.^sischrcht kein Frost hindurch kann; folglich können sie 'ich nicht heben. Durch einfaches Anordnen lassen sich die Hohlplatten während der heißesten Zeit mit Waffer füllen; dann ist Staub auf den so angelegten Wegen eine Unmöglichkeit.
So können Autowege, auf solche Weise angelegt, niemals stäuben. Im Winter wird das Waffer abge- laffen, ausgesaugt, um Frostschäden zu meiden.
Waffer- und andere Behälter, die im Winter durch starken Frost leicht auffrieren, sind vor Frostschäden gefeit, wenn sie mit Wandungen aus Zementhohlplatten hergestellt sind.
Aus Zementhohlgußplatten können verhältnismäßig leicht zu transportierende Stationen von unbegrenzter Dauer für Missions-, Forschungs-, Touristen-, Sanitätsund Vergnügungszwecke hergestellt werden. So auch in abgelegenen Forsten und Fluren, Unterkunftsräume für Arbeiter, Beamte und Jäger resp. Förster.
Die allen Unbilden ausgesetzten Bahnwärterhäuschen können bei Hohlplattenverwendung gesünder und annehm- l'cher gemacht werden. W. s.
Die Schnittreife des Roggens.
Ueber den Zeitpunkt, wenn das Getreide zu mähen sei, wird vielfach noch gestritten, und so mancher Landwirt wählt zur Maht einen falschen Termin und schädigt sich dadurch ganz gewaltig. Wer sich nach dem Aussehen des Halmes richtet, der wird nicht immer den richtigen Zeitpunkt abpassen können und meistens zu spät mit der Ernte beginnen. Das untrüglichste Merkmal fitt die Schnittreife bieten die Körner; diese dürfen aber keineswegs glashart werden, bevor gemäht wird, denn diese „Todreife" hat die mannigfachsten Folgen. Genau vier Wochen vor dieser Todreife beginnt in den Körnern die Bildung von Zuckerstoff und Milchsaft, die sich allmählich verdichten und in Stärkemehl (aus dem Zucker- stoss) und in Kleber (aus dem Milchsaft) verwandeln. Sobald diese Umwandlung erfolgt ist, was in der Regel 14 Tage in Anspruch nimmt und daran zu erkennen ist, daß sich das Korn über dem Fingernagel quer durchbrechen läßt, enthält das Korn die größte Menge seiner wertvollen Bestandteile; die Schale ist dünn und der Müller liebt dieses Getreide, da es viel Mehl und wenig Kleie liefert. Das glatte Durchbrechen des Kornes ist also das beste Zeichen für die beginnende Ernte.
Wird der Zeitpunkt verpaßt, so verdickt sich die Schale, indem sie Holzfaser ansetzt und dann bedeutend mehr Kleie liefert, als dem Müller erwünscht ist. Auch der Zuckersaft des Strohes verwandelt sich bei einer verspäteten Ernte zum Teil in Rohfaser, und diese verringert den Futterwert ganz erheblich. Ein weiterer Nachteil der versäumten Ernte ist ein starker Körnerausfall, der nicht selten das Aussaatquantum für die Ackerfläche weit übersteigt. Schon beim Mähen, namentlich aber beim Abraffen und Binden werden viele Körner aus den Aehren fallen, und bei dem Aufladen kann man die Körner ordentlich prasseln hören. Wenn dann seitens der Arbeiter nicht große Sorgfalt geübt und z. V. die Garbe behutsam über den Leiterbaum gehoben wird, so entsteht ein ganz erheblicher Verlust. Solche Aecker sehen nach dem Stoppelumbruch bald ganz grün aus und auch die Vögel, die sich scharenweise auf der Stoppel niederlassen, beweisen es, daß hier ihr Tisch reichlich gedeckt ist. Zum Glück sind es aber immer, die besten und schwersten Körner, die aus diese Weise verloren gehen. Bei der Gerste ist die Todreife insofern verhängnisvoll, als dann sogar viele Aehren ganz ab- brechen und zwischen den Stoppeln liegen bleiben.
Doch auch ein zu früher Beginn der Ernte hat nachteilige Folgen. Das Innere des Kornes muß sich zur Vollkommenheit entwickeln. um dann glatt und keimfähig zu bleiben. Wird aber das Getreide gemäht, bevor der Milchsaft die genügende Festigkeit erlangt hat, so trocknet er aus dem abgeschnittenen Halm rapid zusammen, das Korn schrumpft ein und ist weder zur Mehlfabrikation noch zur Saat zu brauchen. Auch die Tiere, die solches Korn als Futter erhalten, sind sehr zu bedauern. Das Stroh von dem in der Milchreife gemähten Getreide ist zwar gehaltreicher, aber das Ziel eines rationellen Landwirtes ist nicht in dieser Richtung zu suchen.
Die Fritfliege
hat im Jahre drei Generationen, eine Winter», eine Frühlings- und eine Sommergeneration. Die Fliegen der Wintergeneration erscheinen in der Regel von Ende August bis Mitte September; die der Frühlingsgeneration etwa von Ende April bis Mitte Mai. Das vollkommene Insekt der Sommergeneration erscheint in den meisten Fällen spätestens bis Mitte Juli.
Die Gründüngung
bietet besonders im trockenen Boden mancherlei Vorteile. deren größter darin besteht, daß solcher Boden feucht wird und nicht so sehr unter Dürre leidet Die
günstige Wirkung wird nicht allein durch die Bereicherung des Bodens an Humus hervorgerufen, sondern dadurch, daß die Leguminosen mit ihren tiefreichenden Wurzeln den Wasserbedarf der Untergrundsschicht, oft sogar dem Grundwasser entnehmen und den Ober- flächenschichten, welche bei der Folgefrucht die Wasser- lieferanten sind, Gelegenheit zum Aufspeichern von Wasser geben.
Als Kennzeichen für frühzeitig gemähtes, gute« und wertvolles Heu
gelten keine allzugroße Länge der Stengelzusammen- setzung aus süßen, zartstengeligen und möglichst blatt- reichen, durchwachsenen Grasarten, Mischung von aromatischen Kräutern, namentlich Klee und Leguminosen, sowie nicht zu große Feuchtigkeit. Solches Heu ist nicht nur in diätetischer Hinsicht gut, sondern es sind in ihm auch alle Nährstoffe enthalten.
Rotklee nicht zu spät mähen.
Es empfiehlt sich sehr, den Rotklee nicht zu spät zu mähen, und, wenn es sich um die allmähliche Abfütterung großer Kleefelder handelt, mit dem Schnitt schon vor Beginn der Blüte anzufangen, um nicht später stark verholzten Klee verfüttern zu müssen. Der reichhaltige Genuß von solchem Klee veranlaßt leicht Koliken, andere Verdauungsstörungen und bei tragenden Tieren Verwerfen. Die üblen Wirkungen treten um so stärker auf, wenn die Tiere früher ein sehr leicht verdauliches, weiches Futter, z. B. Brühfutter usw., erhielten. Der Rotklee wird als Hauptfutter zweckmäßig an Rindvieh verabreicht. Trächtigen und säugenden Kühen darf man aber Rotklee nur zur Hälfte des Nährstoffbedarfs verfüttern. Als Pferdefutter ist der Rotklee wenig geeignet, weil er leicht bläht und hitzig ist. In Norddeutschland sagt man dem Rotklee nach, daß er, besonders wenn nicht gut eingebracht, den Pferden das Atmen erschwere und „dicken Wind" mache. Aus diesem Grunde ist der Rotklee auch für Schafe nur als Nebenfutter. Stark beregneten oder betauten Klee soll man nicht beweiben und sehr jungen Klee nur flüchtig übertreiben.
g| ' Viehzucht A
Eine zweckentsprechende Ventilation
und durch dieselbe erzeugte gesunde Luft ist ein Haupterfordernis in einem sachgemäß ausgeführten Stalle. Am wirkungsvollsten und zugfreisten wird sich stets eine oder, in größeren Ställen, mehrere in der Decke des Stalles horizontal angebrachte Austrittsklappe bewähren. Auf dieselben kommt ein Fangkasten, von dem aus ein Rohr bis zum Dache hinausgeführt und dort mit einem Schraubenventilator oder Dunstsauger gekrönt wird, so daß der Kopf des letzteren möglichst über die Dachfirst hinausragt. Das Rohr und mit ihm der Aufsatz haben am besten einen Durchmesser von 20 bis 25 Zentimeter, weil dabei der Zug am kräftigsten ist. Fürchtet man, daß nasse Niederschläge in demselben sich bilden und in den Stall hinabtropfen könnten, so wird innerhalb des Fangkastens ringsum eine kleine Rinne angebracht, die mit einem Rohr auf das Dach mündet. Sehr empfehlenswert ist es auch, um Tropfwasser zu vermeiden, um den Fangkasten und das Dunstrohr eine Isolierschicht mit einem Bretterverschlag zu bilden, wobei der Zwischenraum mit Lohe oder Sägemehl gefüllt werden kann.
Die Druse der Pferde.
Die Druse, in manchen Gegenden Strenge! oder Kehlsucht genannt, ist ein fieberhafter, ansteckender Katarrh der Luftwege, bei welchem die Drüsen des Kehlgangs in Eiterung übergehen und aufbrechen. Sie kommt sowohl in großen wie in kleinen Probebeständen mit ziemlicher Häufigkeit vor. Junge Pferde machen in der Regel einmal diese Krankheit durch. Ein großer Teil der Pferde, der diese Krankheit durchgemacht hat, bleibt dann lebenslänglich von ihr verschont. Manche Pferde können aber auch mehrmals an der Druse erkranken, wie die tägliche Erfahrung lehrt. Werden junge Pferde von der Krankheit befallen, dann geht sehr häufig ein recht erheblicher Prozentsatz zugrunde. Bei gutartigem Verlaufe sind die Verluste unter den erwachsenen Pferden nicht beträchtlich. Nimmt aber die Druse einen bösartigen Charakter an, dann kann mehr als die Hälfte des Bestandes in einem Stalle ihr zum Opfer fallen. Dieses ist besonders dann der Fall, wenn außer den Drüsen im Kehlgange noch andere Drüsen des Körpers an dem Eiterungsprozesse teilnehmen. Sehr häufig wird die Druse durch angekaufte Pferde in einen Stall eingeschleppt. Es wäre deshalb sehr zweckmäßig, angekaufte Pferde einige Zeit in einem separaten Raum, womöglich in einem Rindviehstalle, . unterzubringen. Pferde, die von der Druse befallen sind, dürfen zu keiner Arbeit mehr verwendet werden, sobald sie Fieber haben, traurig sind und den Appetit verlieren. Werden derartige Tiere ausgesetzt, dann kann ein schlimmer Ausgang sich einstellen.
Das beste Kraftfutter für Pferde
bleibt Hafer. Häufig ist man aber in der Lage, andere Getreidesorten, z. V. wenn diese nahezu unverkäuflich sind, verfüttern zu müssen. Zunächst kommt hier Roggen in Betracht. Beim Verfüttern von Roggen sollte man niemals außer acht lassen, daß derselbe nicht im frischen Zustande gereicht werden darf, weil er sonst leicht heftige Koliken erzeugt. Es ist deshalb zweckmäßig, den Roggen vor dem Verfüttern quellen zu lassen. Mit kurzem Rauhfutter gut vermischt, ist der grobgeschrotene Roggen ein leicht verdauliches Futtermittel.
Hautausschliigs bei Weidevieh.
Wenn Weidevieh im Frühjahr bei guter Witterung auf guten Weiden gehalten wird, entsteht manchmal eine gewisse Vollsaftigkeit, verbunden mit sog^ Schärfen im Blute. Es tritt dann Blutandrang, namentlich nach Kopf und Lungen, ein, oder es zeigen sich Hautausschläge, z. B. das Nesselfieber, der sog. Frühlings» ausschlag und verschiedene Flechten (die Sommerräude) usw. Diese Erscheinungen sind bedenklich bei jüngeren, vollsaftigen und solchen Tieren, die während des Winters kümmerlich ernährt und schlecht gehalten worden sind und dann auf eine gute Weide kommen. Sie werden hervorgerusen durch innere und äußere Verhältnisse, z. B. die eigentümliche Nahrungsbeschaffenheit, den Haarwechsel, den Säftetrieb nach der Haut. Daher er» scheinen manche Hautausschläge, die im Winter verschwunden waren, im Frühjahr wieder. Hierauf gründet sich die Anwendung von sog. blutreinigenden Mitteln, namentlich von Abführ. und urintreibenden Mitteln, welche man aber nur nach vorheriger Beratung mit einem Tierarzt geben sollte.
Eine öfters eintretende Verwundung bei Pferden, besonders im städtischen Gebrauche, sind zerschlagene Knie. — Die neuen Pflasterungen in den Großstädten mit Kopfsteinen — Asphalt, Eisen- und Zementgußplatten, sowie Holzkopfstücken — sind sämtlich vielfach die Veranlassung, daß Pferde fallen, und häufig treten dann „beschädigte Knie" auf. Oft nur leicht, ist diese Verwundung aber dann bedenklich, wenn das Gelenk gelitten hat. Die Heilung dauert dann nicht selten ungewöhnlich lange. Die Wunde muß zunächst vom Schmutz gereinigt werden und bleibt dann mit einem Tuche bedeckt, bis der Roßarzt ans Werk geht.
Schafwäsche.
Die eigentliche Schafwäsche besteht darin, daß man die Wolle der Schafe fortwährend unter Wasser mit den Händen ausdrückt. Die Leute liegen bei dieser Arbeit auf der Brücke auf Strohsäcken und immer so nahe, daß sie sich mit der Hand abreichen können. Je zwei Gegenüberliegende nehmen dann immer ein Schaf vor, indem der eine den Kopf und der andere den Schwanz vor sich hat. So gehen die Schafe dann von Hand zu Hand durch und kommen an die letzten Leute, die sie genau untersuchen, ob die Wolle rein ist. Diese Untersuchung besteht hauptsächlich darin, daß sie nachsehen, ob die Klatten einigermaßen los sind und die Schafe unter Wolle reinen Grund haben. Bei schlecht genährten Tieren muß man warme Tage aussuchen, weil die Wgsche bei kaltem Wetter und Wasser sehr angreift und man viele Verluste dabei haben kann. Es gibt auch Seife, mit der man die Tiere bei dem Einweichen gut einreibt. Durch diese löst sich der Schmutz aus der Wolle besser und gibt derselben einen schönen Glanz.
Vorteilhafter Zuchtbetrieb mit Kaninchen.
Viele Kaninchenzüchter begehen den Fehler, daß sie sich einige Häsinnen halten, die verschiedenen Alters sind; sobald nun eine derselben das zuchtfähige Alter erreicht hat, wird sie zum Rammler gebracht. Auf diese Weise hat man wohl bei einem halben Dutzend Häsinnen im Sommer alle 8 Tage einen Wurf Junge. Da sich nun die Muttertiere wohlauf befinden, so werden alle Würfe verkauft, da die Zahl der Jungen eine sehr große wird. Meistens aber wird nicht daran gedacht, einige junge Zibben für den eigenen Bedarf zu behalten. Gewöhnlich behält man die letzten Würfe zur Zucht. Mit dem Heranwachsen der Jungtiere bemerkt man aber an mehreren derselben kleinere oder größere Fehler und viele bleiben im Wachstum erheblich zurück. Dadurch schmilzt die Zahl der Zuchttiere auf die Hälfte zusammen. Um diese Nachteile zu umgehen, läßt man sämtliche Häsinnen an zwei Tagen belegen, sodaß man i alle Jungen zu gleicher Zeit erhält. Diese Jungen wer- den nun erst im Alter von 4 Monaten auf ihren Wert | geprüft; die schönsten und größten behält man für die j eigene Zucht und der Ueberschuß wird verkauft. Durch dieses Verfahren spart man sich nebenbei viele Mühe, | indem man sämtliche Junge, falls der nötige Platz vor» ! Handen ist, bis zu 30 Stück, zusammensperren kann, was ihnen bei gehöriger Reinlichkeit durchaus nicht nachteilig ist.