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Ich Sauerstoff der Luft abzuhalten und dies ist am besten zu erreichen mit Ueberziehen der Gegenstände mit den; angegebenen Fettfirniß.

Wie soll man Trainieren?

Die Trains sollen wenn möglich in die wasserführende, oder besser in den festen Untergrund unter die wasser- rübrende Schicht (Triebsand, Kies) gelegt werden, wenig­stens 1,2 Meter tief; wenn das Terrain stark geneigt ist, so sind die Drains bis 2,5 Meter tief zu legen, um das Dauer tüchtig zu fassen. Die Saugdrains sollen in der Sichtung des stärksten Gefälltes liegen, weil die Herstel­lung leichter und das Wasser nach denselben Gefall hat; das Gefall der Drains ist auszugleichen und das Röhren- lager vor dem Legen festzustampfen. Die Röhren sind mit magerem Letten, zirka 9 Zentimeter, zu bedecken und der Train so einzufüllen, daß die magere Erde wieder - ~ nach unten kamt; werden sie mit Rasen oder Humuserde bedeckt, so verwachsen sie, da die Kulturpflanzen nach der Drainage tiefer wurzeln. Kies oder kleinere Steine auf den Whrenstrang zu schütten, ist nur da nötig, wo ziem- liw viel Wasser den Eintritt durch die Stoßfugen zu er- möglichen, hat jedoch mit der größten Sorgfalt zu ge-- schchen. _________

Um Feldmäuse zu vernichten, müssen unbedingt deren Brutstätten zerstört werden. Solche Brutstätten bilden in erster Linie neben den Feld­wegen die Markraine, in welchen erfahrungsgemäß die Mäuse jährlich nach Tausenden gezüchtet werden. Wo die Markrains in nur kurzen Zwischenräumen von 1020 Meter laufen, ist es den Mäusen ein Leichtes, die ganze Ernte in kurzer Zeit zu vernichten. Darum kann den Landwirten nicht eindringlich genug geraten werden, diese Seuchenherde dadurch zu beseitigen, daß sie sich zur Arron- dierung ihrer Grundstücke entschließen. Von den sonstigen wirtschaftlichen Vorteilen der Arrondierung (Raumge­winn, größere Ausnützbarkeit des Bodens, Wechsel im Anbau usw.) ganz abgesehen, befreit sich der einsichtige Landwirt von einer schweren, immer wiederkehrenden Sorge.

Gegen das Krippensetzen der Pferde.

Während des Krippensetzen gebe man dem Pferde einige, aber recht kräftige Peitschenhiebe, die wirksamer sind, rascher und besser heilen, als alle anderen Straf- mittel. Man überpinsele ferner den Krippenrand und alle Gegenstände, auf die das Tier mit den Schneidezähne «rffetzen könte, mit Aloetinktur, einer abscheulich bitte­ren Flüssigkeit, welche mit dem beim Krippensetzen reich­lich abgesonderten Speichel verschluckt, einen ekelerregen­den Geschmack hervorruft. Dies hat zur Folge, daß das Tier das Aufsetzen mit den Lchneidezähnen aufgibt und die Untugend verlernt.

Die Hufe der Fohlen sind wenigstens alle sechs Wochen bezüglich ihres Wachs- umS zu untersuchen und entsprechend zu verbessern, um ehlerhaften Stellungen und Gangarten zu begegnen. : *uf feuchtem Boden ist der Nachwuchs des Hornes größer als die Abnutzung selbst und es muß der Tragrand und die Hornwand abgerundet werden. Das beste Korrektions- mrtM für schlechte Hufe ist aber das Weiden auf feuch­ten Wiesen.

A« den Zitzen der Kühe stellen sich manchmal Warzen ein, die sich aber leicht ent­fernen lassen, indem man sie nach einem jedesmaligen Melken mit starker Lösung von gewöhnlichem Alaun wäscht. Dies hat jedoch mehrere Tage hintereinander zu geschehen. Einreibungen mit Speck sollen ebenso wirksam -n». Jedenfalls sind diese einfachen Mittel Aetzmitteln, welche häufig Narben hinterlassen, vorzuziehen.

Zum Tränken des Milchviehes.

Das Getränk fei möglichst verschlagen, weshalb es im .Wiuter, wenn irgend durchführbar, etwas anzuwärmen ist. Ein jäher Trunk eiskalten Wassers vermag allein schon den Milchertrag einer Kuh zu verringern. Gesellt sich zu demselben, wie leider nicht selten, noch die Wirkung eines kalten Luftzuges, so vermad diese Doppelwirkung den Milchertrag in einer Weise zu schädigen, daß der Nachteil nicht nur ein augenblicklich merklicher, sondern ern durch Tage und Wochen hindurch fühlbarer und an- haltender werden kann.

Tie Zerkleinerung der Hackfrüchte muß kurz vor der Verfütterung geschehen, da dieselben sonst leicht an Qualität verlieren und von den Tieren weniger gern genommen werden. Was das Kochen oder Dämpfe» der Hackfrüchte anbelangt, so muß man dem Dämpfen entschieden den Vorzug geben, da die Früchte einmal zu sehr ausgelaugt werden, dann aber sehr leicht iMf renntn. Durch die Verfütterung angebrannter Hack- wüchte kann leicht Kolik und Durchfall hervorgerufen werden. Während die Rüben meistens roh verfüttert und nur dann gedämpft werden, wenn sie krank oder ge- waren sind, werden die Kartoffeln fast immer gedämpft. Ged««pfle Kartoffeln sind schmackhafter und bekömm- sicher «» ruhe und «zielen eine« ganz außerordentlich Künftigen Mostersol«. We kommen dnher zunächst für

die Schweinefütterung in Betracht und fernerhin für alle anderen Tiere, deren Mast man beschleunigen will. Ist man durch ungünstige Futterverhältnisse gezwungen, an Milchkühe Kartoffeln in größerer Menge zu verabreichen, so muß man dieselben stets dämpfen, da sie dann lieber genommen werden und auch die Beschaffenheit der Milch nicht in ungünstiger Weise beeinflussen, wie dieses bei starker Verfütterung roher Kartoffeln leicht vorkommt.

Das Tränken der Absatzkälber geschieht täglich drei- bis viermal, und bekommt das Kalb je nach Bedarf 49 Liter Vollmilch pro Tag. Natürlich kann man auch Magermilch bei der Aufzucht der Kälber verwenden, jedoch empfiehlt es sich alsdann, den fehlenden Fettgehalt derselben durch reines Erdnußöl zu ersetzen. Es ist diese Fütterung besonders für jene Landwirte vor­teilhaft, die ihre Vollmilch an Molkereien verkaufen und nur Magermilch zum Füttern haben. Man kann pro Liter 20 Gramm Oel geben, und zwar in der Weise, daß man es der Milch, nachbern diese erwärmt worden ist, zu- setzt und durch fleißiges Umrühren mit derselben gut ver­mengt. Von Wichtigkeit ist, daß die größte Reinlichkeit bei dem Tränken der Kälber herrscht.

Reine Luft

ist in Molkereien eine Hauptsache. Die Räumlichkeiten und Geräte sind sehr oft zu lüften. Gerade zum Gelin­gen der Rahmsäurungsprozesse ist reine Luft die Vorbe­dingung, wie auch manche Butterfehler sich unschwer auf Unreinlichkeit und unreine Luft im Rahmlokal zurück­führen lassen, in welcher sich die der normalen Rahm- säurebildung schädlichen Bakterien sehr leicht entwickeln können.

Trächtige Sauen sollen nicht zu reichlich gefüttert werden, sonst werfen sie magere Ferkel. Ein starker Fettansatz macht die Sau auch geneigt, fieberhaft zu werden und die Milchmenge zu verringern. Das beste Winterfutter für trächtige Sauen ist Weizenkleie und Schrot, mit heißem Wasser angefeuchtet oder gekocht, oder Zuckerrüben im gedämpften oder gekochtem Zustande. Empfehlenswert ist ein mäßiger Salzzusatz. Ist die Sau mager, dann kann man mit Erbsen-, Bohnen-, Gersten- und Hafer­mehl nachhelfen. Im Sommer ist eine gute Klee- oder Wiesenweide von besonders guter Wirkung. Um eine Sau, welche einen großen Würfel Ferkel säugt, entspre­chend füttern zu können, muß genau beobachtet und das Futter je nach Umständen gewechselt werden. Am ersten Tage nach dem Werfen gebe man lauwarmes Was­ser und füttere nicht zu stark. Nach mehreren Tagen gebe man Getreide- oder Hülsenfruchtschrot und bis zu je zwei Liter Lein- oder Baumwollsamenmehl.

W Geflügelzucht. M

Lakenfelder

Das Lakenfelder Huhn gehört zu jener Gruppe land- huhnartiger Hühner, die, im wesentlich weiß mit schwar­zer Zeichnung, seit vielen Jahrzehnten und Wohl schon zu Ende des vorvorigen und Beginn des vorigen Jahr­hunderts im nordwestlichen Deutschland und den anschlie­ßenden Niederlanden gezüchtet wurden Möven, Tot­leger, Campiner, Pellen, Brakel, Hoogstrater, Lakenfelder sind alle eines Blutes.

Die Stammeltern der Lakenfelder sind die westfäli­schen Totleger, welche hin und wieder mit dunklem Hals und Schwanz vorkamen, und derartige Exemplare dienten denn auch zur Herauszüchtung der Lakenfelder im nord­östlichen Westfalen vor mehr als 75 Jahren. Den Namen Lakenfelder" trägt dieses westfälische Huhn nicht nach einem Orte Lakenfeld, denn einen solchen gibt es weder in seiner Heimat noch anderswo, sondern wahrscheinlich wegen seiner Zeichnung: Weißes Laken (Linnen) auf schwarzem Felde. Ein niederländischer Rindviehschlag, Lakenfelder geheißen, ist gleichfalls weiß mit schwarzem Hals und Kopf und schwarzer Hinterhand.

In Gestalt und Haltung gleicht das Lakenfelder Huhn dem alten deutschen Landhuhn, doch soll es stärker und derer als dieses fein früher war es groß, kräftig, stattlich, jetzt ist es kleiner, schmächtiger es trägt sich aufrecht und gefällig und ist in seinen Bewegungen leb­haft, keck, schnell. Die ganze Erscheinung ist eine an- mutige. Das Gewicht übertrifft, entsprechend der Größe, das des Landhuhns nur wenig; der Körper neigt in nur geringem Grade zum Fleischansatz.

Betreffs der Körperteile wird zunächst voni Hahn ge­fordert, ein mittellanger, ziemlich dünner, leicht geboge­ner, hellhorn- oder bleigrau- bis fleischfarbigen Schnabel, einfacher, aufrechtstehender, nur mittelhoher, gleichmäßig und nicht zu tief gezackter, leicht gewölbter und hinten abgerundeter Kamm, kleine, eirunde, glattanliegende, weiße (blauweiße) Ohrscheiben, gestreckter, gut entwickel­ter, voller Rumpf, ziemlich breite, voll gerundete, etwas hoch getragene Brust, mittellanger, ziemlich breiter, flacher, nur leicht nach hinten abfallender Rücken mit breitem, vollbehangenem Sattel, mittellange, unbefieder- te, schieferblaue oder bleifarbige Läufe mit vier Weißkral­ligen Zehen.

Die Henne ist etwas kleiner und tiefer gestellt, aber im Hinterleib breiter, voller als der Hahn, ebenso ist ihr Kamm kleiner und dünn, der Schwanz mehr gesenkt,

sonst gleicht sie, abgesehen von den Geschlechtskennzeiche», dem Hahn.

Das Gefieder ist reich und voll, da bei glatt anliegend und bei Hahn und Henne übereinstimmend gefärbt und gezeichnet; bei beiden Geschlechten soll Kopf, Hals und Schwanz glänzend schwarz, das übrige Gefieder rein weh sein; indes bereitet dem Züchter die strenge Auseinander- Haltung des Schwarz und des Weiß doch große Schwie­rigkeiten, da die Lakenfelder ihre Stammeltern, die Sil- bersprenkel-Totleger, noch nicht vergessen können; in der Regel zeigen sich dunkle Sprenkel auf Rumpf und Flügel und umgekehrt Weiße Sprenkel und Streifen im Hals­gefieder.

Da jetzt von den reinen alten Lakenfeldern kaum mehr gesprochen werden kann, wäre es ein nrüßiges Beginnen, ein langes Loblied auf den wirtschaftlichen Wert anstim­men zu wollen. Augenblicklich handelt es sich für die Liebhaber zunächst immer noch darum, unter Verwertung des verhältnismäßig Besten aus den: noch vorhandenen Zuchtmaterial dieses reizende, anmutige, lebhafte und doch zutrauliche deutsche Huhn in vollkommener Schönheit und Reinheit der Formen und Farben wiederherzustellen, dann ist ihm eine weitere Würdigung und Verbreitung gewiß. Das alte Lakenfelder war ein sehr dankbares Legehuhn. Jetzt fehlt es darin und auch in der Wetter­festigkeit. Jnbezug auf Schönheit haben einige Züchter in den letzten Jahren sehr gute Resultate gezeigt.

Nur nicht zu ängstlich

in bezug auf den Schutz des Geflügels vor den Unbilden der Witterung! Wenn das Wetter trocken ist, dann öffne man das Hühnerhaus, man schaffe den Schnee weg und streue etwas Spreue mit Körnern vermischt, dann be­ginnt ein munteres Scharren. Neblige und feuchte Tage sind dagegen sehr schädlich und rufen gefährliche Krank­heiten hervor; da behalte man die Hühner eingeschlossen. Wenn es gar zu kalt werden sollte, so wird der vorsichtige Hühnervater" sein Geflügelhaus heizen. Je sorgfältiger man die Hühner behandelt, um so freigebiger werden sie uns mit Eiern beschenken.

DasSultan-Huhn"

heißt auchKleines Türken-Huhn". Am Schöpse mit l einem mittelgroßen, hängenden Bartlappen geschmückt. Schnabel zierlich klein und fleischfaren. Beine kurz, hell, befiedert und mit einer fünften Zehe versehen. Da dieses Huhn wenig scharrt, hält man es gern in Gärten und auf Rasenplätzen. Es kommt neben dem sonst nur wei­ßen auch ein grauer Schlag vor.

Bei der Entenmast

verfährt man immer noch recht wenig rationell. Es ist ganz selbstverständlich, daß die Mästung eines Tieres nur rentabel ist, wenn in das Tier nicht soviel hineingefüt- tert wird, wie es Marktpreis hat. Bei der Landente trifft dies zu; sie gebraucht zu lange Zeit zur Mästung und ver­wertet somit das aufgenommene Futter fchlecht. Es kommt aber auch bei einer guten Ente darauf an, was und wie man füttert. Jede Ente ist ein sehr gefräßiges Tier, und füttert man in sie die teure Frucht hinein, so ist das nicht lukrativ. Wir müssen uns daher nach Nährmitteln umsehen, die einen ebenso hohen Nährwert haben, aber billiger sind. Ein solches Nährmittel finden wir in dem Klee. Im Sommer füttert man denselben grün, geschnit­ten und mit anderen Futterstoffen angemengt und im Winter getrocknet, geschnitten und zermahlen und mit kochendem Wasser aufgebrüht und mit Schrot und Kleie vermengt und man hat in ihm ein ganz hervorragendes Futtermittel zu einem billigen Preise. Er kann ein Vier­tel bis zur Hälfte des Futters ausmachen, je nachdem man Zucht- oder Masttiere, alte oder junge Tiere füttert. Neben dem Klee bilden dann Futter- und Zuckerrüben, Möhren, Kohl usw. ein gutes und billiges Futter. Kleie, Schrot, Maismehl und Maisbrot, Futtermehl usw. bil­den schließlich Kraftfutter.

Die Zuchtgänse

darf man im Spätherbst nicht mehr beimpfen, weil man sonst das zeitige Eierlegen und das Brüten beeinträchtigt.

Gicht und Rheumatismus bei Bügel»

sind vorwiegend auf Erkältung zurückzuführen, doch müs­sen noch gewisse körperliche Dispositionen, in manchen Fällen hinzukommen. Krankheitszerchen: Verminderung der Freßlust, Fieber, Anschwellungen an den Gelenken der Flügel und Füße, die anfangs fest, stark gerötet, sehr warm und schmerzhaft sind, dann weich werden und eine mit Blut und Eiter gemischte Flüssigkeit enthalten; spä­terhin werden sie wieder hart und haben einen gallert artigen und käsigen Inhalt; zuweilen tritt nach Wochen Selbstheilung ein, doch bleibt gewöhnlich Verdickung des Gelenks zurück; in einem anderen Fall tritt langsame Ab- magrung, Blutarmut (blasse Schleimhäute), sodann starker Durchfall und Tod an Erschöpfung ein. Heilmit­tel: Trockenheit und Wärme, wenn die Anschwellung enl- zündlich und heiß ist, kühlen mit Blei- oder Essigwasser wen hart, einreiben mit Kampfer» oder Ameisenfpiritus, auch Umwicklung mit erwärmtem Wollenzeug; wenn die Geschwulst eitrig, Ausschneiden, doch keinesfalls zu früh, ausdrücken und auspinseln mit Karbolsäurewasscr (1:200); innerlich in den beiden Fällen eine Gabe von Salicyl-Wafser 1:500); di untauglichen Sitzstangen müs­sen selbstverständlich beizeiten entfernt und durch gute ersetzt werden.