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Alte Bäume oder kranke, die man im Sommer bezeichnet hat, werden jetzt heraus- genommen, das Holz der Obstbäume, wenn gesund, wird von den Schreinern und Drechslern gern gekauft. Bei Neuanlage einer Obstpflanzung muß jetzt schon mit dem Rigolen begonnen werden, das zu rigolende Land wird mit Laub und Mist bedeckt, um ein Einfrieren zu ver­hindern, man rigolt 1 Meter tief, vermischt die Erde mit­einander, den Mist aber bringe man nicht zu tief in den Boden, sonst nützt er mehrere Jahre nicht.

Die Borzüge einer gemischten Pflanzung welche zweckmäßig angelegt wurde, bestehen in der bes­seren Ausnützung des Bodens, besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung, ferner darin, daß die Aus­breitung von ansteckenden Krankheiten erschwert wird, und daß das Risiko der Anlage bei mehreren Obstarten nicht f» ,roß ist, als wenn nur eine Obstart vorgesehen wurde.

Winterarbeiten am Obstbaum.

Mit dem richtigen Pflanzen und Beschneiden in den ersten Jahren ist zwar das Gedeihen gesichert und die Grundlage zur Existenz gegeben; diese erfordert aber auch noch später eine Beachtung und Nachhilfe, wenn der Baum lebenskräftig und fruchtbar bleiben soll. Die da­bei auszuführenden Arbeiten fallen der Hauptsache nach in die Ruheperiode des Baumes, die Herbst- und Winter­monate, und bestehen im Ausputzen, der Reinigung der Rinde, dein Verjüngen älterer Bäume und der Düngung.

Das Ansichten.

Dies ist eine recht einfache aber doch notwendige S he. Arbeitete man nur die drei ersten Jahre an den Obstbäu­men, so würden dieselben wenige Jahre darnach einen ver­wilderten und nicht gezogenen Eindruck gewähren. Es muß also auch diese Arbeit sein. Hierbei wird alles, was die Ordnung in der Baumkrone stört, ganz hergusgeschnit- ten. Solches sind: 1. die Aeste, die zu weit herunterhün- gen, an denen man später beim Ackern mit dem Geschirr (Kummet) hängen bleibt; 2. die Aeste, die in den Baum wachsen; 3. solche, die sich reiben; 4. Aeste, welche stark sind und zu dicht beieinander stehen, und 5. dürres Holz. Das wichtigste hierbei ist noch, daß man diese Dinge glatt an der Anwachsstelle wegschneidet, damit keine Stumpfen stehen bleiben. Sind dann die Bäume älter geworden, so nennt man diese Arbeit nicht mehr das Auslichten, sondern das Ausputzen. Davon später.

Der Birnbaum

geht mit feinen Wurzeln mehr senkrecht in den Boden hinab. Er gedeiht daher am besten in einem gleich­mäßigen, tiefgründigen, durchlässigen Boden und ver­trägt nur wenig Feuchtigkeit im Untergründe. Sandiger Tonboden und guter Lehmboden sagen ihm am besten zu. In flachgründigem Boden mit felsigem oder undurch­lässigem Untergründe, über welchem Grundwasser steht, werden die Birnbäume meist gipfeldürr und die oberen Astpartien sterben zum Teile ab. Die Früchte solcher Bäume sind meist schorfig und ihr Fleisch ist stark mit verholzten Fleischzellen, sogenannten Granulationen, durchsetzt. Man sagt dann, die Früchte sind steinig. Die edleren Birnsorten verlangen alle guten, warmen, durch­lässigen, nahrhaften und tiefgründigen Boden und nur weniger edle Sorten sind genügsamer, nehmen auch mit geringerem Boden vorlieb, vorausgesetzt, daß er genügend tiefgründig ist, z. B. Betzelsbirne, großer Katzenkopf und mehrere Mostbirnsorten usw. Tiefgründige, kalkhaltige und nicht zu feuchte Tonböden oder Lehmböden eignen sich besonders zur Anpflanzung von Kirschbäumen, die in flachgründigen oder feuchten Böden meist an Gummi­fluß leiden und infolge dieser Krankheit sogar eingehen können,

Schon im Januar, wenn einige frostfreie, trockene Tage eintreten, an denen das Land einigermaßen betreten werden kann, sollte man einige Gemüsesämereien der Erde anvertrauen. Da ist vor allem der Spinat zu nennen. Mag der Samen auch etwas länger liegen, bis er keimt ; er sproßt im Frühjahr doch auf, und wenn im April der Hauptspinat hart wird und aufschießt, dann ist rechtzeitiger Ersatz vorhanden, welcher durch Zartheit und Wohlgeschmack überrascht. Die Marktgärtner schenken dieser Wintersaat noch zu wenig Beachtung, und doch kann dieselbe unter Umständen hohen Gewinn bringen.

Gießen mit warmem Regen- oder Schneewasser lohnen unsere Zimmerpflanzen durch reichlichen Blumen­flor. Namentlich die Primeln, Calceolarien und Cinera- rien, Cyclamen und andere Winterblüher lieben recht warmes Wasser. Wenn man kein Regen- oder Schnee­wasser hat, so tut es auch sonst gewärmtes oder besser vor­her gesottenes und wieder abgekühltes Wasser. Etwas Ltraßenmist in einem Söckchen in das warme Wasser ge­hängt, bewirkt eine angemessene Düngung der Pflanzen.

Frühreife Tomaten im Garten.

Ende Januar bis Februar werden die Freilandtoma- ten im Frühbeet ausgesät und so bald wie möglich in

StecklinKstöpfe verpflanzt. Nach dem Durchwurzeln wer­den sie noch zweimal in größere Töpfe verpflanzt und kommen dann Mitte Mai mit Blüten und schon angesetz­ten kleinen Früchten an freistehende Spalierwände in den Garten unter vorsichtiger Schonung des Topfballens zur Auspflanzung, also in vorgeschrittenerem Zustande der Entwicklung, als das sonst geschieht. Die völlig ausge­wachsenen grünen Früchte werden nun von den Stöcken genommen und in Frühbeete, möglichst nahe dem Glase, dem vollen Sonnenlichte ausgesetzt, wodurch sie in zwei Wochen, bei regnerischer, trüber Witterung wohl auch noch früher, die vollsatte Färbung der reifen Frucht erhalten. Die Tomaten sind nicht eigentlich reif, sondern nur not- reif. Was man aber am Gewicht der Frucht einbüßt, wird im Preise mehr als doppelt eingebracht.

Zur Pflege der Topfpflanzen im Winter.

Die vornehmste Regel bei der Pflege der Topfpflanzen im Winter ist die:Begieße nur, wenn das Bedürfnis da ist, sonst nicht!" Ob aber ein Bedürfnis vorhanden, da­rüber kann man sich leicht Gewißheit verschaffen, wenn man sich nicht scheut, gelegentlich einen Finger mit zu Hilfe nehmen und nicht allein den Augen traut, die eigent­lich das Bedürfnis nach Wasser erst erkennen, wenn die Pflanze bereits zu trauern beginnt, d. h. die Blätter hän­gen läßt, zusammenrollt usw. Mit dem Finger unter­sucht man die obere Erdschicht im Topf, ist dieselbe bis zu geringer Tiefe trocken und mullig, so ist Wasser nötig; ist sie das nicht, im Gegenteil klumpig, speckig, naß und fest, fo unterläßt man besser das Gießen, lockert.aber die Oberfläche der Erde mit einem Hölzchen auf, um der Luft den Zutritt zur Erde im Topfe besser zu ermöglichen und gißt erst später, selbst wenn Tage darüber vergehen sollten. Muß aber Wasser gereicht werden, so gebe man dasselbe so reichlich, wenn nötig mehreremale, daß der ganze Ballen im Topfe vollständig durchdrungen wird, entferne aber ja nach etwa einer halben Stunde alles im Untersaß stehende Wasser, denn was nach dieser Zeit nicht aufgesogen ist, ist von Uebel.

Bulgarischer Lauch.

Nächst der Dicke spielt bei dem in der Küche zuGe- müse und Salat mannigfach verwendbaren Lauch die Länge des festen Schaftes die Hauptrolle. Vergleichende Anbauversuche ergaben, daß bei gleicher Dicke bulgari- fcher Lauch weitaus die längste und festeste Stange bildet und daher, wo Lauch zu Salat und Gemüse angepflanzt wird, er den Vorzug vor anderen Sorten verdient. Als Marktware geht er vorerst nicht, weil jedermann glaubt, einen Lauch vor sich zu haben, der wegen feiner Größe bereits in Samen geht und daher hart und unbrauchbar für die Küche sei. Auf seinem alten Stand belassen, wird er gleich dem Carentanlauch kaum einen strengen Winter überstehen und deshalb eine Einwinterung in Mieten gleich dem Sellerie nötig haben, ganz davon abgesehen, daß der Schaft in den Mieten gebleicht wird und der Lauch in seinem Geschmacke durch das Einwintern nur gewinnen kann. Eine Reisigdecke wird wohl aus­reichen. __________

Champignonzucht.

Der Champignon, einer der beliebtesten Edelpilze, wird jetzt immer mehr auch künstlich gezüchtet, wozu er sich infolge verschiedener Eigenschaften besonders eignet. Nicht nur in Gärten, sondern auch in Gewächshäusern, in Ställen, überall, wo eine sonst überflüssige Ecke vorhan­den ist, läßt sie sich ausnutzen, um ohne große Kosten den trefflichen Pilz zu züchten.

Der Champignon hat bekanntlich auf der unteren Seite Fächer, die in seiner Jugend rosafarben sind und später dunkelbraun werden. Diese alten Champignons streuen Sporen (Samen) aus. Fallen diese Sporen auf geeigneten Nährboden besonders Pferdedünger so entwickeln sich aus den Sporen Weiße Fäden, die spinnen- webenartig den Untergrund durchwuchern. Einen mit solchen Champignonfäden durchzogenen Pferdedünger nennt manChampignonbrut". Diese Brut wird im Handel verkauft. Wenn man Brutstücken etwa von der Größe eines Hühnereies an verschiedenen Stellen in das zur Champignonzucht vorgerichtete Beet steckt, so wird dieses bald auch mit solchen Fäden durchwuchert und schließlich wuchern die Pilze hervor. Spargelbeete, die ja stark mit Pferdedünger gedüngt werden müssen, sind be­sonders zur Champignonzucht geeignet. Auch Grasplätze lassen sich dazu verwenden, wenn man sie im Herbst mit Champignonbrut besteckt und dann etwa 5 Zentimeter hoch mit kurzem Pferdedünger bedeckt. Im Frühjahr wird letzterer entfernt und die Pilze wuchern dann, oft in gro­ßen Massen, hervor.

Da aber die Campignonzucht im Freien nicht ganz sicher ist, weil der Pilz gegen große Nässe sehr empfindlich ist, so ist es zu empfehlen, die Champiguonbeete gedeckt aNzulegen. Um den geeigneten Boaden dafür zu erhalten, wird Pferdedünger, möglichst strohfrei, in Haufen gesetzt, etwa Meter breit und 1^ Meter hoch. Nach etwa einer Woche werden die Haufen umgesetzt, sodaß der äußere Dünger nach innen, der innere nach außen kommt. Dies wird dann noch zweimal wiederholt. Ein derartig gut vorbereiteter Dünger muß dunkelbraun und durchaus trocken sein. Aus diesem Dünger werden dann hügel- artige Beete hergestellt, etwa 4 Meter lang, 80 Zentimeter breit, 6 Zentimeter hoch und gleichmäßig schräg festge­

klopft. Man wartet nun einige Tage, bis die Wärme in dem durch das Festklopfen erwärmten Dünger aus 21 Gr. gesunken ist, dann steckt man die Brutstückchen etwa je % Meter entfernt voneinander in die Beete, und bedeckt sie dann mit Dünger. Nach etwa 14 Tagen werden die Beete mit geeigneter Gartenerde überdeckt und einigt Wochen sich selbst überlassen. In dieser Zeit dürfen die Beete nicht begossen werden, sind acw, falls die Seele nicht im gedeck­ten Raum, am besten an einer nordwärts gelegenen, auch an einer gegen die Sonne geschützten Stelle angelegt sind, während dieser Zeit in irgend einer Weise mit schrägge­stellten Fenstern zu überdecken.

Etwa 46 Wochen nach dem Pflanzen der Brut be- ginnt man mit dem Gießen und die Champignons er­scheinen dann in großer Menge. Da das Segienen Hügel- artiger Beete etwas schwieriger ist, kann man zum An­fang auch mit ebenen Beeten beginnen. Um kleine Räume auszunützen, hat man die Champignons in aufeinander­gestapelten, seitlich gelegten Fässern, in denen sie gegen Nässe leidlich geschützt sind, gezogen. In Frankreich wird die Champignonzucht in großem Maßstabe betrieben. Es werden dort jährlich für mehr als 30 Millionen Mark Champignons gezüchtet. In Deutschland ist man damit noch sehr zurück, obwohl namentlich in größeren Orten oder deren Umgebung damit vorzügliche Geschäfte zu er­zielen wären. Allerdings ist dazu notwendig, daß man wirklich gute Brut von einer bewährten Firma bezieht. Mancher hat nach vergeblichen Versuchen die Lryt ver­loren, weil er durch die schlechte Brut getäuscht worden ist.

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Norgwirtschasi.

Gib den Häsinnen, welche geworfen haben, altbackenes Brot in Milch geweicht, das ist nahrhafr und ein gutes Linderungsmittel. Unterlasse diese tägliche Unterstützung nicht, wenn dir Weibchen und Junge am Herzen liegen, und lasse dasselbe während des Säugens nie in schlechten Zustand geraten.

Winke für angehende Jagdfreunde

über Lebensweise und Winteraufenthalt des einheimi­schen Raubwildes. MeisterReinicke" steckt bei anhaltend schlackigem und trüben Wetter im Bau, beiNeuen" oder Hellem Frostwetter wie das andere kleine Raub­gelichter in Dickungen und Schonungen, liebr nament­lich Mittelwald mit dichtem Unterholz, Rohr- und Weiden» gebüsche, schleicht bei stillem Frost und niedrigem Schnee auf Feldern umher und um Gehöfte und Dörfern herum; um sich abzustehlen (zudrücken") wählt er ausschließlich die Sohle niedriger Gräben (über deren Rand erweg­äugen" kann) oder aber die Böschungen tieferer Gräben und von Hohlwegen; mit Vorliebe pflegt er endlich da, wo die Spitzen zweier Dickungen nahe beieinander liegen, bis zur äußersten Lisiere der einen zu schleichen und von hier blitzschnell über die kurze Lichtung weg die andere Spitze zu gewinnen. DieWildkatze" (welche gegen Ende Januar in die Ranzzeit kommt) hält sich in Feldritzen, hohlen Bäumen, alten Fuchs- und Dachsbauten inner­halb dichter Waldbestände auf, umschleicht auch gefrorene Teiche.Fischotter" unter der Erde an Fluß-, Teich- und See - Ufern, bei Nahrungsbedürfnis weit umber- fchweifend.Stein- oder Hausmarder",Iltis",Wie- fel" in altem Gemäuer, in Scheunen, Ställen, auf großen Speicherböden.

Pflege der Eichenhorste.

Mit Rücksicht auf die Vorwüchsigkeit der Buchen ist allzu reichliche Beimischung von Buchen, vorab an Nord- seiten, mit allen Mitteln hintanzuhalten. Ausjätungen sind im Innern der Horste stärker zu greifen, damit Wie­derholungen entbehrlich werden, an Wegrändern zweck­entsprechend gelinder zu führen. Beim Zurückhauen vor- wüchsiger Buchen in älteren Horsten ist darauf zu allsten, daß dieselben nicht durch allzu tiefes Abhauen vollständig im Wachstum gestört werden; die Beseitigung von Eichel- stockausschlägen und Sperrwüchsen (Stieleichen) hat rech:- zeitig zll geschehen. Die Erziehung von Buchenschutzgür- teln ist, wenn möglich, einzuleiten an der Ostseite der Eichenhorste am besten vor den Saat. Wo fein natür­licher Buchenunterstand vorhanden ist, sind die Eichen nach kräftiger Durchforstung mit stärkerem Pflanzmate­rial aus benachbarten Verjüngungen, möglichst von glei­cher Lage zu unterbauen. Die Pflanzung ist gruppen­weise in entsprechender Entfernung, von den zum $miv: bestände geeigneten Stangen in Rillen vorzunehmen.

Bienenzucht

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Nachsehen im Winter

Man achte besonders darauf, daß sich das Flug.oa :mm verstopfe, denn die Bienen wollen in Verbindung mir der Außenwelt bleiben. Einer genauen Kontrolle werden daher gerade in den Wintermonaten die Fluglöcher unter, zogen. Schreiben uns doch die Bienen ni tst selten r . brauner Tinte aufs Flugbrett was ihnen fehlt. Auf diev Tintenst eiche richte der Imker vor allem sein Augenmerk. Sieht er bei ungünstiger Wittcrr.ua Bienen an den Flu