Als endlich daS erste Boot zum Lande kommt, entspinnt sich ein wilder Kamps, es gelingt den Seeleuten kaum, daS Fahr- zeug zu retten, und als endlich die ersten vom User abstoßen, kennt die ohnmächtige Wut der Zurückbleibenden keine Grenzen.
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Neue heftige Erderschütterungen in Messina haben dort wiederum große Brände verursacht, die das in vollem Gang befindliche Rettungswerk sehr erschweren.
Messina, 7. Januar. Infolge der neuerlichen Erdstöße ist abermals eine große Feuersbrunst entstanden. Insbesondere brennen die Trümmer des Rathauses und der Bank von Messina.
An den Unglücksstätten werden die Bergungsarbeiten unausgesetzt weiter betrieben, sreilich werden in den meisten Fällen nur noch Leichen ans Tageslicht gesö dert.
Major Delre aus Catanzaro hatte seine drei Töchterchen in einem Erziehungsinstitut des heute zerstörten Bagnana. Die drei Mädchen hatten das Weihnachtssest bei den Groß- eltern verlebt und sollten Montag morgen nach Bagnana zurückkehren, wurden aber verschüttet. Der Vater reiste nach Reggio und grub selbst die drei Körperchen aus, die bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt waren. Der Major suchte nun nach einem Sarg für seine drei Lieben und sand schließlich eine Limonenkiste. Dahinein bettete er die blutigen Glieder der Kinder. Dann suchte er nach irgend jemand, der ihm helfen könnte, die Leichen zu begraben. Niemand war da Endlich erbarmte sich seiner ein Bauer, der mit seinem Esel vorbeikam. Die beiden luden die traurige Last aus den Rücken des Tieres und gingen stumm zum Friedhos. Der Totengräber ist tot, die Priester sind tot. Der Vater nimmt den Spaten des Bauern und gräbt das Grab, nimmt Abschied vom Teuersten, was ihm die Welt bot und schaufelt dann wieder zu. Dann kehrte er in seine Garnison zurück und fand seine Frau im Irrsinn vor. Von seinen Kameraden wurde er nicht wiedererkannt; sein Haar war schneeweiß geworden. Jetzt, wo unter den aufgeregten Bewohnern in Messina etwas mehr Fassung zurückgekehrt ist, bemächtigt sich der Aberglaube der Gemüter. Viele meinen, der Himmel habe sie für ihre ständigen Flüche und Verwünschungen bestrasen wollen. So kann man, während fieberhaft gearbeitet wird auf den schwankenden Mauern kleine Altäre aufgestellt sehen, die mit den Bildern der Heiligen, mit Orangen, Limonen und Blütengirlanden bekränzt sind. Lange Prozessionen durchziehen die Stadt und erflehen die Gnade des Himmels.
Um Provinz u. Nachbargebiet.
):( Hersfeld, 8. Januar. (B e s i tz w e ch s e l.) Herr Rentner Friedrich Schenk von Ziegenhain hat durch Vermittlung des Hersfelder Grundstücksbüro J. Schandua zu Hersfeld die im Hasenwinkel belegene Villa Roll käuflich erworben.
):( Hersfeld, 8. Dezember. Jakob Damhosers KärntnerKoschat lieber-Original-National- Quintett gab gestern abend im Hotel Hohenzollern sein erstes Gastspiel. Das Damhosersche Ensemble, das aus .""chweg tüchtigen Kräften besteht, gastierte mit großem Erfolge zu wiederholtem Male im Passage-Theater in Berlin und ist für Februar 1909 an das Berliner Walhalla-Theater verpflichtet, wie es überhaupt in zahlreichen erstklassigen Etablissements immer ersolgreiche Konzerte veranstaltete und auch häufig Hos-Soireen vor hohen Fürstlichkeiten absolviert, die Herrn Damhosec glänzende Auszeichnungen brachten. Es mag dies nur erwähnt sein, um zu zeigen, daß das Damhosersche Koschatlieder-Quintett auch den verwöhntesten Ansprüchen gerecht zu werden vermag. Bei uns ist die Künstlergesellschast durch ihre srüheren Gastspiele ebenfalls aufs beste bekannt. Es sind zum Teil alte bewährte Kräfte, zum Teil neue, nicht minder leistungsfähige Mitglieder, die uns gestern abend mit ihren Darbietungen erfreuten. Die prächtigen Gesamtchöre, wie „Aus'n Kärtner Land", „Der verliebte Bua," „Die Mühle im Schwarzwald", „Der Alpensohn" und „Die Gamslan" spiegelten so recht das gemütvolle und heitere Volksleben der Kärntner wie Oberbayern wieder, das in dem Wiener Komponisten Thomas Koschat einen hervorragenden Interpreten hat. Erwähnenswert ist ferner daS Duett „Gruß an die Heimat" von Frl. Grabner (Sopran) und Frau Direktor Damhofer (Alt), die sich insolge des reichen Beifalls zu einer Einlage verstehen mußten und auch im weiteren Verlaus des Programms in Solis ihre gesanglichen Talente im besten Lichte zeigten. In Herrn Schneider lernten wir einen routinierten Zitherspieler kennen; seiner vortrefflich wiedergegebenen Konzert-Fantasie „Schmerzvergessen" ließ er noch manche lebhaft applaudierte Einlage folgen. Die Schuh- plattltänze am Schlüsse der beiden Teile fügten sich harmonisch in den Rahmen des Programms ein und zeigten uns auch in äußerlicher Beziehung ein anmutiges Bild bayrischer Volkstümlichkeit. — Alles in allem konnte man mit dem Gebotenen befriedigt sein und durste so die Ueberzeugung mitnehmen, daß die „Damhosers" noch die Alten geblieben sind. Aus diesem Grunde sei das Gastspiel am Sonnabend auss beste empfohlen, und wünschen wir der Direktion ein volles Haus.
Marburg, 6. Januar. Heute nachmittag fand eine Frau, als sie ihre Korridortüre öffnete, aus der Strohmatte ein neugeborenes lebendes Kind. Nachforschungen nach der Mutter desselben sind sofort cingeleitet worden. Es wird vermutet, daß eine fremde Frau, die eine Kötze trug, das Kind dort niedergelegt hat.
" Hanau, 5. Januar. In einer Wohnung des Hauses Fasanenweg Nr. 3 ereignete sich gestern abend, wie schon kurz gemelvet, ein Unglücksfall. indem zwei weibliche Personen, die 58jährige Landmesserswitwe Lisette Wallschmidt und ihre 31jährige Tochter, die Telephonistin Auguste Wallschmidt, durch Einatmen ausströmenden Leuchtgases ums Leben kamen. Der zu Besuch zu Hause weilende, in Berlin bei einer Auskunstei beschäftigte 30jährige Sohn der Witwe Wallschmidt, Dr. phil. Ferdinand Wallschmidt, sprach gegen 6Va Uhr abends noch mit Mutter uno Schwester und begab sich dann, da er sich unwohl fühlte, zu Bett. Gegen 9 Uhr abends hörte er einen dumpfen Fall im nebenanliegenden Wohnzimmer. Er stand ' aus, begab sich in das Zimmer und sah Mutter und Schwester wie leblos daliegen, im Zimmer selbst war starker Gasgeruch bemerkbar. Schnell holte er ärztliche Hilse, doch konnte der eintreffende Arzt nur den Tod des Frl. Wallschmidt konstatieren. Die Mutter gab noch Lebenszeichen von sich, konnte auch inS Leben zurückgerusen werden, starb jedoch auch drei Stunden später an den Folgen der Gas- vergiftung. Das Gericht hat nach Feststellung des Tatbestandes die beiden Leichen sreigegeben.
Hameln, 6. Januar. Der seit dem 13. Dezember vermißte Knabe Breske wurde heute vormittag in einem Tannen- bcstand von Militär und Polizeibeamten, die zur Durchsuchung der Gegend ausgesandt waren, tot aufgesunden. Die Leiche war fast unbekleidet. Der Unterleib war ausgeschnitten, sodaß die Eingeweide hervortraten. ES ist sonach anzu-
nehmen, saß der Knabe, nachdem an ihm ein SittlichkeitS- Verbrechen verübt worden war, ermordet wurde.
Affoldern, 6. Januar. Der hier lebende Kriegsinvalide Herr Schneidermeister Heinrich Neuschäfer erhielt im Feldzuge 1870 bei Ligny-Poupry eine schwere Verwundung durch einen Gewehrschuß -m rechten Backenknochen. Die Kugel blieb ihm nach Versicherung der ihn damals behandelnden Aerzte im Oberkiefer stecken. Aus Anraten seines ihn hier behandelnden ArzteS begab sich der Veteran kürzlich in die Klinik nach Marburg, um sich dort, da er in letzter Zeit an Verengung der Speiseröhre litt, einer Operation zu unterziehen. Bei dieser Gelegenheit bemerkten die Marburger Aerzte die alte Wunde. Es wurde eine Röntgenaufnahme gemacht, und vor einiger Zeit erhielt der wieder genesene Patient von der Marburger Klinik eine Photographie über- sandt, die die Lage der Kugel in seinem Körper sehr deutlich veranschaulicht.
Arenshausen, 7. Januar. DaS Opser einer Kohlen- gasvergistung wurde hier gestern die betagte Witwe Bc-ta Böhmel und ihr schulpflichtiges Enkelkind. Von Bewohnern des Hauses, denen eS auffiel, daß der Knabe noch nicht zur Schule gegangen war, wurde die Wohnung der Witwe Böhmel geöffnet und man sand die Frau und den achtjährigen Knaben besinnungslos aus. Wahrscheinlich hat sich das Schlaszimmer aus der Grude, deren Zugrohr offen in das Zimmer ragte, mit Kohlenoxyd gesüllt und dadurch eine Gasvergiftung herbeigesührt. Während der Knabe gerettet werden konnte, liegt bei der Frau noch Lebensgefahr vor.
Aus der Rhön, 5. Januar. Man schreibt dem „E. T.": Eine reizende Episode, die ein heiteres Licht in unsere ländlich-friedlichen Verhältnisse wirst, ereignete sich während des Nachmittagsgottesdienstes am Neujahrstage im Dorsc K. Sitzt da unter der andächtigen Gemeinde auch der greife Schäfer B., der schon an die 80 Jahre zählt. Ihn friert, denn die Kirche ist ungeheizt, und die Predigt scheint noch immer kein Ende nehmen zu wollen. Da rafft er seine Lebensgeister zusammen und ruft in kindlich bittendem Tone zum Prediger auf der Kanzel gewendet: „Herr Psarr', Härns'n nu uff, mich friert'S gar z'sehr!" Und wirklich erhört der gutmütige Pastor das Flehen des Greises und sagt schnell Amen. Aber waS ist das? Statt daß die Orgel nun zum Liede erbraust, bleibt's stumm und kalt in der Kirche. Alles schaut und guckt nach dem Organisten und dem Lustmacher. Die aber waren nicht zu entdecken. Sie waren längst in ein warmes Nachbarhaus geflüchtet, um dort die gewohnte lange Predigt abzuwarten, nicht ahnend, daß der Schäfer heute ein frühes Amen gebieten würde. — Der Pfarrer aber saßt sich schnell. Ein paar Schritte zur Orgel, ein Schulbub tritt die Bälge und brausend tönt's durch das Kirchlein bald : „Das alte Jahr vergangen ist. . . ."
Altenbeken, 6. Januar. Der Bahnarbeiter Kümpner, Vater 8 unmündiger Kinder, wurde aus der Haltestelle Laggen- beck von einem einlausenden Zuge übersahren und getötet. — Beim Ankuppeln der Dampfheizung am Zuge nach Brilon- Wald aus Station Paderborn geriet der Hilssbremser Flörcn zwischen die Puffer und war sofort eine Leiche. F. war die einzige Stütze seiner hochbetagten, armen Eltern.
Wochenbericht der Berliner Produktenbörse.
Im Getreidehandel war während der am 6. Januar beendeten Berichtswoche die Unternehmungslust gering, und demgemäß hielten sich die Preisschwankungen in mäßigen Grenzen, lassen aber für Brotfrucht eine Neigung zur Abschwächung erkennen. Im Ausland findet der Preisstand seine wesentlichste Stütze in der vorwiegenden Festigkeit der amerikanischen Märkte. Letztere scheint aber in der Hauptsache spekulativer Natur zu fein uns der Absicht der dortigen Haussepartei zu dienen, die europäischen Interessenten, welche drüben „Maiware" schuldig sind, zu Deckungen bei hohen Preisen zu zwingen. Argentinien sucht, gestützt aus die hohen Notierungen Nordamerikas, seine Forderungen ausrechtznerhalten, und würde angesichts des europäischen Zusuhrbedarss auch damit Ersolg haben, wenn es nicht für seinen sehr großen Weizenüberschuß, von dem ein weit geringerer Teil als zur selben Zeit in früheren Jahren bisher verkauft ist, schon aus dem Grunde Käufer zu suchen in kurzem genötigt sein wird, weil in Australien und Indien mit anscheinend guten, bezw. befriedigenden Weizenernten Konkurrenten aus dem Weltmärkte erstehen dürsten. Aus diesen Verhältnissen heraus erklärt es sich, daß für den Berliner Markt vom Auslande eine Anregung zur Kauflust nicht gegeben war. Dagegen hat für Weizen Ausfuhr mecklenburgischer Ware nach Belgien zeitweise eine Kräftigung des Preisstandes geboten. Trotzdem stellt sich der WeizenpreiS gegen die vorige Woche etwa IV2 Mark niedriger. Noch etwas mehr verlor Roggen, weil die großen Vorräte der Provinzhändler einen Druck ausüben. Die weitere Gestaltung deS Marktes dürste von etwaiger Ausfuhr» gclegenheit abhängen. Hafer war vom Jnlande nur vereinzelt in größerem Umfange angeboten, und von russischer Ware ist wenig zu hören. Die Preise konnten sich deshalb behaupten. Mais ist in Laplata-Ware ziemlich reichlich angeboten und deshalb aus spätere Termine nachgiebiger im Werte, trotzdem Lokoware wegen der gestörten Schiffahrt höher gehalten wurde. Die Preise für Mai stellten sich schließlich wie folgt: Weizen 209,50 Mark, Roggen 175,00 Mark, Hafer 165,50'Mark, Mais 146,00 Mark.
Vermischtes.
— (Die Stiefmutter ermordet.) In einer Grube eines Gehöftes bei Bordeaux wurde die Leiche der seit Wochen vermißt gewesenen Gattin Hermine des Wirtschasts- bcsitzers Hostein ermordet ausgefunden. Nach hartnäckigem Leugnen legte der älteste Sohn des WiitfchastsbesitzcrS ein umfassendes Geständnis ab, die Tat verübt zu haben, weil die Ermordete, seine Stiefmutter, sich in gesegneten Umständen befand und vielleicht beabsichtigte, den Sohn aus erster Ehe im Erbe zu kürzen.
— (Die modernen Max und Moritz.) Unser Humorist Wilhelm Busch hat bekanntlich mit Stift und Wort die Streiche der beiden unsterblichen Buben Max und Moritz geschildert, die zuletzt in der Mühle mit dem Korn zur Strafe für ihre Missetat vermahlen wurden. Jetzt ist etwaö Aehn- licheS in dem kleinen obereljässischcn Orte Sulzmatt passiert, wo ein biederer Schneidermeister von zwei bösen Buben bis aufs Blut gehänselt wurde. Als sie ihin wieder eines Tages eine gefüllte Streichholzschachtel mit Papierschnitzeln durchs offene Fenster au den Kopf warfen, riß dem Gckräuk en die Geduld. Er sprang inS Areie, ergriff einen Missetäter, legte ihn auf sein Plättbrett und plättete ihm mit seinem heißen Bügeleisen daS Sitzefleisch unter den Hosen, daß der Junge Zetermordio schrie und nicht wenig verbrannt wurde. Vier Wochen lang konnte der Bengel nicht sitzen, und der Meister
wurde vvrs Schöffengericht zitiert, daS mit Rücksicht auf den von den Jungen dem Angeklagten bereiteten Aerger aus nur 5 Mk. Geldstrase erkannte.
— B r e s l a u, 6. Januar. Bei einer Gasexplosion in der Wohnung des Hauptmanns Drewart in der Hohenzollern- straße, erlitt die Gattin so schwere Brandwunden, daß sie bald daraus starb.
— N e i s s e, 6. Januar. Das Kriegsgericht der 12. Division verurteilte die Militärgesangenen Kohllöffel und Müller wegen Meuterei zu je drei Jahren sechs Monaten Gesängnis.
— Ein Wildererdrama hat sich in der ver- gangenen Nacht im Walde bei Warmbronn in Württemberg abgespielt. Der berüchtigte Wilderer Heinrich Kühnle, der Schwiegersohn des VolksdichterS Christian Wagner und der Schwager Kühnles, der Sohn des Schultheißen Hering von Warmbronn, wurden von dem Landjäger Lang beim Wildern aus frischer Tat ertappt. Im Verlaus der bei dem Wilderer vorgenommenen Hausdurchsuchung überfiel dieser den Landjäger und verletzte ihn tödlich durch 12 Messerstiche. Der Wilderer ergriff nach der Tat die Flucht und tötete sich durch einen Schuß dann selbst.
Letzte Nachrichten.
Berlin, 7. Januar. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte für die durch das Erdbebenunglück in Sizilien und Calabrien Geschädigten 50000 Mark.
Konstantinopel, 7. Januar. Nach einer Meldung aus Beirut sind im dortigen französischen Hospital bisher fünf Todesfälle an Lungenpest vorgekommen. In Deschcddah hat sich ein neuer Pestfall ereignet.
Rom, 7. Januar. Die Tribuna veröffentlicht ein Schreiben einer Dame vom Roten Kreuz, worin die Auf- Opferung und der Heroismus sowie die wunderbare Disziplin der deutschen Seekadetten gepriesen wird. Saleati sagt: Es bewegt das Herz. Deutsche und Russen sind Heroen.
Rom, 8. Januar. Nach Meldungen aus Monteleone und Palmi wurden dort gestern abend zwischen 6 und 7 Uhr ziemlich heftige Erdstöße verspürt, die unter der Bevölkerung Beunruhigung hervorriefen.
Köpenik, 7. Januar. Die Nachforschung der Polizei nach den Dieben, die gestern in die städtische Kasse einbrachen und 600 Mark raubten, haben noch zu keinem Resultat gesührt. _____________
Wien, 7. Januar. Für den eventuellen Bedarf werden in Bosnien und der Herzegowina vier neue Gebirgstrain- eskadrone in Serajewo und Mostar ausgestellt. Wie aus Semlin gemeldet wird, sind seit zwei Tagen alle serbischen und mazedonischen Bandcnsührer in Belgrad versammelt.
Wien, 7. Januar. Die serbische Regierung tritt in dem jüngsten Konflikt mit Oesterreily uen völligen Rückzug an. Das ergibt sich aus der Erklärung, die derjMinister Milowano- witsch gestern dem österreichisch-ungarischen Gesandten Forgach gegeben hat.
Plauen, 7. Januar. Wie dem „Voigtl. Anz." aus Unter-Sachsenberg gemeldet wird, verzeichnete der dortige Seismograph heute srüh 3 Uhr und 6 Uhr zwei ziemlich bcdcu- tende Erderschütterungen.
Augsburg, 8. Januar. Der Oberzahlmeister Körber vom dritten bayerischen Infanterie-Regiment wurde wegen Ur- kundenfälschung und Unterschlagung von 30 000 Mk. zu 3V2 Jahren Gefängnis verurteilt.
Wien, 8. Januar. Das Torpedoboot Reval lies aus einen Felsen bei Lesina im Adriatischen Meer aus. Der Schiffskörper ist ganz zerdrückt. Einem Matrosen wurden beide Beine zerquetscht. An den Seiten befestigte Barken halten das Schiff über Wasser.
Kirchliche Nachrichten.
Sonntag den 10. Januar.
Vormittags V2IO Uhr: Herr Pfarrer Weitzmann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst (Sonntagschule.) Nachmittags 2 Uhr: Herr Pfarrer Feyerabend.
Mittags 12Vi Uhr: Gottesdienst zu PeterSberg.
Mittwoch den 13. Januar Abends 8 Uhr: Gottesdienst in der Hospitalskapelle.
Das echte Maggi
mit dem Kreuzstern
übertrifft alle Nachahmungen an Aroma, lUiirzkraftu.somitBilligkeit. Darum weise man Nachahmungen zurück.