entlang wird andernfalls zu groß. Falsch ist es unbedingt, sich mit unbedecktem Haupt in die Prellsonne zu legen, um das Sonnenbad zu genießen. Der Kopf soll hierbei mit einem weißen Tuch bedeckt sein. Zuwiderhandeln erzeugt Kopfschmerz, Sonnenstich, Reizung der Sehnerven. Herzkranken Leuten ist wohl ein Luftbad, aber nicht daS Sonnenbad zu empsehlen. Viele Badende dehnen ihren Aufenthalt im Wasser zu lange auS. Man sieht blaue Lippen und blasse Haut als Folge der nicht eingetretenen, beim Baden so heilsamen Reaktion, die daS Blut zu den äußersten Teilen der Haut treibt und unS das Gefühl angenehmer Wärme verursacht: 15 Minuten im Wasser genügen vollaus. Ein Luftbad kann zweckgemäß dem Bade vorangehen. Nach dem Baden muß der Körper trocken gerieben und nicht, wie man es dutzendweise sehen kann, der glühenden Prellsonne ausgesetzt werden. Trifft diese die nasse Haut, so ist die Folge ein Sonnenbrand. Die Haut wird kupferrot und löst sich unter stärkerem oder schwächerem' zuweilen auch mit Temperatursteigerungcn verbundenen Juckreiz in Schuppen und ganzen Fetzen los.
):( Hersfeld, 16. Juni. Folgende Notiz, die die große Pariser Zeitung „bet Figaro" bringt, wird auch hier allgemein interessieren: Nächsten Monat wird in C a s s e l eine glänzende Ausstellung von ungefähr hundert Werken unserer größten Künstler, Maler und Bildhauer, eröffnet werden. Aus den Vorschlag des Direktors deS Königlichen Museums dieser Stadt hin und deS Casseler KunstvereinS, der die Ehre hat unter dem Protektorat Seiner Majestät Kaiser Wilhelms zu stehen, hat der berühmte, deutsche Bildhauer R e ch b e r g — sehr bekannt in Paris — diese Ausstellung organisiert und die Werke seiner Fachgenossen dafür ausgesucht. Man wird Werke aller ersten Ranges von Frsmiet, Mercis, Rodin, Monet, Desbois, Jnjal- bert, Roty, Prinz Tronbetzkoy, Raffaslli, Aman-Jean, Roll, La Touche, Cottet und andere sehen.
Lengers, 14. Juni. Vor einigen Tagen fing der Landwirt Brod in der Werra einen Hecht im Gewicht von 16 Pfund.
Herfa, 14. Juni. Landwirt Westermann hierselbst, welcher in Gemeinschaft mit den Herren Dr. Prüß-Heringen und Bürgermeister Lotz-Lengers die hiesige Jagd betreibt, hatte vor kurzem das Glück, an einem Tage 2 Hirsche zu erlegen. Die Hirsche treten gegenwärtig in hiesiger Gegend sehr stark aus.
Oberzwehren, 15. Juni. Als sich gestern nachmittag die Wirtin einer hiesigen Wirtschaft auf kurze Zeit aus dem Lokale entfernt hatte, entwendete ein Gast aus dem Wohnzimmer ca. 230 Mk. Der Diebstahl wurde bald entdeckt und der Mann, der inzwischen entflohen war, mit Hilfe eines Hundes eingeholt. Bei der Visitation des Diebes entdeckte man außer dem gestohlenen Gelde noch ungefähr 900 Mk. in einem Geldbeutel und 9 Portemonnaies.
Fulda, 15. Juni. Aus Freude darüber, daß man gestern früh das Kaliwerk in Neuhos, Kreis Fulda, fündig wurde, d. h. daß man nach mehr als dreijähriger Abteufung das Kalilager angetroffen hat, hat Neuhof festlich geflaggt. Die Glocken läuteten und mit Böller wurden Salutschüsse abgegeben. Das Kalibergwerk erforderte bis jetzt einen Kostenaufwand von sieben Millionen Mark.
Niederorschel, 14. Juni. Ein gewaltiges Schadenfeuer äscherte am Sonnabend früh zwischen 4 und 5 Uhr das Dampfsägewerk des Zimmermeisters Otto Dirk hier samt Maschinenbaus, Elektrizitätswerk und Bauschreinerei bis aus den Grund ein. ES gelang der Feuerwehr, daS gefräßige Element auf seinen Herd zu beschränken. Leider ist eine Anzahl sehr wertvoller Maschinen vernichtet, und mit ihnen auch die ErzeugungSstation unseres elektrischen Lichtes.
Hanau, 15. Juni. Der Schirmmacher Zigeuner Ebender, der wegen Mordes, begangen an dem Gendarmeriewachtmeister Schenk auS Flieden vom Schwurgericht zum Tode verurteilt worden war, ist heute durch den Scharsrichter Gröpner aus Magdeburg enthauptet worden.
Frankfurt a. M., 16. Juni. (Fernsprechmeldung.) Heute früh gegen 2V2 Uhr stieß aus Bahnhos Steinau bei Schlüchtern der nach Fulda ausfahrende Güterzug mit dem von Fulda kommenden Güterzug zusammen. 12—15 Wagen entgleisten und wurden demoliert. Beide Maschinen sind ebenfalls entgleist und stark beschädigt. Glücklicherweise wurde vom Fahrpersonal nur ein Mann leicht verletzt. Beide Hauptgleise der Strecke Franksurt-Elm sind gesperrt und werden es auch den ganzen heutigen Tag über bleiben, da die Trümmer schwer zu beseitigen sind. Infolgedessen müssen sämtliche Züge auf weiten Umwegen umgeleitet werden, was große Verspätungen zur Folge hat. Wen die Schuld an dem Zusammenstöße trifft, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben.
Rinteln, 14. Juni. Bei den Ausschachtungsarbeiten zum Bau der städtischen Turnhalle wurden am Sonnabend drei Arbeiter durch Erbmassen, die sich plötzlich loslösten, verschüttet. Alle drei erlitten schwere innere Verletzungen.
Hilgershausen, 14. Juni. Ein sehr bedauerlicher Un- glückssall ereignete sich am 12. d. M. am Neubau des Landwirts ClobeS hier. Während die Maurer an der einen Giebelwand, welche ganz massiv hergestellt wird, arbeiteten, und dieselbe bis zum Abend fertig bringen wollten, fiel die Mauer in sich zusammen und riß drei der Arbeiter mit zur Erde, so daß dieselben schwer verletzt von der Baustätte getragen werden mußten.
Lage des deutschen Arbeitsmarktes.
Nachdem vom Mai 1907 ab bis zum April dieses Jahres der Andrang aus dem deutschen Arbeitsmarkte von Monat zu Monat stets stärker gewesen ist als im jeweiligen Monat des Vorjahres, ist mit dem Monat Mai des lausenden Jahres eine beachtenswerte Wendung eingetreten: zum ersten Male seit zwei Jahren bleibt der Andrang niedriger als im Vorjahre. Roch int April kamen aus 100 offene Stellen an den Arbeitsnachweisen, die an die Berichterstattung des „Arbeitsmarktes" angeschlossen sind, 147,4 Arbeitsuchende gegen 140,3 im Jahre 1908; im Mai waren eS dagegen 151,1 gegen 156,3 im Vorjahr. Der Andrang ist um 5,2 niedriger als im Mai vorigen Jahres. Daß vom April aus Mai eine Zunahme deS Andranges eingetreten ist, beeinträchtigt diese Wendung nicht im geringsten, da es sich hierbei um eine alljährlich im Mai wiederkehrende Erscheinung handelt, die in guten wie in schlechten Jahren zu beobachten ist. Aus dem Arbeitsmarkt für Männliche lastet zwar noch immer ein großes Ueberangebot, aber doch zeigt sich gerade hier ausschließlich die Erholung gegenüber dem Vorjahr: aus 100 offene Stellen kamen 187,33 Arbeitsuchende gegen 195,22 im Mai 1908. Auf dem Ar- beitsmarkt für Weibliche nahm der Andrang gegenüber dem Vorjahr sogar etwas zu. Um 100 offene Stellen bewarben sich 90,97 Arbeitsuchende gegen 89,02 im Vorjahre. Das
Kontingent der Arbeitsuchenden hat relativ stärker zugenommen alS die Zahl der offenen Stellen. Die erfreuliche Wendung in der Lage des Arbeitsmarktes ist zwar in den meisten Landes» teilen zu beobachten, aber doch nicht in allen. Einige Gebiete und darunter hochindustrielle weisen auch im Mai dieses Jahres noch ein höheres Ueberangebot aus als vor Jahresfrist. Von diesen Gebieten mit stärkerem Andrang ist an erster Stelle die Rheinprovinz zu nennen, wo infolge der Ungunst im Kohlenbergbau und zum Teil auch im Eisengewerbe der Arbeitsmarkt noch schwer zu leiden hat. Weiter ist es dann das Königreich Bayern, wo der Grad der Verschlechterung noch sehr auffallend ist. Während nämlich im Vorjahr die Lage noch relativ günstig war, ist dieses Jahr eine Zunahme des Andranges um 28 Arbeitsuchende aus 100 offene Stellen eingetreten. In Hessen und Elsaß-Lothringen war die Gestaltung des Arbeit-- markteS im Vergleich zum Vorjahr gleichfalls unerfreulich, stieg doch der Andrang von 164,45 aus 184,17. Endlich gehören auch noch Westfalen und Hessen-Nassau zu den Gebieten, in denen die Depression gegen 1908 noch zugenommen hat. Kamen im Mai 1908 aus 100 offene Stellen 169,04 Arbeitsuchende, so waren es im laufenden Jahre 172,81. Damit ist die Reihe der Gebiete, die noch unter stärkerer Ungunst leiden als im Vorjahre, erschöpft. In den übrigen Landesteilen ist die Besserung gegen 1908 mehr oder minder erheblich. Am stärksten tritt sie an den Plätzen Schlesiens zutage. Relativ viel günstiger hat sich der Arbeitsmarkt schon im Königreich Sachsen geändert, indem hier die Erleichterung auch den Arbeitsmarkt für Männliche mehr ergriffen hat. Für die Provinz Sachsen und die thüringischen Staaten stellte sich der Andrang im Mai aus 117,53 gegen 150,33 im Vorjahre. Abgenommen hat ferner im Vergleich zum Vorjahr der An- drang in Hannover einschl. Braunschweigs und in Schleswig- Holstein von 200,00 aus 162,70, in Brandenburg und Pommern von 163,28 aus 155,50, in Westpreußen, Ostpreußen und Posen von 132,75 auf 126,91. Von süddeutschen Gebieten hat nur Württemberg und Baden einen geringeren Andrang als 1908; er ging hier von 141,35 aus 129,93 zurück. Die charakteristische Wendung im Mai hat sich also in der Hauptsache in Nord-, Ost- und Mitteldeutschland vollzogen, während in West-, Südwest- und Süddeutschland mit Ausnahme Württemberg- und Badens der Andrang immer noch höher ist als 1908. Ob die Besserung, die im Mai einge» treten ist, nun auch schon anhaltcn wird, ist nicht voraur- zusogen. Erfahrungen auS früheren Jahren lehren, daß Rückschläge vorkommen. So brächte z. B. das Jahr 1902 die erste Besserung gegenüber dem Vorjahr im September, aber schon der November brächte wieder einen wenn auch schwachen Rückschlag. Absolut genommen ist auch der Andrang im Mai noch reichlich hoch, was bei der Feststellung der erfreulichen Wendung, die den Prozeß der Erholung ersichtlich macht, nicht übersetzen werden darf.
UermisclM
— Baden-Baden, 15. Juni. Graf Zeppelin hat dem Oberbürgermeister Fieser von hier bei seinem Besuch in FriedrichShasen den Besuch deS „Z. 3“ in Baden-Baden mit einer Landung in Aussicht gestellt. Der Besuch dürste von Frankfurt a. M. auS, wahrscheinlich im September, erfolgen.
— München, 14. Juni. Ein Fahrraddieb schoß den ihn verfolgenden Gendarmen in das Herz und sprang in die Jsar. Er entkam durch Schwimmen.
— (SelbstmordeineSStudenteninHeidel- Berg.) Gestern mittag Val Uhr stürzte sich in Heidelberg der Student der Theologie Haut Scaedelin auS Groß-Affoltern bei Bern in einem Anfall von religiösem Wahnsinn auS einem Fenster seiner Wohnung und blieb mit zerschmettertem Schädel tot aus dem Platze liegen. In seiner Tasche fand man eine Visitenkarte, aus welcher stand: „Ich habe zu Gott gebetet, er hat mir vergeben."
— („Fr ä ulein Bräutiga m".) AuS Melbourne wird eine seltsame Verlobungsgeschickte gemeldet: Eine gewisse Miß Ottway hatte die Bekanntschast eine! jungen Mannes gemacht, der angeblich der Neffe deS ErzbischosS von Redwood war. Die junge Dame verliebte sich bald in den Gentleman und war hochbeglückt, als sie von ihm einen HeiratSantrag erhielt. Da auch die Verwandten der Miß Ottway gegen die Verbindung nichts einzuwenden hatten, wurde die Hochzeit gefeiert, und die Lokalblätter priesen die jugendliche Erscheinung des Bräutigams und die Anmut der Braut. Man kann sich umstellen, welche sensationelle Wirkung es in der Bürgcrschast Melbourne- hervorrief, als am Tage nach der Eheschließung die Eltern der jungen Frau die Polizei holen ließen und die Hüter des Gesetzes seststclltcn, daß der junge Ehemann — eine junge exzentrische Dame sei.
— (Unfall eines Aer 0 pla n S.) Eine aufregende Szene ereignete sich, wie der Preß-Telegraph meldet, gestern im Aerodrom von Juvisy. Der Aviatiker de Rue flog mit seinem Aeroplan um den 1000-Frank-Preis der nationalen Lustschiffahrtsliga, der für einen in mehreren Runden aus- zusührenden Drei-Meilen-Flug ausgeschrieben war. In Gegenwart einer großen Zuschauermenge vollendete dc Rue vier Runden in einer durchschnittlichen Höhe von 10 bis 12 Meter. Als er zum Landungsplätze zurückkehrte, stellte er die Zündung ab, berührte jedoch durch einen Zufall den Hebel, und der Motor begann wieder zu arbeiten. Bevor sich der Luftfchiffer selbst darüber klar war, waS geschah, flog der Aeroplan, der sich etwa 5 Meter über der Erde befand, mit voller Geschwindigkeit gegen das aus der Klubtribüne befindliche Kaffeehaus. Die Zuschauer, unter denen sich auch eine Anzahl Damen befanden, verließen in wilder Hast die Tische. Ein Herr stellte sich der Maschine mutig entgegen, um den Motor abzustellen, erhielt jedoch durch einen Flügel der Schraube eine tiefe Wunde am Arm. Einen Augenblick später schlug die Maschine, nachdem sie eine junge Kiefer, die vor der Tribüne stand, beinahe umgerissen hatte, in die Glassront des Kaffeerestaurants. Ein Krach von splitterndem GlaS und Holz — dann kam die Maschine zum Stillstand. De Rue kroch lächelnd durch das zerbrochene Fenster des Kaffeehauses. Er hatte nicht die geringsten Verletzungen erlitten, der Aeroplan war jedoch vollständig zertrümmert und die Flügel mußten auS dem Fensterrahmen herauSgesägt werden, so stark hatten sie sich durch den Anprall verfangen.
— (AuS dem N e w - N 0 r k e r H i g h l i f e.) Der gestrige Termin in der Gouldschen EhetrennungSklage förderte, nach einer Meldung des Preß-Telegraph, interessante Details über den Kleiderluxus der „oberen Vierhundert" von New Iork zutage. Frau Katharine Gould betrat selbst den Zeugenstand und mürbe einem strengen Kreuzverhör sciten- deS AnwaltS ihres Gatten unterzogen. Sir gab zu, daß sie in der Zeit deS geschäftlichen Aufschwungs selten dasselbe Kleid zweimal getragen habe, trotzdem ihre Abendkleider über 2000 M. daS Stück kosteten. Sie habe für die Löhne ihrer Dienstboten monatlich etwas mehr als 4000 M. gebraucht.
Für Pferde und Wagen und Automobile habe sie steil große Summen auSgegeben. Sie habe ihre Toilette drei- bis vier- mal täglich gewechselt, und „selbstverständlich" sei dies vom Kops bis zu den Füßen geschehen. Sie gab zu, daß diese Beschäftigung den größten Teil ihrer Zeit beansprucht habe. Sie habe allein hundert Jachtkostüme, deren durchschnittlicher Preis 1000 M. daS Stück fei, mit der eutspechenden Anzahl Hüte, deren Preis zwischen 150 bis 400 M. schwankte. Ihre EmpsangStoilettcn kosteten bis 2000 M. und noch mehr. „Ich ziehe mich eben so an, wie eS der Frau Howard GouldS zukommt", erklärte sie. „Es würde entschieden ungehörig für mich gewesen sein, dasselbe Kleid zweimal an demselben Ort zu tragen." AlS der Anwalt ihres Gatten Nicholl sie fragte, was sie mit ihren abgelegten Kleidern täte, antwortete sie: „Eins z. B. habe ich Ihrer Schwester gegeben, Herr Nicholl, die auf der Bühne ist." „Hat sie eS wenigstens gekleidet?" war die Antwort deS AnwaltS. „Ich weiß eS nicht", ant- wortete die Klägerin. „Ich habe manchem armen Mädchen dazu verholsen, Engagements an der Bühne zu erhalten, indem ich sie mit meinen abgelegten Kleidern ausstattete." Der Bruder Howard GouldS sagte aus, daß daS Einkommen seiner BruderS jährlich zirka 750,000 Dollar betrage.
Letzte »schlichten.
Mit Kaiser Wilhelm an Bord der „Hohenzollern" ist gestern abend das Kaisergeschwader von Neusahrwasser aus in See gegangen.
Petersburg, 15. Juni. Wie durch ein Telegramm deS Befehlshabers der Schwarzen Meer-Flotte, Konter- admirals Boström, an den Marineminister fest gestellt wird, ist das Unterseeboot Kambala nicht durch eine Explosion, sondern durch einen Zusammenstoß mit dem Flaggschiff bei Geschwaders Panteleimon zum Sinken gebracht worden. Das Unterseeboot griff das Linienschiff Nacht- beim Einlaufen nach Sebastopol an und geriet dabei versehentlich auf den Ramm- sporn des Panteleimon. Die vielfachen anfänglichen Versuche, den Untergang des aus der Germania-Werft in Kiel gebauten Bootes mit einem technischen Versager zu erklären, sind somit unberechtigt gewesen.
Für die Universität in Heidelberg hat der dortige Kommcrzienrat KarlLanz eine Milli 0 n e n st i stu n g gemacht. ___________
Berlin, 16. Juni. Im Laufe des gestrigen Tage- traten fast alle Fraktionen des Reichstags zur Beratung über die ReichSfinanzreform zusammen. Angeblich wird die nationalliberale Fraktion einstimmig an der Erbansallsteuer für Ehegatten und Kinder sesthalten und Bassermann heute eine diesbezügliche Erklärung abgeben.
Berlin, 15. Juni. Der 13jährige Sohn eine- Bergmanns in Kalkberge-Rüdersdors wurde im Pserdeflall erhängt ausgesunden infolge der verunglückten Versuche, den Kopf wieder aus einer Schlinge zu ziehen.
In Heppens bei Wilhelmshaven versuchte der Arbeiter Janssen seiner Logiswirtin den Kopf abzusägen. Der Täter ist flüchtig.
Durch Einatmen giftiger Gase wurden drei Arbeiter der Eisenbahngasanstalt in Münster getötet.
Bei einem Großfeuer auf dem Gute Mcinhos bei Lippehne in der Neumarkt verbrannten 500 Schafe.
Almimmlg-WÜW
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Oeffentlicher Wetterdienst.
Dienststelle Weilburg (LandwirtschaftSschulel.
Wetteraussichten für Donnerstag, den 17. Juni:
Im allgemeinen trocken, zeitweise wolkig, nicht sehr beiß.
Hierzu eine Beilage.