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herzfelder Kreisblatt

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Gratisbeilagen:Illustriertes Sonntagsblatt" undIllustrierte Landwirtschaftliche Beilage"

Fernsprech-Knschlutz Nr. 8

Nr. 48.

Sonnabend, den 24. April

1909.

Amtlicher Ceil

Hersfeld, den 20. April 1909.

Die diesjährigen Impf- und Nachfchautermine für den Kreis Hersfeld find wie folgt anberaumt:

1. Station Hersfeld.

a. Stadt Hersfeld, Impfung.

Impfung: Montag, den 10. Mai 1909, Vormittags 10 Uhr.

Nachschau: Montag, den 17. Mai 1909, Vormittags 10 Uhr.

b. Stadt HersfeldWiederimpfung und Land.

Impfung: Mittwoch, den 12. Mai 1909, Vormittags 10 Uhr.

Nachschau: Mittwoch, den 19. Mai 1909, Vormittags 10 Uhr.

Jmpflokal: bei a. und b. Saal des Gastwirts Con- stantin Otto.

2. Station Sorga.

Impfung und Wiederimpfung: Freitag, den 14. Mai 1909, Nachmittags 3 Uhr.

Nachschau: Freitag, den 21. Mai 1909, Nachmittags

3 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Daube.

3. Station Friedlos.

Impfung und Wiederimpfung: Freitag, den 3. Juni 1909, Nachmittags 4 Uhr.

Nachschau: Freitag, den 11. Juni 1909, Nachmittags 4 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Greb-r.

4. Station Obergeis.

Impfung und Wiederimpfung: Montag, den 7. Juni 1909, Nachmittags 4 Uhr.

Nachschau: Montag, den 14. Juni 1909, Nachmittags

4 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Ernst.

5. Station Schenklengsfeld.

Impfung und Wiederimpfung: Mittwoch, den 9. Juni 1909, Nachmittags 4 Uhr.

Nachschau: Mittwoch den 16. Juni 1909, Nachmittags 4 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Steinhauer.

6. Station Ransbach.

Impfung und Wiederimpfung: Sonnabend, den 19. Juni 1909, Nachmittags 4 Uhr.

Nachschau: Sonnabend, den 26. Juni 1909, Nach­mittags 4 Uhr.

Jmpflokal: Schule.

7. Station Philippsthal.

Impfung und Wiederimpfung: Sonnabend, den 19. Juni 1909, Nachmittags 1 Uhr.

Nachschau: Sonnabend, den 26. Juni 1909, Nachmittags 1 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Zinn.

8. Station Asbach.

Impfung und Wiederimpfung: Donnerstag, den 1. Juli 1909, Nachmittags 27a Uhr.

Nachschau: Donnerstag, den 8. Juli 1909, Nachmittags 21/» Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Fink.

9. Station Unterhaun.

Impfung und Wiederimpfung: Sonnabend, den 3. Juli 1909, Nachmittags 4 Uhr.

Nachschau: Sonnabend, den 10. Juli 1909, Nachmittags

4 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Großkurth.

10. Station Niederaula.

Impfung und Wiederimpfung: Dienstag, den 13. Juli 1909, Nachmittags 27a Uhr.

Nachschau: Dienstag, den 20. Juli 1909, Nachmittags 27a Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Stein.

11. Station Frielingen.

Impfung und Wiederimpfung: Donnerstag, den 15. Juli 1909, Nachmittags 3 Uhr.

Nachschau: Donnerstag, den 22. Juli 1909, Nachmittags

3 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Schmidt.

12. Station Kirchheim.

Impfung und Wiederimpfung: Donnerstag, den 15. Juli 1909, Nachmittags 5 Uhr.

Nachschau: Donnerstag, den 22. Juli 1909, Nachmittags 5 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Eydt.

13. Station Friedewald.

Impfung und Wiederimpfung: Sonnabend, den 24. Juli 1909, Nachmittags 3 Uhr.

Nachschau: ^Sonnabend, den 31. Juli 1909, Nachmittags

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Träger.

14. Station Widdershausen.

Impfung und Wiederimpfung: Dienstag, den 3. August 1909, Mittags 12 Uhr.

Nachschau: Dienstag, den 10. August 1909, Mittags 12 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Schneider.

15. Station Heringen.

Impfung und Wiederimpfung: Dienstag, den 3. August 1909, Nachmittags 3 Uhr.

Nachschau: Dienstag, den 10. August 1909, Nachmittags 3 Uhr.

Jmpflokal: Gemeindehaus.

16. Station Heimboldshausen.

Impfung und Wiederimpfung: Dienstag, den 3. August 1909, Nachmittags 5 Uhr.

Nachschau: Dienstag, den 10. August 1909, Nachmittags 5 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwitts Bock.

17. Station Holzheim.

Impfung und Wiederimpfung: Donnerstag, den 5. August 1909, Nachmittags 17a Uhr.

Nachschau: Donnerstag, den 12. August 1909, Nach­mittags 17a Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Hochhaus.

18. Station Rohrbach.

Impfung und Wiederimpfung: Sonnabend, den 7. August 1909, Nachmittags 5 Uhr.

Nachschau: Sonnabend, den 14. August 1909, Nach­mittags 5 Uhr.

Jmpflokal: Saal des Gastwirts Schilling.

Dabei gehören zur:

Station Hersfeld-Lanu folgende Gemeinden: Bingartes, Meifebach, Kalkobes, Heenes, Allmershausen mit Hählgans.

Zur Station Sorga: Petersberg, Kathus, Ober­rode, Wilhelmshof, Hermannshof.

Zur Station Friedlos: Mecklar, Meckbach.

Zur Station O b e r g e i s : Neuenstein, Aua, Unter- geis, Gittersdorf.

Zur Station Schenklengsfeld: Oberlengsfeld, Unterweisenborn, Landershausen, Conrode, Wüstfeld, Lampertsfeld, Schenksolz, Dünkelrode, Hilmes, Malkomes.

Zur Station Ransbach: Wehrshausen, Ausbach, F. H. Stockig.

Zur Station Asbach: Beiershausen, Kerspen- Hausen, Roßbach, Kohlhausen, O. F. Niederaula, F. H. Falkenbach, Hilperhausen.

Zur Station U n t e r h a u n: Rotensee, Oberhaun, Sieglos, Eitra, Wippershain.

Zur Station Niederaula: Mengshausen, Solms, Mederjossa, Engelbach, Hattenbach.

Zur Statton F r i e l i n g e n: Willingshain, Gers- dorf, Heddersdorf.

Zur Station Kirchheim: Kleba, Gershausen, Reimboldshausen, Allendorf, Kemmerode, Goßmanns- rode, Reckerode, Rotterterode.

Zur Station Friedewald: Motzseld, Lauten- Hausen, Herfa, Hillartshausen.

Zur Statton Widdershausen: Leimbach, Kleinensee.

Zur Statton Heringen: Bengendorf, Wölfers- hausen, Lengers.

Zur Statton Heimboldshausen: Unterneu­rode, Gethsemane, Harnrode, Röhrigshöfe.

Zur Station H o l z h e i m: Kruspis, Stärklos.

Zur Station R o h r b a ch : Biedebach, Reilos, Tann.

Die Impfung ist unentgeltlich.

Außer denjenigen, welche sich aus freier Entschließung impfen lassen wollen, unterliegen der Impfung im Jahre 1909.

1. jedes im Jahre 1908 geborene Kind, sofern es nicht nach ärztlichem Zeugnis die natürlichen Blattern überstanden hat,

2. die Kinder, die im Jahre 1908 ohne Erfolg oder garnicht geimpft worden sind, sofern sie nicht nach ärztlichem Zeugnis die natürlichen Blattern über­standen haben,

3. jeder Schüler einer öffentlichen oder Privatschule, welcher

a. in diesem Jahre das 12. Lebensjahr zurückgelegt, bezw. zurücklegt, oder

b. den Nachweis der geschehenen Impfung, oder wenn er über 12 Jahre alt ist, auch denjenigen der Wiederimpfung nicht erbracht hat.

Die Herren Ortsvorstände haben Vorstehendes, namentlich die Termine aus ortsübliche Weise zu wieder­holten Malen bekannt machen zu lassen und dafür Sorge zu tragen, bap alle zu impfende Kinder und Schüler an Ort und Stelle sind. Sie haben ferner darauf zu achten, daß die Impflinge fauber gewaschen, und mit reiner Wäsche und Kleidern erscheinen.

Bei der Bekanntmachung der Termine ist gleichzeitig ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen, daß nach § 14 des oben erwähnten Gesetzes Eltern, Pflegeeltern

und Vormünder, welche es unterlassen, den Nachweis zu führen, daß die Impfung ihrer Kinder oder Pflege-, befohlenen erfolgt oder aus einem gesetzlichen Grunde unterblieben ist, mit einer Geldstrafe bis zu 20 Mark und Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, deren Kinder und Pflegebefohlenen ohne gesetzlichen Grund und ttotz amtlicher Aufforderung der Impfung oder der ihr olgenden Nachschau entzogen geblieben sind, mit Geld- trafe bis zu 50 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen )eftraft werden. Die Herren Lehrer haben ebenfalls als Vorsteher der Schulanstalten die Verpflichtung, bei der Ausnahme von Schülern durch Einforderung der vorgeschriebenen Bescheinigungen festzustellen, ob die gesetzliche Impfung erfolgt ist bezw. dafür zu sorgen, daß die während des Besuches der Anstalt impfpflichttg werdenden Zöglinge dieser Verpflichtung genügen.

Schließlich mache ich noch darauf aufmerksam, daß gemäß der zur Sicherung der gehörigen Ausführung des Jmpsgeschästs ergangenen Vorschriften ein Vertreter der Ortspolizeibehörde und (für die Wiederimpfung) ein Lehrer in dem betreffenden Jmpfgeschäftstermine zur Unterstützung des Jmpsarztes und Aufrechterhaltung der Ordnung zu erscheinen haben.

Für Bereithaltung des Jmpflokals und Stellung der erforderlichen Schreibhülfe beim Jmpsgeschäst ist seitens der Herren Bürgermeister der Jmpfstationsorte Sorge zu tragen. Das Jmpflokal muß gehörig feucht gereinigt und gelüftet sein. Auch muß es mit zweckmäßigen Sitzgelegenheiten für den Jmpfarzt und die Mütter der Impflinge, mit einem Tisch zum Aufftellen der Jmpf- gerä-e und mit in -.._>« WaschgelegenheU ausge­stattet sein. Wo diese Einrichtungsgegenstände fehlen, müssen sie beschafft und rechtzeitig bereit gestellt werden. I. I. 4092. Der Königliche Landrat

von Grunelius.

Herkfeld, den 20. April 1909.

Er ist vorgekommen, daß Hausierer den Namen der An. stalten Bethel, Earepta und Nazareth in Bethel bei Bielefeld dadurch mißbrauchen, daß sie Waren, Taschentücher, Leinen- suchen rc. verkaufen, die zum Besten der Anstalten und zum Teil angeblich innerhalb derselben angesertigt sein sollen.

Alle diese Leute sind Schwindler. Die Anstalten lassen niemals in ihrem Austrage mit Leinensachen, Taschentücher rc. hausieren. Die von den Anstalten auSgesandten Kollektanten und Bücher-Kolporteure sind von ihnen legitimiert und diese Legitimationen behördlich beglaubigt.

Die Ort-polizeibehörden und die Königliche Gendarmerie bei Kreiset ersuche ich, ihr besonderer Augenmerk darauf zu legen und alle etwa betroffenen Schwindler zur Anzeige zu bringen.

I. 4064. Der Königliche Landrat.

von GruneliuS.

Her-feld, den 20. April 1909.

Die Herren Ort-vorstände bei Kreises, welche mit Ein» reichung der Kassenprüfung-verhandlung vom 31. März d. I. noch rückständig sind, werden hieran mit 3t S g i g e r Frist erinnert

S. A. 2410. Der Königliche Landrat. von Grunelius.

HerSfeld, den 20. April 1909.

Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung vom 18. v. MtS. Nr. 2731 Kreisblatt Nr. 35 teile ich den KreiSeingeseffenen mit, daß die dierjährigen Unterweisung-kurse in der Baumschule Brcitenau bei Guxhagen infolge bei späte« Frühjahr- nicht stattfinden.

I. 4036. Der Königliche Landrat. von Grunelius.

nichtamtlicher Ceil.

Politischer Wochenbericht.

In die BerichtSwoche fällt zunächst der W i e d e r b e» ginn der Parlamente nach der Osterpause: sowohl Reichstag wie preußisches AageordnetenhauS haben ihre Pforten wieder geöffnet. Freilich völlig ohne Störung sind den ReichStagtabgeordneten die kurzen Erholung-tage nicht verlaufen; denn die Sorge um daS Zustandekommen der ReichSfinanzreform hat sich inzwischen mit großer Lebbastigkeit der gesamten Bevölkerung mitgeteilt. Und so haben an zahl» reichen Orten die Wähler die Osterserien dazu benutzt, mit ihren Abgeordneten persönlich in Verbindung zu treten, sich über den derzeitigen Stand der ReichSfinanzresorm unterrichten zu lassen und ihnen ihre Auffassung mitzuteilen. Die Ver» tteter det Volke- haben sich davon überzeugen müssen, daß vor den Wählern nicht derjenige am besten bestehen wird, der die meisten Steuern ablehnt, sondern der, der da- meiste zum Zustandekommen der ReichSfinanzreform beigetragen hat.