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mehr. Ist dieser Dünger nicht zur Hand, so bediene man sich in kräftigeren Böden eines Gemisches von 2,5 Kg. 20proz. Superphosphat und 1% Kilogr. Ehlorkalium pro Ar, in sandigen Böden ersetzt man letzteres durch Kainit und gibt 1 Kilogr. Thilisalpeter zu. Durch der­artiges Düngen erzielt man eine hochfeine zarte Quali­tät der grünen Bohnenhülsen und steigert die Erträge ganz ungemein.

Wann pflanze ich Brombeeren?

Die Anpflanzung geschieht von Ende Oktober bis Mitte März, wobei man die jungen Stöcke auf 15 Zenti­meter Höhe verkürzt und sie auf 170—200 Zentimeter Entfernung von einander an eine Wand oder an ein freies Spalier pflanzt. Jeder Haupttrieb wird ange­heftet. Nach der Anpflanzung gießt man den Stock reich­lich an und wiederholt dies noch einigemal im darauf­folgenden Sommer.

Was tut um die Jetztzeit der Gemüsegärtner?

Es wird nun aller gesammelte Samen gereinigt, in Söckchen oder Papiertüten getan und an trockenem, womöglich warmen Ort aufbewahrt. Da im Freien wohl alle Arbeit ruht, kann man — im Zimmer — sich den Bepflanzungsplan für das kommende Jahr schon auf­stellen. Daß Wechselwirtschaft auch im Gemüsebau be­trieben werden muß, weiß jeder, nur eben nicht wie; nur ein Drittel des Gartens wird jedes Jahr gedünkt, darin werden die Kraut- und Kohlarten, Sellerie, Gurken, Melonen, Kohlraben, Kürbisse und Puff­bohnen gepflanzt.

Wintersalat gut durchzubringen.

Daß im Frühling die frischgegrabenen Gartenbeete besetzt werden können, ist Ziel und Stolz eines richtigen Gartenfreundes. Weil sich seine Köpfe sehr bald schließen und der im Freien durchwinterte Salat mit den Pflänz- chen aus den Frühbeeten erfolgreich den Kampf auf- nimmt, und sie hinter sich zurückläßt, wird er bei uns sehr viel gebaut. Aber das Durchwintern ist eine Sache, die nicht immer gelingt. Schwere Schneedecke, wie schneelose Winter mit Sonnenschein sind ihm gleich ver­derblich. Gut ist für ihn, wenn man im Herbst schon über die Salatbeete recht sparrige Schehendorne legt. Auf diese kommen dann, nicht zu dicht und zu schwer, Fichtennadeln; sie liegen also nicht direkt auf den Pflanzen. Bei Schnee wie bei Sonnenschein haben diese nun eine Decke über sich, die vor Fäulnis und „Aus­frieren" schützt.

Das Begießen der Pflanzen im Winter.

Wasser zur rechten Zeit in der nötigen Wärme und Quantität sind Grundbedingungen eines gesunden Pflanzenwuchses auch im Winter. Als Regel gelte: „Je feuchter und kühler der Ueberwinterungsraum, desto weniger haben die Pflanzen Wasser nötig, je wärmer, Heller und trockener ein Zimmer, desto reich­licher muß man begießen. Pflanzen, welche im Winter ruhen und im Sommer treiben und blühen, überwintere man in kühlen, wenn auch dunklen Räumen, so die Hortensien, Granaten, Fuchsien usw. Pflanzen, welche im Sommer ruhen, dafür aber im Winter blühen und treiben sollen, brauchen Hellen, warmen Stand. Die ersteren begieße man selten und mit kühlem, aber immerhin abgestandenem Wasser, während letztere wie die Cinerarien, Primeln, Cyclamen und alle Treib- pflanzen des Winters fleißig mit warmem Wasser zu begießen sind.

Ueber den Schnitt der Ziersträucher.

Ear beweglch ertönen häufig die Klagen vieler Gartenfreunde, daß ihre Ziersträucher nicht blühen wollen. „Ich habe meine Sräucher aufs beste gepflegt, wunderschön zurückgeschnitten, im Frühjahr trieben sie dann meterlange Sprößlinge, aber von Blühen keine Spur." Ja! da liegt ja eben der Hase im Pfeffer: das starke Zurückschneiden im Winter ist der Fehler. Ziersträucher, die uns im Garten durch ihren Blüten- flor im zeitigen Frühjahr, während des Sommers und endlich auch im Herbst erfreuen sollen, dürfen überhaupt nicht im Winter zurückgeschnitten werden, sondern ihr Schnitt, sofern ein Beschneiden überhaupt nötig ist, hat stets nach der Blüte zu geschehen. Man bedenke doch, daß die allermeisten unserer schön blühenden Zierge­hölze Blutenknospen schon während des Sommers an- setzen.

Schneidet man sie nun während des Winters zu­rück, so vernichtet man zugleich auch die Blutenknospen, die stets an den obersten Zweigen sitzen. Richt Schneiden über die ganze Krone soll die Losung sein, sondern ein sachgemäßes Auslichten derselben. Und zwar soll man die Zweige glatt am Hauptast oder am Erdboden weg­schneiden, damit keine häßlichen Stümpfe stehen blei­ben, an denen sich häufig schlafende Augen entwickeln, die nun austreiben und die Auslichtung illusorisch rochen.

Stört wirklich einmal ein Zierstrauch durch sein ! schnelles Wachstum eine Durchsicht, oder wächst er seinen ' anderen Artgenossen über den Kopf, so ist dies ein ! Zeichen, daß er am falschen Platze steht, denn dort darf eben nur ein schwachwüchsiger Strauch stehen, der in den Rahmen des Gesamtbildes hineinpaßt und dieses nicht stört. Daher schneide man den starkwüchsigen Zier­strauch nicht unnötig zurück, sondern man nehme ihn fort und pflanze an seine Stelle einen anderen, schwach- wüchsigen. Auch das Entfernen des trockenen Holzes aus den Ziersträuchern und -bäumen besorge man lieber im Sommer oder im Herbst, wenn noch das Laub an den Bäumen haftet. Dabei geht man viel sicherer vor, weil man genau erkennen kann, ob ein Holz noch frisch oder trocken ist.

Zu den Zierbäumen und -sträuchern, die ihre Blü­tenknospen aus dem alten Jahr über den Winter ins neue mit hinübernehmen, gehören alle unsere Obst­sorten, ferner Flieder, Kastanien, Schneeball, Magno­lien, Tulpenbäume, Deutzien, Weißdorn, Mandelbäu­me, Ebereschen und viele andere. Aber auch all die andern Ziersträucher, die ihre Blüten erst an den jun­gen saftigen Trieben entwickeln, sollten nur in be­scheidenem Maße geschnitten werden, denn stets wird ein Strauch bestrebt sein, starkes, blühfähiges Holz auszubMen. Schneidet man aber zuviel starkes Holz zurück, so geschieht dies stets auf Kosten der Blüte. Von unseren bekanntesten und beliebtesten Ziersträuchern eröffnet der Kellerhals (Daphne) im Februar und zeitigen März als erster den Blütenreigen, und gar lieblich leuchten seine rosenroten Blümlein am blätter­losen Strauch in die kalte Winterluft. Er ist aber stark giftig. Darum sei vor ihm gewarnt!

Die Zaubernuß (Hamamelis) entfaltet fast zur sel­ben Zeit ihre schwefelgelben Blüten. Dann erscheint die immergrüne Elockenheide (Ericka carnea) auf dem Plan, und gar emsig sind ihre kleinen Blumenglöcklein von honigsuchenden Bienen und brummenden Hum­meln umlagert. Mit ihr zugleich blüht auch die gelb­glockige Forsythie und die Magnolie mit ihren weiß­roten, Linsenförmigen Prachtblüten. Felsenbirne (Ame- lanchier) und Erbsenstrauch (Caragane) mit ihren Schmetterlingsblüten folgen alsdann. Diesen Aprilblü- Hern, die fast alle ihre Blüten an fast blätterlosen Strauch zeigen, schließen sich im Mai ein ganzes Heer von Blütensträuchern an: Pfirsich- und Mandelbäum- chen, Flieder, Deutzie, Pimpernich, Schneeball, alle unsere Obstarten, Weiß- und Rotdorn, Eberesche, Mai­glöckchenbaum, Zwergmispel, Ginster, Mahonie, Pfingst­rose und andere. Im Juni erblüht das Heer der Rosen, Rhododendron, Kirrie^ Eibisch, Geißklee, Diervillie, Berberitze, Gewürzstrauch, Goldregen, Schneeblume und Jasmin, worauf dann im Juli der Hollunder, die Kopf­blume, der Tulpenbaum, Vudleie Hortensie, Johan- nisstrauch, Besenheide und andere folgen.

üiö zum September dauert der Blumenflor der einzelnen Strauchgattungen.

Aber nicht nur Blüten, auch herrlich gefärbte Früchte zeigen sich dann im Herbst an vielen Zierbäumen und -sträuchern. Welch stattlichen Beerenreichtum weisen Holunder, Mahonie, Zwergnusperl, Quitte, Wildrose und Liguster auf! Goldig leuchten die Früchte am Paradiesapfelbaum, und wie rote Feuergarben leuchtet es aus dem Gezweige der Ebereschen im Spätherbst. Im tiefsten Schwarz prunken Aalbeeren und Liguster und im herrlichsten Rot leuchten die Früchte der Cotone- aster und locken alle gefiederten Bewohner aus Feld und Wald zur Tafel. Auch deshalb tut ein vernünf­tiger Schnitt der Ziersträucher not, bäumt sie blühen und Früchte tragen. Denn alle Ziersträucher mit ihrem dichten Gezweige sind auch zugleich vortreffliche Nist- stätten für viele unserer Singvögel.

Rückwechsel.

Viele Jäger gibt es, die sich bei Treibjagden sehr ungern auf einen Rückwechsel stellen, ja dies quasi als Zurücksetzung betrachten. Und doch ist gerade das Gegenteil der Fall, denn auf dem Rückwechsel kann man nur tüchtige weidgerechte Jäger brauchen, und wird auch der wahre Weidmann stets als Vorzug empfinden, dorthin gestellt zu werden. Der starke Hirsch, der brave Bock, wie auch viele „Krumme" aus dem Geschlechte derer von „Lampe" drücken sich bei Treib- ragden durch die Treiberlinie und nehmen den Rück­wechsel an. Ist es auch sonst etwas langweilig auf der­artigen Ständen, so wird doch der Jäger, der solche Plätze einnimmt, immer guten Anlauf haben bezw. starke Stücke vor das Rohr bekommen.

Wie vermeidet man Wildschaden auf Wintersaaten?

Im allgemeinen steht Rot-, Reh- und Schwarzwild, jetzt an den wärmsten Ständen im Walddickicht; doch streift Rotwild Meilen weit. um auf Wintersaaten

Aesung unter Schnee zu suchen, wird aber von solch Streifereien abgehalten, wenn man Weichhölzer nächstes Frühjahr zum Hiebe kommenden Schläg fällt (Aspen, Vogelbeerbäume, Salweiden, deren Rin und weiche Teile sehr gerne angenommen werden). D Reh wird mehr den Junghölzern, Buche ausgenomme nachteilig (Aufstellen von Hafergarben) als den Felder welche es erst im Sommer heimsucht, wenn es sich zu- Schutz gegen belästigendes Ungeziefer im hohen Getreu niedertut. Wo Sauen Standwild sind, muß auch ihm nachgeholfen werden (Schütten von Eicheln, Eckern Roßkastanien, Abgängen von Kraut, Kohl und Rüben

Winke zur Einschränkung 8er Wachsmottenbrut.

Einer der ärgsten Feinde der Bienenzucht ist zweifel los die Wachsmotte. Namentlich dem Anfänger wird st gefährlich, besonders dann, wenn er es mit der Rein lichkeit nicht so genau nimmt. Ein weiterer Grund lieg darin, daß die Wohnungen aus Holz, sofern sie de Imker selbst herstellt, oft sehr undicht sind. Jede, and die kleinste Ritze, ist aber eine Brutstätte für die Wachs motten. Der Anfänger sollte daher, wenn er sich Woh­nungen aus Holz herstellt, ganz besonders darauf sehen daß dieselben keine Ritzen aufweisen; lassen sich die­selben aber nicht vermeiden, so verklebe man sie sorg­fältig. Im übrigen mache man sich die peinlichste Sauberkeit auf dem Bienenstände zur Vorschrift.

ALche und Stelle*.

Kalbsbrust mit Reisfüllung

für sechs Personen. Ein Pfund Reis wird blanchiert, abgegossen, mit etwas Wasser, Butter oder Brühe nicht zu weich gedünstet, zuletzt mit 120 Er. geriebenem Parmesankäse vermischt und in die gut gesalzene und hergerichtete Kalbsbrust gefüllt, die man zunäht. In einer Kasserolle läßt man Scheiben von Zwiebeln, To­maten und Sellerie mit etwas Pfeffer, Nelken und Ee- würzkörnern in reichlich zerlassener Butter etwas durchdünsten, legt die Kalbsbrust darauf, gießt eine Obertasse leichte Brühe oder Wasser dazu und läßt unter öfterem Begießen bei gleichmäßigem Feuer schmoren. Wenn die weichgedämpfte Kalbsbrust her­ausgenommen ist, wird die Sauce durch ein feines Sieb gerührt, entfettet, abgeschmeckt, falls nötig mit einer Mehleinbrenne seimig gekocht und beim Anrichten mit 8 Tropfen Maggis Würze im Geschmack gekräftigt.

Den besten Hirschbraten

gewinnt man aus Rücken, demnächst aus den Keulen des Wildes. Man häutet das Fleisch recht sorgfältig, spickt und salzt es nach Belieben und bringt es dann mit etwas Wasser und tüchtig Butter oder Gänseschmalz in die Pfanne. Hier brät man es 3—4 Stunden langsam unter fortwährendem Begießen mit derruhS. "Id der Braten hinreichend weich und braun, so gibt man saure Sahne zur Erzielung der Sauce hinzu.

Gespickter Karpfen.

Ein großer Karpfen wird geschuppt, durch einen möglichst kleinen Einschnitt in den Bauch ausgenommen, sauber gewaschen und entweder nur mit Speckstreifchen oder abwechselnd mit Speck-, Sardellen- und Zitronen- schalenstreifchen gespickt, mit Salz gut eingerieben und eine halbe Stunde damit stehen gelassen. Dann legt man den Fisch in eine Pfanne, übergießt ihn mit siedender Butter und brät ihn eine Stunde unter recht fleißigem Begießen. Man reicht ihn mit einer Kapernsauce oder Salat.zu Tisch.

Kalbsleber mit spanischer Sauce.

Eine gespickte Kalbsleber läßt man unter fort- I währendem Begießen mit Butter im Backofen gar werden und richtet sie mit folgender Sauce an: Fein gehackte Schalotten dünstet man 10 Minuten in einigen Eßlöffeln Weinessig, etwas Fleischbrühe oder aufge­lösten Fleischextrakt, einer starken Prise Psesstr sowie dem nötigen Salz und verrührt diese Sauce mit einer zweiten, die man aus 100 Gramm Butter, 2 Eßlöffeln Mehl und etwas Bratenjus unter fortwährendem Umrühren bei 15 Minuten langem Kochen Hergestellt * hat. Im Momente des Anrichtens mischt man unter die fertige Sauce einen Eßlöffel recht feingehackte Essiggurken.

Paprika-Schnitzel.

Man bestreue die Kalbsschnitzel (es können auch Ko­teletten sein), nachdem sie zurecht geputzt sind, mit Pa­prika und Salz und lasse sie so längere Zeit auf einer Schüssel (nicht auf einem Brett) liegen. Dann werden reichlich Zwiebeln goldbraun gemacht und die Schnitzel darin sehr rasch auf beiden Seiten geröstet. Die Zwiebeln müssen sehr sein geschnitten sein. Papril : nehme man nicht zu reichlich.