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Eingang finden. Daß diese Ente aber nicht allein unter j den Nutzgeflügelzüchtern anzutreffen ist, sondern auch bei den Rassezüchtern in hobem Ansehen steht, zeigt uns ein Blick in die Kataloge unserer Geflügelausstellungen, in denen wir Zuchttiere zu verhältnismäßig sehr hohen Preisen angeboten finden. Und daß die betr. Tiere trotz der hohen, für den Laien fast unglaublich erscheinen­den Summen Käufer finden, dafür könnte ich mehr denn ein Beispiel anführen.

In England, wo diese Ente zu Hause ist, wird rhre Zucht schon seit vielen Jahrzehnten in großem Maß­stab betrieben und die Hauptstadt Aylesbury in der engl. Grafschaft Buckingham und die Orte bei ihr dürfen als die Hauptlieferanten gelten, die den engl. Markt mit Schlachtenten versorgen. Die Methode, wie die jungen Aylesbury-Enten hier gemästet werden, erinnert: in manchen Punkten an die Mästung der Ramelsloher! Küken in und bei dem hannoverschen Dorfe Ramelsloh.;

Die Aufnahme, die die Aylesbury-Ente zuerst bei den deutschen Züchtern fand, war eine geteilte, im Laufe' der Jahre hat sie aber auch diejenigen Züchter von! ihrem hohen Wert überzeugt, die bei ihrem ersten Er-1 scheinen nicht besonders viel von ihr wissen wollten, so- j daß man heute wohl sagen darf, daß über die Aylesbury- Ente nur eine Stimme des Lobes herrscht.

Das Fleisch der Aylesbury-Ente ist sehr zart und fein und besser als das der Peking-Ente. An Gewicht er­reicht die Aylesbury-Ente 44%, mitunter auch 5 Kilo­gramm und junge 78 Wochen alte ein solches von 1%2 Kilogramm.

Weiterhin zeichnet sich die Aylesbury-Ente durch Wetterfestigkeit und Frühreife aus und sucht sich bei freiem Auslauf einen großen Teil ihres Futters selbst,

sodaß sich ihre Haltung weniger kostspielig stellt. Ueber- all findet sie etwas ihr zusagendes, sei es nun im Walde oder auf der Wiese, an Wassergräben oder im Obstgarten und dort, wo sie sich eines großen unbeschränkten Aus­laufs erfreut, wird auch der Eierertrag ein weit größerer sein, als da, wo sie tagaus tagein auf den Hof ange­wiesen ist. Die Zahl der Eier, deren durchschnittliches Gewicht 80 Gramm beträgt, ausnahmsweise sogar auf 90100 Gramm steigt, schwankt zwischen 80130 Stück, im Durchschnitt kann man auf 100 Stück rechnen. Schließlich sei noch des reichen Federertrags gedacht, der ein vorzügliches Bettfüllsel gibt.

Die jungen Enten, deren Aufzucht keine besonderen Schwierigkeiten bereitet, entwickeln sich rasch und werden frühreif, und Tiere aus Frühbruten beginnen bereits im Dezember oder Januar mit dem Legen. Zu all diesen Vorzügen tritt noch ihre leichte Anpassungsfähigkeit an jedes Klima.

Als Futter reicht man neben Grünfutter Gerste und Hafer, allerlei Fleischabsälle oder Fleischmehl, letzteres vermischt mit Gersten- oder Haferschrot, angebruhte Kleie, Malzkeime mit gekochten Kartoffeln, gequellte Körner (Mais und Erbsen), Abfälle aus der Küche usw.

Wo natürlich den Tieren neben Badegelegenheit, diese ist erforderlich, wenn sie gut gedeihen sollen, auch Weide­gang zur Verfügung steht, so benötigen die Tiere nur am Morgen, wenn sie das Gehöft verlassen, und abends, wenn sie zurückkehren, eine Handvoll Körner oder eine Schüssel Gersten- oder Haferschrot oder dergl.

Zur Zucht wähle man gesunde und kräftige, dabei aber nicht die schwersten Tiere aus, da diese bekanntlich in der Eierproduktion hinter den weniger schweren zu­rückbleiben, das Gewicht betrage 33(4 Kilogramm. Der Rücken der Zuchttiere sei lang, die Schultern breit, die Brust voll, das Brustbein lang und tief, der Kopf rassig, der Stand wagerecht, das Auge voll und lebhaft das Gefieder geschlossen und eng anliegend.

Eichelfutter für Hühner.

Die bisher meist nur bei Schweinen verwendete Eichel­kost soll sich auch bei Hühnern gut bewähren, indem die­selbe die Hühner zum Eierlegen anregt. Für diesen Zweck läßt man die im Herbst gesammelten Eicheln in einem Backofen dürren und hierauf zu Mehl vermahlen. Man kann dem gewöhnlichen Futter eine kleine Portion dieses Mehls in feuchtem Zustande beifügen, es über Tischabfälle von Fleisch und Kartoffeln streuen, wodurch es an den Brocken gut umgerührt haften bleibt und mög­

lichst warm gegeben wird. Die Eichelkost wird am besten dargereicht, wenn man aus dem Eichelmehl einen Teig mit warmem Wasser bereitet, hiervon kleine Brötchen, ungefähr wie große Semmeln, formt und diese wiederum im Backofen trocknet. Dieses Gebäck wird dann vor dem Gebrauche aufgelöst und dem Futter beigemischt.

Wer mit Erfolg Krebse fangen will, nehme einen neuen Topf und koche Hirse in Milch darin, ohne sie zu salzen, lasse die Hirse über und über im Topfe anbrennen, tue die übrige Hirse heraus und lasse nur das Ungebrannte darin. Diesen Topf, welcher an einem Stäbe, gleich einer Angel angebunden wird, hängt man ins Wasser und zieht ihn nach einigen Stunden langsam in die Höhe, worauf man ihn meist ganz mit Krebsen angefüllt finden wird. In gleicher Weise kann man sich auch eines großen, alten Topfes bedienen, lege das Eingeweide von Hühnern oder tote Fische hinein, bestreiche ihn auswendig mit Steinöl und verfahre mit ihm, wie oben angegeben.

Aquarium.

Die beliebtesten und auch wegen ihrer Anspruchs­losigkeit geeignetsten Tiere für das Süßwasseraqarium sind der kleine niedliche Laubfrosch und der prächtig ge­färbte allbekannte Goldfisch. Wer nur eine primitive Aquariumeinrichtung hat und sich nicht zu viel Mühe und Geld kosten lassen will, dem wird auch die Haltung von einigen Goldfischen und Laubfröschen genügen, und er wird vielleicht an diesen wenigen Tieren dieselbe Freude und denselben Genuß haben, wie der Besitzer von groß­artigen Einrichtungen mit seinen fremdländischen Aqua- rientieren. Eidechsen, Molche, Larven und Puppen von Wassertieren, Tauch- und Schwimmkäfer sind ebenfalls von großer Anspruchslosigkeit und auch sehr leicht zu be­schaffen.

Als Futter für Forellen

verwendet man entweder lebendes oder totes. Ersteres besteht aus Krebstierchen, Froschlaich, Kaulquabben und kleinen Fischen, welche man mittels Käscher aus Wasser­löchern und Tümpeln sammeln. Dies ist das beste Bei­futter, hat aber den Nachteil, daß man es nicht immer in genügender Masse beschaffen kann.

Pinsel richtig zu reinigen.

Pinsel, welche zu Oelsarbenanstrich gedient haben, können mittels Terpentinöl oder auch in einer Auflösung von Schmierseife leicht gereinigt werden, solange die zwi­schen den Haaren sitzende Farbe noch frisch ist, nicht aber, wenn sie nach längerer Unterbrechung des Gebrauches des Pinsels bereits erhärtet ist. In diesem Falle würde durch Anwendung einer Sodalösung ein Wiederauflösen des verharzten Oeles zu bewerkstelligen fein, ohne die Haare des Pinsels anzugreifen. Die Pinsel werden in eine Sodaauflösung gesteckt und unter gelegentlichem Durch­kneten so lange darin gelassen, bis vollständiges Aus­weichen stattgefunden hat, was unter Umständen acht bis vierzehn Tage dauert, je nach der Verhärtung der Pinsel.

Nesseln als Viehfutter.

In industriellen Gegenden hält manche Familie ein Stück Vieh, ein Schwein, eine Kuh oder gar ein Pferd, obgleich deren Grundbesitz zur Haltung von Vieh durch­aus nicht ausreichend ist. Trotzdem sind die Tiere viel­fach recht wohl genährt; denn die Familien, deren ganzer Reichtum in ihremVieh" steckt, pflegen es mit der größten Sorgfalt. Alle im Hause tragen ihr Teil dazu bei; selbst die Kinder ziehen in ihrer freien Zeit aus, um an Wegen und Stegen, an Böschungen und Gräben Futter zu schneiden. Bei diesem Futtersuchen aber wer­den die Nesseln, die sog. Brennesseln vielfach ganz über- sehen, obschon sie gerade massenhaft zu haben sind. Aber auch in größeren Wirtschaften wird der Futterwert der Brennesseln sehr unterschätzt. Sie sind beinahe für jedes Vieh zu gebrauchen. Die Schweine fressen die gekochten jungen Nesseln mit Heißhunger. Bei den Kühen er­höhen sie den Milchertrag und wirken vorteilhaft auf den Geschmack der Butter ein. Da die Kühe sie frisch nicht gern nehmen, so läßt man sie ein paar Stunden welken, dann wirken die Brennhaare nicht mehr so stark und die Kühe nehmen sie gern an. Die Pferde bekom­men nach einem Zusätze von Nesseln zu ihrem Futter eine glänzende Haut, und auch sonst sind die Nesseln für Pferde sehr gesund. (Ein glänzendes Haarkleid er­halten Pferde auch durch Zugabe von Disteln zum Futter.)

Die Nesseln sind in einigen Gegenden sehr gesucht für die Geflügelzucht, wo sie mehrfache Verwendung finden. Den eingesperrten Hühnern, welche keinen oder wenig Auslauf haben, werden sie als Grünfutter ge­reicht. Sie können aber auch gekocht dem Futter bei­

gemischt werden. Ich würde dabei folgendes Verfahren empfehlen: Die gekochte Masse wird in ein Sieb zum Abläufen geschüttet. Dann werden die Nesseln gehackt und so viel Kleie beigegeben, bis eine krümelige Masse entsteht, die nach meiner Erfahrung gleich günstig aus Gesundheit und Eierlegen der Hühner einwirkt. Dieses Futter habe ich auch zur Aufzucht der jungen Trut­hühner empfohlen, wobei gute Resultate erzielt worden sind. So ist die verachtete Nessel keinesfalls so wertlos wie vielfach angenommen wird; ja, wie mir von einem Bekannten, einem Gutsverwalter in Schweden, mitge­teilt wurde, wird sie dort angesät und liefert gute Ernten. D.

Rauhe Hände schnell zart zu machen.

Man schüttet einen Eßlöffel voll Leinöl in ein Napf- 1 chen und mengt nach und nach feingesiebte Steinkohlen- asche darunter, bis ein steifer Teig entsteht. Mit diesem Q reibt man sanft die Hände ungefähr % Stunde lang, wäscht dann die Hände mittels einer weichen Bürste und ----- reichlich Seife, trocknet ab und reibt sofort mit Lanolin ' nach. Die Salbe bewahrt man in einer gut verschlosse­nen, kleinen Büchse auf.

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Gelb gewordene Wäsche zu bleichen«

Wäsche, welche durch unrichtige Behandlung gelb ge­worden ist oder durch langes Liegen ihre schöne weiße Farbe verloren hat, kann man auf unschädliche Weise wieder ein blendend weißes Aussehen verleihen. Man bereitet sich eine Mischung von 3 Teilen starken 90prozen- tigen Spiritus und einem Teil Terpentinöl und fügt dem Blauwasser pro Eimer zwei Eßlöffel voll von die- ser Mischung hinzu. Die Wäsche muß dann sofort, wenn möglich im Freien, getrocknet werden, geht dies nicht, dann aber in einem hellen, luftigen Raum. ^

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Weiße und lichte Gewebe rosa zu färben.

Um weißen Tüll, Mull, Spitzen und andere lichte Ge­webe schön rosa zu färben, welche Farbe für Gesellschafts­und Sommertoiletten, wie auch für Kinderkleidchen sehr beliebt und modern ist, bringt man etwas echten Karinin in ein Mullkäppchen, bindet dieses oben fest zu und schwenkt dieses Beutelchen nur einige Male in einem mit reinem kalten Wasser gefüllten Gefäß. Das Wasser wird sich alsbald rosa färben. Man legt nun das zu färbende Gewebe in die rosafarbige Flüssigkeit und läßt es etwa 2030 Minuten darin. Alsdann wird es her­ausgenommen, ausgewunden, und das Gewebe hat eine schöne, mattrosa Farbe angenommen, welche ganz dauer­haft ist und erst bei der nächsten Wäsche vollständig daraus schwindet. Je länger man das mit Karmin ge­füllte. Beutelchen in dem Wasser schwenkt, um so inten- siver wird das Rosa und um so kräftiger auch die Farbe des Gewebes. Im allgemeinen dürfte jedoch das Matt­rosa, als feiner vorteilhafter kleidend, mehr zu empfeh­len sein.

Küd>e und Aelles.

Semmel-Pudding.

4 kleingeschjttene und in Milch geweichte Semmeln werden mit 4 Eidottern vermengt, mit Zucker, Vanille, Rosinen und Sultaninen gewürzt, sodann mit dem zu Schnee geschlagenen Eiweiß vermengt und in einer mit Butter ausgestrichenen und mit Semmelmehl bestreuten Form beendigt.

Schweinebraten sauer. zu e

Man salze einen nicht zu fetten Schlegel gut ein, lege und ihn in eine tiefe Schüssel, siede Essig, Lorbeerblätter, Kalt Nelken, Pfeffer, Petersilie, Thymian, eine Zitronen- Wie scheide und Zwiebel, gieße dies über den Schlegel, decke daß

ihn zu und lasse ihn 34 Tage liegen und wende ihn gen dann, gebe ihn in die Pfanne, gieße von der Beize zu die? und lasse ihn schön braun braten. oder

Hauspfefferkuchen.

Auf 2,5 Kilogramm Honig und Roggenmehl, zu einem steifen Teig geknetet, welcher 48 Stunden an jog einem kühlen Ort gestanden, gibt man 45 Gramm Pott- y^e asche, löst letztere am Abend vor dem Backen zu einem ^cng dünnen gut verriebenen Teig auf, vermischt denselben nmT^ mit ca. 45 Gramm Mehl und 3 Eigelben und knetet $je alles mit dem Teige gut durch, worauf das ^Backen in 49% beliebiger Form statthaben kann. Man

Markklößchen-Suppe.

120 Gramm feingehacktes Ochsenmark, 240 Gramm geriebenes Weißbrot, 4 ganze Eier werden gut unterein­andergemengt, mit Salz, Muskatnuß und fein geschnit­tener Petersilie gewürzt, einige Zeit ruhig an einem kühlen Ort stehen gelassen und dann mit der Hand Klöß­chen daraus geformt, in kochende Fleischbrühe eingelegt und % Stunde gekocht.

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Blaugcsottenes Kalbshirn.

Das ausgewässerte und abgehäutete Hirn wird in Salzwasser, das mit einigen Eßlöffeln voll Essig gesäuert! ist, worin sich einige Zwiebeln, Gelbrübenscheiben, H Lorbeerblatt und etwas ganzer Pfeffer befindet, feN langsam etwa % Stunde gekocht und so angerichtet.

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Vöd.