Bus Provinz u. Nachbargebiel
* (Schluß der Hasenjagd.) Wir machen daraus aufmerksam, daß der letzte Jagdtag für Hasen der 15. Jan. ist. Nach dem neuen Jagdgesetz steht dieser Tag jetzt fest, während er früher schwankte.
* Die Landflucht der Lehrer läßt im Regierungsbezirk Cassel nicht nach. In dem verflossenen Vierteljahr haben wieder ihre Entlassung aus dem Schuldienst unseres Regierungsbezirks genommen und zwar zwecks Uebertritts in den Schuldienst der Regierungsbezirke Arnsberg 3, Münster 1 und Wiesbaden 1, ein Lehrer wurde zwecks Besuches einer Universität und ein Lehrer behusS Uebertritts in den Präparandendienst entlassen. Außerdem trat eine Oberlehrerin in den Schuldienst des Regierungsbezirks Merseburg ein und 2 Lehrerinnen erhielten auf ihren Antrag hin ihre Entlassung aus dem Schuldienst.
):( Hersfeld, 15. Januar. Gestern abend gegen 8 Uhr brach in der A. Rechbergschen Tuchfabrik Groß- f euer aus. In einem etwas abseits von der übrigen Fabrik gelegenen, aus fünf Schedgebäuden bestehenden Komplex war auf noch völlig unerklärliche Weise der Brand entstanden. Mit rasender Geschwindigkeit griff das Feuer um sich und bald standen 4 Schedgebäude, in denen sich Wolle befand, in Hellen Flammen, eine Rettung derselben war nicht mehr möglich. Die Gefahr für die übrigen Fabrikgebäude war sehr groß. Nach angestrengter Tätigkeit der hiesigen, sowie der Fabrik- Feuerwehr wurde der Brand auf seinen Herd beschränkt, und war ein Uebergreifen des Feuers nicht mehr zu befürchten. Auch der bereits schon brennende fünfte Schedbau, in welchem sich das Atelier des Herrn Arnold Rechberg besand, wurde mit den wertvollen vollendeten sowie begonnenen Werken des Künstlers vor der Vernichtung gerettet. Nur ein kleiner Teil des Daches wurde beschädigt. Gegen V2IO Uhr konnte ein Teil der Feuerwehr wieder abrücken, während die übrigen noch bis spät in die Nacht hinein zu löschen hatten. Der Betrieb der Fabrik ist in keiner Weise gestört.
):( Hersfeld, 15. Januar. An das hiesige Fern- s p r e ch n e tz wurden weiter folgende Teilnehmer angeschlossen: Nr. 220 D r. m e d. Kraus, Johannesstraße 84, Nr. 224 Sophie Klee, Damenkonfektion, Neumarkt 591, Nr. 226 WilhelmStöve, Bettengeschäst und Federreinigungsfabrik, Breitenstraße 506, Nr. (142) F. A. Rechberg, Bahn- hosstraße.
):( Hersfeld, 15. Dezember. (Gedenket d er hungernden Vögel.) Infolge der anhaltenden Kälte und des Nahrungsmangels gehen jetzt viele Vögel zu Grunde. Es wäre sehr zu wünschen, wenn man mehr wie bisher sich die Fütterung unserer gefiederten Freunde angelegen sein lassen wollte, um ihnen über die Not des Winters hinwegzuhelfen.
Hofgeismar, 14. Januar. Die im Umlauf befindlichen Gerüchte über zahlreiche Erkrankungssälle bei den Mannschaften des hiesigen Dragoner-Regiments beruhen auf Uebertreibung. Tatsache ist allerdings, daß zwei Fälle von Mandelentzündung mit tödlichem Ausgange vorgefallen sind, von denen der erste aber bereits bis zum November zurückliegt. Lediglich eines vorliegenden Falles der Erkrankung an Scharlach und der beschränkten Raumverhältnisse im hiesigen Lazarett wegen ist die Ucberführung einiger anderer Kranker nach dem Lazarett in Cassel notwendig geworden.
Bom Eichsfelde, 13. Januar. Ein aufsehenerregender Vorfall hat sich in Stöckey bei Worbis abgespielt. Der Arbeiter Schindewolf, ein zu gewalttätigen Exzessen neigender Mensch, hatte in jüngster Zeit wiederholt au? geringfügiger Ursache verschiedene Personen, darunter den Bäcker Härtung, übersollen und schwer mißhandelt. Am letzten Mittwoch fing er in der Trunkenheit wieder Streit in der Gastwirtschaft an. Er demolierte Stühle und Türen und brächte seinem eigenen Vater mehrere Messerstiche bei. Dann stürmte er, mit mehreren scharfen Messern bewaffnet, das Dorf entlang und bedrohte jeden, der ihm begegnete. Auch in offenstehende Häuser drang er ein und verbreitete überall Furcht und Schrecken. Als er zum Bäcker Härtung kam und wieder mit dem Messer auf ihn eindrang, wurde er von den inzwischen versammelten Burschen mit Knüppeln, Mistgabeln, Säbeln usw. empfangen und derart zugerichtet, daß er aus vielen Wunden blutend zu- sammenbrach. Er ist immer noch nicht transportfähig. Der Gelynchte ist wegen seiner Gewalttätigkeit und Messerstecherei in der ganzen Gegend ungemein gefürchtet.
Rinteln, 12. Januar. Ein Opfer des Glatteises ist der Tischlermeister Wilh. Naumann in Sachsenhagen geworden. Er hatte Verwandte in Bergkirchen besucht und trat spät abends 1 Uhr trotz Abraten den steilen Weg über den Wind- mühlenberg an, nachdem er zum Schutz gegen das Glatteis Strümpfe über die Stiefel gezogen hatte. Am Frankeschen Gehöft an einer abschüssigen Stelle, kam er so unglücklich zu Fall, daß er eine tödliche Verletzung des Kopses erlitt, woran er am anderen Tage; trotz sofortiger ärztlicher Hilfe starb.
Bitzeroda, 131 Januar. Ein schweres Jagdunglück ereignete sich am Sonnabend abend in der hiesigen Forst. Wie allabendlich gingen auch heute 3 Jagdpächter, unter ihnen Herr Ratz und Joh. Schaub, auf den Anstand. Nachdem die Herren einige Zeit angesessen hatten, begab sich Herr Schaub am Waldrande entlang, stand einen Augenblick still, stützte die Hände auf seine Flinte und lauschte. Plötzlich ertönte ein Schuß, und mit lautem Aufschrei stürzte Herr Schaub zu Boden. Eine ganze Ladung Rehposten hatte ihn getroffen. Ein Teil war in die Oberschenkel und den Unterleib eingc- drungen, ein anderer Teil hatte die Hände zerschmettert und die Brust verletzt. Schwer verletzt wurde Schaub in die nächste Behausung gebracht, wo ihm Herr Bezirksarzt Dr. Löber aus Vacha den ersten Verband anlegte nnd dann die sofortige Ucberführung nach Eisenach anordnete. Der Zustand des Angeschossenen ist so ernst, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird. Herr Ratz, der den unglücklichen Schuß abgegeben, hatte den Verletzten in der Dunkelheit für einen Rehbock gehalten und sah mit Entsetzen, was er angerichtet hatte. Die Sache wird' nun das Gericht beschäftigen, wo sich Herr Ratz wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten haben wird.
Warburg, 13. Januar. Im Tunnel bei Aliena wurde ein darin beschäftigter Maurer von einer Lokomotive erfaßt, zu Boden geschleudert und der Tod trat alsbald ein.
Frankfurt a. M, 13. Januar. Aus der Chaussee von Königstein im Taunus nach Soden fuhr ein Rodelschlitten, der mit acht Personen besetzt war, mit voller Wucht gegen einen Baum. Die Insassen wurden herausgeschleudert. Zwei waren sofort tot, ein 50jähriger Arbeiter verstarb aus dem Transport nach dem Krankenhaus, ein vierter erlitt einen schweren Schädelbruch, der heute morgen den Tod herbcige-
Baake, 12. Jan. In die tiefste Betrübnis durch den plötzlichen Tod eines Sohnes wurden heute zwei hiesige Familien versetzt. Die beiden etwa 14 Jahre alten Söhne des Schmieds
Götte und des Landmanns und Fuhrmanns Pairam von hier vergnügten sich in Gesellschaft von anderen Kindern mit Schlittschuhlaufen in der Nähe der oberhalb des Dorfes gelegenen Mühle aus dem am Rande der Weser gefrorenen Eis. Jedenfalls hatte sich der Schulknabe Gölte dabei zu weit vorgewagt und brach ein. Pairam wollte ihn retten und reichte ihm die Hand, wurde aber auch ins Wasser hineingezogen. Beide Knaben, die nächste Ostern hätten konfirmiert werden sollen, fanden ihren Tod durch Ertrinken.
Vermischtes.
— (Im Kampf mit Wilddieben erschossen.) Eine unheilvolle Katastrophe, deren Einzelheiten noch nicht ganz ausgeklärt sind, hat sich heute nacht bei dem Dorfe Krähen, unweit der märkischen Stadt Brandenburg a. H., abgespielt. Dort wurde der Förster Jllmann von Wilderern erschossen, nachdem er in dem voraufgegangenen Kampfe zwei Wilddiebe getötet hatte.
— Ein Goldwarendiebstahl wurde in der letzten Woche in Gmünd verübt. Die Goldwarenfabrik Böhm u. Comp. hatte die Musterkoffer der Reifenden der Firma mit den neuesten und kostbarsten Goldwaren gefüllt, da die Reisenden gleich nach Neujahr ihre Tour antreten sollten. Diese Koffer wurden von dem Einbrecher, in dem man einen früheren Angestellten der Firma vermutet, mit Gewalt geöffnet; der sachkundige Einbrecher stahl nur die wertvollsten Sachen, besonders massive Uhrketten und Ringe, Brillanten usw. im Wert von 60- bis 70 000 Mark; Silberwaren und minterkarätige Goldsachen ließ er unberührt. Man nimmt an, daß die gestohlenen Goldwaren .sofort eingeschmolzen wurden, wodurch die Ermittlung des Täters natürlich erschwert würde. Bis jetzt ist festgestellt, daß der des Diebstahls verdächtige frühere Angestellte der Firma am 31. Dezember in Stuttgart durch einen Dienstmann eine Brillantbrosche versetzen ließ; wie man weiter erfährt, hat er und sein Complice am gleichen Tag, mit schweren Paketen beladen, den Berliner Schnellzug bestiegen.
— Eine Kindermißhandlungsaffäre.an der der Sekretär Charley Rushworth des ErziehungskomiteeS in Aork und seine Ehefrau beteiligt waren, hat jetzt ihren gerichtlichen Abschluß gesunden. DaS Ehepaar Rushworth hatte sich hauptsächlich wegen unerhörter Grausamkeiten, verübt an seinen beiden Adoptivkindern Mabel May und Dora Crees, zu verantworte«. Unter anderem wurde ihnen vorgeworfen, die Kinder mit Hundepeitschen aufs schlimmste mißhandelt, sie mit glühenden Eisen verbrannt, mit kochendem Wasser verbrüht und ihre Erziehung überhaupt unmenschlich vernachlässigt zu haben. Beide Angeklagte suchten die schwer belastenden Aussagen der Zeugen zu entkräften und als Verleumdungen hinzustellen, was ihnen aber nur zum kleinen Teil gelang. Das Urteil lautete gegen Mrs. Rushworth auf neun Monate Gefängnis, gegen ihren Mann aus eine Geldstrafe von 2500 Mark. Eine erbitterte Menschenmenge erwartete die Urteilsfällung und überschüttete die Angeklagten mit Schmähungen und Drohungen.
— (Der Ball im künstlichen Walde.) Aus New Iork wird berichtet: Mit einer erstaunlichen Opser- sreudigkeit kämpfen die Millionäre von Philadelphia um den Ruhm der höchsten Exzentrizität. Vor einigen Tagen opferte schon Mr. Paul 400 000 Mark für seinen berühmten Schmetterlingsball, bei dem Hunderte von seltenen lebenden Faltern über den tanzenden Paaren freigelassen wurden, und ganz Philadelphia jubelte bei dem Gedanken, den New Imker Millionären den Rang abgelaufen zu haben. Mr. Pauls Lorbeerkranz ist schon verwelkt. Philipp Randolph hat ihn besiegt und einen neuen Rekord aufgestellt; er hat es fertig gebracht, für ein Ballfcst 860 000 Mk. auszugeben. Es war das Debüt seiner Tochter Dorothy in der Gesellschaft von Philadelphia, und das denkwürdige Ereignis sollte von vornherein den Stempel des Außerordentlichen tragen. Als die Gäste die prachtvolle Villa Randolphs betraten, blieben sie verblüfft stehen. DaS ganze Haus war in einen Wald verwandelt; mächtige Baumstämme ragten empor, mit dichtem Laub begleitet, schmale Fußwege führten durch das Dickicht, Bäche rieselten dahin, über die schmale Stege führten, kleine Seen wechselten mit Wasscrsällen und lieblichen Landschaften. Der große Tanzsaal dagegen war von Bäumen umrahmt, die durch geschickte Ausnutzungen von Spiegelwirkungen einen unabsehbar tiefen Forst vortäuschten. In den übrigen Räumen raschelte natürliches Laub unter den Füßen der Gäste, Gräser bogen sich, und unter Palmen und Büschen blühten im frischen Erdreich allerlei köstliche Blumen. Zwischen den Aesten des Waldes flatterten Hunderte von Kanarienvögeln, Nachtigallen und Drosseln, und ihr Gezwitscher mischte sich in die Klänge des verborgenen Orchesters. In den Bächen und Seen aber tummelten sich Scharen von leuchtenden Goldfischen. Aus den Stegen, an den Usern, drängten sich die eleganten Damen, Netze und Angelgerät lagen sorglich bereit, und fröhliches Jagdvergnügen verkürzte den Schönen die Tanzpausen. Den gefangenen Vögelchen gab man die Freiheit wieder, um sie dann wieder anmutig mit dem Netz zu haschen. Und die geangelten Goldfische mußten den kleinen Scherz mit den Angelhaken nicht gleich mit ihrem Leben bezahlen. Man warf sie wieder in die Fluten und freute sich an dem reizenden Spiel, wie die zappelnden kleinen Wasserbewohner dann pfeilschnell durch den See schössen, hin und her, und den schlimmen Schreck mit dem Angelhaken nicht vergessen zu können schienen.
— (Der Feind der römischen Apachen.) Aus Rom wird berichtet: Unter den römischen Apachen, in den Kreisen der „teppa romana“, herrscht eitel Freude: Marcellini, der berühmte „Marcellaretto", hat seinen Abschied genommen. Er ist es müde, als simpler Brigadier den Kamps gegen das dunkelste Rom weiter zu führen, den Kampf, der ihn populär und bei den Verbrechern gefürchtet genracht hat wie keinen Polizeibeamten in Rom. Die erhoffte Beförderung ist ausgeblieben, und mißmutig hat der erprobte Beamte seine Entlassung erbeten. Ein romantischer Schleier webt sich um dies Leben, das rastlos dem Kamps wider das Verbrechen gegolten, und die abenteuerlichen Episoden und Anekdoten von Marcellaretto gehen im Volke von Mund zu Mund. So hatte Marcellini erfahren, daß ein gefürchteter Messerheld sich in einem Hause in Trastevere versteckt hielt. Ganz allein begab sich der Brigadier zu dem Hause und klopfte an die verschlossene Tür. Von drinnen kam eine Frage: „Wer ist s? Was soll's?" „Ich bin's, der Marcellaretto." Drinnen entstand ein entsetztes Flüstern. Nach einer Weile klang es wieder: „Hast Du Deine Freunde (die Schutzleute) bei Dir?" „Ach was, Freunde, ich genüge allein; mach vorwärts, oder ich sprenge die Tür." Nach einer kurzen Pause, einem Augenblick des Schwankens, öffnete sich die Tür, und in ihr erschien der gesuchte Mörder. „Ich komme, weil Du allein bist, hättest Du Deine Freunde bei Dir, so hätte ein Kampf entschieden." Und ruhig ließ der Ver
brecher sich abführen. Am liebsten besorgte Marcellini seine Verhaftungen allein; wie ein Hund auf der Fährte war er hinter seinen Feinden her, und nur selten wartete er, bis helfende Beamten kämen, ihn zu unterstützen. Aus den nächtlichen Gängen verließ er dann häufig seine Leute. „Wartet auf meinen Pfiff." Und bald klang dann durch die stilleNacht auch dasZeichen. Einmal bei solcher Gelegenheit fanden ihn die herbeieilenden Agenten inmitten einer Schar von gesürchtetsten „Teppisten"; zwei Burschen hielt er am Genick, während die andem fte'vet= geblich zu befreien suchten. Ein anderes Mal verschwand Marcellini plötzlich im Schatten eines Hanses. Es war eine kleine Osteria, Türen und Fenster waren schon geschlossen, kein Licht brannte, und alles schien im tiefsten Schlafe. Eine Weile lauschte der verwegene Beamte an der Tür; dann, mit einem erprobten raschen Kunstgriff, trat er schnell in daS dunkle Gemach, mitten in eine Schar gesuchter Messerhelden. Und während auf feinen Pfiff die Agenten herbeilten, hielt er allein mit seinem Dolche die völlig Ueberraschten im Schach. „Wer sich rührt, hat das Messer zwischen den Rippen!" Und keiner bewegte sich. Er kannte sein Wild, wußte aller Namen, aller Vergangenheit, ihre Vorstrafen, ihre Schlupfwinkel, ihre Famiienverhältnisse. Man fand bei den Festgenommenen keine Waffen. „Jungens, wozu soll ich um Euch denn die Zeit verlieren." Keiner antwortete. So begann das Suchen, das war wieder ein Feld, auf dem Marcellaretto Meister war. Sein Scharfsinn dabei weckte immer neues Erstaunen. Schnell waren die Möbel und Wände nach einem Versteck beklopft. Dann blieb er stehen. „Dort!" sagte er lakonisch zu den Beamten und deutete auf eine kleine Bank. Und im Holze fand man ein Geheimfach in dem ein ganzes kleines Arsenal von Dolchen und kleinen Handwaffen verborgen war. Solchen Proben seines Spürsinns und seiner persönlichen Tollkühnheit wob der Volksaberglaube bald eine Gloriole von Unfehlbarkeit und Unverwundbarkeit, und die Verbrecher nannten seinen Namen nur mit unheimlichem Schauder. Um so größer ist nun ihre Freude darüber, daß der Marcellaretto sein Amt niedergelegt hat.
Standesamtsbezirk Niederaula.
Monat Dezember 1907.
E'h eschließungen.
Am 20. Jakob König aus Mengshausen mit Anna Magdalene Diebel aus Solms. — 24. Heinrich Meckbach aus Hattenbach mit Anna Elisabeth Zulauf aus Oberjossa.
* Geburten.
Am 4. Heinrich, S. des Arbeiters Wilhelm Kubitza dahier. — 7. Johannes Jakob, S. des Ackermanns Jakob Baumgardt aus Solms. — 30. Heinrich, S. des Ackermanns Ludwig Diebel dahier.
Sterbefälle.
Am 9. Tagelöhnerin Elisabeth Weber aus Solms, 84 Jahre alt. — 26 Auszügerin Katharina Möller aus Niederjossa, 65 Jahre alt. — 30. Steinhauer Konrad Koch aus Hattenbach, 59 Jahre alt. Auszüger Simon Jkler aus Mengshausen, 71 Jahre alt.
Standesamtsbezirk Schenklengsfeld.
Monate November und Dezember 1907.
Am 14. Dezember Johann Georg Christian Burgardt, Ackermann zu Ransbach mit Anna Katharina Ruppel zu Oberlengsfeld. — 24. Johannes Zies, Weißbinder zu Malkomes mit Anna Martha Mohr zu Kathus.
Geburten.
Am 7. November Anna Katharina, T. des Ackermanns Ludwig Sieling in Malkomes. — 13. Anna Martha, T. deS Ackermanns Konrad Wenzel in Schenksolz. — 16. JustuS, S. des Invaliden Johann Heinrich Güldner in Malkomes. Heinrich, S. des Invaliden Johann Heinrich Güldner in Malkomes. — 20. Johann Georg, S. des Schmieds Heinrich Herwig II in Schenklengsfeld. — 21. Heinrich, S. des Zimmermanns Johann Georg Bock in Dünkelrode. — 24. Barbara Elisabeth, T. des Ackermanns I Peter Schmidt in Schenklengsfeld. — 9. Dezember Blanko, T. des Handelsmanns Selig Tannenberg in Schenklengsfeld. — 17. Johann Georg, S. des Maurers Konrad Götz in Dünkelrode. — 19. Johannes, S. des Ackermanns Heinrich Gutberlet II zu Schenklengsfeld. — 21. Katharina Elisabeth, T. des Krämers Peter Thiel in Conrode. — 25. Heinrich Konrad, S. des Zimmermanns Heinrich Bock in Schenklengsfeld.
Sterbefälle.
Am 15. November Heinrich Ludwig Lyding, Maurer zu Schenklengsfeld, 56 Jahre alt. — 27. Johann Georg Herwig zu Schenklengsfeld, 6 Tage alt. — 25 Dezember Jettchen Katz geb. Blumenthal zu Schenklengsfeld, 59 Jahre alt.
Letzte Nachrichten.
Boyertown, 14. Januar. Bis 5 Uhr abends waren 167 Leichen geborgen. Der Leichenhefchauer glaubt, daß jetzt alle Opfer des Brandes gefunden sind.
Paris, 14. Januar. Der Finanzminister erklärte in einer Unterredung die Regierung habe keineswegs die Absicht, dem Parlament einen Anleiheentwurf über 150 Millionen zugunsten Marokkos vorzulegen.
Im Bois de Boulogne bei Paris sind beim Schlittschuhlaufen dreißig Personen auf dem Elfe eingebrochen; zwei sind ertrunken.
Trier, 14. Januar. Gestern drang ein italienischer Bahnarbeiter in die Wohnung einer Arbeiterfamilie im Eifeldorf Mehren, erstach den mit Rasieren beschäftigten Familienväter und flüchtete. Der Mörder wurde im Walde nach heftiger Gegenwehr verhaftet._________________________________________
Die Abfahrtszeiten der Züge anf der hiesigen Station sind folgende:
In der Richtung nach Bebra.
620 805, 946 ll83, LS^, l12 3", 41S* 502, 720, 769, 1008, ' ' n24!, ii40*, 120*.
In der Richtung nach Frankfurt a. M. }34** 403 510* 7<6 4029* 1061, 1258, 428, 510, ö88, 785,
S22, 10".
In der Richtung nach Treysa
662. 1064, 2", 51B, 716, 101B.
Die mit * und fetten Druck bezeichneten Züge sind zuschlagpflichtige Schnellzüge, die nur durch fetten Druck ausgezeichneten sind zuschlagfrei. f) Ab Fulda nur Sonabends und am Werktag vor Feiertagen. **) Bis Gelnhausen nur Montags und am Werktag
Hierzu eine Beilage.