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bürg durch Herrn Lehrer Grebe-Cassel, Vorsitzender des Hes­sischen Lehrervereins. 3. Wissenschaftliche Vorlesungen für Mai 1911. 4. Geschäftliches. 5. Wünsche und Anträge.

w Hersfeld, 25. Mai. Die Erwartung, daß der Halle ysche Komet vom 24. d. Mts. ab in hellerem Glänze leuchten würde, ist am gestrigen Abend wieder nicht in Erfüllung gegangen. Gleich wie an den vorhergehenden Abenden zeigte sich uns der Komet nur als ein unscheinbarer Nebelfleck. Vielleicht ist es doch noch möglich, daß der Halley in den nächsten Abenden einen helleren Glanz entfalten wird.

w Hersfeld, 25. Mai. Am nächsten Sonntage, nach­mittags 5 Uhr, wird im hiesigen Kurpark aus Veranlassung der Kurdirektion ein Luftballon von 2000 cbm Inhalt einen Aufstieg machen. Der Ballon wird mit Leuchtgas aus der städtischen Gasanstalt gefüllt. Da die Füllung mehrere Stunden in Anspruch nimmt, so wird mit derselben bereits um 9 Uhr vormittags begonnen. Außer zwei auswärtigen Herren wird auch Herr Kurdirektor Major a. D. von Hagen an dem Ausstiege teilnehmen. Sicherlich wird diesem hier noch ganz neuen Schauspiel eines Ballonausstieges das allergrößte Interesse entgegengebracht werden, und das Ziel von Jung und Alt wird am Sonntag der Kurpark sein. Alles nähere ist aus dem Inserat der heutigen Nummer ersichtlich.

§ Hersfeld, 25. Mai. Der heutige V i e h m a r k t war mit 187 Rindern und 574 Schweinen beschickt. Der Handel ging aus beiden Märkten ziemlich flott und die Preise hielten sich in ihren bisherigen Grenzen. Der nächste Vieh­markt findet am 3. Juni statt.

* (D i e prächtigen Maitage, deren wir uns nun schon seit 14 Tage erfreuen, stellen eine in unserer veränder­lichen Zone ziemlich seltene Frühlingsgabe dar, wie sie uns seit Jahren nicht mehr beschieden war. Eine anhaltende Periode schönen Maiwetters von größerer Ausdehnung hatten wir zuletzt im Jahre 1907; sie umfaßte damals aber nur 10 Tage und dauerte vom 5. bis zum 15. des Monats. Die außerordentliche Hitze, die in jenen 10 Tagen herrschte, haben wir in diesem Jahre nicht erreicht; dafür dauert das schöne Wetter diesmal schon erheblich länger an und be­sonders bemerkenswert ist es, daß die Witterung nach der starken Neigung zu elektrischen Entladungen, die in der ersten Woche des warmen Wetters herrschten, nunmehr außerordent­lich beständig geworden ist. Gewöhnlich ist die Entwicklung umgekehrt; das Wetter beginnt mit Beständigkeit und führt nachher zur Gewitterneigung. Diese dürste bei zunehmender Erhitzung erst dann wieder einsetzen, wenn mit der An­näherung tieferer Depressionen sich ein Wetterumschlag vor­bereitet.

Ziegenhain, 22. Mai. Aus Unvorsichtigkeit wurde in Lenderscheid das 9 Monate alte Kind des Sattlermeisters Wagener mit kochendem Kaffee verbrüht und so schwer verletzt, daß es noch am selben Tage verschied.

Herleshausen, 21. Mai. Ein Apotheker aus Berlin wais, als er im O-Zug durch die hiesige Station fuhr, eine leere Weinflasche aus dem Abteil und verletzte dabei einen der Eisenbahnarbeiter, die an der Strecke arbeiteten, sehr erheblich am Kopse. Der Vorfall wurde nach Bebra gemeldet, wo­selbst der Schuldige festgestellt wurde.

Cassel, 24. Mai. Einem Spaziergänger aus Cassel bot sich im Wäldchen bei Niederkaufungen ein schauriger Anblick. Er entdeckte dort nämlich ein Liebespaar, das sich an einem Baume erhängt hatte. Er schnitt die Erhängten schleunigst ab, um Wiederbelebungsversuche anzustellen, doch hatten diese keinen Erfolg. Der Betreffende machte nun der Polizeibehörde von dem Fund Anzeige. Die Leichen wurden nach dem Fried- Hofe überführt. Es handelt sich bei dem Doppelselbstmord um den 19jährigen Sohn des Verwalters der Eisenbahnstation Papiermühle Franke und um die 18jährige S. aus Wellcrode, die miteinander in einem Liebesverhältnis gestanden haben.

Gladenbach, 22. Mai. In Ehringshausen ertrank beim Baden der 13jährige Schüler Karl Bender.

Hanan, 23. Mai. Im Rodgau und im Odenwalde hat ein Unwetter mit Wolkenbruch und Hagelschlag gehaust und großen Schaden angerichtet.

Hammelburg (Rhön), 21. Mai. Ein Unteroffizier des 14. Infanterie-Regiments (auf dem hiesigen Truppen- Uebungsplatz) versuchte sich aus Furcht vor Strafe zu erhängen, wurde aber von seinen Kameraden noch rechtzeitig abgefchnitten.

Hemfurth, 22. Mai. Ein bedauerlicher Unglückssall passierte gestern hier. Ein 20jähriger Sohn des städtischen Arbeiters Schwarz in Fritzlar, der als Arbeiter an der Tal­sperre beschäftigt ist, wurde durch einen Stein verletzt, so daß er alsbald eine Leiche war. Während die Arbeiter zum Essen sich in der Bude befinden, werden, wie gewöhnlich, die Sprengschüsse abgeseuert. Ein großer Stein wurde dabei bis zu jener, sehr weit entfernten Bude geschleudert und tötete den jungen Mann sofort.

Körle, 24. Mai. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich heute hier. Eine hier wohnende Fron L. sollte wegen Krankheit in das Landkrankenhaus nach Cassel überführt werden. Ihre verheiratete Tochter fuhr sie im Wagen zur Bahn. Unterwegs scheute das Pferd, beide Frauen wurden aus dem Wagen geschleudert und übersahren. Sie erlitten beide erhebliche Verletzungen an den Schultern, Armen und Beinen. So mußte außer der alten Frau auch ihre Tochter Ausnahme im Krankenhaus suchen.

Birkenbringhausen, 21. Mai. Heute ereignete sich beim Holzschneiden mit einer Kreissäge beim Bürgermeister Bilse hier ein trauriger Unglückssall. Der Landwirt und Arbeiter Seibel von hier, war mit dem Zureichen des Holzes beschäftigt, als ein Stück Holz von der Säge erfaßt und dem Deibel mit solcher Wucht gegen die Brust geschleudert wurde, zwei Rippen entzwei gedrückt wurden, wovon eine in die Klinge drang. Seibel wurde noch an demselben Abend in

Klinik nach Marburg überführt.

Frankfurt a. M., 23. Mai. Vor einigen Tagen gerieten die Tagelöhner Rees und Kämmerer auf offener Straße in Anen Wortwechsel, in dessen Verlauf es zu Tätlichkeiten kam, die damit endeten, daß Kämmerer dem Kollegen einen Stich in die Lunge versetzte. Der Verletzte kam ins Heiliggeist- hvspital, wo er jetzt verstorben ist. Kämmerer wurde am Freitag verhaftet.

Salzungen, 21. Mai. Dieser Tage stürzte im Beisein der Mutter das 2jähr. Kind des Fabrikarbeiters L. von Frauenbreitungen in einem unbewachten Augenblicke von der neuen Werrabrücke in die durch die Gewitterregen angeschwol» lene Werra. Rasch entschlossen sprang Ver 14jähr. Sohn des Tünchers Moritz Werner in die Flut und rettete das Kind von dem sicheren Tode deS Ertrinkens.

Wiesbaden, 23. Mai. Zwei schwere Brandunsälle haben sich gestern hier ereignet. Morgens wurde im Hause Lambachtal 2 die dort wohnende 72 Jahre alte Sophie Mcinmgcr in ihrem Bette verbrannt und erstickt ausgesunden. Aus Anlaß des Todestages ihres Bruders hatte sie in der (acyt ein Licht aus ihren Nachttisch gestellt und brennen assen. Dieses war ins Bett gefallen und hatte die alte

Dame bei lebendigem Leibe vollständig verbrannt. Eine zweite Brandkatastrophe ereignete sich in einer HinterhauS- wohnung der Goldgasse durch eine Benzinkannen-Explosion. Dabei wurden zwei Kinder im Alter von 10 und 5 Jahren so schwer verbrannt, daß sie im Krankenhause ihren Verletzungen erlegen sind. Die Mutter, die ebenfalls schwer verletzt wurde, liegt noch im Krankenhause.

Wiesbaden, 23. Mai. Auf dem Gelände des hiesigen Hauptbahnhoss brach heute nachmittag gegen 4 Uhr in einem größeren Schuppen Feuer aus. Als die Bemühungen des BahnhosspersonalS, das Feuer zu ersticken, vergeblich waren, wurde die Feuerwehr gerufen, der es nach 2Vsstündiger an­strengender Tätigkeit gelang, daS Feuer zu bekämpfen. Der Schuppen, in dem sich Schienen, Telegraphenstangen, Briketts und etwa 40 bis 50 Waggons Tors befanden, ist vollständig niebergebraunt.

Hann. Münden, 23. Mai. Spielende Kinder machten sich gestern nachmittag an einem umlegbaren Signalmast zu schaffen. Sie zogen den den Mast haltenden Bolzen heraus. Der Mast schlug um und tras den vierjährigen Sohn des Bäckermeisters Seiffert so schwer, daß dieser einen doppelten Beinbruch und schwere Schädelverletzungen davontrug. Das Kind wurde in die Klinik nach Göttingen überführt.

Altenburg, 21. Mai. Durch Unvorsichtigkeit schoß sich dieser Tage ein Einwohner in Oberwiera mit einer Pistole, mit der er Spatzen erschießen wollte, in die Hand. Er beachtete die Verletzung vorerst nicht weiter, bis sich heftige Schmerzen einstellten und den Tod des erst jung verheirateten Mannes herbeiführte. Er erlag einer Blutver­giftung.^ Der Mann hinterläßt Frau und Kinder.

Eisenach, 23. Mai. Einem wegen Bettelns im hiesigen Strasarbeitshaus untergebrachten Korrigenden fiel eine Erb­schaft eines weitläufigen Verwandten aus Amerika im Betrage von zirka 100 000 Mk. zu. Bei seiner Entlassung stehen sofort 20 000 Mk. zu seiner Verfügung bereit, während der Rest des ErbeS erst realisiert werden muß. Ob der von der launischen Göttin beglückte Erbe sein Glück wohl zu schätzen weiß?

Gera, 19. Mai. In einem Nachbarorte von Gera verkaufte ein Landwirt einen Rappen für etliche 100 Mk. an einen Pferdehändler, der das Tier kupierte, schor und sonst noch nobel herausstaffierte. Aus dem Buttstädter Pferdemarkt wurde es dann als edles Tier angeboten. Der ehemalige Besitzer des Pferdes kam auch nach Buttstädt und fand Ge­fallen an dem Rappen. Man wurde handelseinig und für 950 Mk. wurde daSneue Pferd" heimgebracht. Unterwegs sagte ein Bekannter des Käufers:Du, Wilhelm, bei Pferd sieht gerade wie bei alter Rappe aus." Jetzt wurde Freund Wilhelm stutzig. Als man den Gutshos erreicht hatte, eilte der Gaul freudig in den geöffneten Stall und an die ihm wohlbekannte Futterstelle. Jetzt war man sich klar, daß der Landwirt sein altes Pferd wieder erworben hatte. Dagegen war jedoch nichts zu machen, da das Geschäft ordnungsge­mäß abgeschlossen war. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Sachsenhausen i. Wald., 23. Mai. Ein rötlicher Un- glücksfall hat sich in der benachbarten Vöhler Waldung heute beim Holzabsahren zugetragen. An einer stark abschüssigen Stelle wollte eine Frau das Hemmwerk bedienen helfen und wurde bei dieser Gelegenheit von einem auSschlagenden störn- schen Pserde so unglücklich an den Kopf getroffen, daß sie einen schweren Schädelbruch davontrug und nach wenigen Stunden ihren Geist aufgab.

Vermischtes.

(D ie Gewinner des Großen Los es.) Das große Los der Preußischen Klassenlotterie, das mit der Nummer 137 015 gezogen wurde, ist wie verlautet, mit dem Hauptteil nach Ostpreußen gefallen. Die glücklichen Gewinner sind zum größten Teilkleine Leute". Sechs Zehntel des Loses, das zur Kollekte des Lotterieeinnehmers Krauseneck in Gumbinnen gehörte, spielten Handwerker in Gemeinschaft mit Familienangehörigen und Bekannten; eines war in den Händen eines höheren Verwaltungsbeamten, ein weiteres Zehntel spielt ein Kaufmann, der als wohlhabend gilt. Während diese acht Teile sämtlich in Gumbinnen selbst gespielt wurden, ent­fielen die beiden restlichen Zentel nach Berlin. Zwei Reisende, die kurz vor Beginn der Ziehung nach Gumbinnen kamen, hatten dort gute Geschäfte gemacht; sie beschlossen nun, einen Teil ihres Verienstesin Klassenlotterie anzulegen". Fortuna war ihnen hold; jetzt bekommt jeder von ihnen etwa 50 000 Mark.

(800 Di e b stähle.) Ein Kölnischer Arbeiter erhielt wegen Eigentumsvergehen vier Jahre Zuchthaus. Der Mann hat innerhalb fünfzehn Jahren nicht weniger als 800 Diebstähle begangen. Die Kassiererin des Restaurants KempinSki in Köln wurde im Korridor des Geschäftshauses von einem Un- bekannten Überfällen, der ihr einen wertvollen Ring vom Finger riß und damit das Weite suchte.

Breslau, 24. Mai. Der heute vormittag um 9 Uhr 12 Minuten von Breslau abgehende Eilzug nach Glo- gau ist am Bahnhof Kl.-Bresa um 9Vs Uhr mit 15 Wagen ent­gleist. Vier Personen sind verletzt. Die Ursache der Ent­gleisung ist noch unbekannt. Von BreSlau ist ein Hilsszug an die Unsallstelle abgegangen.

(Zehnmillionenstiftung eines Sonder­lings.) Aus New Aork wird der Frkf. Ztg. gemeldet: Jjaac Wyman, der jahrzentelang in Salem in Massachusetts von aller Welt abgeschlossen gelebt hat, vermachte sein ge­samtes Vermögen im Betrage von zehn Millionen Dollar der Princetowncr Universität.

Paris, 23. Mai. Der Zug ParisSuresnes ist aus dem Bahnhof Moulinot entgleist, wobei der Lokomotiv­führer und der Heizer getötet und zwei Reisende verwundet wurden.

(Blitzschlag in eine Kinderschar.) Am Sonnabend nachmittag suchten die Kinder eines Dorfes bei Luxemburg auf einem Schulspaziergang mit dem Lehrer vor einem heraufziehenden Gewitter Schutz unter einem Baum. Durch einen Blitzstrahl wurden drei Kinder getötet, drei lebens­gefährlich und 19, sowie der Lehrer leicht verletzt.

Ein heftiges, fast 49 Stunden anhaltendes Unwetter richtete in mehreren Departements von Südsrankreich großen Schaden an. Aus Arras und Lille wird berichtet, daß mehrere Personen von Blitzschlägen getroffen und zwei getötet wurden. In der Nacht wurden in der Gegend von Cerbö (Ostpyrenäen) mehrere Erderschütterungen verspürt.

Letzte Nachrichten.

Berlin, 25. Mai. Die Fiebcrcrschcinungen beim Prinzen Louis Ferdinand haben nachgelassen, weshalb von der Aus­gabe amtlicher Bulletins abgesehen wurde. Die Kaiserin mit

der Prinzessin Viktoria Luise weilte gestern wiederholt bei dem kranken Prinzen. Der Kronprinz und die Kronprinzessin find von OelS nach Potsdam zurückgekehrt.

Wildpark, 25. Mai. Der Kaiser traf heute morgen 7 Uhr im Sonderzug auf der Station Wildpark ein. Zum Empfang hatten sich die Kaiserin und die Prinzessin Victoria Luise eingesunden. Die Herrschaften begaben sich nach dem Neuen Palais.

Berlin, 24. Mai. Der Staatssekretär deS Reichsschatz- amts hat an die Leiter sämtlicher Fraktionen deS Reichstags ein Schreiben gerichtet, worin er sich bereit erklärt, die Frage der Veteranenbeihilfe und die Deckung des erwachsenen Mehr­bedarfs einer Besprechung mit den Mitgliedern des Reichstags zu unterziehen. Am 10. Juni soll eine Konferenz im ReichS- schatzamt stattfinden.

London, 24. Mai. Aus Wunsch der königlichen Familie ist die Volltrauer bis zum 17. Juni und die Halbtrauer biS zum 30. Juni angesetzt worden, damit die Geschäste nicht durch die Ausdehnung der Trauer bis zum Ende des SommerS geschädigt werden.

London, 24. Mai. Der Führer der Arbeiterpartei BarneS, der an der Spitze der von der Arbeiterpartei nach Deutschland entsandten Abordnung stand, erklärte in einer Unterredung, daß man der Delegation von allen Seiten ver­sichert habe, es sei in Deutschland keine Animosität gegen England vorhanden. Der Gedanke eines Krieges zwischen beiden Ländern errege in Deutschland Heiterkeit.

Münster, 24. Mai. Beim Heizen der Lokomotive eines fahrenden Perfonenzuges gewahrte der Heizer unter den in das Feuer geworfenen Kohlen eine Dynamitpatrone. Schnell entschlossen griff er in das Feuer und holte sie heraus. Er verhütete dadurch eine schwere Katastrophe. Die Eisenbahn­direktion überwieS dem Heizer eine namhafte Geldspende.

Duisburg, 24. Mai. Nach dem Genuß von ErbS- suppe erkrankte eineArbeitersamilieunterVergiftungserschcinungen. Zwei Kinder sind gestorben; eins liegt hoffnungslos darnieder.

Halle, 24. Mai. Aus der den Riebeckschen Montan­werken gehörigen Grube Paul wurde durch Großseuer ein Brikettschuppen mit einer Million Naßpreßsteine und 500 Ladungen Briketts eingeäschert. Auch auf anderen Gruben der Provinz Sachsen, die der Weirschen Weißenfelder Braun- kohlengesellschast gehören, wurden große Mengen Briketts und Preßsteine durch Feuer vernichtet.

München, 24. Mai. Ein etwa 30jähriger Mann er­tränkte gestern nach einem kurzen Wortwechsel ein junge- Mädchen im Posenbach und entfloh. Aus den Alarm zweier Knaben wurde nach dem Mädchen gesucht, es konnte aber nur als Leiche geborgen werden.

Hamburg, 25. Mai. Der 24jährige Steindrucker Schwarzkops erschoß in Wandsbeck seine 19jährige Braut in Abwesenheit ihrer Mutter und entleibte sich sodann selbst.

Oranienbaum bei Kronstadt, 24. Mai. Ein Segelboot des Kreuzers Gromoboi wurde während einer Ucbungsfahrt von einem Windstoß umgekippt. Sechs Mann der Besatzung find ertrunken, einer wurde halberstarrt aus dem Kiele des Bootes von den Rettungsmannschaften auf­gefunden. ___________

Paris, 24. Mai. Wie aus Toulouse gemeldet wird, erschoß die Frau eines in Lambege wohnhaften ungarischen MalerS namens Humborg in einem Anfälle von Geistesstörung ihren neunjährigen Knaben und sodann sich selbst.

Paris, 24. Mai. 600 Reservisten des 232. und 272. Jnfanterie-RegimentS, welche zu einer Waffenübung in das Lager von Ruchard geschickt wurden, richteten an den Kriegs­minister eine gemeinsame Petition, in welcher sie unter Hinweis daraus, daß das Lager sich in einer sumpfigen Gegend befinde, baten, die Waffenübung in einer gesunderen Gegend abhalten zu dürfen. Da derartige gemeinsame Reklamationen verboten sind, dürste der Kriegsminister gegen die Reservisten strafrecht­liche Maßnahmen treffen.

Oeffentticher Wetterdienst.

Dienststelle Weilburg (Landwirtschaftsschule).

Wetterairssichterr für Donnerstag, den 26. Mai:

Trübung, meist trocken, etwas kühler, nördliche Winde.