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Herzfelder Kreisblatt

Gratisbeilagen:Illustriertes Sonntagsblatt" undIllustrierte Landwirtschaftliche Beilage

Fernsprech-Knfchlutz Nr. 8

Nr. 34.

Dienstag, den 19. März

1912.

Amtlicher teil.

Bekanntmachung.

Die diesjährige FrühjahrS-Kontrollversammlungen im Kreise HerSseld finden wie folgt statt:

Zu Hersfeld I.

(Platz hinter dem BezirkS-Kommando) Freitag, den 12. April 1912 8V2 Uhr vormittags.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere Beterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AusgebotS und sämtliche Reservisten auS der Stadt HerSseld mit Hos Wehneberg.

gu Hersseld II..

(Platz hinter dem BezirkS-Kommando) Freitag, den 12. April 1912 9V2 Uhr vormittags für sämtliche Wehrleute I. AusgebotS sowie die Ersatz-Reservisten auS der Stadt HerSfeld mit Hof Wehneberg.

Zu Hersseld III.

(Platz hinter dem BezirkS-Kommando) Freitag, den 12. April 1912 IOV2 Uhr vormittags.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AusgebotS und Mannschaften auS den Gemeinden KathuS, GutSbezirk Oberrode, PeterSberg mit Kühnbach, GutSbezirk WilhelmShof, Sorga mit Eölzerhöfe, GutSbezirk BingarteS mit Iohannesberg, Meisebach, KalkobeS, GutSbezirk Eichhof, Eichmühle HeeneS, HermannShos.

gu Friedlos

(bei Gastwirt Grebe)

Sonnabend, den 13. April 1912 10LA Uhr vorm.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beterinäroffiziere und oberen Militärbeamten dr<Reserve und Landwehr I. AusgebotS und Mannschaften auS den Gemeinden Friedlos, ReiloS, Mecklar, Meckbach mit Kneipmühle, Gerterode, Rohrbach, Tann.

Zu Obergeis

(bei Gastwirt Ernst)

Sonnabend, den 13. April 1912 3 Uhr nachm.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Veterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AufgebotS und Mannschaften aus den Gemeinden AllmerShausen mit Hos HählganS, Aua, Bicdebach, Gitters- dors, ObergeiS und UntergeiS.

gu Heimboldshausen

(bei Gastwirt Echlermeyer)

Freitag, den 19. April 1912 SV- Uhr vormittags

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere Beterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AusgebotS und Mannschaften auS den Gemeinden HeimboldShausen, AuSbach, Harnrode, Gethsemane, Philipps­thal, RöhrigShof mit Rippe und Unterneurode.

Zu Heringen

(auf dem Platz beim HotelGlück aus")

Freitag, den 19. April 1912 2 Uhr nachmittags.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AufgebotS und Mannschaften auS den Gemeinden Bengendors, Heringen mit Hos Füllerode, Leimbach, LengerS, Widdershausen und WölferShausen. Die Mannschaften auS Kleinensee erscheinen in Hönebach am 18. April mit­tags 12 Uhr inderNähevomBahnhos, Dorfstraße.

Zu Friedewald

(auf dem Schloßplatz)

Sonnabend, den 20. April 1912 9 Uhr vorm.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beterinäroffiziere und oberen Miltärbeamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots und Mannschaften auS den Gemeinden Friedewald mit Hos Weißenborn, Hersa, Lautenhausen mit Hof Oberneurode und HillartShausen.

gu Schenklengsseld (bei Gastwirt Geheb)

Sonnabend, den 20. April 1912 2 Uhr nachm.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AusgebotS und Mannschaften auS den Gemeinden Conrode, Dünke'lrode, MalkomeS, Motzseld, OberlengSfeld, RanSbach, HilmeS, Lampertsseld, LanderShausen, EchenklengS- selb, Schenksolz, Unterweisenborn, WehrShausen und Wüstjeld.

Zu Oberbaun

(b ei Gastwirt Schacht)

Donnerstag, den 25. April 1912 10 Uhr vorm.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AusgebotS und Mannschasten auS den Gemeinden Eitra, Hilperhausen, Kohlhausen, Oberhaun, Roßbach, Rotensee, Sieglo», Unterbaun und WipperShain.

Zu Kirchheim

(bei Gastwirt Ruhn)

Freitag, den 26. April 1912 8 Uhr vormittags.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere,

Veterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AufgebotS und Mannschasten auS den Gemeinden Allendors, Frielingen, GerSdors, GerShausen, GoßmannSrode mit Hof Siebenmorgen, Heddersdors, Kemmerode, Kirchheim mit Weich und Eichmühle, Kleba, Reckerode, ReimboldShausen, Rotterterode mit Hoj BeierSgraben und WillingShain mit Hos Löscher.

Zu Niederaula

(K i r ch p l a tz)

Freitag, den 26. April 1912 9V2 Uhr vormittags.

ES haben zu erscheinen sämtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Veterinäroffiziere und oberen Militärbeamten der Reserve und Landwehr I. AusgebotS und Mannschaften auS den Gemeinden Asbach, Beiershausen, Hattcnbach, KerSpenhausen, SolmS, StärkloS, GutSbezirk Engelbach mit Hof Sternberg, KruspiS, Menashaufen, Niederaula, Niederjossa und Holzheim.

Zur strengen Beachtung für die Beteiligten fügt das Bezirkskommando folgende Bemerkungen hinzu:

1. Zu den Frühjahrskontrollversammlungen haben sich alle Mannschaften, welche der Reserve und Marine-Reserve, Land­wehr und Seewehr ersten AusgebotS, der Ersatzreserve und Marine-Ersatzreserve angehören, sämtliche zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen, sowie die zur Disposition der Truppenteile und Marincteile beurlaubten Mannschaften zu ge- stellen. Ferner sämtliche Invaliden- und Rentenempfänger der Reserve und Landwehr I mit Ausnahme der dauernd abge- sundencn Ganzinvaliden und der als dauernd untauglich auS- gemusterten Rentenempfänger. Nur diejenigen Wehrmänner und Eeewehrmänner. welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1900 eingetreten sind und deshalb bei den diesjährigen HerbstkontrollverfanumUngen zur Landwehr zweites AufgebotS übertreten, sind von der FrühjahrSkontrollverfamm- lung dieses JahreS entbunden.

2. Die Einberufung zu den Kontrollversammlungen findet lediglich durch diese öffentliche Aufforderung und durch Aus- rusen in sämtlichen Ortschaften statt. Die Nichtbef 0 l» gungderBerusungzudenKontrollversamm- lungen hat Arrest zur Folge.

3. Die Mannschasten auS einzelnen hier nicht genannten Höfen und Mühlen^rc-Lgehören zu den Ortschaften, zu deren Gemeinden sie zählen.

4. Die Mannschaften haben den Militärpaß und das Führungsattest mit zur Stelle zu bringe«.

KriegSbeorderung oder Paßnotiz müssen vorn im Paß eingcklebt sein.

5. Gesuche um Befreiung von der Kontrollversammlung sind rechtzeitig bei dem BezirkSfeldwebel in HerSfeld anzubringen und können nur durch daS BezirkSkommando genehmigt werden.

Wer vor der Kontrollversammlung keinen Bescheid erhält, hat sich dennoch zu stellen.

6. Etwaige plötzliche Krankheit oder sonstige Verhinderung-- - fälle müssen entweder durch ärztliche Atteste, oder durch Atteste der OrtS- oder Polizeibehörde, welche spätestens aus dem Kontrollplatze abzugeben sind, bescheinigt werden.

In allen ärztlichen Attesten ist die Krankheit anzugeben. Atteste, welche nur die Bemerkung enthalten, daß ein Mann am Erscheinen zur Kontrollversammlung gehindert ist, ohne Angabe des Grundes, sind ungültig und werden nicht an- genommen.

7. ES wird noch ausdrücklich bemerkt, daß diejenigen Mannschaften, welche zur Fahrt nach dem Kontrollversamm- lungSort die Eisenbahn benutzen, keinerlei Anspruch aus Ver- absolgung einer Militärsahrkarte seitens der bctieffenden^Eiscn- bahnstation haben.

8. Alle Mannschasten gehören während deS ganzen Tages, zu welchem sie zur Kontrollversammlung einberufen find, zum aktiven Heere und sind demnach dem Militär-Straf-Gesetzbuch unterworfen.

HerSseld, den 13. März 1912.

Königliches BezirkS-Kommando. HerSfeld, den-15. März 1912.

Die Herren Bürgermeister und GutSvorsteher deS Kreises haben die vorstehende Bekanntmachung in ihren Gemeinde- bezirken alsbald wiederholt zur öffentlichen Kenntnis zu bringen und namentlich den betreffenden Mannschaften noch besonders mitzuteilen.

Der Gendarmeriewachtmeister, zu dessen Bezirk der Kontroll- ort gehört, hat zwecks Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung bei den Kontroll-Versammlungen zugegen zu sein.

I. M. Nr. 726. Der Landrat.

I. «.:

Wessel, KreiSsekretär.

Die Maurerlehrlinge deS Kreises HerSfeld, welche die Gc- sellenprüsung machen müssen, werden aufgefordert sich biS zum 1. April d. Js. bei dem Unterzeichneten zu melden und nachstehende Schriftstücke einzusenden:

1. Gesuch um Zulassung zur Gesellenprüfung.

2. Ein eigenhändig geschriebener LebenSlauf.

3. Zeugnis deS Lehrmeisters.

4. Ein Zeugnis der Volksschule.

5. Ein Zeugnis der Fortbildungsschule, wenn dieselben eine solche besucht haben.

6. Den Lehrvertrag.

Der PrüfungStermin wird den betreffenden schriftlich mitgeteilt.

HerSfeld, den 8. März 1912.

Der Vorsitzende deS PrüfungS-AuSschusseS.

gez.: H. Schulz, Maurermeister.

HerSfeld, den 11. März 1912.

Wird veröffentlicht.

I. 3045. Der Landrat.

I. A.:

Wessel, SreiSsekretär.

Hersseld, den 15. März 1912.

Die Herren Bürgermeister und GutSvorsteher deS Kreises, welche mit der Einreichung der Zu- und AbgangSlisten für das II. Halbjahr 1911 noch im Rückstände find Verfüg, v. 4. März 1912, I. Nr. 576, Kreisblatt Nr. 29 werden mit Frist bis zum 24. d. MtS. hieran erinnert.

Der Vorsitzende der Einkommensteuer- Veranlagungs-Kommission:

I. Nr. 718. von GruneliuS.

Hersseld, den 7. März 1912.

Nachdem der Herr RegierungS-Präsident mit der landeS- polizeilichen Anordnung vom 2. d. MtS. A. III. 1365, die im vorigen KreiSblatt abgedruckt war, die Borfchristen zur Bekämpfung der in HerSfeld, Frielingen, GerSdorf und WillingShain ausgetretenen Maul- und Klauenseuche ange» ordnet hat, setze ich meine vorläufigen Anordnungen vom 6. Februar d. JS. KreiSblatt Nr. 25 wieder außer Kraft.

I. £229. Der Lander.

3. ».:

Wessel, KreiSsekretär.

HerSfeld, den 15. März 1912.

In Vacha (Sachsen-Weimar) ist die Maul- und Klauenseuche erloschen.

Die Gemeindebezirke RöhrigShos und PhilipPSthal find daher auS dem Beobachtungsgebiet ausgeschieden worden. I. 3283. Der Landrat.

3. A.:

Wessel, KreiSsekretär.

HerSfeld, den 15. März 1912.

Am Mittwoch, den 20. März d. JS. findet von 9° biS etwa 10° Vorm. Scharfschießen aus dem Exerzierplatz am OberSberg statt. Allgemeine Schußrichtung: östlich.

DaS Geländedreieck HerSfeld-WilhelmShos-Oberrode mit sämtlichen darin befindlichen Wegen (ausschließlich der Chaussee Hersfeld-WilhelmShof) darj während dieser Zeit nicht betreten werden.

Den Anweisungen der an den in Frage kommenden Wegen aufgestellten militärischen WarnungSposten ist Folge zu leisten.

I. 3291. Der Landrat.

3. «.:

Wessel, KreiSsekretär.

nichtamtlicher teil.

Abgeordnetenhaus.

DaS Abgeordnetenhaus setzte am Sonnabend, nachdem eS einige kleinere Vorlagen debattelos erledigt hatte, die all­gemeine Aussprache über den KultuSetat fort. Sie würbe ein­geleitet durch eine Rede deS Ministers v. Trott zu Eolz, die, großzügig abgefaßt, geschickt einen Weg sand zwischen den scharten Gegensätzen. Der Beifall war freilich zumeist auf der rechten Seite und auch beim Zentrum; denn der Minister betonte die Notwendigkeit deS Zusammenwirkens von Kirche und Schule bei der Erziehung der Jugend, die StaatSschule lehnte er ab, obwohl er zugab, daß manche Gemeinden an den Echullasten schwer zu tragen haben. Humanistischer war seine Abwehr gegen die Errichtung eines besonderen Unterrichts­ministeriums, eine der Forderungen, die gestern der Abgeord­nete Kopsch (Vp.) vertreten hatte. Herr v. Trott zu Eolz arbeitet zwar den ganzen Tag, aber er suhlt sich nicht über­lastet, so sagte er unter der Heiterkeit deS Hauses. Energischer war seine Zurückweisung deS VorwursS, eS fehle dem Kultus­ministerium an Initiative. Mit Recht konnte er hierauf daS Echulunterhaltungsgesetz und die Schulreform Hinweisen. Leichte Ironie mischte er aber auch hier in seine Ausführungen, als er zu Herrn Kopsch meinte, er sei überzeugt, daß andere eS viel besser machen würden. Warme Worte fand Herr v. Trott zu Solz für die Lehrerschaft. Bei ihr würde die Sozialdemo- kratie keinen Eingang finden. Ein Sozialdemokrat alS Lehrer ist ein Unding; ein solcher Lehrer würde in Konflikt geraten mit seiner Beruf-pflicht und ein Heuchler werden. Heftiger Widerspruch aus der äußersten Linken machte sich hier in Zwischenrufen geltend. Neu waren die Mitteilungen, die der Minister über daS EchulaufsichtSwesen wachte. Demnach hat sich die Jwmediatkommission mit Schulfragen beschäftigt und