andere 20 Mark Geldstrafe evtk. 4 Tage Gefängnis. — Ein auswärtiger Automobilfahrer wurde wegen Nichtbeleuchtung der Hinteren ErkennungSnummer mit 3 Mark evtl. 1 Tag Haft bestraft.
):( Hersfeld, 6. Oktober. Wie aus einem Inserat der Handwerkskammer zu Caffel in der heutigen Nummer zu ersehen ist, beabsichtigt dieselbe bei genügender Beteiligung in diesem Winter einen VorbereitungskursuS aus die Meisterprüfung abzuhalten. Ein solcher KursuS ist für jeden jungen Handwerker von unschätzbarem Werte, wie ja auch die rege Beteiligung an den früheren Veranstaltungen gezeigt hat. Der Teilnehmer an einem solchen KursuS lernt hier vor allem eine gewerbliche Buchführung, ferner die verschiedenen Rechenarten, Kostenberechnung, GeschästSkorre- spondenz, Wechsellehre sowie das wichtigste deS Arbeiterver- sicherungSgesetzeS, deS Gewerbe- und GenoffenschastsrechtS. Die Gebühr für die Teilnahme an dem Meisterkursus ist außerordentlich niedrig und beträgt nur 8 Mark, wofür aber noch sämtliche zu dem Unterricht nötigen Hefte und Bücher geliefert werden. An dem KursuS, welcher 100 Unterrichtsstunden umfaßt, kann jeder selbstständige Handwerker und alle Gesellen über 20 Jahre sowie Damenschneiderinnen und Putzmacherinnen teilnehmen. Anmeldungen nimmt Herr Lehrer Hallenberger hier entgegen.
):( Hersfeld, 6. Oktober. Von feiten der Handwerkskammer soll auch in diesem Jahre wieder hier ein B u ch - führungSkursus für Frauen und Töchter von Handwerksmeistern abgehalten werden. Die Gebühr zur Teilnahme beträgt nur 3 Mk., so daß sich wohl eine ge- nügende Anzahl Teilnehmer finden werden, zumal der Nutzen eines solchen Kursus ein sehr erheblicher ist. Anmeldungen sind an Herrn Lehrer Hallenberger hier zu richten. Näheres im Inserat der heutigen Nummer.
Herfa, 5. Oktober. In der am 30. März beschlossenen Zubuße von Mk. 1 000 000.— der Gewerkschaft Herfa gelangt die dritte Rate mit Mk. 250.— für den Kux zum 1. November zur Einziehung. Der Schacht steht zurzeit bei ca. 55 Meter. Die Schachtsohle befindet sich in geschlossenem festen Bundsandstein. Wasserzufluß sind ca. 100 Liter in der Minute vorhanden, die ohne Schwierigkeit gehalten werden können. — Von der ebenfalls am 30. März beschlossenen Zubuße der Gewerkschaft Neurode gelangt die dritte Rate mit 250 Mark für den Kux zum 1. November zum Einzug. Der Schacht dieser Unternehmens steht bei ca. 27 Meter im geschlossenen festen Bundsandstein, Die Wasserzuflüsse betragen ca. 200 Liter in der Minute und können ohne Schwierigkeit gehalten werden. (Rh. Z.)
Fritzlar, 3. Okt. Im benachbarten Dorse Ungedanken erhielt bei einer Schlägerei der Sohn des früheren Bürgermeisters Martin mehrere Messerstiche; schwer verletzt wurde er vom Platze getragen.
Apolda, 3. Okt. Ein schwerer Unglück, daS den Tod deS Kutschers Otto Wünscher zur Folge hatte, ereignete sich gestern abend am Martinsplatz. Wünscher hatte einen Wagen mit Umzugsgut beladen, oben aus den Stapel eine Matratze gelegt und sich dann aus die Matratze gesetzt. Kaum zogen die Pferde an, da begann schon die Matratze zu rutschen. Wünscher fiel herab und zwischen die Pserde. Die Tiere scheuten, gingen durch und so schnell, daß niemand rechtzeitig Hilfe leisten konnte, war der Kutscher durch den schweren Wagen am Oberkörper übersahren. Da der Brustkorb völlig eingedrückt wurde, trat der Tod sofort ein.
Hüttenfteinach, 4. Okt. Ueber eine duftige SubmissionS- blüte wird von hier berichtet. Eine Ufermauer war schadhaft geworden und sollte auSgebessert werden. Der Voranschlag betrug rund 2060 Mark, das niedrigste Submissionsangebot dagegen nur 700 Mark.
Bad Orb, 3. Okt. In Bad Oib weilten nach dem „Franks. Generalanz." in den letzten Tagen höhere Offiziere auS dem preußischen KriegSministerium, da sich eine Verlegung der Grenzen für den Truppenübungsplatz deS 18. Armeekorps erforderlich machte, veranlaßt durch die hohen Forderungen der Bewohner der beiden zum Abbruch bestimmten Ortschaften Villbach und Lettgenbrunn. Die neue Grenzverschiebung ermöglicht daS Umgehen der beiden Ortschaften.
Nordhausen, 5. Oktober. In Elend im Harz wurde dieser Tage der frühere Postgehilfe Mayer verhaftet, der in den Wäldern deS Harzes ein förmliches Räuberleben geführt hatte. Als Postgehilfe machte er eine Erbschaft von 20 000 Mark, die er in kurzer Zeit verjubelte. Das flotte Leben scheint ihm damals sehr gut gefallen zu haben, so daß er nicht mehr zu seinem Berus zurückkehren wollte. Unterhalb deS Brockens errichtete er sich eine Räuberhöhle, und sührte von hier aus in Schierke, Wernigerode und Elend Einbruchsdiebstähle in raffiniertester Weise auS. Man fand bei ihm Schmuckjachen von großem Wert, außerdem Revolver, Dolchmesser usw. Der Verbrecher stammt auS achtbarer Familie.
Neger-Theologie.
Von Dr. John HeSkel, Schiffsarzt a. D.
Henry, mein kleiner schwarzer Boy, war nach meiner Berechnung etwa 10 Jahre alt. Er hatte die Missionsschule besucht, war getauft und Christ geworden und machte nach der Heimreise in Berlin eine recht stattliche Figur. Im vollen Dreß seiner tadellos korrekt geschneiderten Marineunisorm einschließlich der weißen Matrosenmütze, die ihm die Offiziere S. M. Krenzer-Corvette „Habicht" geschenkt hatten, war der
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feierlichste, unvergeßlichste Augenblick seine- LebenS der gewesen, als er vor dem Palais des alten Kaisers Wilhelm beim Ausziehen der Schloßwache durch sein lebhaftes „Hurra" die Aufmerksamkeit deS hohen Herrn aus sich gezogen und ein freundliches Nicken erobert hatte. Leicht ist eS also einzusehen, daß Henry auch den schärfsten Ansprüchen gegenüber ein äußerst gebildeter Nigger war; aus der neuen Ausreise nunmehr in fein schwarzes Vaterland war niemand mehr von seiner Bildung und besonders BildungSfähigkeit überzeugt, als unser Premier- Leutnant von Quedenseld, der berühmte Erforscher und beste Kenner MarrokkoS und speziell TangerS. Quedenseld hatte sich die Erforschung der seelischen Funktionen meiner kleinen Schwarzen zu der unterhaltendsten Aufgabe für die langweilige Seereise gestellt, und von den 24 täglichen Freistunden brächte er die Hälfte damit zu, in echt sokratischer Fragestellung die
intimsten Gedanken Henrys auS ihm herauszulocken. Sein unumstößlicher Grundsatz lautete dahin, daß die Negerrasse unbedingt ebenso bildungsfähig wäre wie die weiße, und daß man durch Erziehung und planmäßige Unterweisung
Durchschnitts-Asrikaner alles beibringen könne, was unter sprechenden Verhältnissen ein Weißer je gelernt.
Manch unterhaltende Stunde verdankten wir schon
dem ent-
dem dem
nimmermüden Zwiegespräch zwischen Quedenseld und Jungen, als eines schönen TageS die Frage aufgeworfen wurde, ob der Boy auch für wirkliche theologische Ideen irgendwelches Verständnis besitze. Das war Wasser aus die Mühle des Herrn Premierleutnants. Von nun an nahmen die berühmten Unter
redungen einen streng theologischen Anstrich an, und systematisch richtete er seine Fragen an Henry, aus die denn manchmal, wenn sie gar zu kmfflig waren, erst nach vielen Stunden, ja nach Tagen die Antwort erfolgte. „Henry, sage mir, war kann wohl der liebe Gott tun? Kann er alles, aber auch aller machen, wie er will?" „Ja, alles, unbedingt alles, was er will, kann der liebe Gott tun." „Nun," so fuhr der schlaue Jn- quirent fort, „lieber Junge, weißt du ja sehr wohl, daß ihr Schwarzen eine ganz inferiore Rasse seid, daß ihr näher am Vieh steht als zum weißen Menschen." Auch daS mußte Henry mit tiesbetrübtem Kopsnicken zugestchen. „Nun," suhr der un- erbittliche Frager fort, „erkläre mir, was wird auS einem weißen getauften Menschen, wenn er stirbt?" Prompt erfolgte die Antwort: „Seine Seele kommt bei Gott." „Richtig," bestätigte Quedenseld, „aber nun sage mir auch, was aus einem weißen Kinde wird, wenn eS stirbt?" PräziS lautete wiederum der Bescheid: „ES wird ein Angel (Engel)." „So ist es", bestätigte der Meister, „aber nun nimm dich zusammen, jetzt kommt eine bitterböse Frage: Wenn nun ein schwarze- ge- tausteS Kind stirbt, so wie du z. B., wird das auch ein Engel?" „Unbedingt" lautete die Antwort. „Und nun, mein Junge, bereite dich vor, ein paar Stunden oder auch länger nachzu- denken über das, waS ich dir jetzt sagen werde: Du hast ganz richtig eingesehen, daß der liebe Gott allmächtig ist, alles machen kann, waS er will; glaubst du nun, daß Gott auch einen schwarzen Menschen weiß machen kann, wenn eS ihm so gefällt? Bedcnke doch einmal den gewaltigen Unterschied zwischen euch Schwarzen und unS Weißen, war sagst du nun?"
Jetzt hielt ich es aber doch an der Zeit, als Schiff-arzt einzugreifen und auS Rücksicht auf die geistige Gesundheit meiner kleinen Dieners weiterer für heute zu verbieten. Henry erfüllte an diesem und dem nächstfolgenden Tage seine Dienstobliegen- heiiten zu meiner vollsten Zufriedenheit; nur mußte ich bemerken, daß er sich in jeder freien Minute aus feinen „Gedankenfleck", der vordersten Spitze vorn am Burgsprict, zurückzog und dort in tiefstem Nachdenken an seinen knappen Nägeln knapperte. Einschaltend muß ich hier bemerken, daß Henry unsern Freund Quedenseld nie bei dessen bürgerlichem, bezw. adligem Namen nannte, sondern ihn prinzipiell betitelte: „Mr. Kabine-Spaß". Diese Bezeichnung rührte von einem drolligen Irrtum her, der sich einstellte, als unS Quedenseld einer Abends den KabinettS- Paß, unter dessen Schutz er in Afrika reiste, vorgewiesen hatte: mein Junge hatte die Ueberschrist aus seine Weise gelesen und sie für den Namen deS Herrn gehalten.
„Mr. Kabine-Spaß", so erscholl am andern Abend kurz nach dem Diner daS fröhliche Krähen unseres kleinen schwarzen Freundes, „Mr. Kabine-Spaß", i know, ich weiß: liebe Gott kann machen schwarzen Menschen weiß." Auf unser jubelnder Gelächter und bestimmenteS Händeklatschen drehte sich Henry stolz im Kreise um, trat dann wie gewöhnlich an die Kniee seines sitzenden Präzeptors heean und fragte auf gut Berlinisch: „Na und nu?" Mit gut gehäuchelter Niedergeschlagenheit bekannte Quedenseld, daß der Boy bis jetzt in jeder Beziehung richtig geantwortet hätte.
„Ich wiederhole", begann er: „Der liebe Gott kann alles, er kann sogar einen schwarzen Menschen weiß machen; ferner haben wir festgestellt, daß kleine schwarze Kinder, wenn sie sterben, Engel werden. Nun kommt meine letzte Frage: Werden diese kleinen schwarzen gestorbenen Kinder im Himmel schwarze Engel oder weiße?"
„Donnerwetter", fuhr Leutnant Grade dem entsetzlichen Inquisitor in die Parade, „daS ist ja eine echte und rechte theologische Doktorfrage; verschonen Sie doch den armen Bengel mit derartigen Spitzfindigkeiten. Ohne aber ein Wort zu erwidern, langte Quedenseld in seine Hosentasche, brächte ein großes spanisches silbernes 5-Pejetestück heraus, legte eS aus den Tisch, wieS mit dem Finger daraus hin und sprach die geflügelten Worte: „Henry, hier liegt der Lohn für eine richtige Antwort."
In den nächsten drei biS vier Tagen hatte ich nun Ge-
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lcgenheit, wiederholt sehr intime Zwiegespräche mit meinem kleinen Diener zu halten, bei denen ich mich der Deutlichkeit halber meistens eines massiven Sprachrohrs, vulgo Rohrstocks, bedienen mußte; der Bengel vergaß einfach ganz und gar seinen Dienst und kauerte und kaute fast den ganzen Tag in seinem beliebten Schmollwinkel. Endlich, nach fast einer Woche, kreischte in aller Herrgottsfrühe unser Freund Henry zum Leutnant Quedenseld über daS ganze Hinterdeck hinüber: „Schwarze Engel bleibt schwarz; liebe Gott ist zu groß, zu gut, zu klug I Sieht nicht auf Fell, ist ihm egal, ob schwarze-, ob weißes Fell!"
So endete unser schwarze- theologisches Kolloquium.
— Ueber große Überschwemmungen in Brasilien wird gemeldet: Die Ueberschwemmung in Santa Catharina hat einen erschreckenden Umfang angenommen, und Blumenau von allem Verkehr abgeschnitten. Die Höhe des Wasserstandes beträgt zwanzig Meter. Der Gouverneur, der selbst eine Hilsrexpedition von Jtajahi aus leitet, hat die Unterstützung der Bundesregierung erbeten. Den Dampfern ist eS unmöglich, Blumenau zu erreichen, wo bereits Mangel an LebenSmitteln herrscht. Zahlreiche Häuser find eingestürzt. Der Schaden, den die Handelshäuser und Fabriken erleiden, ist vorläufig nicht abzuschätzen. Große Pflanzungen sind zer- stört. Jetzt wird ein Sinken deS WasserstandeS gemeldet.
letzte Nachrichten. gum italienisch-türkischen Krieg.
Tripolis, 5. Oktober, 3 Uhr 10 Min. nachmittag. Um die Mittagsstunde wurde auf dem Forts Sultania die italienische Flagge gehißt, und von dem Geschwader mit Kanonendonner begrüßt. DaS Fort wurde von Landung-kompagnien besetzt, die unter dem Schutz der Schiffe dort bleiben. Die Schiffe liegen zum Teil im Hasen, zum Teil in kurzer Entfernung von den zerstörten Festungswerken vor Anker.
S e r a j e w o, 5. Oktober. Der muselmanische Klub im bosnischen Landtag wandte sich heute in einem Telegramm an den Minister des Aeußern Grafen Aehrenthal mit der Bitte, alle ihm zu Gebote stehenden Mittel anzuwenden, um jede- weitere Blutvergießen im türkisch-italienischen Kriege hintanzuhalten.
Ssax, 5. Oktober. Außer den türkischen Offizieren, von deren mißlungenem Versuch, nach Tripolis zu gelangen, bereit- berichtet wurde, haben noch drei andere Offiziere von Dscherba auS diesen Versuch unternommen, jedoch mit gleichem Mißerfolg. Auch sie sahen sich zur Rückkehr nach Ssax genötigt.
Odessa, 5. Oktober. Jnsolge deS KriegeS macht sich eine starke Abnahme der Tätigkeit im Hafen bemerkbar. Die Getreideverladungen aus ausländische Dampser sind sehr gering. 900 Waggons stehen unauSgeladen.
Wien, 5. Oktober. Beim Verhör sagte Njegus unter anderem auS, als Adler über die sozialistische Kundgebung vom 17. September sprach, habe er bemerkt, wie der Justiz- minister spöttisch lächelte. Aus Empörung darüber, habe er den Revolver gezogen und aus den Justizminister gefeuert, um ihn zu erschießen.
Danzig, 5. Oktober. Im Vorort Schellmühl erwürgte ein Arbeiter während des AbendeffenS seine Frau auS Eisersucht. AlS der Mörder gestern vormittag betrunken sich bei seinem Schwager einstellte, veranlaßte dieser seine Verhaftung.
Paris, 6. Oktober. Der Korrespondent deS Matin in Rom telegraphiert seinem Blatt, Tripolis habe sich ergeben. Die Stadt ist in der Gewalt der Italiener, die. sie aber erst nach dem Eintreffen deS OkkupationSkorpS besetzen werden. Erst wenn diese stattgefunden hat und die Okkupationsarmee mit den Türken in Berührung getreten sein wird, wird der Minister des Aeußern vom Frieden sprechen,falls die Pforte den Wunsch danach äußert. Der Frieden ist unvermeidlich, aber die Stunde deS Abschlusses hängt von der Zeit ab. Sobald der Widerstand der Türken endgültig gebrochen sein wird, verlangt Italien nicht- weiter als die guten Dienste der vermittelnden Mächte an- iunehmen.
Letzte Fernsprechmeldung.
Tripolis, 6. Oktober. Nach einer Landung von Matrosen begaben sich die Araber an Bord des italienischen Admiralschiffes und gaben ihre Unterwerfung kund. Man landete noch einige Kompagnien Soldaten und Schnell- feuergeschütze und besetzte die Stadt. Die Besetzung ging ohne Zwischenfall vor sich.
Die Berufswahl im Staatsdienst.
Vorschriften über Annahme, Ausbildung, Prüfung, Anstellung und Beförderung in sämtlichen Zweigen des Reichsund Staats-, Militär- und Marinedienstes. Mit Angabe der erreichbaren Ziele und Einkommen. Nach amtlichen Quellen von Geheimrat A. Dreger.
10. Auflage 1910. Geheftet 3.60 M., gebunden 4.50 M.
Kochs Sprachführer
Deutsch, Spanisch, Holländisch, Ungarisch je 1.60 Mk., Französisch, Englisch, Italienisch, Dänisch, Schwedisch, Böhmisch je 1.80 M., Portugiesisch,. Polnisch, Russisch, Serbisch, Türkisch, Neugriechisch, Arabisch, Togo je 2.50, Rumänisch 2 M., Persisch 3 M., Suahili 3.60 M., Japanisch 4 M., Chinesisch 5 M. Sämtl. gebd. Dieselben enthalten unter steter Berücksichtigung der Aussprache vielseitige Gespräche für Umgang, Geschäftsverkehr und Reise, kurz- gefasste Grammatik, Wörtersammlungen und Leseübungen.
C. A. Kochs Verlag in Dresden n. Leipzig.