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|§ Obst- u. Gartenbau g

Behandlung der Baumwunden.

Wenn Bäume durch Fuhrwerk oder Frevlerhand am Stamm verletzt worden sind, so muß zunächst die Wunde glatt ausgeschnitten werden, dann bestreiche man solche mit einer Mischung von Lehm, Kuhmist und Gersten- .grannen und verbinde fest mit Tuch, dann bildet sich bald eine gesunde, die Wunde schließende Vernarbung; auch Brand- und Krebswunden werden so behandelt.

.Haltet die Baumscheiben locker.

Die Baumscheiben muß man auch Sommers offen und locker halten. Bei Trockenheit den Boden unter den Bäumen tüchtig durchfeuchten, namentlich wenn es reichtragende Bäume sind. Dem Gießwasser auch Nähr­stoffe, Gülle, Holzasche, Kunstdünger beifügen, um die Knospenbildung fürs nächste Jahr zu fördern.

Japanische Pflaumen

werden am besten an einem Spalier vor einer Süden gerichteten Wand oder Mauer gezogen.

Sorte liebt viel Wärme, namentlich viel Sonne, wenn irgend möglich, eine freie Lage. Bezüglich

nach Die und des

Bodens sei kurz bemerkt, daß leichte Böden mit Kalk, Lehm und Komposterde versehen werden müssen, wäh­rend man lehmigen Böden Sand, Kalk und Schiefer­abfälle beimengt.

Kranke Triebspitzen an Gummiviiumen.

Bei der Zimmerkultur dieser Pflanze kommt es sehr oft vor, daß der jüngste Vlattrieb nicht zur Entwicklung gelangt, sondern zusammengerollt bleibt und wie ver­trocknet erscheint. Dieses kann von einem zu sonnigen Standort der Pflanze im Sommer oder im Winter von zu trockener Zimmerluft, auch von kaltem Zug oder aller­lei Beschädigung herrühren. In den meisten Fällen ge­langt dieser verkümmerte Trieb wohl zur Entwicklung, doch es entsteht nur ein kleineres Blatt, das in der Regel wenig schön aussieht. Solche Pflanzen sind in eine warme Zimmerluft und ein Stückchen vom Fenster zu bringen und sorgsam zu pflegen. Alsdann ist der vertrocknete Trieb mittelst eines weichen Pinsels mit ein wenig feinem Baumöl sanft zu bestreichen. Bei Kehren des Zimmers ist, um ein Lagern des aufwir­belnden Staubes auf das Oel zu verhüten, eine Papier- düte auf den Trieb zu stellen.

Die erste Grundbedingung zu einem fröhlichen Gedeihen der Kakteen

- ist Sonne, volle Sonne, weshalb das Fenster, wo sie auf­gestellt werden sollen, unter allen Umständen eine süd- | liche Lage haben muß. Wer nicht seinen Kakteen einen Platz einräumen kann, der ihnen einen großen Teil des Tages das volle Sonnenlicht gewährt, tut am besten, ganz von der Kultur dieser Pflanzen abzusehen, denn er wird doch nicht viele Freude an ihnen erleben.

Kann man Myrten unter Glas ohne Schatten kultivieren?

Myrten kann man ohne Schatten unter Glas kulti­vieren, muß natürlich für reichlich Luft sorgen. Auch ist ein dreimaliges Spritzen täglich notwendig da dre ? Myrten sehr leicht von der roten Spinne befallen werden.

Künstliche Heide-Erde zur Blumenkultur.

Die sehr kostbare Moor- und Heideerde kann man sich sehr leicht selbst aus Torfabfall bereiten. Am besten - hierzu ist recht alter, jahrelang abgelagerter Torfmull, f Man macht aus demselben einen flachen Haufen und überbraust denselben während drei bis vier Tagen einige ; Male mit Wasser, welches mit Schwefelsäure vermocht wird jedoch nur in dem Grade, daß es nicht saurer, wie l guter Essig schmeckt. Bor jedem Guß wird der Haufen ; umgestochen, damit das Wasser gleichmäßig darin ver­teilt wird. Schließlich wird die Masse ganz flach aus- I gebreitet und einige Tage liegen gelassen. Rill man diese Masse dann zum Gebrauch verwenden so muß sie noch mit dem vierten Teile Sand recht gleichmatzig ver mischt werden. Ganz besonders ist diese Erde sur Rho- dodendronarten geeignet.

Für die richtige Behandlung der Kamelie ist es von Wert zu wissen, daß sie färdieDarreichung von Mssiaem Dünger sehr dankbar ist und dleft Auf merksamkett dadurch lohnt, daß sie dieGlätter znehen^ entwickeln. Auch eine gute Knospenbildung und reich­liches Blühen sind die weiteren Folgen.

Clarkia pulchella und Clarkia elegans sind zwei schön- und b-N-bt- 6-mmetto.m^ infolge ihres reichen Blntenslors 5 < größerer Gruppen vorzüglich eignen'^ i lehlen-we-te- Mol-riol für «»«-«- «-» d-M. ab gehen. Die B,i>i°i«II fü«t in die Monnte j>mi In-

August, die erste Art erreicht eine Höhe von etwa 40 Zentimeter, die letztere eine solche von etwa 60 Zentm.

Nosendüngung.

Wie oft meint der Privatmann, er käme aus, wenn er den Rosen vielleicht alle Jahre einen schwachen Jaucheguß gibt. Dann wundert er sich, wenn die Rosen nicht mehr so reichlich blühen, wie früher. Man mache es sich zur Regel, daß Rosen mindestens einmal im Jahre kräftig gedüngt werden müssen. Es ist sehr vor­teilhaft, wenn man ihnen im Winter kurzen Mist auf die Pflanzscheibe deckt. Dieser wird dann im Früh­jahr untergeraben und verbessert, indem er zu Humus verwest, den Boden ganz wesentlich. Die meisten Rosen- sorten blühen im Juni zum ersten und Ende Juli etwa zum zweiten Male. Da ist es nun sehr angebracht, wenn man nach dem 1. Flor einige Mal eine reichliche Jauchedüngung bei einem regnerischen Tag gibt. Diese läßt den zweiten Trieb kräftig herauskommen und eine schöne'zweite Blüte bringen. — Ein weiteres Haupt­bedürfnis der Rosen ist Kalk. Man reicht ihm in der Form von Aetzkalk, der trocken gelöscht ist, und Marmor­mehl. Man hat berechnet, daß eine Gabe von 80 Gramm Aetzkalk oder etwa 120 Gramm Marmormehl für den Quadratmeter und ein Jahr hinreichend ist. Es ist er­forderlich, daß diese Düngemittel flach in den Boden gegraben werden müssen. Durch diese Rahrungszu- fuhren allein kann man seine Rosen lange am Leben und allezeit blühwillig erhalten.

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Der Erfolg bei der Geflügelzucht

hängt nicht nur von der Rasse, sondern auch von der richtigen sorgfältigen Auswahl der Zuchttiere ab. Die Zuchthähne und -Hennen müssen alle Merkmale der be­treffenden Rasse in ausgeprägter Weise an sich tragen. Richt jeder beliebige Hahn eignet sich zur Zucht, son­dern es kommt hier auch sehr auf die Abstammung an. Hat man Hühner mit gemischten Farben, so kommt es auf die Farbe des Hahnes nicht an, hält man aber Hühner von der gleichen Farbe, was sehr zu empfehlen ist, so muß natürlich der Hahn gleichfarbig sein.

Geflügel,

das von auswärts bezogen wurde, ist sogleich nach An­kunft aus den Bersandbehältern zu nehmen, zu füttern und zu tränken. In beiden ist jedoch Maß zu halten, damit sich die Tiere nicht überfressen, allerhand Ueber- raschungen unangenehmer Art sind alsdann die Folgen. Im Winter gibt man am zweckmäßigsten ein Weich- futter und zum Saufen überschlagenes Wasser. — Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß von aus­wärts bezogenes Geflügel nicht ohne weiteres zu den bereits vorhandenen Tieren gebracht werden darf, da auf diese Weise der Einschleppung von Krankheiten bezw. Seuchen Tür und Tor geöffnet wäre. Fremdes Geflügel ist nach Ankunft in einen besonderen Stall zu bringen und hier auf seinen Gesundheitszustand zu be­obachten. Erst wenn nach Verlauf von acht Tagen sich nichts verdächtiges zeigt, kann das von auswärts be­zogene Geflügel zu den eigenen Beständen gebracht werden.

Mschzucht

Zur raschen Förderung der Karpfenzucht wird vielfach die Fütterung der Karpfen mit einge- auellten, entbitterten Lupinen empfohlen, ebenso mit Gerstenkeimen usw. Gut sind aber auch die Biertreber als Mastfutter, die, in reichlicher Menge in Teiche ge- schüttet sich auf dem Grunde lagern und die Gewürm- bildung außerordentlich begünstigen, wenn sie selbst nicht gefressen werden, wodurch der Karpfen, die dann in den Trebern herumwühlen, reichliche Nahrung geboten wird.

Wahl des Forellen-Teichbesatzes.

Als Besatz von Teichen sind zwei Größen in Betracht zu ziehen und zwar: 1. Bruffische und 2. Setzlinge. Die Erfahrung hat nun gelehrt, daß der rationell wirt­schaftende Forellenteichwirt sich niemals für die billigere Brüt sondern für regelmäßig gewachsene, gesunde, kraf- tige '8—12 Zentimeter lange Setzlinge aus einer be­währten Fischzuchtanstalt zu beziehen entschließen sollte, und will er noch rascher zum Ziele gelangen, so wähle er 4—5 Monate alte Setzlinge. Diese oder jene Besatz­fische erziehe er, was bei genügendem lebenden Natur­futter in 4—5 Monaten geschehen kann, zu kräftigen, %= W- bis % pfündigen Portionsfischen. Regenbogen-; forellen erlangen dieses Gewicht in Kilogrammen zu, derselben Zeit, und nach dem zweiten Sommer erreichen sie leicht das Doppelte der erwähnten Gewichte. Wenn der Forellenzüchter sich die notwendigen Setzlinge kauft und sie in 1—2 Sommern zu Speisefischen, die gut ver- käuflich, aufzieht, so macht er effektiv ein besseres Ge­schäft, als würde er sie länger füttern und zu großen Fischen aufziehen.

Wasserpflanzen in Fischwässern

und Fischwasserzuleitungsgräben bieten, wenn es nicht sogen, harte Gräser sind, als: Schilf, Rohr, Bandgras, Kalmus, Schachtelhalm, ungeheuere Vorteile: Sie füllen die Wässer mit Luft und reinigen sie, und dies bedeutet fast so viel, als natur- und vernunftgemäße Fütterung, denn es erhält die Fische frisch und gesund, veranlaßt die reichliche Vermehrung der den Fischen zur Haupt­nahrung dienenden Kleintierwelt des Wassers, gestattet einen dichteren Fischbesatz, ohne Schädigung der ein­zelnen Individuen, erhält die Fische jederzeit bei gutem Appetit, wodurch sie besser wachsen, feist oder fett wer­den und ist eine Fütterung mittelst toten Natur- und selbst Kunstfutters erfolgreicher als sonst durchführbar möglich.

Etwas über die Behandlung der Fasanenkücken in ihren ersten Lebenstagen.

„Ist die Aufzucht der jungen Fasanen schwierig?" oder „Auf welche Ursachen ist das Eingehen meiner jungen Fasanen zurückzuführen?" so und ähnlich lauten die Anfragen, die regelmäßig an die Redaktionen der Fach- und auch Tageszeitungen gelangen und in welchen die Fragesteller um Auskunft über dies oder jenes er­suchen. Es sei daher einmal in kurzen Zügen die Auf­zucht der jungen Fasanen beschrieben.

Ist es vorteilhaft, die Fasaneneier von einer Fa­sanenhenne ausbrüten zu lassen? Diese Frage kann so­wohl bejaht als verneint werden, bejaht, wenn man eine gutsitzende und zuverlässige Fasanenhenne hat, ver- neint, wenn man mit der Möglichkeit rechnen muß, daß die Fasanenhenne ihre Mutterpflichten vergessen könnte. Ich benütze, da ich nicht gerade angenehme Erfahrungen mit Fasanenhennen als Brüterinnen gemacht hatte, seit Jahren schon für diese Zwecke Seidenneger-Hennen, die infolge ihres seidenartigen weichen Gefieders die Eier auch einige Tage früher ausbrüten als Fasanenhennen. Auch zur Führung der kleinen Fasanen eignen sich Sei­denneger-Hennen vorzüglich, sodaß ich ihnen nur das größte Lob spenden kann. — Sobald nun die Fasanen­kücken den Eiern entschlüpft sind, bleiben sie noch 24 Stunden unter der Mutter im Reste und bekommen wäh­rend dieser Zeit nichts zu fressen. Nach Verlauf von 24 Stunden bringt man sie samt der Glucke in einen sogenannten Aufzuchtskasten, dessen Boden 2—3 Zenti­meter hoch mit trockenem Sand bestreut ist. An naß­kalten und regnerischen Tagen muß dieser Kasten ge­schützt aufgestellt werden, wozu sich ein gut verschließ­barer Schuppen besonders eignet, an schönen warmen Tagen kommt er tagsüber ins Freie, jedoch sehe man darauf, daß nicht die sengenden Sonnenstrahlen auf ihn fallen, also geschützt aufgestellt; daß der Aufzuchtskasten genügend stabil sein muß, damit keine vierbeinigen Räuber zu den Insassen gelangen können, sei nur neben, bei bemerkt. Der Aufzuchtskasten enthält zwei Ab­teilungen, die größere bekommen die Fasanenkücken, die kleinere die Glucke als Aufenthalt angewiesen. Diese beiden Räume sind durch ein Stabgitter voneinander getrennt, so daß die Kücken wohl ohne Schwierigkeiten zur Glucke gelangen können aber nicht umgekehrt.

Was nun das Futter anbelangt, so gehen die Mei­nungen auseinander, in dem die einen Züchter von der Verabreichung hartgekochten Hühnereies nichts wissen wollen, sondern einer Verfütterung desselben als Rührei das Wort reden. Mag dem sein wie es wolle, wir haben auf jeden Fall bei der Verfütterung der nachstehenden Futtermischung immer recht gute Resul­tate erzielt und werden auch für die Folge hierbei blei­ben. Das erste Futter, das wir jungen Fasanen reichen, besteht aus hartgekochtem, zerkleinertem Hiihnerei, dem geriebene Harte Semmel oder Zwieback beigemischt wird, bis eine krümmelige Masse entsteht, der alsdann noch ein Drittel frische Ameisenpuppen zugesetzt werden. In Ermangelung dieser tun es auch getrocknete, jedoch ist es notwendig, daß diese zuvor entweder in kaltem Wasser oder heißen Dämpfen angequellt werden. Daneben kann man auch Grünfutter, wie zerkleinerte Salat- und Kohl­blätter, Vogelmiere und die jungen Spitzen von frischem Gras reichen, achte hierbei aber darauf, daß alles ErLn- futter frei von Regen und Tau ist, da die Verfütterung von nassem Erünfutter Durchfall hervorruft, an dem die kleinen Fasanen eingehen. Um das Knochengerüst zu kräftigen und etwaigen hierauf bezüglichen Krank- heiten vorzubeugen, setzt man dem Futter einen Tee­löffel Phosphorsauren Kalk bei und zwar genügt diese Menge für 12 bis 15 Tiere pro Tag. Nach 3 bis 4 Wochen erhalten die Fasanenkücken bereits eine Körner­fütterung. bestehend in Hanf und Weizen und eins der im Handel erhältlichen Fasanenfutter, die nach den von mir gemachten Erfahrungen von gutem Einfluß auf die Entwicklung der kleinen Fasanen sind. Allerhand kleine Sämereien, fein gestoßene Eierschalen von rohen Eiern und Erünfutter erscheinen weiterhin auf der täglichen „Speisekarte".

Wo die jungen Fasanen, wie vorstehend beschrieben, gefüttert werden, und der Züchter ferner beachtet, daß