häfen von Dulcigno und Antivari.
Kiel, 7. April. Die Kreuzer „DreSden" und „Straß- burg" haben Befehl erhalten, sich nach dem Mittelmeer zu begeben, und bereit- gestern abend 10V, Uhr die Au-reise durch den Kaiser Wilhelm-Kanal angetreten.
B e r n b u r g, 7. April. In der Saale ertranken gestern infolge SenternS eines Boote- ein Musketier de- hiesigen In« fanterieregiment- und fünf Kinder, drei Mädchen und zwei Knaben im Alter von etwa 13 Jahren. Der Soldat hatte die Kinder auf der Fahrt von Aderstedt nach Gröna auf ihr Bitten an einer Anlegestelle in sein Boot übernommen. Auf der Rückfahrt ereignete sich dann das Unglück, wahr» scheinlich infolge Wechseln» der Plätze. Der Soldat ertrank bei dem Versuche, die Kinder zu retten.
Oeffentticher Wetterdienst.
Wetterdienststelle Frankfurt a. M.
Wetteransfichten für Dienstag den 8. April.
Bewölkung abnehmend, meist trocken, kühler, nördlich« Winde.
J^tc aw^, jg^av ^iv9m* ^\^ Aowire MO-IVtAArWVV £■0^34' A/tw) /iwi^^M^ A<kM/
Über 31,000 ähnlich lautend« schriftliche Anerkennung«»!