Parlamentsuntersekretär Acland sagte in einer in Rochdale gehaltenen Rede: Englands Beziehungen zu Deutschland und allen anderen Ländern seien gut. Falls die Gesahr eines Mißverständnisses entstehen sollte, so könnte diese nur durch so unverantwortliche Aeußerungen wie diejenigen von Lord Roberts hervorgerufen werden?
-1« Provinz «. vscddargrdiel.
* (Anstellung der Militäranwärter bei den Kommunalbehörden.) Kommunalbehörden be- rusen in der Regel einen Militäranwärter, der daS 35. Lebensjahr überschritten hat, nicht mehr ein. Auch beim Magistrat Berlin-Schöneberg galt bisher das 35. Lebensjahr als Altersgrenze für die Einberusung. Ein Militäranwärter, der sich bereits im höheren Alter befand, wurde aus diesem Grunde vom Magistrat Schöneberg, wie die in Berlin erscheinende Zeitschrift „Die Zivilversorgung" mitteilt, abge- wiesen. Darüber führte der Militäranwärter Beschwerde beim Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg alS Aufsichtsbehörde.
Der Oberpräsident hat die Festsetzung deS 35. Lebensjahres alS Altersgrenze beanstandet mit der Begründung, daß er derartige Bestimmungen im Interesse der Versorgung der Militäranwärter nicht für angängig und auch mit den gesetzlichen Bestimmungen nicht für vereinbar halte. Die statutarische Festsetzung der Altersgrenze jür die Annahme und Anstellung von Militäranwärtern sei nach Lage der Gesetzgebung an sich nicht unbedenklich, werde sie aber überhaupt al? zulässig erachtet, so werde sie keinesfalls unter daS 37. Lebensjahr festzusetzen sein. Gleichzeitig hat der Oberpräsident die Stadt Schöneberg durch den Regierungspräsidenten in Potsdam auffordern lassen, die entsprechende Abänderung herbeizusühren. Demgemäß hat die Stadtverordnetenversammlung von Schöneberg in einer ihrer letzten Sitzungen beschlossen, nunmehr als obere Altersgrenze für die Einstellung der Militäranwärter für die Sekretärlaufbahn sowie für die Anstellung der Beamtenanwärter für den einfacheren Bureau- und Kasfendienst da? 37. Lebensjahr festzusetzen. Dieser Fall läßt eS angebracht erscheinen, daß diejenigen Militäranwärter, die wegen ihres höheren Lebensalter- von irgendeiner Kommunalbehörde ab- gewiesen werden, unter Hinweis aus die Bersügung deS Ober- präsidenten der Provinz Brandenburg ebenfalls bei dem zuständigen Oberpräsidenten Beschwerde zu sühren.
* (Neuerungen im Postbetrieb.) Die Postordnung hat sechs wichtige Aenderungen erfahren. Wurde eine Nachnahmesendung auSgehändigt, ohne daß der Nachnahmebetrag ordnungsmäßig eingezogen wurde, so leistete die Post bisher dem Absender nur im Weltverkehr Ersatz. Die Ersatz- pflicht ist jetzt aus den lebhaften Wunsch der HandelSwelt auch innerhalb Deutschlands eingcjührt. Die Post leistet Ersatz für den entstandenen unmittelbaren Schaden bis zum Betrage der Nachnahme. Als außergewöhnliche ZeitungSbeilagen werden Drucksachen befördert, die nicht alS Bestandteile der Zeitung oder Zeitschrift erachtet werden können, mit der die Versendung erfolgt. Eine derartige Beförderung ist jetzt ausdrücklich ausgeschlossen worden für Drucksachen verschiedener Interessenten, die alS ein Ganzes hergestellt, dabei aber so angeordnet sind, daß sie sich in mehrere, einzeln versenkbare Teile zerlegen lassen. Gemeint sind z. B. vereinigte Reklame- und Bestellkarten verschiedener Firmen. Eine Eilbestellung an Empfänger im OrtS- und Landbestellbezirk deS Aufgabe-PostortS war bisher auf gewöhnliche Briestendungen beschränkt. Diese Einschränkung ist weggesallen. Es können jetzt Postsendungen jeder Art auch am Aufgabeort bestellt werden. Für Patronen bestehen gewisse Vorschriften über deren Verpackung, wenn sie mit der Post verschickt werden sollen. Jetzt wird verlangt, daß Pappe- 'patronen so beschaffen sind, daß ein Brechen der Pappe bei der Besörderung ausgeschlossen ist. Briessendungen dursten schon bisher nicht nur den Postbegleitern, Postillionen und Besörderern übergeben werden, wenn diese sich unterwegs im Dienst befinden, sondern auch den Führern von Privat- Personensuhrwerken, die zu Postzwecken dienen. Diese Erleichterung ist aus alle derartige Privatfuhrwerke ausgedehnt worden. Unbestellbare Pakete können vom Absender der Post überlasten werden. Für die aus der Sendung lastenden Gebühren haftet jedoch der Absender, soweit diese Schuld nicht durch den Berkaus deS Pakets gedeckt wird.
(:) Hersfeld, 25. Nov. Der gestrige Totensonntag sah auf unserem Friedhofe wieder eine außerordentlich große Anzahl von Besuchern, die der Bedeutung des TageS entsprechend die Gräber ihrer Verstorbenen mit reichem Blumenschmuck versahen.
-1- Mecklar, 25. November. Am Sonnabend nachmittag gegen 4 Uhr brach in der Scheune deS Landwirts Valentin Schlag hier Feuer aus, welchem daS Gebäude nebst den Futtervorräten zum Opfer fiel. Der Brand ist vermutlich durch Unvorsichtigkeit spielender Schulkinder entstanden.
Cafsel, 25. Nov. Aus der Hannoverschen Bahnstrecke in der Nähe der Station Seesen hat sich gestern ein tödlicher UnglückSsall zugetragen. Der Eisenbahnschaffner Regenhardt rutschte infolge eines Fehltrittes auf dem durch den Regen feucht und glitscherig gewordenen Trittbrette aus und stürzte so unglücklich zwischen die Waggons auf die Schienen, daß er übersahren wurde und dabei tödliche innere Verletzungen erlitt, an deren Folgen er trotz ärztlicher Hilfe nach kurzer Zeit sterben mußte.
Breitenbach a. Herzb. 22. Nov. Beim Fällen von Kiefern ereignete sich gestern am Rimberg ein sehr schwerer UnglückSsall. Der 58jährige Maurer Röder auS Gehau wurde von einer Kiefer so schwer im Rücken verletzt, daß er lautlos zusammenbrach und ohne daS Bewußtsein noch einmal erlangt zu haben, nach ungefähr einer halben Stunde während deS Transportes starb.
Gelnhausen, 21. Nov. In der Nacht vom Sonntag auf Montag gerieten zwei hiesige junge Burschen wegen einer Zigarette in Streit, den sie aus der Straße fortsetzten. Aus dem Obermarkt kam eS auch zur Schlägerei; der Angreifer puffte seinen Gegner, der sich durch Faustschläge zu wehren suchte. Plötzlich zog jedoch der Angreiser einen feststehenden Dolch und stach blindlings auf den anderen los und die Stiche waren so krästig, daß die Spitze der Klinge abbrach und dem Gegner daS ganze Gesicht zerschnitten wurde. Dem Verletzten wurde, nachdem einige Passanten hinzukamen, ein Verband angelegt und man brächte ihn sofort nach Hause. Der Täter wurde verhaftet.
Alsfeld, 20. Nov. In dem benachbarten Nieder-Ofleiden wurde der Arbeiter JustuS in einem Steinbruch von einem großen Stein, der sich losgelöst, so schwer an den Kopf ge- troffen, daß er sofort verschied. Der Verunglückte hinterläßt eine Witwe mit mehreren unmündigen Kindern.
Soest (Westsalen), 23. Nov. Am Freitag vormittag warf sich der hiesige Reichsbankvorsteher Cäsar aus dem Bahn- Hof Soest vor die Lokomotive einer Schnellzuges und wurde Hort getötet. Als Motiv des Selbstmordes werden Unregel- wäßigkritm im Geschäft angenommen. Eine Revision hat
bereits stattgesunben, doch ist über daS Ergebnis noch nichts bekannt.
Hedemünden, 23. November. Hier hat sich heute ein betrübender Todesfall ereignet. Der bekannte Arzt und Besitzer eines Sanatoriums Dr. Lauenstein ist heute früh nach eintägiger Krankheit gestorben. Dr. Lauenstein hatte sich eine Halsentzündung zugezogen, auS der eine Blutvergiftung entstanden war, die den erst 44jährigen Mann dahinraffte.
Fladungen (Rhön), 22. November. Der zurzeit in Germerode beschäftigte Obermonteur Karl Eckert aus Fladungen stürzte von einem 150 Meter hohen Wafferturm in die Tiefe und erlitt einen Echädelbruch.
Hildburghausen, 22. November. Binnen 8 Tagen haben sich hier zwei Selbstmorde ereignet. Erst erschoß sich ein junger Mann, nachdem er erst wenige Wochen verheiratet gewesen, und vorgestern machte ein junger Mann seinem Leben durch Erhängen ein Ende, weil ihm seine ehemalige Braut eine Einladung zu ihrer Hochzeit gesandt hatte.
DT. Darmstadt, 24. November. Die durch die blutige Schlägerei zwischen deutschen und russischen Studenten der hiesigen technischen Hochschule hervorgerufene Aufregung in der Studentenschaft, hat in dieser Nacht zu einer abermaligen Bluttat geführt. Gegen Morgen gerieten in einem 6afe einige Gäste in Streit, wobei ein russischer Student seinen Revolver zog, und den Kaufmann July durch einen Schuß in den Unterkiefer schwer, aber nicht lebenSgesährlich verletzte. Der Täter ging darauf flüchtig, Obwohl er von einem Kellner deS CasoS verfolgt wurde, gelang eS ihm unerkannt zu ent- kommen. Bisher war eS noch nicht möglich, feinen Namen zu ermitteln.
Eisenach, 25. Nov. Der bei dem Zusammenbruch der Bankfirma Strauß u. Heberlein am 8. dS. verschwundene Bankier Martin Heberlein ist unweit der Stadt in einem Dickicht erschossen ausgejunden worden. Heberlein ist der dritte Inhaber der Banksirma, der durch Selbstmord endete.
Hetzte Dacbrkhtti.
Der Balkankrieg.
DT. London, 24. November. Nach einer Meldung
auS Konstantinopel haben die Mächte dem Ersuchen der Pforte, die gelandeten Marinetruppen wieder einzuschiffen, zu gestimmt.
DT. Berlin, 24. November. Entgegen einer Nachricht
auS Wien, die ein Berliner Blatt heute verbreitete, wonach Generalseldmarschall v. Wollte in den nächsten Tagen den Besuch des österreichischen GeneralstabSchesS Schemua in Wien erwidern werde, erfährt der Deutsche Telegraf aus bester Quelle, daß an der Wiener Meldung kein wahres Wort ist.
Wie auS maßgebendsten Kreisen versichert wird, sind die Verhandlungen hier zum Abschluß gebracht worden. Ueber die getroffenen Abmachungen wird peinlichstes Stillschweigen gewahrt. Wie wir schon gestern betonten, find die militärisch- politischen Verhandlungen dieselben gewesen, wie sie bei den Unterredungen deS Kaisers, deS Reichskanzler- v. Bethmann- Hollweg und deS österreichischen Thronfolgers stottsanden. Inzwischen wird versichert, daß gegenwärtig vollständige Ruhe herrsche und kein Anlaß zu optimistischer Auffassung der augenblicklichen Lage vorhanden ist. Man denke an keine deutsche Mobilisierung an den Grenzen und man glaube auch, in den nächsten Tagen daraus verzichten zu können.
DT. Belgrad, 24. Novbr. Die „Tribuna" berichtet, daß die Balkanstaaten voraussichtlich eine Milliarde KriegS- entschädizung forbern werden, von denen Serbien 350 Millionen erhalten wird.
DT. Konstantinopel, 24. November. Es bestätigt sich, daß die bulgarischen Truppen ihre vorgeschobenen Positionen aufgegeben und sich einige Kilometer zurückgezogen haben. Die Bulgaren leiden ebenfalls schwer unter der Cholera-
DT. Sofia, 24. November. Alle griechischen und serbischen Truppen, die auf dem westlichen Kriegsschauplatz keinen Feind mehr vor sich haben, werden in Eilmärschen nach dem Osten gebracht, um hier die Stellungen der Bulgaren vor der Tschataldschalinie zu verstärken.
K o n st a n t i n o p e l, 24. November. Der Minister deS Aeußern hat dem Vertreter deS Wölfischen Telegraphen-BureauS erklärt, daß neue Verhandlungen mit Bulgarien über den Friedensschluß noch nicht begonnen hätten und auch noch keine neuen Vorschläge Bulgariens eingegangen seien. Die Türkei werde nur stark modifizierte Vorschläge diskutieren; die früheren seien undiSkutierbar, jetzt nach den klaren Erfolgen von Tschataldscha noch mehr wie vorher.
AlaiS, 24. November. Die Explosion in der Grube von St. Martin de Valgalguß erfolgte in dem Augenblick der AuSsahrt. Achtunddreißig Bergleute waren im Schacht. Von ihnen konnten sich dreizehn retten. Einer wurde halb erstickt nach oben gebracht. Bisher sind einundzwanzig Leichen geborgen. DaS Schicksal von drei Bergleuten ist noch unbekannt.
Bilbao, 24. Nov. In einem hiesigen vollbesetzten Theater entstand durch den Ruf „Feuer" eine Panik. Zwanzig Kinder, mehrere Frauen und Greise wurden erdrückt. — Da?
Unglück hat sich nicht in einem Kinematographentheater, sondern in einem ZirkuS zugetragen, der infolge deS sehr mäßigen Eintrittspreises stark überfüllt war. Die Polizei war außer Stande die durch den Ruf „Feuer" wildgewordenen Menfchen- massen zu beruhigen. Abgesehen von den Getöteten wurden viele Zuschauer, die sich hauptsächlich aus Frauen und Kindern zusammensetzten, verletzt. Ein Brand hat überhaupt nicht stattgesunben. — Nach neueren Angaben sollen bei der Panik im ZirkuS 40 bis 50 Personen umgekommen fein. DaS Aufsicht-personal deS ZirkuS ist verhaftet worden.
Pari-, 24. November. Mit knapper Not ist der französische Kreuzer „Jeanne b' Arc" aus der Fahrt von Brest nach Rio de Janeiro dem gleichen surchtbaren Schicksal ent. gangen, daS vor etwa Jahresfrist das französische Panzerschiff „Liberte" aus der Rhede von Toulon ereilt hat. Während deS AusenthalteS auf der Rebe von Madeira stellte man fest, daß die Temperatur der Pulverkammern etwas zu hoch war.
Man schaffte daher die gesamten Pulvervonäte in die auf Backbord gelegenen Kammern 14 und 19. Am 29. Oktober mittags IVa Uhr entstand plötzlich Feueralarm. In der Leitung deS elektrischen HilsSmotorS war Kurzschluß entstanden. Ein dichter beizender Qualm füllte daS Hinterteil des Schiffes.
DaS Pulver war in Gefahr, und in wenigen Minuten konnten die an dem Lack der Wandungen entlang züngelnden Flammen die Pulverkammern erreicht haben. Sofort gab der Kommandant Befehl, die gefüllten Kammern 14 und 19 unter Wasser zu setzen. Der dichte Rauch machte eS fast unmöglich, an den Regenapparat heranzukommen. Mit einer elektrischen Taschenlampe bewaffnet, sprang schließlich ein Offizier durch Qualm und Flammen und setzte den Apparat in Tätigkeit, sodaß in wenigen Minuten Hitze und Flammen den unter Wasser gesetzten Pulvervorräten nicht- mehr an« haben konnten. Der Kreuzer war dadurch vor dem Schicksal bewahrt worden, aus offenem Meer durch die Explosion seiner Pulverkammern mit Mann und MauS in bie Luft gesprengt zu werden. DaS Feuer wurde daraus rasch gelöscht und am Tage darauf verseukte man die unbrauchbar gewordene Pul- vcrmenge inS Meer.
Rom, 25. November. In Appulien und Sizilien verheerte ein furchtbares Unwetter Felder und Ortschaften. Bei Foggia stürzte eine Eisenbahnbrücke ein. Bei Bari gingen mehrere Schiffsbalken unter. Mehrere Dampfer erlitten starke Beschädigungen. In Messina wurde der Friedhof von einer gewaltigen Flutwelle aufgewühlt. Tausende von Opsern bei großen Erdbeben- von 1908 ruhen auf ihm. Ueber hundert Leichen wurden inS Meer geschwemmt.
Sulz (Elsaß), 25. November. Während einer Revision, welche Fehlbeträge in Höhe von 20 000 Mark ergab, hat sich ein Gerichtsvollzieher erschossen.
Eingesandt.
Unter Verantwortung deS Einsenders.
Wie die Jetten sich andern!
Am letzten Sonntag sand zu Bebra eine Verbrüderung und Verschmelzung der unter Führung der Herrn Trieschmann und Rudloff segelnden „Hessischen Bauernpartei" mit dem „Deutschen Bauernbund" statt. Der Oberpräsident des Letzteren, Herr Wachhorst de Wente hielt in dieser von 51 meist auS Nichtlandwirten besuchten Versammlung den Hauptvortrag über daS Thema: „Die Lügen der Großagrarier über den deutschen Bauernbund." Leider kann ich über diese Versammlung, in welcher alle Koryphäen der nunmehr hier begrabenen Bauernpartei wie Triefchmann, Rudloff, Etippich sprachen, nichts Näheres berichten, weil unser Gewährsmann aus dem Lokale gewiesen wurde.
Höchst komisch, geradezu beschämend wirkt diese Verbrüderung wenn man bedenkt, daß die Bauernpartei vor gar nicht langer Zeit erst diesem Bauernbund mit Keulenhieben ins Gesicht schlug! Die Wandelbarkeit und BerstellungSkunst dieser Leutchen, die in den letzten Jahren in den heimischen Wahlkreisen so viel Unruhe stifteten und scharfes Gift verspritzten, sucht wohl kaum ihres Gleichen! Lassen wir Nr. 1 deS „Landvolk" vom Januar 1911 reden, dort heißt eS in einem Leitartikel „WaS wir wollen" wörtlich:
Wir wollen nichts zu tun haben mit dem sogen. Deutschen Bauernbund, einer Bauernsangmaschine der nationalliberalen Partei, wie der Junkerbund eine politische Kriegsmaschine der Junkerpartei ist. Wir wollen unter keinen Umständen in die für unS weit schlimmereKnechtschaft dein den liberalen Parteien verkörperten KapitaliSmuS (Geld- herrschaft) sollen — sondern wir wollen unS frei machen, um frei zu bleiben, unsere Sache endlich einmal selbst führend, rc.
O goldene Freiheit wie klingst Du schön! Aus derselben Seite „Da- Landvolk" sagt Herr Cornelius Trieschmann in einem anderen Artikel wörtlich:
„Der Vorwurf der Zersplitterung ist wohl dem Deutschen Bauernbund gegenüber angebracht, der unsere kleinen Land- Volkscharen unter die Führung der Liberalen bringen will. An dieser neuen Bauernfängerei sehen wir wiederum, wie nötig eS ist, unser Landvolk auszuklären usw."
Den richtigen Bauernfang hat Herr Trieschmann jetzt vom 6.—16. November d. JS. in der BauerndundSzentrale in Berlin erst kennen gelernt, wo er als Reiseapostel ausgerüstet mit der Bauernfongmafchine deS LiberaliSmuS, weiter in den hiesigen Wahlkreisen Zwietracht säen wird. Nur der Mammon deS Kapitalismus, der auch den beiden verfloffenen RcichtagSkondidatcn Rudloff und Trieschmann die Wahlun- kosten deckte, hat diese angeblich Unentwegten — zu Knechten deS liberalen Bauernbundes gemacht.
Merken denn die vielen verhetzten, kleinen Leute nicht bald, daß sie Verrätern in die Hände gefallen sind?
Herr Wachhorst de Wente ist wahrlich nicht zu beneiden um solchen Zuwachs in seinem Bauernbund.
Ihr heffischen Bauern, Gewerbetreibende und Arbeiter zeigt Euch doch gegenüber diesen Gummimännern, diesen Schachtelhalmen alS wirkliche Hessen, als Männer!
Buhl-Unna.
Oeffentlicher Wetterdienst.
Wetterdienststelle Frankfurt a. M.
Wetterausfichten für Dienstag den 26. Nov.: Meist trübe, zeitweise Niederschläge, mild, westliche Winde.
Mehr als 40 Sorten.
Achtung vor Nachahmungen!
MAGGrsniw
sind die besten!