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Türkei vorläufig doch auch noch ein Wörtchen in dieser Be­ziehung zu sagen hat. Ein wenig verdächtig jedoch ist der Eifer, mit dem die Times und ähnliche Blätter darauf bestehen, uns glauben zu machen, daß der russische Minister Ssasonow bloß deshalb nach Balmoral gekommen sei, um in Gemeinschaft mit Sir Edward Grcy zu entdecken: „Daß Rußland und England sich in voller Uebereinstimmung befanben, für den Frieden zu wirken."

Wien, 2. Oktober. Nach einer Petersburger Meldung der „Wiener Allg. Zeitung" glaubt da» russische Kabinett nicht mehr an die Möglichkeit der Vermeidung eine? Kriege» zwischen der Türkei und den Balkanstaaten. Man hält die Intervention der Mächte für aussichtslos. Nach einer Belgrader Meldung wurde der serbische Gesandte in Konstantinopel von Belgrad angewiesen, Konstantinopel heute zu verlassen. Nach einer Meldung auS Sofia hält man in diplomatischen Kreisen be­reits heute die Lage für unrettbar und den Krieg für unaus­bleiblich.

Wien, 3. Oktober. In Belgrad sind gestern tatsächlich sünfzehn Waggon» mit Munition aus Frankreich für die Tüikei und drei Aeroplane konfisziert worden. Ein serbische? Kavallerie-Regiment ist in Sonderzügen nach Bulgarien ob­gegangen, um die bulgarische Kavallerie zu verstärken. In Sofia rüstet eine bisher geheime OsfizierSorganisation, betitelt „Für die Besreiung Mazedonien?", deren Leiter der gewesene Kriegsminister Sawow ist, ein irreguläre? Korps auS, um den Bandenkrieg im großen Stile zu eröffnen.

S e m l i n, 3. Oktober. Aus Sofia find hier Nachrichten eingetroffen, daß die Feindseligkeiten bulgarischerseitS gegen die Türkei morgen Freitag eröffnet werden sollen. Serbien wird sich ganz nach Bulgarien richten und zu derselben Zeit wie diese- die türkische Grenze überschreiten, da ein einheitlicher gemeinsamer FeldzugSplan zwischen Serbien, Bulgarien und Montenegro besteht. Griechenland wird vorläufig nicht aktiv eingreisen. Gestern sind hier au? Pari? sechzig Millionen FrancS in Gold zur Unterstützung deS serbischen FeldzugeS eingetroffen. Ein Konsortium französischer Banken hat dieses Geld hergeschickt.

Konstantinopel, 3. Okt. Die Schwierigkeit der Verbindung der Diplomaten der Balkanstaaten mit ihren Regierungen schafft eine unentwirrbare Situation. Der serbische Gesandte Nenadowitsch erhielt noch keine Antwort von der Pforte bezüglich der Durchfuhr serbischen Kriegs­materials. DaS Ausbleiben einer Antwort könnte als Ab­lehnung betrachtet werden. Da Nenadowitsch keine Jnstruk- tionen erhält, weiß er nicht, ob er abreisen soll. In derselben Lage befindet sich der griechische Gesandte GiypariS. 24 griechische Dampser, 37 Segelschiffe, eine große Anzahl von Schleppern und kleinere Schiffe sind hier und könnten nach der Kriegserklärung beschlagnahmt werden. Fast 70 griechische Schiffe mit Getreide befinden sich im Schwarzen Meer.

-I« Sn- imd Wtlana.

Da? Kaiserpaar wird am Montag, den 7. d. Mt?., nachmittags in Kabinen zu etwa dreitägigem Aufenthalt ein* treffen.

Nunmehr liegen auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910auch für diekonsessionell^e Glieder­ung der Bevölkerung deS Deutschen Reichs die endgültigen Ergebnisse vor. Danach gab eS am 1. Dez. 1910 im Deutschen Reich nahezu 40 Millionen Protestanten und 23,8 Millionen Katholiken. Die katholische Bevölkerung deS Deutschen Reiche? ist also der Zahl nach nur etwa? mehr als halb so stark wie die protestantische Bevölkerung. Von anderen Bekenntnissen kommen nur noch die Juden mit 615 000 und die Anhänger anderer christlicher Bekenntnisse mit rund 284 000, endlich noch Angehörige anderer Religionen mit rund 208 000 Personen in Betracht.

Die GesamtstSrk,'e d e? deutschen H e e r c » be­trägt seit dem 1. Oktober, dem Termin der Ausstellung der Neusormationen, 655 914 Köpfe einschließlich der bayerischen Truppen. Im einzelnen find vorhanden: 27037 Offiziere, darunter 413 Generale und 695 Regimentskommandeure, 2367 Sanitätsoffiziere, 810 Veterinäroffiziere, 1154 Zahlmeister, 2 Armeemufikinfpizicnten, 1193 Waffenmeister, Sattler usw,; ferner 92 347 Unteroffiziere 531004 Gemeine. Die Zahl der Dienstpserde beträgt 126 480. Die Zahl der Gemeinen verteilt sich auf die vier Kontingente wie folgt: 412 346 Preußen, 39 834 Sachsen, 20 244 Württemberger, 58 580 Bayern.

DaS längst drohende aktive Eingreisen der UnionSregierung in die revolutionären Wirren in Mexiko könnte durch die gemeldete Ermordung deS amerikanischen Vize- konsulS in Durange und noch zweier anderer Amerikaner feiten» der mexikanischen Rebellen leicht herbeigesührt werden. Vorerst ist allerdings noch nicht» über etwaige Schritte der UnionS­regierung gegenüber Mexiko anläßlich dieses Vorganges ge­meldet worden.

Die chinesischen Truppen, welche gegen die Auf­ständischen in der Mongolei operieren, sollen neuerdings be­deutende Erfolge über die Insurgenten davongetragen haben. ES wirb die baldige Beendigung deS AusstandeS in der Mongolei erwartet.

Die neuenEingeborenen-UnruheninDeutsch- Südwestasrika sind noch keineswegs beendigt. Nach einer weiteren Meldung von dort sind auch im KeetmanShooper Bezirk Banden rebellischer Kopperleute aufgetaucht. Die Banden sollen zusammen etwa 30 Mann stark sein, die sämtlich mit guten Schußwaffen versehen find. Amtliche Nachrichten stehen immer noch auS.

Uns Provinz u. Kachbargebiet.

§ Hersfeld, 2. Oktober. Die Stadtgemeinde Vacha hat den Antrag auf Konzessionierung einer Chlorkalium- und Sulfatfabrik in Vollmacht der Gewerkschaft Großherzog von Sachsen in DietlaS gestellt. Antrogstellerin >st mithin die Gewerkschaft Großherzog von Sachsen für den von ihr bei Vacha zu errichtenden Schacht. Da» Unter­nehmen ist bereit» zur öffentlichen Ausschreibung gekommen.

>st Jedermann befugt, im Umfange seiner Interessen gegen vie Anlage Einspruch bei dem Herrn Bezirk»direktor in Dermbach »stgrenb der vorgeschriebenen 14tägigen Frist zu erheben.

-oc- Hersfeld, 4. Oktober. Der herbstliche Wald über- '

trifft an Farbenpracht und abwechselungSreicher Schönheit fast noch den deS Sommers, »mmgstenS soweit der Laubwald in Frage kommt. An allen Bäumen und Sträuchern nehmen die Blätter die herbstliche Färbung an, die bald rot, bald braun, bald gelb, selten aber an zwei nebeneinanderstehenden Bäume die gleiche ist. Dadurch erhält daS Bild deS Walde» ein besonders vielseitiges Gepräge und daS Auge kann sich kaum satt sehen an den eigenartigen Farbennuancen. Jnjolge der vorgeschrittenen Jahreszeit ist auch die Lust kühler und damit zugleich klarer und durchsichtiger geworden. Ein herbstlich-seiner Dunst verschleiert den fernen Horizont, der Himmel erscheint reiner und höher, und der etwa» frische Luft­zug deS HerbstwindeS läßt daS Waldaroma doppelt ersrifchend empfinden, jenen unbeschreiblichen Dust, den unsere Wälder ausströmen, und dem der Herbst alS besonders feines, pikantes Gewürz einen ganz leisen Hauch von welkem Laube beimischt. --Für den Naturfreund ist der Wald ein echtes Bild deS menschlichen Leben?. Frisch und unberührt im Frühjahr, krastvoll und saststrotzend im Sommer gleicht er der Jugend und dem reifen ManneSalter. Kommt aber dann der Herbst, dann erlischt wie beim Menschen allmählich die ganze Fülle von Krast. Wie ein Seufzen klingtS, wenn der Herbstwind durch daS blaß gewordene Laub raschelt, als ahnte der Wald die bald bevorstehende Winterzeit, wo daS Bahrtuch von Schnee und EiS feine Kinder zudeckt. Die Wehmut deS Scheiden?, die der herbstliche Wald in uns wachrust — das ist es, warum unS gerade jetzt sein Anblick innerlich so ergreift —

§§ Hersfeld, 4. Okt. Im LandkrankenhauS hat vom 30. Septbr. bis 2. Oktober die erste staatliche Prüfung von Krankenpslegerinnen unter dem Vorsitz deS Herrn Geh. MedizinalrateS O r. R o ck w i tz auS Gaffel statt- gefunden; eS unterzogen sich derselben 8 Hilssschwestern deS Krankenhause-, die den einjährigen KursuS durchgemacht haben; alle Teilnehmerinnen bestanden mit bestem Erfolg. Am 3. Oktober beginnt der neue einjährige KursuS, an dem sich wieder 8 Schülerinnen beteiligen werden, um daS ausgedehnte Gebiet moderner Pflege in Krankenhaus und Piivatdienst, das einen so geeigneten Frauenberuf darstellt, zu erlernen.

(§) Beiershausen, 4. Oktober. Bei der hier stattge- fundenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Herr N e u b e r einstimmig auf einen achtjährigen Zeitraum wiedergewählt. ES ist die? zum dritten Male, daß Herrn Neubcr, welcher nun schon seit 16 Jahren die Geschicke unserer Gemeinde in bester Weise leitet, daS Vertrauen entgegengebracht wird. Hoffentlich ist es dem allbeliebten Manne vergönnt, auch diesen Abschnitt seiner Amtsperiode in bester Gesundheit zu Ende zu sühren.

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Bebra, 3. Oktbr. Hier wird, wie schon wiederholt ge­meldet, eine UmgehungSbahn gebaut werden, durch die es er­möglicht wird, daß die direkten Fernschnellzüge Berlin b-zw. L-ipzig-Eisenach-Franksurt o. M. und umgekehrt die Strecke durchfahren können, ohne den hiesigen Bahnhof zu berühren. Die Fahrzeit dieser Züge wird hierdurch erheblich verkürzt werden. Der Beginn der Vorarbeiten ist bereits erfolgt, die eigentlichen Bauarbeiten werden im nächsten Frühjahre ihren Anfang nehmen. Die Arbeiten dürsten sich recht schwierig ge- stakten, da die neue Strecke an verschiedenen Stellen mit großen Ueberführungen über und unter den vorhandenen Gleisen durchgejührt werden muß, Arbeiten, die während deS Betriebes auSgeführt werden müssen. Die UmgehungSbahn verläßt bei dem Dorse Blankenheim die Strecke Frankfurt-Bebra und mündet bei der Etation Weiterode in die Strecke Bebra- Eisenach. DaS Gelände, daS sie durchquert, ist sehr ungleich, mäßig. ' ES müssen infolgedessen mehrere Wegeunlersührungen und eine große Talbrücke errichtet werden. Auch muß eine Verlegung der Fulda erfolgen, da ein großes Stück deS FlusieS in daS Bahngebiet fällt. Die Fulda muß deshalb eine große Strecke durch ein neu geschaffenes Bett gesührt werden.

Breitenbach a. Herzb., 1. Oktober. Beim Kartoffel- fahren erlitt der Schmied Demont einen schweren Unfall. Derselbe geriet, wahrscheinlich infolge ScheuwerdenS der Kühe, unter den Wagen. Neben Beinverletzungen erlitt der Ver­unglückte erhebliche Wunden am Hinterkopse, die vom Arzt ver­näht uud verbunden werden mußten.

Casfel, 2. Oktober. Vom Eilzuge ersaßt und getötet wurde aus der Strecke Cassel-Hagen in der Nähe von Bestwig ein Rottenarbeiter. Er wurde von den Rädern buchstäblich zermalmt.

Heiuebach, 3. Oktober. In dem Garten deS Landwirts G. dahier fand ein junger Mann heute die Leiche eines neu­geborenen KindeS. Er bemerkte nämlich, daß Katzen Fleisch- stücke von der Leiche abgerissen hatten. Die Untersuchung ist bereits eingeleitet. Ein von auswärts stammendes Dienst­mädchen wurde gestern verhaftet und hat die Tat bereit? ein* gestanden. Ob das Kind bei der Geburt gelebt hat, konnte noch nicht fcstgestellt werden.

Leibolz, 29. Sept. Der in den zwanziger Jahren stehende geistig nicht ganz normale Sohn des HüttnerS L. Schmitt von hier geriet beim Holzspalten mit seiner noch schulpflichtigen Schwester in Schreit. AlS der Vater vermittelnd zwischen beide trat, erhielt er von seinem Sohne mit der Axt einen so heftigen Schlag gegen den Kops, daß Schmitt ärztliche Hilse in Anspruch nehmen mußte.

Schlüchtern, 1. Oktober. In der Nähe deS Dorfes Obcrzell hatten Kinder auf dem Felde ein Feuerchen angezündet. Um daS Feuer recht auflodern zu lassen, liefen einige Kinder in den nahen Wald, um Reisig und Holz zu sammeln. Ein Kind, ein sechsjähriges Mädchen, blieb allein bei dem Feuer zurück. Während eS damit beschäftigt war, die Glut noch mehr anzusachen, gerieten Plötzlich seine Kleiber in Brand. ES schrie um Hilse, aber kein Retter nahte. Wohl war ein Mann in der Nähe mit dem Abernten seines Hafer? beschäftigt, aber er war so in seine Arbeit vertieft, daß er von den Klage­lauten keine Notiz nahm. So verbrannte das arme Kind unter den furchtbarsten Qualen bei lebendigem Leibe. Man fand nachher nur nodt die verkohlten Ucberreste.

Frankfurt a. M., 1. Okt. Ein in der Böhmerstraße bedienstetc» Mädchen wurde von seiner von der Sommerreise zurückkehrenden Herrschaft tot in der Küche liegend aufge­

funden. Die Unglückliche hatt« sich durch Leuchtgas vergiftet« DaS Motiv der Tat ist unbekannt.

Meiningen, 30. Sept. Ein großartige» Werk, wie r» Europa bis jetzt noch nicht aufzuweisen hat, ist bei dem ge­planten Main-Werra°Kanal in Aussicht genommen worden. Der Verein für Schiffbarmachung der Wcrra beabsichtigte bekanntlich die Werra bis WernShaufen zu kanalisieren. AlS dann daS Projekt deS Main-Werra-KanalS hinzukam, wurde die Werrakanalisierung weiter ausgedehnt bis Ober-Maßfeld bei Meiningen. Dann aber soll der Laus der Werra »erlassen und ein Kanal über daS Gebirge geführt werden, daS bei Römhild überschritten werden sollte. Dazu waren mächtige Hebewerke in AuSsicht genommen worden, welche die Schiffe in 3 Stufen über die Höhen bringen sollten. Bei näherer Prüfung dieses Projekts hat sich aber herausgestellt, daß diese Schiffshebewerke denn doch zu kostspielig und nicht praktisch genug fein würden. Man ist deshalb auf den Gedanken gekommen, anstelle der Hebewerke einen schiffbaren Tunnel durch das Gebirge hindurch zu legen. Die Firma Grün und Bilfinger in Mannheim ist beauftragt worden, diesen Plan auszuarbeiten. Sie wird ihn in der nächsten Hauptversamm­lung deS Vereins für Schiffbarmachung der Werra, die Ende Oktober oder Anfang November in Eifenach stattfinden wird, vorlegen. Von Römhild aus wird der Kanal sich dann dem Laufe der Rodach und Jtz zuwenden, um bei Bamberg in den Main zu münden. Vom Einfluß der Rodach in die Jtz soll dann ein Stichkanal nach Koburg gelegt werden. Ob bei der Weitersührung des KanalS über daS Gebirge nach Bamberg noch weitere Talsperren geplant find, steht noch nicht sest. Für die Werra bis WernShausen find 23 Talsperren geplant worden, die zusammen eine Waffermenge von 88 250 000 Kubikmetern ausspeichern sollen.

Standesamtsbezirk Hersfeld.

Monat August 1912. Eheschließungen.

Am 3. Friedrich Wilhelm Otto, Arbeiter mit Maria Elisabeth Götz, beide zu KalkobeS. George Friedrich Kümmel, Feldwebel zu Mainz mit Katharina Elisabeth Heqrock von hier. — 17. Johannes Feick, Dienstknecht mit Minna Anna Elisabeth Eißfeller beide zu Meisebach. Albert Jakob Weidmann, Sergeant und Zahlmeister-ASpirant in Ulm mit der Köchin Katharine Elise Otterbein in Ziegenhain. — 24. Karl Heinrich Göbel, Arbeiter mit der Fabrikarbeiterin Christine Glebe, beide dahier. Dietrich Ludwig Schüßler, Bauarbeiter mit der Fabrikarbeiterin Anna Margreta Nuhn, beide dahier. — 31. Friedrich Wilhelm Konrad Apel, General-Kommissions-Zetchner mit der Modistin Katharine Elise Wassermann, beide dahier.

Geburten.

Am 1. Erika Gerta, T. des Monteurs Gustav Albert Drüse. — 3. Ein Mädchen unehelich. — 4. Frida Johanna, T. deS Schreiners Johann Heinrich Wiegand. — 5. Georg Christian, S. des Gerichtsdieners Johann Georg Schade. Ein Dlädchen unehelich. — 6. Konrad Alfred Heinrich, S. deS Vizefeldwebels Josef Janosch in Hagenau in Elsaß. — 10. Käthe Minna Luise, T. deS Landbriefträgers Georg Ernst Nuhn. — 11. Elise Marie Erna, T. des Gastwirts Johann Adam Lattemann. — 12. Johanna Elise Emma, T. des Kaufmanns Johannes Karl Wilhelm Bächstädt. Ernst August, S. des WeitzbinderS und Metzgers Johann Heinrich Theodor Manns. — 13. Amalie Elisabeth Marie, T^ deS Schlossers Johann Joseph Völker. — 14. Marie Margarete, T. des Schlossers Bruno LouiS Theodor Helbig. — 16. Johann Heinrich, T. des Arbeiters Adam Fuchs. — 17. Dora, T. des Schlossers Hugo Albert Richter. — 18. Wilhelm Karl, S. des Aufsehers Karl Gottlieb Blastus. Johannes, S. des Fabrik­arbeiters Wilhelm Eisel. Frida Elise Katharina, T. des Schreiners Valentin Most. — 20. Emilie Bertha Luise, T. des Arbeiters Arthur Wilhelm Julius Röbke. — 23. Karl Walter, S. des Metzgermeisters Karl Huth. — 24. Anna Katharina, T. des Landwirts Johann Georg Becker zu Heenes. — 25. Heinrich Wilhelm, S. des Schriftsetzers Daniel Orth. — 27. Anna Margarete, T. des Tuchwebers Johannes Kühn. Johanna Margarete, T. des Telegraphen-Assistenten Karl Heinrich Franken, berg. — 28. Käthe Margarete Marie, T. des MetzgermeisterS Friedrich Otto. — 30. Ferdinand, S. des Dienstmanns Ludwig HarthauS. Katharina Elisabeth, T. des Fabrikarbeiters Georg Karl Manns zu KalkobeS. — 31. Aenne Luise, T. deS Bäcker­meisters Ullrich Hermann Huth.

Sterbefälle.

Am 1. Johannes Karl Koch, Bürogehilse, ledig, 20 Jahre alt. — 2. Sophie, Witwe deS Tuchmachers Johannes Heinrich Langenhagen, 35 Jahre alt. Anna Elisabeth, Ehefrau des Berg- manns Wilhelm Lehnhäuser aus RanSbach, 30 Jahre alt. Georg Ernst Glebe, Arbeiter, ledig, 30 Jahre alt. — 4. Anna Christine Katharina Friederike, Ehefrau deS Lehrers Christoph Friedrich Heinemann, 43 Jahre alt. — 6. Johannes Konrad Wiegand, Fabrikarbeiter aus Rohrbach, 48 Jahre alt. — 7. Erdmann Hermann Münzer, Rentner, 72 Jahre alt. Sophie Christine, Witwe deS OrtsdienerS Konrad HafermaS aus Ersrode, 67 Jahre alt. — 9. Adam Karpenstein, Arbeiter, 63 Jahre alt. — 10. Rudolf Thum, Arbeiter, 41 Jahre alt. — 12. Martha, T. des Webers AloiS Kopp, 5 Monate alt. — 13. Georg Kreuz, Fabrikarbeiter, 58 Jahre alt. — 15. Georg, S. deS RangierführerS Jakob Köpping aus LiSpenhausen, 3 Jahre all. — 17. Johannes, S. des Tagelöhners Johann Georg Werner auS LiSpenhausen,

7 Monate alt. — 20. Anna Katharina, Witwe deS Tagelöhners Johannes Willhardt, Armenpfründnerin, 83 Jahre alt. Heinrich Stern, LandkrankenhauSverwalter a. D. auS GodeSberg, 75 Jahre alt. — 22. Elisabeth, Ehefrau deS Tagelöhners Heinrich Adam Barth auS Ronshausen, 46 Jahre all. — 25. Jakob, S. deS Schneiders Heinrich Schütrumpf aus Conrode, 1 Jahr alt. — 26. Jakob Eckhardt, Schuhmacher, 62 Jahre alt. Peter Pfort, Ziegeleiarbeiter aus Biedebach, 44 Jahre alt. — 27. Valentin Bube, Landwirt aus Rhina, 54 Jahre alt. —31. Katharina, Ehestau deS Arbeiters Tobias Hildebrand, 48 Jahre all.

Letzte Nachrichten.

Friede im türkisch-italienischen Kriege.

Konstantinopel, 4. Oktober. Sicheren Informationen zufolge hat der gestrige Ministerrat beschloffen, den letzten Vorschlag Italien» anzunehmen. Die Friedenspräliminarien werden nach Ankunft deS früheren BolschaftSrateS bei der türkischen Botschaft in Rom, Seif Eddin, in Ouchy erfolgen können. Said Eddin ist nachmittag» abgereist.

H a n a u, 3. Oktober. Der Sohn eine» in Konkurs ge­ratenen Bauunternehmer», ;ber feit einigen Tagen verschwunden ist, wird beschuldigt, Wechselsälschungen in Höhe von 10000 Mark begangen zu haben.

R o g a i n e n (Ostpr.), 3. Oktober. Der Raubmörder Wiechert, der den Viehhändler Endruschcit auS FriedrichSwalde ermordete, und beraubte, ist heute hier verhastet worden.

Dover, 4. Okt. DaS englische Unterseeboot L 2 ist >urch den Ueberseedampfer „Amerika" gerammt worden und gesunken. Die gesamte Besatzung in Stärke von 14 Mann ist ertrunken mit Ausnahme de» zweiten Offiziers.

Oeffentlicher Wetterdienst.

Wetterdienststelle Frankfurt a. M.

Wetterausfichten für Sonnabend den 5. Oktober:

Trocken, meist heiter, tagsüber etwa» wärmer, Stellenweise Nachtstost.