ist daher alles zu vermeiden, wozu sie zum Treiben angeregt werden. Aus diesem Grunde sei man auch mit dem Beziehen sehr vorsichtig. Man darf die Topfballen ganz äuströcknen lassen; erst das Welken der Blätter gibt das Zeichen, daß jetzt gegossen werden kann. Man gieße alsdann ebenso gründlich als wie im Sommer, und überzeuge sich, ob die Abzuglöcher der Gefäße nicht verstopft sind. Wie viele Pflanzen sind gerade dieser Versäumnis wegen schon zu Grunde gegangen. Auch nehme man kein wärmeres Wasser, als es die Wasserleitung gibt, die Pflanze würde sonst zu frühem Treiben angeregt werden, und dieses soll schon deshalb verhütet werden, weil die Triebe Lichtmangels halber gelb und schwach sein würden.
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Die Arbeitsbiene.
Alle und jegliche Arbeit in- und außerhalb des Bienenstockes liegt auf den Schultern der Arbeitsbienen. Kurze Zeit, nachdem die Arbeitsbiene ihrer Zelle entschlüpft ist, beginnt die Arbeit. Zunächst ist es Hausarbeit, der sie obliegt. Sie bereitet in einem besonderen Magen Speisebrei und füttert damit die kleinen Maden, die eben aus dem Ei gefallen sind; oder sie putzt und verbessert die Zellen und versieht die Zellen, deren ausgewachsene Maden sich verpuppen wollen, mit einem Deckel. Nach etwa 8—10 Tagen beginnt sie ihre ersten Ausflüge, und in den darauffolgenden acht Tagen fliegt sie auf Tracht aus. Da gilt es, mit unermüdlichem Fleiß von Blume zu Blume den süßen Nektar zu lecken, im Honigmachen zu sammeln, und daheim in die Zellen zu gießen. Mit außerordentlichem Geschick wird der Blumenstaub, der sich im Haarkleid sammelt, befeuchtet, zusammengebürstet und in die Körbchen geballt, und so schwor sind oft die sogenannten Höschen, daß das Bien- chen ermattet vor der Wohnung niedersinkt, um erst nach kurzer Rast — und dann mit um so größerer Emsigkeit — auch diesen Teil der Bienennahrung in die Zellen abzulegen. Auch Harz wird auf den Bäumen gesammelt und in den Höschen nach Hause getragen, um damit die Wohnung zu verdichten und zu glätten. Tag und Nacht wird im Bienenstöcke gearbeitet.
Was das Schleudern betrifft,
so beachte man folgendes: vor dem Ausschleudern des Honigs muß man die verschlossenen Honigwaben ent- deckeln, d. h. die Zellendeckel flach abschneiden, wobei man Verdickungen der Waben, damit diese wieder überall hinpassen, dem Rähmchenholz gleich wegschneidet. Das Ent- deckeln kann mit einem langklingigen Küchenmesser geschehen. Zeitweise wird das abgestrichene Messer in heißes Wasser getaucht, es geht dann besonders bei zähem Honig besser durch. Hat man es nicht mit zähem Honig zu tun, so kann das Entdeckeln noch rascher mit der Wabenegge bewerkstelligt werden. Dieses ist eine Zusammensetzung von flach geschliffenen Häckchen aus Stahldraht, die in den Kopf eines Brettchens eingeschlagen sind. Man fährt der Länge und Quere über die Honigwaben hin, wodurch die Zellendeckel abgerissen werden.
FtschzuchL
Zum zeitgemäßen Uebergange des 3—4jährigen Teichkarpfenaufzucht - Umtriebes in den 2jährigen Turnus.
Turnus oder Umtrieb bedeutet für den Teichwirt jene Zeit, innerhalb welcher er aus entdotterten Brütlingen speisereife Verkaufsfische aufzuziehen in der Lage ist. Diese Zeit währt nach den bisherigen teichwirtschaftlichen Satzungen 3—4 Jahre. Um nun diese relativ lange Aufzuchtsdauer — ein Karpfen kann authentisch bei rationeller Ernährung mittelst naturgemäßer Nahrung jährlich um mindestens 100—250 Prozent zunehmen — unter qualitativ besseren, quantitativ zumindest gleichbleibenden Erfolges ohne Erhöhung des Risikos und der Regiekosten auf die 2jährige herabgesetzten ist nichts anderes zu tun notwendig, als die Adoption der ebenfalls sich nicht teurer stellenden naturgemäßen Ernährung.
Kein Fisch- oder Krebszüchter darf das fleißige Abspüren der Fischotter behufs Fanges versäumen.
Die Fischotter hält ganz sichere Wechsel ein, indem sie zum „Ausstieg" (um sich zu lösen, ihren Raub zu verzehren) sich stets derselben Stellen bedient (Sandbänke, unbewachsene, steile Uferstellen an tieferem Wasser, Baumstrunken). Wo also solche Ausstiege („Rutschbahnen", wo sich die Otter wieder ins Wasser, schiebt) auf-
(Köder oder Witterung bedarf es nicht) und die Kette so an einem Pfahl oder Baum befestigen, daß die gefangene Otter noch in tieferes Wasser gelangen kann und dort durch Ertrinken verendet. Kann das Eisen nicht ins Wasserfängisch gelegt werden, so muß solches auf dem Lande (Ausstieg. Rutschbahn) geschehen (in den Boden
t o jder Korb mit der Taube sichtbar bleibt. Die beste Fang-
gefunden werden (Fahrten, Losung Fn^berblelbsel),! ^ ist die Periode vom August bis Oktober oder No- puprpTlon sKlmfpr spaph mir tnptmpm woor hpnprfpn
Tellereisen ins Wasser legen, mit weichem Moor bedecken.
bember.
Der Foxterrier
muß von genügend kleiner geschmeidiger Gestalt sein, um in Fuchsbaue einfahren zu können, er muß aber auch andernteils genügend flüchtig sein, um der Fuchshund- Meute folgen zu können. Sein Schnelligkeitsvermögen
versenkt, Feder vom Wasser abgekehrt, Raum zwischen Teller und Bügeln bedeckt, das Eisen darf nicht sichtbar sein, am Ausstiegplatz dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden). Jedes gebrauchte Eisen muß vor Wiederbenutzung tüchtig gereinigt werden.
Welches ist die günstigste Tageszeit zum Angeln?
Während der Morgen- und Abendstunden ist der Fang stets bedeutender als am Mittag. Nur für die Fliegen- fischerei ist im Frühjahr und im Herbst die Mittagszeit besser. __________
Hochwasser schließt alle Angelei aus.
Trübes Wasser, welches die stete Folge von Hochwasser ist, bringt keinen Fang; dagegen bringt eine geringe Trübung dem Wurmangler guten Fang, häufig ist diese auch der Spinnangelei förderlich.
Allerlei
Fahrradsicherung. D. R. G. M.
Die sich von Tag zu Tag häufenden Fahrraddiebstähle haben die Erfinder schon vielfach beschäftigt,. Sicherungsvorrichtungen zu schaffen, und ist dieses auch schon oft gelungen. Leider gibt es aber unter den vielen Ausführungsarten von Sicherungen eine große Zahl, welche noch recht große Mängel aufweisen. Oftmals sind dieselben zu schwer und unbequem mitzuführen, oder aber sie sind zu umständlich im Gebrauch und dabei noch nicht einmal sicher wirkend..
Eine sehr einfache, dabei im Gebrauch sichere, und leicht mitführbare Fahrradsicherung stellt die von Herrn R. Frank erfundene und in den Abbildungen gezeigte dar. Sie findet bei solchen Fahrrädern Verwendung, bei denen der Bremshebel der Vorderradbremse an der Lenkstange gelagert ist. Zur Sicherung des Fahrrades wird die auf das Vorderrad wirkende Bremse benutzt, welche in bekannter Weise an einer Stange befestigt und in Führungen am vorderen Rahmenteil auf- und abschiebbar gelagert ist. Die Bremse wird im Nichtgebrauch von einer Feder vom Rade abgedrückt. Die Bremsstange ist oben mit dem Bremshebel gekuppelt, welcher der Form der Lenkstange angepaßt und an ihr durch eine Schelle drehbar befestigt ist. Das Ende des Bremshebels, an dem sich eine kleine, nach oben ragende Oese befindet, ist so gestaltet, daß es sich beim Anziehen der Bremse dicht an den Lenfftangengriff anlegt. Am äußeren Ende des Griffs ist ein kleines Schloß befestigt, welches die Oese von unten her beim Anlegen des Hebelendes andrängt. Durch einen Schlüssel kann dann ein Riegel durch die Oese geschoben werden, wodurch das Bremshebelende dicht am Lenkstan- gengriff gehalten wird. Bei dieser Stellung des Bremshebels liegt die Bremse fest auf dem Rade auf und verändert dessen Drehung. Beim Aufschließen des Schlosses wird die Oese durch die Feder aus dem Schloß herausgezogen und die Bremse kann dann wieder wie jede andere gebraucht werden. Diese neue Sicherungsvorrichtung dürfte in Radfahrerkreisen bald Freunde finden, zumal sich dieselbe in der Herstellung und Anschaffung nicht teuer stellen dürfte. Im übrigen ist auch jedes bestehende Fahrrad mit Hebelbremse mit dieser neuen Vorrichtung leicht zu versehen.
Der Habichtskorb, besonders für den Fang des Habichts bestimmt, besteht aus einem auf einem Pfahl befestigten von Draht geflochtenen Zylinder von etwa 52 Ztm. Durchmesser und 30 Ztm. Höhe, in welchem eine weiße lebende oder ausgestopfte Taube eingesetzt wird; oben auf dem Zylinder ist ein Tritteisen angebracht. Dieser Apparat leistet treffliche Dienste und ist namentlich in Remisen und Fasanerien unbezahlbar. Der Habichtskorb wird am besten in einer Dickung, einer Dornhecke usw., angebracht und 'zwar auf einem Pfahl von solcher Höhe, daß eben nur
darf aber nicht auf Kosten seiner Widerstandsfähigkeit übertrieben züchterisch gesteigert werden; es muß immer ein gewisses Gleichgewicht zwischen seiner Flüchtigkeit, seiner Ausdauer und seinem Wüchse herrschen.
T
Stockflecke aus Glacehandschuhen zu entfernen.
Man bestreut den Boden einer Blechbüchse oder einer hohen Pappschachtel mit flüchtigem Hirschhornsalz, welches man in jeder Droguenhandlung kaufen kann, legt die j Handschuhe locker darauf, verschließt die Büchse so dicht als möglich und stellt sie an einen trockenen warmen Ort. Nach zwei Tagen öffnet man die Büchse und wird finden, daß die Flecke verschwunden sind. Wenn sich dennoch besonders in dem obersten Handschuh einige Flecken vorfin- den sollten, so nimmt man nochmals frisches Hirschhornsalz und wiederholt dieses Verfahren.
Gutes Mittel gegen Verbrennungen.
Ein reines, weiches Leinenläppchen wird mit reinem Glyzerin durchtränkt, dann legt man dasselbe auf die verletzte Stelle. Der Schmerz läßt augenblicklich nach und ist in wenigen Minuten gänzlich gehoben, außerdem wird auch durch dieses Verfahren dem Entstehen der Brandblasen vorgebeugt. Die Hauptsache ist indes, die sofortige Anwendung des Glyzerins; es ist daher ratsam, stets etwas von diesem einfachen Mittel im Hause zu haben.
Charpie
soll in jedem Haushalt in genügender Menge vorhanden sein, damit die Hausfrau im Falle der Not sofort davon nehmen kann. Dieselbe ist von alter, aber durchaus reiner Leinwand herzustellen, weil unreines Leinen den Zustand der Wunden verschlimmern kann. Besser noch ist karboli- sierte Baumwolle, welche um billiges Geld in jeder Apotheke oder Droguenhandlung zu haben ist.
Rohes Knochenmark
vom Kalbe ist ein sehr wichtiges diätetisches Mittel bei Kindern, welche durch Krankheit herabgekommen sind. Dasselbe wird in abgekochtem Wasser von Zimmertemperatur zu einer dickflüssigen Flüssigkeit verrieben und filtriert. Man gibt davon zwei Eßlösel täglich mit Milch.
Aüehe und Aeller
Wildrouladen.
6 Personen. 2 Stunden. Man schneidet aus dem so- genannten Wildkochfleisch nette Scheiben, klopft sie tüchtig, bestreut sie mit Pfeffer und Salz, legt in die Mitte jeder Scheibe etwas feingeschabten fetten Speck, streut je eine kleine Messerspitze fein gepulverte Wachholderbeeren darauf, rollt die Scheiben zusammen und umbindet sie mit einem Faden. Aus den Knochen und Abfällen des Wildfleisches kocht man eine schwache Brühe.
Nun läßt man 60 Gramm Butter in der Kasserolle gelblich werden oder 100 Gramm würfelig geschnittenen Speck, legt die Rouladen hinein, läßt sie unter fleißigem Schütteln Farbe nehmen, gießt von der Wildknochenbrühe oder — wenn man solche nicht hat — etwas Wasser dazu und läßt, gut zugedeckt, die Rouladen unter fleißigem Befüllen mit der Brühe, die beim Einkochen durch Zugießen von heißem Wasser oder heißgehaltener Wildbrühe ergänzt wird, weichschmoren. Die Sauce wird abgeschmeckt, mit einem Löffel in Milch, Wasser, Wein oder Sahne verquirlten Kraftmehl (Kartoffelmehl) seimig gekocht, mit 10 Tropfen Maggi's Würze vollendet und über die in tiefer Schüssel geordneten, vom Bindfaden befreiten Rouladen gegossen
Essigpflaumen.
Man legt ungefähr drei Pfund gute, reife Pflaumen mit den Stielen in einen Steintopf, vorher hat man aber jede einzelne Pflaume mit einem weicheri Tuche abzurei- ben, Einen Liter Essig, den map mit zwei Pfund hartem Zucker aufgekocht hat, gibt man kochend über die Pflaumen, die man hiermit zwei Tage lang sieben läßt. Am. dritten Tage gießt man den Essig ab, kocht in demselben immer einen Teil der Pflaumen, bis sie anfangen zu platzen, sind sie alle auf diese Weise gekocht, legt man sie wieder in den Steintopf, streut etwas fein gebrochenen Zimt sowie Nelken dazwischen, während man den Essig noch so lange kocht, bis er dickflüssig ist. Sollte er nach einigen Tagen wieder dünn geworden sein, so muß er abermals aufgekocht werden. In den ersten Tagen erscheint der Essig ein wenig knapp, doch senken sich die Früchte bald und wird es dann genügend sein.
Sardellen Sauce.
Man bereitet hierzu von einem Eßlöffel Butter, in Dem einige Schalotten gelb geschwitzt wurden, und ebensoviel Mehl eine mit Bouillon aus Liebigs Fleischextrakt verkochte weiße Koulis, gibt 125 Gramm gut gewässerte, entgrätete, fein gehockte Sardellen hinein, läßt alles tüchtig verkochen, treibt die Sauce durch ein Sieb, gibt sie in die Kasserole zurück und zieht sie mit zwei in Weißwein verquirlten Eigelben ab, sie nach Belieben noch mit ein wenig Zitronensaft verschärfend.