Die Hirsche fangen an, sich ihres Kopfschmuckes zu ^ttledigen, d. h. sie werfen ab. Die Bachen frischen und die Hasen fetzen.
Dem Raubzeug muß eifrig nachgestellt werden. Dies g It ganz besonders von der Niederwildjagd, da hier der junge Hasensatz jetzt stark durch Katzen, wildernde Hunde, Wiesel, Marder, Iltis usw. stark bedroht ist. Die Raubvögel fangen auch an zu horsten und sind am Horste leicht zu erlegen, wenn man diesen erst entdeckt hat, was oft so ganz einfach nicht sein dürfte.
Die Fuchsbaue müssen revidiert, die Krähenhütten nachgesehen und eventl. repariert werden.
In Hochwildrevieren sollen Salzlecken angelegt und bestehende erneuert werden.
Die Jagd aus Wildtauben ist auch im März sehr interessant, da sich dieselben gut anlocken lassen.
Für die Balz des Auer- und Birkwildes kann man sich schon mit Balzschirmen ausrüsten, die dann im nächsten Monat zu benutzen sind.
Die Augen beim Collie
sind äußerst wichtig, da sie den Ausdruck des Tieres bewirken; sie sollen mäßig groß sein, etwas schräg eingesetzt und mandelförmig, von brauner Farbe, außer bei Merles, wo beide oder eines häufig weiß, blau oder porzellanfarben ist; es muß ein kluger Ausdruck da sein, mit lebhaftem Blick, wenn der Hund horcht.
Das Alter der Hunde.
Hunde werden durchschnittlich 16 bis 18 Jahre alt, doch sind auch Fälle bekannt, wo einzelne 20 bis 25 Fahre alt wurden.
Kaninchenfleisch.
Viele Leute haben ein Vorurteil gegen solches; sie sagen, es habe Stallgeschmack. Das mag richtig sein, wo die Tiere ihr Logis im Kuhstall haben, und wo sonst keine Gelegenheit zum Auslauf ins Freie ist. Es ist eben mit einer der Züchtungsfaktoren, daß den Tieren ein freier (eingehegter) Platz in frischer Luft zur Verfügung steht, den sie jederzeit beliebig lange benutzen können. Der Stall soll ihnen nur Gelegenheit geben, sich in der Wärme aufhalten zu können. Wo diese Zuchtregel beachtet wird, da wird der Geschmack nicht anders über das Kaninchenfleisch urteilen, als, daß. es ein ungemein zartes, wohlschmeckendes Fleisch sei. Was ich aber diesem noch hinzufügen möchte, ist, daß dieses weiche Fleisch den Gichtikern und Rheumatikern, gestattet ist, weil es nicht in dem Maße wie die roten Fleischarten Harnsäure bildet. Da aber Rheumatismus und Eicht unter uns Männern geradezu heimisch ist, so halte ich diesen Umstand für einen Hauptgrund, das Kaninchenfleisch (neben Fisch und Geflügel) jedem anderen vorzuziehen. Man wird um so leichter diesen Wechsel vollziehen können, als die bald unerschwinglichen Fleischpreise nach einem wirtschaftlichen Ausweg suchen heißen, welcher in idealster Weise hier gegeben ist. Zugleich gibt man mit der Kaninchenzucht seinen Kindern ein sehr schönes Betätigungsgebiet der Tier- freundlichkeit und macht ihnen eine beispiellose Freude. Freilich --- ins Blaue hinein darf man sich die „Zucht" nicht von selbst entwickeln lassen, wie es z. B. im Kuhstall der Fall ist; denn das führt zur Degenerierung der Rasse und gibt wegen der züchtungswidrigen Vermehrung der Fabel von der Paarung der Hasen mit den Ratten allerlei Unterlagen. Das vorherige Studium eines guten, praktischen Zuchtbüchleins genügt für die Grundlagen der Zucht; das übrige lernt man im Verkehr mit Zuchtgenossen und -Verbänden und durch eigene Erfahrung, wenn man Liebe zur Sache hat.
Zur Blutstillung bei Wunden
sollte man stets ein Heftpflaster im Hause haben, es schließt die Wunde und hält die Luft ab; ist in jeder Apotheke billig zu haben. Ebenso sollte auch ein Fläschchen mit Arnicatinktur in keinem Hause fehlen; ein Fläschchen für 20 Pfg. reicht für lange Zeit.
Zintsachen putzen.
Gewöhnliche Roggenkleie wird mit kochendem Wasser zu einem Brei angerührt und mit einer Handvoll Silbersand und etwas Vitriol durchmischt. Mit diesem Brei wird der Gegenstand abgerieben, mit Wasser abgespült und mit einem trockenen Tuche gereinigt. Die Gegenstände werden spiegelblank.
Hustenmittel.
Gute Gerste mit der Hülse, wie sie vom Halme kommt, siede man eine halbe Stunde lang, auf einen Liter Wasser eine Handvoll, und füge ein Quantum feingeschnittenes Johannisbrot (Vorhörndl) und Kandiszucker bei. Nach dem Abseihen lauwarm getrunken, besonders vor dem Schlafengehen, leistet dieses Mittel vorzügliche Dienste.
Ein McUasslgcr Ungczicser-Dcrtilgcr aus wifseuschaslUchrr Bast-.
Die letzten Jahre brachten wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedeutung der Krankheitsüberträger. Die Dresdner Hygiene-Ausstellung gab auch dem Laien einen überraschendes, Einblick, welche Bedeutung diesem Faktor zukommt. Herr Dr. Frhr. v. Walther, Professor der Technischen Hochschule zu Dresden hat über diesen Gegenstand einen Artikel verfaßt, in welchem wir etwa folgendes lesen: Die Verbreitung vieler Seuchen, wie Typhus, Malaria, Pest, Schwarzes Fieber, Gelbfieber, Maul- und Klauenseuche, Geflügelcholcra, Scheidekrankheit rc. geschieht in viel größerem Maße wie bisher bekannt durch Insekten, Ratten und Mäuse. Bei einer Anzahl gefährlicher Krankheiten ist Ungeziefer der einzig bekannte „Zwischenwirt", z. B. die Wanze bei schwarzem Fieber, bei dem die Sterblichkeit der Befallenen bis 96 vom Hundert beträgt. Die Wanze ist übrigens nach Dr. Mueller für unsere Haushaltungen der allergefährlichste und lästigste Blutsauger, der unbedingt die meisten und gefährlichsten Infektionskrankheiten übertragen muß. Die Pest breitet sich vornehmlich dadurch aus, daß sie Menschen, Ratten und Mäuse befällt und Flöhe die Ueber- träger durch ihre Bisse sind. Mücken unb Fliegen sind bekannt als Verschlepper der auch bei uns heimischen Malaria, sowie der Schlafkrankheit und vieler anderer Seuchen, die Menschen und Haustiere befallen. Neuerdings haben englische Forscher festgestellt, daß die gewöhnliche Fliege sehr weite Strecken — in einem Fluge bis 1200 m — fliegen kann, und es wurde nachgewiesen, daß die Maul- und Klauenseuche, die in einzelnen Distrikten trotz strengster Absperrung sich sprunghaft von Gehöft zu Gehöft verbreitete, vornehmlich durch Fliegen übertragen wurde. Welcher materielle Schaden durch Viehseuchen angerichtet werden kann, wurde kürzlich erst in der Provinz Sachsen berechnet. Nach Angabe des Zentralverbandes landwirtschaftlicher Genossenschaften haben die Viehseuchen 1911 in dieser Provinz 20 Proz. des Viehbestandes vernichtet.
Je mehr nun der effektive Schaden durch Ungeziefer :c. erkannt wurde, desto energischer nahm man den Kampf gegen diese Krankheitsüberträger auf. So wurden in einer Hauptstadt mit einem Kostenaufwande von V- Mill. Mark 1903—6 sechs Millionen Stätten getötet. Nach einem Vortrag des Geh. Med.-Rates Dr. Wodtke über die aus der Mückenplage zu gewärtigenden Gefahren wurde im vergangenen Jahre über eine einheitliche, das gesamte Niederungsgebiet der Saale, Luppe und Elster umfassende Bekämpfung der Mücken Beschluß gefaßt.
Große Kommunalverwaltungen, Leipzig an der Spitze, beginnen erfolgreich mit der systematischen Bekämpfung der Krankheitsüberträger. — Die Methoden dazu waren bisher verschiedener Art. Da aber die lästigen und gefährlichsten Plagegeister und Krankheitsüberträger für Mensch und Haustier sich in menschliche Wohnungen und damit zusammenhängende Räumlichkeiten ziehen, muß der Hauptkampf gegen sie dort stattfinden. Räuchern, Gifte, Heißluft und Kohlenoxyd waren die Mittel, jedoch keines erfüllte ganz den Zweck, da die Anwendungsarten auch des besten Mittels mangelhaft 'blieb. Das souveräne Mittel gegen alles Ungeziefer ist die schweflige Säure. Das einfache Ausschwefeln der Räume ergab jedoch ste:s nur unvollkommene Resultate, weil auf die physikalischen Eigenschaften des Gases nicht Rücksicht genommen wurde. Herr Prof. v. Walther hat nun einen Schwefelofen konstruiert, der genial einfach, und für wenige Mark erhältlich, das Abtöten allen Ungeziefers in ca. 2 Stunden absolut sicher ermöglicht. Die schnell entwickelten Gase werden durch eine einfache Vorrichtung kräftig in die Höhe getrieben und dringen in alle Fugen ein. Versuche von Fachleuten und Gelehrten haben ergeben, daß keinerlei Beschädigung der Gegenstände, Stoffe, Nahrungs- und Futtermittel stattfindet, nur einige sehr empfindliche Farben seiner Gewebe leiden, unb diese allein müssen aus den Räumen entfernt werden. Den Vertrieb des patenlamtlich geschützten Ofens „Hya", sowie des arsen- und selenfreien Schwefels, der allein den Erfolg verbürgt, hat die Chemische Industrie- und Handels-Gesellschaft m. b. H. Drerden-A. 14, übernommen. Der Preis beträgt per Stück Mk. 7.50, 12,— und 15.— je nach Größe. Zu Auskünften steht die Firma ebenfalls gern zur Verfügung. Bei der großen Wichtigkeit der Insekten- rc. Vertilgung für Hauswirte, Gutsbesitzer, Hotels, Seebäder, Sanatorien, Speicher, Schiffe, Nahrungsmittel-Fabriken rc. ist dieser billige Apparat nur mit Freuden zu begrüßen, da bis heute ein radikal und sicher wirkendes Mittel gegen Ungeziefer fehlte.
ANche ittt» Netter.
Kalbfleisch in Gelee
ist ein noch wenig bekanntes Abendgericht von vorzüglichem Geschmack. Ein Stück gutes Kalbfleisch nebst etwas Bein wird mit Salz und wenig Salpeter einge- rieben und mehrere Tage unter Zugabe von einigen geschnittenen Zwiebeln. Nelken, Pfeffer, Lorbeerblatt und je einer Prise Thymian und Petersilie in abgekochten Essig gelegt. Hiernach kocht man das Ganze in
einer bedeckten Kasserolle völlig durch, füllt aber zuvor nötigenfalls soviel Fleischbrühe auf, daß das Fleisch 3—4 Finger hoch damit bedeckt ist. Sodann nimmt man Bein und Fleisch heraus, schneidet letzteres in Scheiben, arrangiert diese mit Kapern und Sardellen auf Schüsseln und gießt schließlich noch warm das zuvor durchgeseihte und wenn erforderlich, noch mit weißer oder roter Gelatine gesteifte Gelee darüber. Der Ausputz geschieht mit Kapern, geschnittenen Gurken und Petersilie.
Gries-Mehlspeise mit Chokolade.
225 Gramm Gries rührt man mit 4 Eßlöffeln voll Milch an; 1 Liter Milch bringt man mit 90—100 Gramm frischer Butter und 10—12 Stück bitteren abgezogenen Mandeln zum Kochen, rührt dann den Gries hinein und kocht ihn unter Rühren auf gelindem Feuer, bis er ziemlich dick ist und läßt ihn dann abkühlen. Sobald dies geschehen, rührt man 75 Gramm Zucker, 25 Gramm Vanillezucker, 225 Gramm zerriebene feine Chokolade und 12 Eigelbe darunter, zieht den steifen Schnee der 12 Eiweiße leicht hindurch, füllt die Masse in eine gut gebutterte Porzellanform und läßt den Auflauf bei gelinder Ofenhitze eine Stunde backen. In der mit einer Serviette umschlungenen Form wird die Mehlspeise zu Tische gegeben
Kaninchenpfeffer.
Das Blut wird bei der Tötung aufgefangen, in einem Geschirr mit gutem Essig stets umgerührt und als Zugabe zum Gericht getan. Lasse Mehl und Butter schön braun werden, dämpfe eine fein geschnittene Zwiebel darin, tue Wasser daran, daß es eine dünne Sauce gibt und lasse diese eine Stunde kochen, gieße sie sodann durch ein Sieb und tue geschnittenes Kaninchenfleisch dazu, koche es gar und gieße vor dem Anrichten etwas roten Wein in die Sauce, dito kleine Zwiebelchen in Salzwasser gekocht und in Butter gelb gedämpft, oder eingemachte Zwiebeln und Eurken- scheiben. Das alles versteht sich für frisch geschlachtete Kaninchen. Es liegt auf der Hand, daß das Blut nicht als Zugabe in das fertige Gericht gegeben, sondern in das Fleisch mit Sauce gegossen und fleißig gerührt wird. Pfeffer nach diesem Rezept wird von Kennern dem eingebeizten vorgezogen. Zur Essigbeize werden Zwiebel, Lorbeer und weiße Pfefferkörner getan.
Kaiserschmarren.
Nach einem erprobten Wiener Rezept wird % Kilo Mehl mit einem Liter Milch gut verrührt. Dann gibt man nach und nach sechs Eigelb dazu, etwas Zucker und eine Prise Salz sowie gestoßenen Zimt oder Muskatblüte, Zitronenschale und einige geriebene Mandeln. Ist die Masse tüchtig geschlagen, so wird recht steifer Schnee von 6 Eiweiß leicht darunter gemischt. Dann zerläßt man in einer flachen Kasserolle etwas Butter oder Schmalz, gibt die Teigmasse in das heiße Fett und stellt sofort das Gefäß in den Bratofen, wo der Schmarren kurze Zeit backen muß. Er wird recht heiß und mit Zucker bestreut zu Tisch gegeben.
Wiener Konfekt.
275 Er. Butter schaumig rühren, alsdann 275 Er. Zucker, 320 Er. Mehl, sowie zwei Eidotter hinzugeben und auf dem Brett zu einem feinen Teig verarbeiten, hernach Formen ausstechen, mit Ei streichen, mit Elas- zucker bestreuen und schön backen.
Beim Gebrauch der Eier
in verschiedenen Gerichten ist im Winter mehr wie sonst eine gewisse Vorsicht zu beachten; sie werden nicht von allen Händlern in sachgemäßer Art aufbewahrt und nehmen sie hauptsächlich durch Lagern in muffigem Stroh einen sehr häßlichen Geruch an, der sich meist erst in den Speisen unangenehm bemerkbar macht. Wird nämlich das Ei aufgeschlagen (und zwar, wie es sehr oft in der Eile geschieht, direkt in den eingerührten Teig oder Fleischgemengsel und dergleichen), so sieht es gut und einwandfrei aus und erst nach dem Zerreißen des Dotters kommt der häßliche Geruch zum Vorschein. — Man kann dieser Unannehmlichkeit nur vorbeugen, wenn man jedes. Ei, um sich von dem Geruch zu überzeugen, zuerst auf eine Untertasse ausleert und die Haut des Dotters einreißt. Ich wurde in dieser Sache nur durch Schaden klug und das Radikalmittel bestand — in dem Wechsel meiner Eierlieferantin?
Zuckernüsse.
250 Gramm gestoßener Zucker wird mit drei Eiern eine viertel Stunde gerührt, dann mit 50 Gramm fein geschnittenem Zitronat, 250 Gramm feines Mehl mit einer halben Messerspitze Hirschhornsalz versetzt, gut zusammengearbeitet. Nun formt man kleine Kügel- chen, zieht sie nach oben spitz und backt sie auf einem mit Wachs bestrichenem Blech schön gelb.