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^'^ Der Kampf gegen die Blattläuse

^n' hört nicht auf; dieses Jahr muß er wieder sehr energisch ?« geführt werden. In vielen jungen und jüngeren Baum- ' Pflanzungen, besonders an Aepfel- und Pflaumenbäu- ; men, finden sich dieses Jahr diese unangenehmen Gäste / massenhaft vor. Und da möchten wir wieder auf ein Mittel aufmerksam machen, das sich seit Jahren als zu- verlässig und vorzüglich bewährt hat und das mit Leich- tigkeit von jedermann hergestellt werden kann. Es ist NM dies eine Mischung eines Auszugs aus Quassiaspänen so. und Seifenlösung. Eine Mischung von 10 Liter, mit der man ziemlich weit reicht, wird wie folgt hergestellt: 150 erb Gramm Quassiaspäne werden in 5 Liter Wasser gekocht, chstr kurze Zeit stehen gelassen und dann der Auszug abge- er» gössen. In 5 Liter Wasser wird 1/2 Pfund gewöhnliche ngH Seife aufgelöst bezw. gekocht und dann die 5 Liter Quas- ieit| siaauszug und die 5 Liter Seifenlösung mit einander ge- ge-ß mischt. Diese Msischung wird, wenn abgekühlt, mittels gs-^ einer gewöhnlichen oder einer Rebspritze auf die befalle- nt- neu Pflanzenteile übertragen und hat in der Regel sofort sttes einen vollen Erfolg, wird aber nötigenfalls nach einiger salli Zeit wiederholt angewendet. Auch bei Rosen und an-

? deren Gartengewächsen leistet sie bei der Bekämpfung der s Blattläuse stets vorzügliche Dienste.

, Die Baumscheiben sind bei allen Obstbäumen erforderlich und bringen guten Segen allen Pfleglingen, bietst ^^0 oder alt. Frei halte man sie, aber von Unkraut; . ^wund und locker müssen die Baumscheiben immer sein.

Wie heilt man verhagelte Bäume am besten?

Man bestreiche die Wundstellen mit einem Lehm-Kuh- mistbrei, ohne die Bäume zu beschneiden. Der Brei wird hergestellt, indem man Lehm und Kuhmist, der strohfrei ew sein muß, zu gleichen Teilen mit Wasser anrührt und ^Q» damit die Wunden bestreicht.

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ten; Düngen aber nicht zu viel!

inb Der Zimmergärtner und Gartenbesitzer nimmt bei -ochßder Verwendung von künstlichem Dünger oft zu viel des sch-; Guten und schadet damit seinen Pflanzen mehr, als er DieUlhuen nützt. Kunstdünger sollte nur mit äußerster Vor­der ßcht verwendet werden! Am besten wird man tun, wenn üh- man ihn dem Gießwasser zusetzt, da hierdurch eine gleich- ereWötzige Verteilung erzielt wird. Um solche Aufgüsse herzustellen, verwende man gesammeltes Regenwasser, in ienyba§ man das Düngpulver verrührt; das Wasser bleibt ^Z dann bei mehrmaligem Umrüsten noch einige Tage stehen, bis es zur Verwendung kommt. Sehr gut er- nd.Mvoist sich für die Topfkultur Guano, der aber so vor- in5 sichtig gebraucht werden muß, daß auf 10 Liter Wasser ineM'icht mehr als 50 Gramm Guano kommt. Auch gießt übt^uan nur das abgesetzte klare Wasser; den Satz bringt ße, man auf den Komposthaufen. Ein altbekanntes Dünge- Zugmittel für Holz- und krautartige Gewächse sind Horn- ndeWänM auch eignet sich für krautartige Pflanzen Knochen» genUrde. Um die Entwicklung der Wurzeln zu befördern, denMann man ein klein wenig gewöhnlichen Ofenruß dem ^i^ Mießwafser zusetzen. Uebrigens bekommt man jetzt in aÄModer BlumenhandlungBlumendllnger" (in kleinen Pa- ,en, ketchen zu 10, 20 und 50 Pfennig), der besonders für die ü^MLopfkultur in Frage kommt. Man setze aber, wie ge- to0, sagt, nur möglichst wenig davon dem Gießwasser zu; andernfalls würde man erleben, daß die Pflanzen, statt seiMesser zu gedeihen, gelbe Blätter bekommen und ab- das welken!

Das Wesen der Grünveredelnng.

I J [ Diese Methode ist viel einfacher und leichter zu er- I , lernen, als die trockene Holzveredelung. Bei gutem, < warmem Wetter, und nur einiger Sorgfalt liefert die- selbe bis 100 Prozent Gewachsener. Ihr besonderer Vor- Zug ist, daß sie, weil an frischen, halbkrautartigen Trie- Jen ausgeführt, sehr leicht anwächst, zumeist in 8 Tagen, hüt den kleinen Winzer hat sie einen sehr großen Vor- teil für den Großbetrieb ist die Grünveredelung zu ""empfehlen; lveil die Sortenwahl besonders erschwert ist a! und reine Sätze beinahe unmöglich werden. Das Messer Wuß besonders scharf und rein sein. Bei dieser Methode tenügt ein Reis mit einem Auge: der Verband wird mit Sollfäden, heute jedoch durchgehends mit dünnen Gum- nbändern hergestellt. Wächst das Edelreis an, wird es die fort einen Pfahl gebunden. Gelingt die Veredelung nicht, lär- ifo kann dieselbe Rute etwas tiefer nochmals veredelt

r in werden.

11 | Riesenobst.

Erst den letzten Jahren war es vorbehalten, wahre BeHkiesenfrüchte hervorzubringew. Eine Zufallserscheinung , war es, als vor einigen Jahren in Sub (Großherzogluin nJ, haben) ein Apfel reifte, der den ungeheuren Durchmesser men 36 Zentimetern besaß und ganze 8/5 Grann wog. Q1V fein anderer Apfel wog reichlich ein Pfund; Aepfel von nrjj seinem halben Pfund sind gar keine Seltenheit. Beson- s Bete Erfolge bezüglich der Größe der Früchte erzielte cg, Juan in den letzten Jahren beim Beerenobste. ®ie Erd- miÄeere machte den Anfang. Aufsehen erregte seinerzeit Wie RiesenerdbeereKönig Albert", und was für faust­

große Erdbeeren sind seitdem wieder auf den Markt ge­kommen! Gern kultiviert man jetzt auch die Johannis- . und Himbeere, doch auch die so lange vernachlässigte Sta- . chelbeere findet neuerdings gute Pflege. Zu den beson- s öers großfrüchtigen Stachelbeeren gehört unstreitig der Maikönig", desfen Beeren einen Durchschnitt von 34 Zentimeter aufweisen und die bei ihrer Rundlichkeit an ; kleine Aepfel erinnern. Zu den großfrüchtigften Johan- nisbeeren gehören dagegen dieWeiße Werdersche" und Göpperts rote Riesen-Kirfchjohannisbeere". Die Trau- ben erreichen eine Länge von 1015 Zentimeter, die . einzelnen Beeren geben in ihrer Größe den Kirschen nichts , nach. Aber auch Himbeeren und Brombeeren von außer- ' gewöhnlicher Größe hat eine neue Kultur hervorgebracht.

Beim Anblick solcherRiesen unter dem Obste" fragt man Zich unwillkürlich: Wo soll das hin? Wie wird das Obst : erst sein, das in hundert, in tausend Jahren die Tafel schmückt? Wir glauben zwar, daß die Größe und Fein­heit der Früchte nicht mehr um vieles zunehmen wird und daß wir in dieser Beziehung nahezu auf derHöhe" angelangt sind. Doch hat man früher an die Erfolge unserer Zeit geglaubt? P.

Vertilgung des Erdflohes.

Sobald die marinen Tage eintreten, beginnen die lästigen Erdflöhe ihr räuberisches Handwerk. Besonders in trockenen Sommern kommt es häufig vor, daß ganze Beete mit kleinen Sämereien völlig von ihnen zerstört werden. Sobald ein frisches Blatt der kleinen Pflan­zen zum Vorschein kommt, machen sich gleich eine Menge Erdflöhe darüber her, zerfressen die Blätter und töten die Pflanze. Da sind z. B. Gurken, Radies, Kohl und dergl., die besonders unter diesem Ungeziefer zu leiden haben. Man sagt zwar, fleißiges Beziehen sei ein Ver­tilgungsmittel, allein das ist nicht immer der Fall, denn zur heißen Tageszeit, in der nicht begossen werden darf, stellen sich die Erdflöhe sofort wieder ein. Um die kleinen Pflanzen zu schützen, überstreut man die ganzen Beete wiederholt mit Sägemehl n^ Torfmull. Zeigen sich diese kleinen Schmarotzer schon bei der Bestellung des Stück Landes, dann kann man, gleich nachdem man ge- säet hat, ziemlich viel Torfmull und Sägemehl überschüt­ten. Auch folgendes Verfahren hat sich bewährt: Ein . 20 bis 30 Zentimeter breites Brett wird mit Ftiegen- leim bestrichen, und indem auf jeder Seite eine Perfon ! anfaßt, wird es ganz dicht über dem Beet mit der be- strichenen Seite nach unten darüber hinweggeführt. Die ; Erdflöhe springen auf und haften an dein Leim. Ein i anderes, weniger umständliches Mittel ist das Bestreuen ; der Beete mit sogenanntem Erdflohpulver, das für wenig Geld in den größeren Gärtnereien zu haben ist.

Wie schützt man die Erdbeerfrüchte

> vor Verfaulen und Vermodern? Besonders in feuchten

1 Jahren empfiehlt es sich, unter die Früchte Steine zu , legen, wenigstens unter allen Umständen dann, wenn der : Stengel so kurz oder so beschwert ist, daß die Früchte in Gefahr stehen, die Erde zu berühren.

Johannisbeeren.

Diese verpacke man ganz auf dieselbe Weise wie die : Himbeeren, nur müssen sie ihre vollkommene Reife be­sitzen und dürfen die Trauben beim Abpflücken durchaus nicht beschädigt werden.

Kein Unkraut auf den Saatbetten.

Sowohl auf Saatbeeten im Freien, als auch in Mist­beeten ist auftretendes Unkraut immer gleich auszu- ziehen, denn wird es zu groß, so werden bei dessen Aus- raufen die übrigen Pflanzen an ihren Wurzeln gelockert [ ober ein großer Teil voll ihnen wird mit dem Unkraut ! ausgerauft. Vor dem Jäten soll nicht gegossen werden, 5 weil, wenn der Boden sehr feucht ist, beim Ausziehen des s Unkrautes viel Erde an dessen Wurzeln hängen bleibt.

Ins Freie gesäter Salat wird meist zu dicht gesät und kann deshalb keine Köpfe machen. Da das Ausrupfen der überzähligen Pflanzen zu mühsam ist, so nehme man eine schmale oder spitze, recht scharfe Hacke und entferne mit dieser diejenigen Pflanzen, die nicht stehen bleiben sollen. Am einfachsten geht dies, menn man die Gartenschnur zieht und an bie- fer entlang die Hacke arbeiten läßt. Die letztere darf nicht zu tief in die Erde eingreifen, soll die Pflanze nur abschneiden.

Zwiebelsaaten sind gleich von vornherein streng von sich zeigendem Un- kraut zu reinigen. Das letztere wächst schneller und üp­piger als die junge Zwiebelsaat und beschattet und unter- drückt diese, und aus den Zwiebeln wird dann nicht viel, denn diese verlangen Lust und Sonne.

Zucker-Erbse, Erfurter allerfrüheste.

Sie wird ca. 80 Zentimeter hoch und gehört so zu den mittelhohen Sorten, die nur kurze Holzreiser als Stützen brauchen oder auch ohne solche auskommen. Die Schoten sind dickfleischig und zart.

Junge Schoten mit Salat. (Altfranzösisch).

Man HUlst 3 4 Liter junge Erbsen aus und legt sie bis zum Gebrauch in ein sauberes feuchtes Tuch; in­zwischen zupft man aus einem festen, großen Salatkopf

die Herzblättchen heraus, füllt die Erbsen hinein, gibt noch ein Büschel frisches Pfefferkraut, Salz, % Liter Wasser und % Pfund Butter dazu und läßt den gut zugebundenen Satatkopf eine Viertelstunde dünsten. Dann hebt man ihn heraus, gibt an die Bieter drei Löf­fel dicke, süße mit einem Eidotter Derqumte Sahne, schmeckt noch mit Pfeffer, Salz und, nach Belieben, Zucker ab, und richtet den Salatkopf an, den man mit der Sauce umgibt.

Die Blumenkönigin.

Der Juni wird nicht umsonstder Rosenmonat" ge­nannt. Am Feldrain blüht jetzt die Heckenrose oder Heiderose, die des Wanderers Hut schmückt und die viel­fach am schönsten wohl durch GoethesHeideröslein" besungen worden ist. Im Garten dagegen erschließt ihre vornehme Schwester, die gefüllte Kulturrose, den Kelch. Da sehen wir neben der schneeweißen oder tief dunkelroten Damascenerrose die rosarote französische Hy­bride, neben der gelben Kapuzinerrofe die reizende Moos­rose. Monatsrosen aller Arten entwickeln ihre Blumen­fülle, und die purpurroten Kletterrosen umranken in an­mutvoller Wildheit die Balkons. Herrlich ist jetzt die Rosenpracht auf den Kirchhöfen. Die Stätte der Toten hat sich in einen duftenden Rosengarten verwandelt. Da mag sich's gut schlafen nach mancher dornenreichen Le­bensbahn. . . . Hier schaukelt die berückend schöne Teerose Mardchal Niel, dort die blendend weiße Schneekönigin, da die dunkelrote Trauerrose. Centifolien- und Bourbon- rosen, Remontant- und Noisetterosen brillieren mit ihrer holden Schönheit, ihrem wundervollen Wohlgeruch. Das ist ein Fabenrausch in weiß und dunkelrot, rosa und gelb, in hundert Schattierungen abgestuft! Nur blaue Rosen hat die Kunst des Gärtners noch nicht ganz zu erzielen vermocht; was aber nicht ist, kann wohl auch n'och werden. Die Rose hat eine große Geschichte hinter sich. Wir wissen, welche Verschwendung die Römer mit der Blu­menkönigin getrieben haben. Zog ein Herrscher ein, so wurde sein Weg dicht mit Rosen bestreut. Teiche wurden so dicht mit Rosen belegt, daß kein Wasser mehr zu er­blicken war und die reichen Römer auf ihren Gondeln scheinbar über Rosen dahinglitten. Ellenhoch wurden in den Prunkgemächern der römischen Kaiser Rosen aufge­schüttet, die nachher mit Netzen überspannt wurden, und von der Decke herab fiel durch Netzmaschen Rosenblätter- Schnee, mit Veilchen und anderen Blumen untermischt, worin sogar mehrere Gäste erstickten. Lchiffladungs- Weise wurden Rosen nach Rom gebracht und dort wie Kraut und Rüben verkauft!

Die Pelargonien, unsere besten Gruppenblumen.

Sie sind als Zierpflanzen für den Garten bekannt, die Pelargonien, und werden vielfach auch Geranien ge­nannt und außer im Garten auch noch allerwärts in Töpfen gezogen. Was ist es, was sie so beliebt macht? Nun, es ist der schöne Wuchs der Pflanze, ihr fchönes Laubwerk, die schönen, lebhaft gefärbten Blumen und deren reiches und unaufhörliches Blühen bis in den spä­ten Herbst und zuletzt noch ihre leichte Kultur, denn die Pelargonien oder Geranien gedeihen in fast jeder Erde und eben sowohl am Zimmerfenster, auf dem Blumen­brett nud anet auf dem Gartenbeete. Für den Garten, insbesondere für Gruppen auf Rasen, gibt es keine bessere Pflanze, als die Pelargonien. Im Mai kaum ausge­pflanzt, beginnen sie schon zu blühen, und blühen dann unaufhörlich weiter, werden immer schöner, blühen, bis die stärkeren Herbstfröste schließlich auch ihrem Blühen ein Ende machen, und dazil bewahrt die Pflanze ein jugendliches Aussehen bis zuletzt, so daß eine Pelar- goniengruppe von ihrem Anfang bis zu ihrem Ende der dankbarste Gartenschmuck ist.

Nach der Traubeublüte müssen die Weinsiöcke durchgesehen werden, und werden die unfruchtbaren Reben auf zwei Augen oder, wenn Rauni für die Austriebe vorhanden ist, auf vier Augen zurückgeschnitten. '

Die Reife der Rosenaugen zum Okulieren erkennt man an den Dornen. Lassen sich dieselben abbrechen, ohne einen Teil der Rinde mitzu- lösen, so ist das Holz und die Augen reif. Das trifft am ehesten bei solchen Trieben zu, die schon einmal geblüht haben. Bei feinen Teerosen darf der geeignete Moment nicht versäumt werden, da sie meist mieber sehr bald aus treiben.

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Reinlichkeit im Hühnerstall.

Die Auswürfe der Hühner sind die Träger und Ver­breiter einer großen Anzahl tierischer und pflauyicter Schmarotzer, welche nicht selten seuchenartige Zirank- heiten hervorrnfen. Wenn der Dung sich in dem Auf- enthaltsraume der Hühner ansainmelt, so verpestet der­selbe nicht allein die Luft, sondern die in demselben ent­haltenen schädlichen KrankheiMeime bilden scch aus und werden sehr leicht von den in den Auslvürfen scharren­den Hühnern ausgenommen.