Einzelbild herunterladen
 
  

sich bereit erklärt, daS nach Abtrennung deSkünstigenStraßen, areals verbleibende Restgrundstück zum gleichen KauspreiS von der Stadt HerSseld zu übernehmen. Dle Stadtverordneten- Versammlung erteilte dem Ankauf ihre Zustimmung . Jn Folge der Gründung zweier neuen Klassen für die städtische Töchterschule müssen 25 Stück neue Subsellren für drese Klassen angeschafft werden und der Magistrat bittet um Be­willigung der deshalbigen Kosten im Betrage von 537,50 M. Dem Antrag wurde entsprochen, dabei jedoch die Bedingung gestellt, daß die Lieserung der Subsellien durch hiesige Schreiner. Meister oder Möbelhändler erfolge und daß die Subsellien erst dann von auswärts bezogen werden dürfen, wenn dieselben für den bewilligten Betrag nicht hier am Platze beschafs werden können. Der Magistrat übersendet Die Akten über den Neubau einer Schule im Finstertal und beantragt, zur Ausarbeitung eines SpezialprojekteS für den SchulhauSneubau mit allen dazu gehörigen Unterlagen E Pauschal umme in Löhe bis zu 5000 M., vorbehaltlich der demnächstigcn Ver­rechnung, zur Versügung zu stellen. Hierüber entspann sich eine lange Debatte. Schließlich einigte man sich aus Antrag des Herrn Stadtverordneten Karl Schimmelpseng dahin, die Verhandlungen an den Magistrat zurückgehen zu lassen mit dem Bemerken, daß nach Ansicht der Stadtverordneten der Epezialentwurs für den Schulneubau recht gut von dem Personal des StadtbauamteS, nötigenfalls unter Zuhilsenahme der dienstfreien Zeit, angefertigt werden könne und daß die Versammlung bereit sei, entsprechende Gratifikationen zu ge­währen, nötigenfalls auch noch die Kosten für einen im Hoch- bau erfahrenen Techniker zu bewilligen, wenn dessen Annahme für die Zeit des Baues notwendig werden sollte. Die Ver- ammlung glaubt damit Kosten ersparen zu können. Bei der städtischen Sparkasse ist im Jahr 1909 ein Reingewinn von 53 466,69 M. erzielt worden. Davon entfallen statuten- gemäß 80 Prozent mit 42 773,35 M. auf die Stadtkasse unb 20 Prozent mit 10 693,34 M. sind dem Reservesond der Sparkasse zu überweisen. Der Magistrat hat gebeten, sich damit einverstanden zu erklären, daß bei der Stadtkasse nur der etatsmäßige Betrag von 33503,21 M. in Einnahme ge­stellt und der überschießende Betrag von 9270,14 M. als außerordentlicher Abtrag aus die städtische Schuld zu Gunsten der HerSselder Brunnengesellschast verwendet werde. Die Stadtverordneten-Versammlung genehmigte diesen Antrag. Da die Kiesvorräte der Stadt aufgebraucht sind, hat der Magistrat mit dem Dachpappensabrikanten Herrn Georg B ö r n e r dahier ein Abkommen getroffen, wonach dieser eine Kiesmenge von etwa 1500 cbm für den Preis von 2,40 M. pro cbm an die Stadt abgibt. Dieses Abkommen fand die Billigung der Stadtverordneten-Versammlung. Für Benutzung der Straßen-Sprengwagens sind im Jahre 1909 80,40 M. über den etatsmäßig bewilligten Betrag hinaus gezahlt worden. Der Fehlbetrag wurde von den Stadtver­ordneten nachbewilligt. Am 20. und 21. Mai d. I. wird in Fulda die diesjährige Sitzung des Hessischen Städtetages stattfinden. Herr Stadtverordnetenvorsteher Becker gibt an- heim, schon jetzt die Vertreter der Stadtverordneten-Versamm­lung zu dieser Tagung zu wählen. Die Versammlung entsprach diesem Wunsche und wählte Herrn Stadtverordnetenvorsteher Becker und Herrn Sanitätsrat Dr. Karl J-rael. Da die Zeit schon weit vorgerückt war, wurde aus allgemeinen Wunsch die Beratung und Beschlußfassung über die noch unerledigten Gegenstände der Tagesordnung bis zur nächsten Sitzung verschoben und Herr Stadtverordneten-Vorsteher Becker schloß um %8 Uhr die Sitzung.

):( Hersfeld, 6. April. Herr Schuhmachermeister Otter - dein verlauste seinen am Weinberg belegenen Garten zum Preise von 1200 Mk. an Herrn Verlagsbuchhändler Zulauf.

):( Hersfeld, 6. April. In einem Hause am Neumarkt entstand gestern Abend gegen 8 Uhr ein S chornsteinbrand, welcher mit Hilfe der Nachbarschaft baldigst gelöscht wurde.

Ransbach, 4. April. Am 12. Juni d. Jr. findet hierselbst der Feuerwehr-BerbandStag deS Kreises HerSseld statt.

V Neukirchen, 5. April. Beim Rangieren verun­glückte der Weichensteller G. Ein Güterwagen, der auf ein anderes Geleise geschoben werden sollte, war insolge starken Sturmes ins Rollen gekommen. G. sollte beim Festhalten des Wagens behilflich sein und verlor, als er einen Keil unter­legen wollte, zwei Finger der rechten Hand. Er wurde sofort in das Krankenhaus nach Fulda gebracht.

Fulda, 5. April. Verhaftet wurde gestern mittag ein hoffnungsvolles Bürschchen, das in den letzten Wochen regel­mäßig für zwei hiesige Firmen die eingegangenen Postan­weisungen durch kleine Jungen am Postschalter abholen ließ, die Anweisungen quittierte und die Beträge in Empsang nahm. Auf diese Weise soll der Bursche in den Besitz recht ansehn­licher Geldbeträge gelangt sein, man spricht von 700 Mark, die er auf die vergnügliche Art hier in Fulda und in der nächsten Großstadt anlegte. Gestern ereilte ihn daS Geschick. Er wurde verhaftet, als er wieder von einem Jungen An­weisungen abholen ließ. Der Geheimschutzmann mußte ihn auS dem Eingang zum Keller des Hintergebäudes hervorholen, wo er sich versteckt hatte. Er legte ein teilweise- Geständ- nis ab.

Fulda, 5. April. Die Aushebung des Oktroi- hat be- wirkt, daß die Metzger und Bäcker die Preise etwa» herabge­setzt haben. Zur Erinnerung an die Befreiung vom Oktroi stiftete die hiesige Fleischer-Innung einen kostbaren Humpen und veranstaltete zu dessen Einweihung eine Festlichkeit.

Steinau b. Fulda, 4. April. Der hier gebürtige und seit kurzer Zeit in Fulda wohnhafte 25jährige HilsSschaffner Amand Hau ist am SamStag nachmittag gegen 5 Uhr töd­lich verunglückt. Er suhr alS Bremser auf einem mit Steinen beladenen Güterzug. In der Nähe von Milseburg stürzte Hau, als der Zug eine Brücke passierte, wahrscheinlich infolge eines Fehltritts die Brücke und einen sechs Meter hohen Eisenbahndamm hinab. Mit schweren Verletzungen blieb der Verunglückte im Wasser liegen. Er hatte einen Arm- und einen Schädelbruch erlitten. Im Landkrankenhause zu Fulda der bedauernswerte junge Mann, der erst seit Oktober vorigen Jahres verheiratet war, gestorben.

Lauterbach, 5. April. Im benachbarten Sickendorf hat ein Kuhschweizer eine schreckliche Tierquälerei verübt. Er mißhandelte eine Kuh, die während deS Füttern- unruhig ge­worden war, dermaßen mit einer Mistgabel, daß da- Tier schließlich abgestochen werden mußte.

Rinteln, 3. April. Ein schwerer Unglück-sall hat sich gestern nachmittag 5 Uhr an der Exterbrücke in der Wallgasse ereignet. Der Fuhrunternehmer Wilhelm Wallbaum suhr mit dem schwer beladenen Möbelwagen über die Brücke, dabei ^rret bei der engen Fahrbahn ein Rad an daS zu niedrige Geländer der Brücke, im selben Moment erfolgte ein wuch-

®$la8 der Deichsel und das recht« gehende Pferd stürzte über das Geländer der Brücke mit dem Kops inS Wasser, blieb aber noch in den Strängen schwebend hängen. Spediteur Wallbaum wollte da« zweite Pferd, welche« eben- fall- in Gefahr schwebte, in da- Flußbett gerissen zu werden.

retten und schnitt daS Brustblatt der Geschirr« mit Koppel entzwei, rutschte aber unglücklicherweise mit dem scharsen Messer ab und durchschnitt sich die Pulsadern, sodaß er in LebenSgesahr schwebt und nach Anlage eine- NotverbandeS in» Krankenhaus gesahren werden mußte. Das erste Pserd stürzte infolge deS LoSschnciden- in daS Flußbett hinab und ertrank, da eS bei dem Sturze daS Genick gebrochen hatte. Der Ver- lust ist für den Besitzer recht empfindlich, denn das von Wallbaum erst vor kurzem angeschaffte Zugpferd kostet nahe­zu 1800 Mk.

Weidenhaufen bei Eschwege, 2. April. Die Kunde von einem schrecklichen Unglück durcheilte heute nachmittag unsern Ort. Der allgemein geachtete Landwirt Peter Schneider, ca 50 Jahre alt, war vom Strom der elektrischen Leitung, der 5000 Volt stark ist, getroffen und sofort getötet worden. DaS Unglück hat sich solgender Weise zugetragen. Sch. war aus dem Felde mit Säen von Feldbohnen beschäftigt. Neben- an geht die Leitung der elektrischen Ueberlandzentrale zwischen Weidenhausen und Wellingerode. Der ästige Ostwind brächte zwei Masten derselben zu Falle. Die Hochspannung zerriß, schlug nieder und traf und tötete einen Ochsen deS Gespannes. Sch. eilte hinzu, dabei traf ihn der Schlag, der auch den zweiten Ochsen getötet hatte. DaS Amtsgericht aus Abterode war am nachmittag an der Unglücksstelle und stellte den Tatbestand fest. Der erschütternde Fall erregt in der weiten Umgebung die innigste Teilnahme. Der Sohn des Sch. hatte sich zum Glück den Erschlagenen nicht genähert und war daher mit dem Schreck davon gekommen.

Rotenburg, 3. April. Daß Bauplätze umsonst gegeben werden, dürfte nicht allzutäglich sein. Die Stadt Rotenburg a. Fulda zeigt an, daß sie Bauplätze in Größe von 125 Morgen zur Gründung industrieller Unternehmungen umsonst zu vergeben hat.

Aus Südhannover, 3. April. Unter Mitnahme der Tageskasse von 1500 Mark hat in vergangener Nacht der Verwalter der Dampsmolkerei Volprichauscn, Filiale der Molkerei Uslar, das Weite gesucht. Außerdem hat der De- fraudant, dem die Stelle gekündigt worden war und der heute die Geschäfte seinem Nachfolger übergeben sollte, noch rasch sämtliche Außenstände von Kaufleuten usw. cingezogen und die nicht unbeträchtlichen Summen mitgehen heißen. Damit nicht genug, zerschnitt er von allen Maschinen die Treibriemen und beseitigte sämtliche Schlüssel. Man vermutet, daß sich der Flüchtling, der eine Frau mit fünf Kindern hat sitzen lassen, sich nach Holland gewandt hat.

Poppenhausen, 1. April. Einen raschen Tod fand der schon bejahrte, aber noch recht rüstige Gemeinderechner Johann Georg Münch zu Rotholz, wohnhaft zu Heckenhos, dadurch, daß er von einer Leiter stürzte und an den erlittenen Verletz­ungen starb.

Göttinge», 4. April. Am Sonnabend nachmittag ge­riet auf dem Güterbahnhos der Rangierer Speele au« Weende zwischen die Puffer zweier Waggons, die ihm den Brustkorb eindrückten. Sein Zustand ist sehr bedenklich.

Göttingen, 4. April. Heute morgen 7 Uhr wurde die Leiche eine- den besseren Ständen angehörenden Mannes hinter der Turnhalle auS der Leine gezogen. Der Unbekannte ist zirka 28 Jahre alt. Eine goldene Uhr und gesüllte Geldbörse besanden sich noch bei der Leiche. Angeblich soll eS sich um einen Studierenden handeln.

Aus Thüringen, 3. April. Auf dem israelitischen Friedhof in MariSfeld bei Themar wurden nachts von noch unbekannten Tätern gegen 60 Grabdenkmäler umgeworfen und beschädigt. Den Frevlern soll ein Polizeihund auf die Spur gesetzt werden. Durch da- Reißen eines FilmS brach im Kinematograph Weida Feuer aus, das die ganze Dekoration vernichtete. Der Besitzer trug beim Löschen des Brandes er­hebliche Brandwunden an den Händen davon. Der 15- jährige Lehrling Bauer in Sonneberg wurde von dem Kirchen­diener dabei ertappt, als er mittels Nachschlüssels in die Stadtkirche eindrang und die Opferstöcke beraubte. Er gestand, bereit- mehrere Kirchendiebstähle verübt zu haben. DaS 2jährige Töchterchen der Familie Oberländer in Bockschmiede wurde beim Spiel von einem umstürzenden Eckschrank er- schlagen.

Eisenach, 4. April. Gestern nachmittag ereignete sich in der Nähe der Wartburg ein Automobilunsall. Beim Be­sohlen deS sogenannten Felsenweges unterhalb der Wartburg versagt; bei einem Automobil die Steuerung, der Wagen lies zurück uud überschlug sich. Er wurde völlig zertrümmert nach der Fahrzeugsabrik gebracht. Eine Erfurter Dame brach bei dem Sturz beide Arme. DaS Automobil gehörte dem Direktor Reuter auS Eisenach.

Aus Thüringen, 4. April. (Die Rache der verlassenen Braut.) In Altenburg erhielt ein au- Teuchern stammender Soldat von seiner dort wohnenden Braut eine Kiste, auf der die Worte standen:Achtung, lebende Vögel!" Beim Oeffnen der Kiste fand man daS kürzlich zur Welt gekommene Kind der Braut, die sich dafür rächen wollte, weil ihr Bräutigam sich in Altenburg noch eine zweite Braut angeschafft hatte. Das Kind kam lebend an; eS wurde nach dem Krankenhaus geschafft.

vermischter.

Genthin, 5. April. An dem Kleiderhändler Wöhe sowie dessen Ehefrau und schulpflichtigem Sohn ist heute vor. mittag ein Mord verübt worden. DaS Ehepaar ist tot, der Knabe liegt im Sterben. Von dem Täter sehlt jede Spur.

Hamburg, 5. April. Heute nachmittag wurde im Hause Görnestraße 19 der 82 Jahre alte Hauswirt Uhrmacher Lessau mit zertrümmertem Schädel ermordet aufgefunden. Es liegt jedcnsall« Raumord vor. Der Mord ist anscheinend schon Sonnabend auSgeführt worden.

(Studio wechselt die Bude.) Einen guten Aprilscherz leistete sich ein Student der Technischen Hochschule zu Karl-ruhe. Er bestellte beim Hosspediteur Steffelin einen mit vier Pferden bespannten offenen Transportwagen zur Be- werkstelligung seine- Umzuges. Außerdem beorderte er zum Geleit sechs rote, sechs blaue, sechs grüne Rodler, und, um die alten biederen Schnauzbärte nicht außer Brot zu setzen, sechs Dienstmänner. AlS die Beauftragten an die Wohnung deS Studenten in der Schulstraße ankamen, wurde ihnen ein Rauchtischlein, ein Maßkrug und ein Papierkragen überliefert. Dieser gewichtige HauSrat wurde mitten auf den Transport­wagen gepflanzt, und unter dem staunenden Beifall von ganz Karlsruhe nahm die Kavalkade den Weg zur neuen Wohnung de- Studenten.

Mannheim, 4. April. Der Heizer Jean Mart überraschte heute morgen, als er von der Arbeit zurückkam, seine Frau mit dem bei ihm in Logis wohnenden 22jährigen Mechaniker Jutz. In feinet Verzweiflung gab er einige Schüsse ab, die seine Frau töteten, der Liebhaber wurde leicht verletzt. Daraus begab Mart sich wieder an seine Arbeitsstelle und verletzte sich durch einen Schuß schwer.

(Familientragödie in Dre-den.) Auf der stark belebten Straße in Loschwitz erschoß gestern nach­mittag um 5 Uhr der Kaufmann Fenter au- Kötzschenbroda bei DreSden seine mit ihm in Scheidung lebende Ehefrau und richtete dann die Waffe gegen sich selbst, verwundete sich aber nur schwer. Da- Ehepaar hatte sich, um nochmal- einen Versöhnungsversuch zu machen, gerade in einem Restau­rant eine Zusammenkunft gegeben. Dabei gerieten sie aber in so schwere Differenzen, daß die Frau daS Etablissement verließ. Ihr Ehemann folgte ihr in großer Aufregung. Seine Frau ging die Dresdener Straße entlang nach dem Weißen Hirsch zu. Als er sie einholte, schoß er sie auf der um diese Zeit stark belebten Straße nieder. Dann warf der Rasende den Körper seiner Frau in den Straßengraben hinab und gab auf sich selbst einen Schuß ab, der ihn aber nur schwer am Kops verletzte. Er wurde in die Loschwitzer Poli­zeiwache gebracht, wo er bald von seiner Bewußtlosigkeit wieder erwachte.

Rom, 4. April. Pater Hagen vom vatikanischen Observatorium erklärte heute, daß der Halleysche Komet bereit- deutlich sichtbar sei und sich augenblicklich in ziemlicher Nähe der Venus befinde, wo er von ihm beobachtet worden sei. Er sagte:Wir machen jeden Tag Beobachtungen und sertigen photographische Ausnahmen des Kometen an. Ich glaube, daß wir nach dem 19. Mai ein herrliches Schauspiel am Sternenhimmcl erleben werden. Nicht in einem Zusammen­stoß des Kometen mit der VenuS wird es bestehen, sondern in einer Veränderung der Bahn des Kometen selbst."

Paris, 5. April. Aus Madrid wird gemeldet, daß durch eine Lawine das Haus eines Bahnwärter- bei Buston (Prov. Leone) verschüttet wurde. Sechs Kinder deS Bahn- wäiicrs wurden getötet, während er selbst und seine Frau nur leichte Verletzungen erlitten.

San Sebastian, 2. April. Der französische Avia­tiker Leblon vollführte heute trotz dem schlechten Wetter einen Flug über das Meer, als der Flugapparat infolge einer Be­schädigung versagte und aus großer Höhe auf die Klippen hinabstürzte. Leblon war auf der Stelle tot.

Zum Mülheimer Eisenbahnunglück wird gemeldet: Der Zustand mehrerer bei dem Unglück schwer verletzten Soldaten hat sich in den letzten Tagen nicht gebessert. Bei einigen ist sogar eine Verschlechterung eingetreten, so daß leider damit gerechnet werden muß, daß da- Eisenbahnunglück noch weitere Opfer sordert. Höheren Ort- wurde erneut Bericht über das Befinden der in Hospitälern liegenden Sol­daten eingefordert. Die Katastrophe gibt sortgesetzt Anlaß zur Erörterung der Frage, ob die nötigen Sicherheit-vorkeh­rungen außer acht gelassen wurden, und ob die neuen kost- spieligen Bahnhofsanlagen in Mülheim die nötigen Garantien dasür bieten, daß eine Wiederholung solch großen Eisenbahn­unglücks nicht zu befürchten ist. Diese Fragen werden auch im Abgeordnetenhause Anlaß zu Interpellationen geben.

Ein zweites Lu ftb all o nu n g l ü ck wird au» Köslin gemeldet: Universitätsprosessor Richard Abbegg au» Breslau ist gestern bei der Landung seines Ballon- verunglückt und starb nach einigen Stunden im Krankenhaus an Gehirn­erschütterung. Im Ballon befanden sich außerdem seine Gattin, eine andere Dame aus BreSlau und Ingenieur Gestel.

Letzte Nachrichten.

Berlin, 6. April. Weil. sie sich von ihm lo-gesagt hatte, versuchte gestern der 26jährige Schlächtergeselle Michler seine 18jährige Braut durch Messerstiche zu töten. DaS Mädchen wurde schwer verletzt in daS Krankenhaus gebracht. Der Täter entkam.

Newyork, 5. April. Maxim jun. stürzte mit feinem neuen Aeroplan aus einer Höhe von 30 Fuß zu Boden und erlitt starke Quetschungen und eine Gehirnerschütterung. Die Maschine wurde teilweise zerstört.

Berlin, 6. April. Vandalen setzen ihre ZerstörungS- arbeit im Park von Sanssouci fort. Au- einer Nymphen- gruppe, die das Wasser darstellt, ist ein großes Stück be» Netzes herausgeschlagen worden. Auch die gegenüberstehende Gruppe, ein Symbol des Feuers, ist beschädigt worden. Die beiden Bildwerke sind von dem Bildhauer Adam in Pari- hergestellt und von Friedrich dem Großen in den Jahren 1749 und 1750 angekauft worden. Gestern wurde ein Polizeihund auf die Fährte gesetzt. Die von ihm verfolgte Spur erwies sich als falsch.

Berlin, 6. April. Aus Anlaß des Verbot-, eine Ver­sammlung der demokratischen Vereinigung unter freiem Himmel im Humboldthain abzuhalten, ist eine große Versammlung für kommenden Sonntag nach dem Feenpalast einberufen worden.

Berlin, 6. April. Die vom Reichsschatzsekretär für den 7. d. M. angeregte Zusammenkunft von Vertretern der Bun» desstaaten soll Veranlassung geben, über einige wichtige Fragen zu beraten, die mit der Finanzierung deS nächstjährigen Etat- im Zusammenhang stehen, insbesondere über das Verhältnis der Matrikularbeiträge zu den sonstigen Einnahmequellen.

In einer grossen Familie ist Quaker Oats unentbehrlich. Keine andere Nahrung befördert in so hohem Maße das Heranwachsen von gesunden, kräftigen Kindern. Keine andere Nahrung ist annähernd so schmackhaft u. so sparsam im Gebrauch. ______ Nur in Paketen erhältlich. -------