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tümlichen Heilkräfte, die ihr auch die Bezeichnung Heil­kraut eingetragen haben, zurückgeführt wird. ^:r wirt­schaftliche Nutzen zeigte sich in einer auffallenden Ver­mehrung der Eterproduktion, und auch der Fleischansatz erfuhr eine mächtige Förderung. Die Bärenklaublätter wurden den Hühnern als Beifutter grün gegeben und be­gierig ausgenommen. Die Pflanze wächst schnell und liefert bis zum Herbst eine große Menge trefflichen, aus­giebigen Futters, sodaß selbst für eine ziemlich große Hühnerhaltung ein kleines Stückchen Land genügt. In den meisten Fällen wird es nicht nötig sein, für den Anbau direkt Kulturland zu opfern. Namentlich auf dem Lande finden sich auf größeren Wirtschaftshöfen, an Hecken und Rainen in der Niederung, sowie in Gras- gärten überall geeignete Plätzchen für dieses wertvolle Futterkraut, das für Einzelstand durch mächtigere Ent­wicklung des Blattwerks dankbar ist. Wir raten jedem Hühnerzüchter zu einem Versuch.

Wie muß der Scharraum für die Hühner beschaffen sein?

Die Hühner bedürfen zu ihrem Wohlbefinden der Be­wegung; Hühner, die frei herumlaufen, haben diese Be­wegung von selbst, aber solchen, welche eingeschlossen ge­halten werden, muß die nötige Bewegung verschafft wer­den. Ohne Bewegung setzen solche Hühner viel Fett an, andere gehen leicht zugrunde, wieder andere legen wenig oder gar keine Eier, oder die Eier sind meist schlecht be­fruchtet und ergeben schwächliche Kücken. Daher sorge man für gute Bewegung und dies geschieht am besten durch Einrichtung eines Scharraumes, also eines ziem­lich großen Platzes, der gedeckt und vor Zugluft geschützt ist. Der Boden des Scharraumes muß zunächst mit Sand und dann vielleicht mit Laub, Stroh- oder Heuhäcksel be­streut werden. Man schüttet in dieses nun das Hühner- futter hinein, das sich die Hühner durch Kratzen und scharren wieder herausholen und dadurch Bewegung haben. Der Scharraum macht sich besonders im Winter nützlich, wo die Tiere sich durch fortwährende Bewegung warm machen können und kaum unter der Kälte zu leiden haben. Dann wird man sich auch nicht über schlechte Winterleger zu beklagen haben. Auch Regelmäßigkeit beim Füttern des Geflügels, d. h. zu bestimmten Zeiten, ist von hoher Bedeutung.

Vergeht nicht die Sonnenblume anzupflanzen. Sie liefert ein vorzügliches Reizfutter für die Winterleger. Pflanzen bekommt man noch in jeder größeren Gärtnerei. Bei etwas Pflege liefert eine Pflanze eine ganz respektable Menge von Samenkörnern.

Kalkhaltiges Wasser hat eine nachhaltige Wirkung auf das Gefieder der Enten und Gänse. Wer seinem Wassergeflügel kein anderes Wasser bieten kann, muß durch geeignete Fütterung nach­helfen, damit den durch den Kalk des Wassers entfetteten Federn wieder hinreichend Fettstoff zugeführt wird. Außer Fettgetrieben und Talgabfällen ist Mais geeignet, den Fettabsatz im Gefieder zu unterstützen; doch muß auch Maß gehalten werden, sonst werden die Tiere zu fett.

Der Durchfall bei Gänsen

wird durch eine allzu große Menge wässeriger Nahrung veranlaßt; auch werden sie davon befallen, wenn es ihnen an reinem Wasser und guter Nahrung fehlt. Wenn Er- kranken und Sterben der Gänse eintritt, verlasse oder verändere man sogleich die Weide, lasse sie einige Tage von derselben weg und füttere sie zu Hause mit Spreu, geschrotener Gerste, gekochten Erbsen, oder mit in Rot- wein getunktem Brot; dauert die Diarrhöe längere Zeit, so lasse man einen Kamillentrank mit warmem Weine nehmen.

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Fum Schutze der Goldfische und Salamander.

Ein Hauptgrund des frühen Absterbens ist der Um- stand, daß diese Tiere meistens zu sehr der Sonne aus­gesetzt werden. Durch längere Einwirkung der Sonne ist das Wasser erwärmt, als habe es % Stunde lang auf dem warmen Ofen gestanden. Daß hierbei die Tierchen zu Grunde gehen müssen, wird Jedem einleuchten. In Behältern, wo sich der Salamander nicht abwechselnd aus dem Wasser erheben und außer demselben ruhen kann, geht er bald zu Grunde. Stets sollte in solchen Behältern ein größerer Stein liegen, von dem ein Teil über dem Wasserspiegel hervorragd. Goldfischen und Salamandern in Behältern sind jeden Tag etwas Brot­krumen, Ameiseneier oder ganz kleine Erdwürmchen zu verabreichen und in Ermangelung derselben einige, etwa linsengroße Abschnittchen von rohem Fleisch.

Welche Fische sollen wir züchten?

Man unterscheidet außer der Einteilung nach Winter- und Sommerlaichfkschen auch noch darnach ob die Fische freie oder anklebende Eier legen. Die ersteren sind, wie Lachse und Forellen und Maisische, besonders für künst­liche Fischzucht anzuralen. Ferner teilt man ein, nach Fisch-, Insekten- und Pflanzenfressern, was maßgebend für die Möglichkeit der Ernährung ist, zu den ersteren gehört der Hecht, zu Fisch- und Pflanzenfresiern der .Barsch und Zander, zu den Insektenfressern die Forelle

und zu den Pflanzen- und Insektenfressern der Karpfen. Endlich dient noch der Wandertrieb als unterscheidendes und für die Zucht und Haltung entscheidendes Merkmal. Die Wanderfische, wie Lachs, Meerforelle und Maifisch bringen den größten Teil ihres Lebens im Meere zu. Vegeben sie sich beim Laichen in die süßen Gewässer, so zehren sie daselbst vorn eigenen Fletsche und Fett und werden, je länger dies währt, um so wertloser und un­genießbarer. An Hand dieser Gesichtspunkte nun dürfte es für den Landwirt ein Leichtes sein, die für seine Ver­hältnisse geeignetste Fischgattung herauszusuchen.

Wie werden die Frösche als Fischfutter konserviert?

Die Frösche im ausgewachsenen Stadium können im toten Zustande auf dopelte Art ausbewahrt werden und zwar: 1. getrocknet und 2. eingepökelt, und dies geschieht so: Die Frösche werden möglichst masienhaft gefangen, abgetötet und entweder abgezogen oder mit der Haut wie gewöhnliches Fleisch mit einfacher Salzlake ohne Sal­peter und sonstige Zutaten in Fässern eingepökelt; der andere Teil wird in groben Leinwandsäcken an trockenen Winden ausgesetzten Orten aufgehängt, wo die Frösche bald eintrocknen. An luftigen, trockenen Orten auföe- wahrt, halten sie sich lange gut. Vor der Fütterung werden die Pökelfrösche in lauem Wasser von der Salz­lake abgewaschen, die eingetrockneten in heißem Wasser zum Aufquellen gebracht und diese wie jene in Gemein­schaft von fettbildenden Maden oder allein zerhackt ge­füttert. Durch die Konservierung verlieren die Frösche sehr wenig von ihrem qualitativen Werte, sie sind immer noch bester und billiger als Fleisch- und Fleischmehl, sterilisiertes und Säugetierfleisch und eignen sich bestens als Salmoniden-, Winter- und Cyprinoiden-Frühlings- Erstlings wie überhaupt als Fischfutter.

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E Hauswirtschaft.

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Farbige Blusen und Kleider zu waschen.

Man hört oft Klage darüber: die Stoffe seien nicht echt in der Wäsche. Oft ist dies ja der Fall, namentlich bei billigerer Ware, sehr oft liegt es aber auch daran, wie die Stoffe in der Wäsche behandelt werden. Farbige Kleider, Blusen rc. müssen stets allein gewaschen werden, niemals mit anderer Wäsche zusammen; die Seife man benutzt für Waschstoffe am besten gute, weiße Kern­seife muß vorher aufgelöst werden, die betreffenden Sachen einzuseifen, ist nicht zu raten, auch macht man die Lauge nicht zu scharf, lieber erneuert man das Wasch- Wasser mehrmals. Sehr zu empfehlen ist, etwas Salz beim Waschen und Spülen hinzuzufügen. Sind die Ge­genstände sauber, spült man sie öfter, stärkt sie nur ganz schwach, ringt gut aus, rollt sie zwischen Tüchern und glättet sie, wenn sie noch halbfeucht sind.

Wachstuch zu reinigen.

Man wäscht es mit Quillayarindenwasser und spült mit reinem Wasser nach. Besonders schmutzige Decken reinigt man mit einem Wolllappen, der mit Petroleum oder Terpentinöl befeuchtet ist.

Flecken von Walnüssen.

entfernt man von den Händen, wenn die dünnen Häut- chen von den Nußkernen im Wasser ziehen läßt und sich mit dieser Flüssigkeit die Hände wäscht. Die braune Farbe verschwindet sofort.

Um Stockflecke aus der Wäsche zu entfernen, genügt es, falls die Flecke noch nicht zu alt sind, die betreffende Stelle in Essig zu tauchen und nach Ver­schwinden der Flecken mit reinem Wasser auszuwaschen. Ein stärkeres Mittel, das fast immer Erfolg hat, ist das, wenn man die Flecke längere Zeit in Buttermilch legt, welche vermittelst Durchseihen von allen Fettteilchen be­freit sein muß. Auch Zitronensaft ist ebenso wirksam in einer Lösung von 20 Gramm Zitronensäure in % Liter Wasser.

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Allerlei.

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Blaue Lippen.

Zurzeit der Blaubeeren reinigt man die Lippen leicht und bequem mit einem Stückchen weißes Seidenpapier, es erfüllt denselben Zweck wie Zitronensaft.

Japanische und einfache Strohdecken werden wieder wie neu, wenn sie mit Salzwasser ge­bürstet und dann trocken abgerieben werden.

Gegen Warzen an Händen wird das öftere Waschen der Hände in einem Absud von frischer Eichenrinde anempfohlen. Die Brühe soll aber ziemlich heiß sein und die Hände müssen längere Zeit darin bleiben.

Der Lesestoff der Kinder.

jedes Liter von dem Weine je % Kg. Zucker, verrüM c alles tüchtig, schüttet die Flüssigkeit in ein Faß und rüÄg g

Keine Mutter sollte es versäumen, vorher jedes für sie jeden Tag einmal um. Wenn die Gärung vorn!

die Kinder bestimmte Buch selbst zu lesen!Statt nach ist, gießt man auf je 4 Liter Himbeer-Wein % L'Misw. des Tages Last und Mühe ein erhebendes, interessantes' guten Weißwein zu, verspundet das Faß, läßt es ^|mit Buch zu lesen, soll ich mich nun mit Kindergeschichten Monate ruhen, füllt den Wein auf Flaschen und ninv abgegben?" wird manche Mutter erwidern. Kinderlek- ihn in Gebrauch.

türe ist freilich nicht sehr unterhaltend, aber keineswegs sind alle Jwgendfchriften geistig beschränkten Jnhalt- daß nicht auch der Erwachsene Unterhaltung und Be lehrung daraus schöpfen könnte, oder sie ermöglichen wc nigsten^ eine Auffrischung unserer Kenntnisse. Die Vei suchung, der die Kinder am meisten ausgesetzt sind, ij das Lesen sogenannter Schmöcker, wie sie in jedem Vuck binderladen zu haben sind. Bei dem Vertiefen in Ding! die das Kindergemüt besonders festeln und zu allerle Fragen anregen, gewinnt die Mutter einen getreue- Einblick in das innere Wesen des Kindes, und entdeck ( auch wohl die ersten Anlagen seiner Begabung, seine Vorzüge wie seiner Fehler. Dabei gewöhnt man di Kinder frühzeitig daran, alles mit den Eltern zu b: sprechen; die Väter haben zwar heutzutage, besonders i M der Großstadt, nur wenig Zeit dazu, da muß denn M die Mutter Ersatz zu leisten suchen. Die Kinder werde: ' uns in späteren Jahren einen größeren geistigen En fluß auf sie auszuüben gestatten, und was sie an ideale Schätzen des Lebens erwerben, mit der Mutter zu teil: gewöhnt sein. Das sind dann die Zinsen des Kapita von Zeit, das wir in der Beschäftigung mit dem Lef stoff unserer Kinder angelegt haben.

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Käd^e and ALeller.

Zungenkotelettes.

Eine Rindszunge wird gewaschen, geklopft, mit Se tüchtig eingerieben und einige Tage liegen gelüste: Darnach siedet man die Zunge in Salzwasser weich, en fernt die Haut und schneidet sie in 1 Zentimeter Scheiben. Diese werden nun in gequirlten Eiern umgi wendet, mit Semmelbröseln bestreut und in heiße: frül Schmalz schön dunkelgelb gebacken.

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den

Salat aus Rübensprossen.

Weiße Rüben werden im Keller in Sand eingeschl: gen und die im Dunkeln ausgetriebenen Blätter zu S: lat verwendet. Der Salat, der ein gelblich-grünes Au sehen hat, wird wie anderer Salat zubereitet und ist m vorzüglichem Geschmack.

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sich

Französische Suppe. Es

Gelbe Rüben, Petersilienwurzel, Sellerie, Poree un Fru Pastinacken werden in feine Streifchen geschnitten, fM f^k ber geputzter Rosen- und Blumenkohl in kleine Rösch daß geteilt und das Ganze zusammen in guter FleischbriiG $en weich gekocht. Unterdessen kocht man 140 Gramm ReD Iah mit Fleischsuppe weich, doch muß der Reis ganz bleibetz Ern Beim Anrichten wird die Kräutersuppe mit dem RD die vermischt und das Ganze entsprechend mit FleischbrM alle, verdünnt. | Ber, Sta

Pilzsuppe. j sehr

Eine ganz besonders kräftige und wohlschmeckend Es Suppe erhält man aus den Reizkern. Man putzt uMman schneidet dieselben und kocht sie mit Salz etwa 1 StuMTiei lang. Run macht man eine helle Mehlschwitze, seiht W jetzt

Brühe der Pilze ab, verdünnt mit guter Fleischbrüh würzt nach Belieben und richtet die Suppe über geriet ten Semmelwürfeln an.

Kirschkuchen von Hefenteig.

Der Teig zu diesem Kuchen wird sehr dünn ausgeroll auf ein Blech gelegt und mit einem Rande umgebe:

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Nachdem der Teig aufgegangen ist, belegt man ihn t>i®ou§( mit ausgesteinten, gut ausgedrückten Kirschen, strck gum' Zucker darüber und bäckt den Kuchen in nicht zu heißer £>cr Ofen gar. fe^i

Gefüllte Kalbsbrust.

Die Brust wird am dünnen Teil durchbrochen. O Gramm Butter werden leicht gerührt, das Weiche di . ' einem Wecken in % Liter Wasser, y2 Liter Milch eim weicht und fest ausgedrückt, an die Butter gerührt, da« werden vier Eier hineingeschlagen, Salz und Muskatne daran getan und die Brust damit gefüllt und zugerM Hernach reibt man sie mit Salz und Pfeffer ein und sei ? sie mit Butter, Zwiebel, gelben Rüben, Zitronenrädle: 1 und Nelken übers Feuer, um sie schön gelb zu braten.

Käsenudeln. danr

Man nimmt gleiche Teile von Mehl, Käse in s Mer riebener Form, und Butter, 150 Gramm oder 250 EraH un $ von jedem, je nach der erforderlichen Anzahl der Nudel dern würzt etwas mit Salz und Pfeffer, formt von dem GaMeif zen einen Teig, rollt ihn, schneidet ihn in Streifen Msiehe läßt ihn im Backofen fertig werden.

dire!

_ Bim § Himbcer-Wcin auf gewöhnliche und schnelle Art. gedr Reife, sorgsam gelesene Himbeeren werden mit einHwie

Holzlöffel zerdrückt, in einem Steintopf geschüttet uGgrai auf jedes Liter Beeren 1 Liter kaltes, weiches Was« diese hinzugegossen. Am folgenden Tage gießt man die FlMnan sigkeit ab, preßt die Beeren durch ein Tuch, mischt oMnon

Süd Theil

und fiani