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durchschnittlichen Feuchtigkeitsgrad des Bodens auf den Vorrat an Stickstoffnahrung, an Phosphaten, Kali und Kalksalzen usw. ziehen; 2. die klimatischen und Lichtver- Hältnisie des Standortes, namentlich sein Verhalten gegen Wärme und Niederschläge; 3. das Nährstoffbedürfnis der anzubauenden Pflanzen und ihre Ansprüche an die Stand­ortsfaktoren (Wärme, Licht und Feuchtigkeit).

Das Pfahlcisen für Raubvögel

wird, weil Raubvögel mit Vorliebe auf freistehenden Bäumen und Stangen auffußen, am besten angebracht aut Ueberständern im Jungholze und auf eigens errich- teten starken Stangen, in der Nähe der Feld-, (Wild-), Remisen und Fasanengehege, sowie innerhalb derselben. Besitzt der Bügel des dem Tellereisen ähnlichen Fang­eisens einen Gummiüberzug, so sind solche Geräte sehr zu empfehlen. Die Stellung wird durch den auffußenden Vogel ausgehoben und soll das Trittholz berindet sein; außer der Befestigung des Eisens, mittelst der an dem­selben befindlichen Löcher, auf dem Kopfe des Aststutzens oder der Stange darf die Verbindung durch meterlange dünne Ketten mit dem Pfahl nicht unberücksichtigt bleiben.

Das Reinhalten der Saat-, Pflanz- und Baumschulen von allem Unkraut hat namentlich in unmittelbarer Nähe der Pflanzreihen zu geschehen, da jede Beschattung nach­teilig wirkt; bei bindigem Boden öftere Bodenlockerung durch Behacken zu empfehlen (bei der Kiefer wegen ihres in die Tiefe sich entwickelnden Wurzelsystems weniger als bei den anderen Holzarten); Entfernung der Wasserreiser; bei dürrer Witterung sind die Stämmchen der Baumschule zu begießen; dem Wegfangen der äußerst schädlichen Mäuse alle Sorgfalt zuwenden (aber Schonung des Jn- sektenvertilgers Maulwurf gestoßene Erdhaufen und etwa gehobene Pflanzen sind mit wenig Mühe wieder ein- zudrücken).

Manche junge Hühnerhunde nehmen in der Zimmer- dressur

den Arvortierbock willig an, zeigen aber Abneigung gegen Hasenbälge. Man lasse sich in seiner Geduld, des Jägers Kardinaltugend, und in der Fernhaltung zweckloser und schädlicher Prügelei nicht irre machen, übe das Appor- tieren erst mit einem Hasenlauf bis zu völligem Erfolg, dann mit zwei zuiainmengebundenen Läufen, hierauf mir der vorderen Hälfte des Balges und schließlich mit dem ganzen Balge. Möge doch jeder Dresseur beherzigen, daß die angeborene Apportierlust unserer deutschen Vor- stehhunde nur durch Ruhe und Ausdauer, niemals durch Ungeduld und Jähzorn ausgebildet und wach gehalten, now weniger eingeprügelt werden kann.

^A Hauswirtschaft. WZ

Wäsche mit Chlor zu behandeln.

Der Chlorkalk ist bekanntlich ein viel geschmähtes, aber doch auch wieder viel gebrauchtes Mittel, um der Wäsche blendende Weiße zu verleihen. Die Waschfrauen bedie­nen sich desselben mit Vorliebe, aber selten mit Maßen und mit der gehörigen Vorsicht, während die meisten Hausfrauen den Gebrauch des Chlorkalks unter allen Umständen für schädlich, ja geradezu verwerflich halten. Tre Wahrheit jedoch liegt, wie meist, so auch hier in der Mitte. Behutsam und mit Maßen angewendet, greift der Chlorkalk die Zeugfaser nicht an, und allen, welche sich eines künstlichen Bleichmittels bedienen möchten, kann ich nachstehendes, seit langen Jahren erprobtes Rezept empfehlen. Man nimmt auf % Pfd. Chlorkalk und % Pid. Pottasche zwei Liter Wasser, stellt dies an einen warmen £rt und seiht es dann durch ein Tuch, so, daß kein Körnchen mit durchgeht. Von dieser Lauge nimmt man einen klein n Tasienkopf voll auf einen Eimer hei­ßen Wassers, gießt dies auf die zu bleichende Wäsche und läßt sie einige Stunden stehen. Hierauf wird sie gut ausgerungen, tüchtig nachgespült und mäßig geblaut. Den zurückgebliebenen Satz des Chlorkalk schüttet eine praktische Hausfrau nicht fort, sondern kocht damit dun­kelgewordene Emaill-Kochtöpfe aus oder scheuert weiße Holzgeräte damit, die blendendweiß werden.

Das Lüften der Betten.

Gewöhnlich legt man die Betten, um sie zu lüften, in die größte Sonnenhitze. Dadurch trocknen aber die Fe­dern zu sehr aus, werden ihrer Elastizität beraubt und spröde gemacht. Besser ist es, die Betten bei trockener, bedeckter Luft, und wenn die Sonne eben nicht stark scheint, herauszulegen und dann tüchtig auszuklopfen. Ebenso ist es zu tadeln, wenn man das Bett, nachdem es am Morgen aufgebettet, sofort zudeckt, und überdies noch mit einer Decke verschließt. Nach dem Aufbetten lasse man vielmehr Decke und Oberbett zurückschlagen, denn dadurch wird man erreichen, daß es gehörig ausdünstet und fri­schen Sauerstoffgeruch annimmt. Kann man das Bett den Tag über dem Zuge aussetzen, so ist es noch besser.

Zigarrenasche

bietet in allen Fällen ein sehr gutes Putzmittel. Ange­laufene Gold- und Silbersachen werden ganz hell und blank, wenn man mit einem mit Zigarrenasche bestreuten Flanellläppchen darüber reibt; in derselben Weise läßt nch .Kupfer, Alfenide, Messing, Zink usw. reinigen. Sind

richtige Flecken auf den zuletztgenannten Metallen, so be­feuchtet man die Asche zuvor mit einigen Tropfen ge­reinigten Petroleums und putzt damit den Gegenstand. Er wird dann des Geruches wegen mehrmals mit lauen: Wasser nachgespült und mit einem weichen Tuche blank gerieben.

Entfernung von Rost an Tischmessern, Gabeln usw.

Um Tischmessern, Gabeln und andere eiserne oder stählerne Gegenstände von Rost zu befreien, empfiehlt sich folgendes Verfahren: Man wirft die Gegenstände in eine Lösung von Zinnchlorid, welches man in jeder Dro- genhandlung haben kann, und läßt sie in dieser 612 Stunden, je nach Stärke der Nostschicht, liegen. Hierauf nimmt man sie heraus, reibt sie mit Putzkalk ab und wäscht sie rein. Bei dem Abreiben mit Kalk ist darauf zu achten, daß derselbe überall hinkommt, damit nicht Spuren der Zinnchloridlösung auf den Gegenständen sitzen bleiben und diese angreifen. Will man ganz sicher geben, so wäscht man die Gegenstände, nachdem sie aus der Zinnchloridlösung herausgekommen sind, in ver­dünnter Ammoniaklösung ab.

Putzpulver für Fensterscheiben.

Ein solches Putzpulver für Glasscheiben, welches kei­nen Schmutz in den Fugen zurückläßt, bereitet man durch Befeuchten von calcinierter Magnesia mit reinem Benzin so, daß eine Masse entsteht, welche hinreichend naß ist, um durch Pressen daran einen Tropfen perlen zu lassen. Diese Mischung bewahrt man in Gläsern auf, welche mit einem Glasstöpsel versehen sind, um das leichtflüchtige Benzin zurückzuhalten. Um die Mischung anzuwenden, gibt man ein wenig davon auf ein Baumwollbäuschchen und reibt damit die Glastafeln ab. Man kann dieses Mittel auch zum Reinigen von Spiegeln benutzen.

Honigfälschungen

sind nicht immer leicht zu erkennen. Farbe und Ge­schmack können unsere Sinne irreführen. AIs ein ziem­lich verläßliches Mittel können wir die Weingeistprobe empfehlen. Man versetze einen Löffel von verdächtigem Honig mit drei Löffel von reinem Weingeist, schüttle die Mischung tüchtig durcheinander und lasse sie einige Stun- )en ruhig stehen. Bildet sich nach dieser Zeit ein Boden- atz, dann ist der Honig gefälscht, denn reiner Honig löst ich im Spiritus vollständig auf.

Heiße Sandbäder, wie sie besonders gegen Rheumatismus und Neuralgien angewendet werden, kann man auch im Hause bereiten. Ziemlich feinkörniger, staubfreier Sand wird in großen Pfannen auf dem Herde erhitzt und der erforderliche Lärmegrad, 4753 Grad C., durch Mischen heißen und kalten Sandes erzielt. Auf dem Boden einer hölzernen Badewanne wird 2030 Zentimeter hoch der Sand auf­geschüttet. Der Patient wird darauf gelegt und, mit Ausnahme des Kopfes, mit Sand bedeckt, so daß dieser über den Gliedmaßen 15 Zentimeter hoch, über Brust und Bauch 23 Zentimeter hoch steht. Ueber das ganze legt man eine Wolldecke, auf den Kopf kommt eine kalte Kompresse. Dauer des Bades 20 Minuten bis 1 Stunde. Dann folgt ein kurzes Vollbad oder eine kalte Abklat­schung mit dem Laken. Für örtliche, auf ein Glied be­schränkte Anwendung wird der heiße Sand am besten in Söckchen aus dichtgewebtem Zeug gefüllt und diese an­gelegt. Die Temperatur kann dabei bis zu 62 Grad C. betragen.

Gegen den sogenannten Wurm am Finger hat sich folgende Salbe sehr gut bewährt: Reines gelbes Wachs und Olivenöl, von jedem 90 Gramm, werden mit einander auf gelindem Feuer geschmolzen; sodann gießt man unter fortwährendem Umrühren 8 Gramm Peru­balsam hinzu und rührt die Masse so lange um, bis der Brei kalt und steif wird. Diese Salbe wird dick auf das schmerzende Fingerglied gelegt und bald wird der Schmerz nachlassen. Auch zeitigt dies Mittel den Eiter früher als irgend eine Salbe.

Gegen Rheumatismus und Gicht ist die Fichtennadeltinktur ein sehr altes, bewährtes Mit­tel. Die jungen Triebe der Fichte werden im Juni ge­pflückt und in einer Flasche, die zur Hälfte angefüllt ist, mit Spiritus oder Franzbranntwein übergossen. Wohl­verkorkt stellt man sie an einen warmen Ort oder an der Sonne auf und läßt sie drei Wochen digerieren. Die Tinktur wird warm auf die befallenen Körperteile einge- rieben.

Bienenkitt gegen Hühneraugen.

Der Kitt, womit die Bienen alle Ritzen und Fugen verkleben, auch Propolis genannt, wird dick auf Lein- wand gestrichen und aufs Hühnerauge gelegt, 14 Tage liegen gelassen und das Hühnerauge ist fort.

Schärfen der Sensen und Sicheln.

Jeder Landwirt weiß, daß durch das öftere Schärfen der Sensen und Sicheln viel kostbare Zeit verloren geht.

Um diesen Uebelstand zu beseitigen, verfahre man wi, olgt: Man legt die Schneidewerkzeuge 30 Minuten bet ' Gebrauch in Wasser, dem man % Prozent konzertriert, Schwefelsäure hinzugemischt hat; es genügt dann ein Ueberstreichen mit einem weichen Sandstein,* um b« Schärfe den Sensen oder Sicheln auf der ganzen Schnitt- läche gleichmäßig herzustellen. Ein längeres Liegen- assen in dem säurehaltigen Wasser schadet den Schneide­werkzeugen nicht, wenn man dieselben stets trocken ab- wischt.

Empfindlichkeit der Milch für Gerüche.

Die Milch ist diejenige Substanz, die am stärksten und i dichtesten die Gerüche der Umgebung in sich aufnimmt. > Versuche haben ergeben, das Milch in offenen Gefäßen neben riechenden Substanzen schon nach acht Stunden den Geschmack der betreffenden Substanz haben und ihn über 40 Stunden festhalten kann. Leuchtgas gibt der Milch * einen ausgesprochenen Geruch, ebenso Terpentin und Zwiebeln, dann der Tabaksdampf, ferner Paraffinöl; fau- lende Fische rufen einen schlechten Geschmack der MilS ; hervor, auch Kampfer wirkt auf die Milch sehr stark, ebenso Naphtalin, darum soll man die Milch möglichst ern von diesen Dingen halten. Die Milch wird aber ebenso leicht affigiert, wenn die Kühe irgend welche chlechte oder starke Gerüche einatmen.

Normale Butterungstcmperatur.

Hin und wieder kommt es vor, daß man zur Her- i tellung der normalen Butterungstemperatur Wasser zu- 'etzt. Das ist eine Unsitte, die erhöhte Arbeitskraft ver­braucht, die Butterungsdauer vermehrt und nur zu oft X die Schuld der Nichtverbutterkeit des Rahmes ist. Alle anderen Zusätze, die unter dem NamenButterpulver" von verschiedenen Erfindern empfohlen werden, sind zu verwerfen, nützen nichts und verschlechtern nur die Güte des Produktes.

Rüche mit Teller.

Schwedischer Salat.

Gebratenes Rindfleisch, rote Rüben, Aepfel, in der Schale gekochte Kartoffeln, Sellerie, so viel, daß man von jedem % Liter hat, werden in Würfel geschnitten; auch % Kilo gewässerte, entgrätete und einige marinierte Sardellen schneidet man in kleine Stücke. Einige hart­gekochte Eidotter streicht man durch ein Sieb, fügt Oel, Essig, Pfeffer, etwas englisches Senfmehl, 1 Eßlöffel voll Kapern, ebenso viel fein gehackte Essiggurken, 1 Prise Zucker, das nötige Salz hinzu, schwenkt die würflich geschnittenen Sachen damit durch, läßt den Salat etwas ziehen, gibt ihn in die Salatschüssel und garniert sie mit einem Kranz von feingehacktem, hartgekochtem Eigelb, abwechselnd mit ebensolchem Eiweiß und in Essig und Oel angemachtem Lattich.

Rindfleisch in Gelee.

Ein gespicktes Stück Mürbebraten mit. Gewürz be­treut, wird in kräftiger Wurzelbrühe weich gedünstet, dazu einige Kälberfüße, etwas Weinessig und einige Zi­tronenscheiben. Sobald das Filet weich ist, nimmt man es heraus, entfettet die Sauce, tut noch ein Liter Kraft­brühe hinzu, gießt etwas Weißwein und Essig an, klärt die Brühe mit drei Eiweiß, filtriert sie dann durch einen Geleebeutel und gießt von dem abgekühlten Gelee etwas in eine Form, legt dann das Fleisch hinein und füllt das übrige Gelee darüber. Nun läßt man die Masse erstarren und wenn man anrichten will, taucht man die Form einen Moment in heißes Wasser, um sie dann zu stürzen und mit Aspick und Petersilie verziert zu Tisch, besonders auf ein kaltes Büffet zu geben.

Frikassee von Kalbsgekröse.

Man nimmt das Gekröse in eine Schüssel, reibt es stark mit einer Hand voll Salz, daß das Schleimige da­von kommt, wäscht es danach aus drei oder vier Warmen Wassern, schneidet die Drüsen rein aus und siedet es in Salzwasser weich. Zur Sauce schneidet man eine Zwie­bel, etwas Petersilie und ein wenig Zitronenschale klein, röstet einen Kochlöffel Mehl in ca. 60 Gramm Butter, dämpft das Gebackene gelb darin, tut einen Löffel Fleisch­brühe, den Saft von einer Zitrone und Muskatnuß daran. Wenn das Gekröse weich ist, wird es in kaltes Wasser gelegt, fest ausgedrückt, zu kleinen Stücken in Sauce geschnitten und kurz vor dem Anrichten mit 2 Eigelb legiert.

Weiße Zwiebelsuppe.

Mehrere große Zwiebeln werden in Scheiben ge­schnitten, in Butter geschwitzt, mit Mehl bestaubt und mit Bouillon aufgefüllt. Man läßt die Suppe langsam kochen, entfernt das Fett und zieht die Suppe mit einigen Ei­gelben und einem halben Liter guten Rahms ab.

Gurkensalat einzumachen.

Man nehme halbgewachsene Gurken, welche noch keine Kerne haben, schäle und hoble sie und hänge sie über Nacht in ein Tuch gebunden auf. Dann trockne man sie etwas ab, lege sie in einen Steintopf, mit Gewürz nach Be­lieben, gieße guten Weinessig darüber und obenauf eine Schicht Olivenöl.