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des Laubes durch die trockenen, scharfen Ostwinde und sichert auch dadurch die gedeckten Pflanzen vor dem Er­frieren.

Eine gutr, alte Girrtuerregrl sagt: Die Fußtapfen des Herrn düngen den Garten. Das soll natürlich nicht bedeuten, daß auf dem Gartenlande herumgetrampelt werden muß. Es soll vielmehr eine dringende Mahnung sein, im Garten täglich gewissenhaft alle Einzelheiten nachzusehen. Die ununterbrochene liebe­volle Beaufsichtigung, das rechtzeitige Eingreifen mit jeder notwendigen Arbeit find für das gute Gedeihen der ein­zelnen Pflanzen und des ganzen Gartens vornehmste Be­dingung.

Menetnucht

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Schutz gegen Kalte.

Erfahrungsgemäß ist die Winterruhe der Bienen am gleichmäßigsten und der Nahrungsverbrauch am geringsten, wenn die Bienen im Innern des Stockes so wenig als möglich von den Temperaturschwankungen der Außenwelt verspüren. Deshalb schütze man bei großer Kälte die Bienenwohnungen auch von außen, indem man die Zwischen- räume zwischen den einzelnen Bauten mit schlechten Wärme- leitern aurstopft. Ist der Winter besonders mild, so ent­fernt man diese äußere Umhüllungen. Auch bei der größten Kälte darf die Wärme im Stocke nicht unter -s- 8° R. fallen. Ein mitten in den Knäuel gestecktes ThermomÄer wird immer noch + 2024° R. zeigen, wenn die um­gebende Luftschicht nur 810 Wärmegrade hat.

Rotfutteruug im Winter.

Wenn eine solche eintreten muß, greife man zur Trocken- fütterung. Angefeuchtete Kandisstücke werden über das Zapfenloch des Korbes oder Kastens gesetzt und dann gut bedeckt. Sehr gut eignet sich dazu ein Blumentopf, dessen Rand an der Aufsitzstelle mit Lehm bestrichen wird, damit die Stockwärms und Feuchtigkeit nicht entweichen können. Dzierzonstöcken hängt man am besten eine sprach ange­feuchtete Hennigsche Futtertafel an.

Kiene« im Schnee.

Wenn im Freien stehende Bienenstöcke eingeschneit sind, so braucht man darüber nicht ängstlich zu sein. Man laffe sie ruhig stecken, bis der Schnee zu schmelzen beginnt. Sie stecken darunter recht warm und erhalten auch durch den Schnee genügend friste Lust.

Kaphtalirr gegen Mäuse.

Ein erfahrener Bienenzüchter teilt mit, er halte da­durch seinen Stand von den lästigen Mäusen frei, daß er einmal in der Woche Naphtalin bei den Körben und Kästen streue.

Ansflüge im Mittler.

Dieselben sind den Bienen sehr zuträglich, wenn die Lust mild und der Boden schneefrei ist. Auf schnee- bedecktem Boden gehen aber au sonnigen Tagen viele zu­grunde. Es ist da zu empfehlen, sie vom Auge zurück- zuhalten, was dadurch gelingt, daß man die Fluglöcher beschattet oder mit lockerem Schnee verschließt. Muß man die Bienen aber wegen Ruhrgefo.hr fliegen lassen, so ist der Schnee vom Bienenhaus dachs zu entfernen und der Boden in der unmittelbaren Umgebung des Standes, mit Tüchern, Brettern zu bedecken oder mit Asche zu bestreuen.

Das beste KrrtUg««gsmMel gegen Kellerassel« ««d Tausendfüßler ist das Aufstellen von Birkeubesen, welche man aufrecht­stehend im Keller an verschiedenen Stellen verteilt, zu empfehlen. Diese werden mit Vorliebe von diesem Un­geziefer aufgesucht und als Zufluchtsort benutzt. Schüttelt man von Zeit zu Zeit die Besen aus und tritt die heraus- fallenden Tiere tot oder taucht sie schnell in heißes Wasser, so kann man auf leichte Weise die Tausendfüßler und Kellerasseln vernichten. Dieselben Erfolge erzielt man durch Auslegen von weiteren ihnen genehmen Verstecken, wie hohle Stengel, umgekehrte Blumentöpfe, einige Häufchen ausgejäteten Unkrautes, Kartoffelschnitte. Wenn man diese Stellen täglich nachsieht, und die kleinere oder größere dort angetroffene Gesellschaft tötet, so befreit man sich all­mählich von diesem häßlichen Ungeziefer. Sehr zu empfehlen ist übrigens das Anstreichen des betreffenden Raumes mit frischer Kalkmilch. Wenn das recht sorgfältig geschieht, wird das Ungeziefer dadurch bestimmt beseitigt. Außer­dem wird empfohlen das Ausstreuen einer Mischung von Boraxpulver mit weißem Streuzucker am Abend. Schon am ersten Morgen soll ein Erfolg zu sehen sein.

Vertilgung wilder Kaninchen.

Wenn , wilde Kaninchen nicht durch Schießen oder Frettieren zu bekämpfen sind, empfiehlt fich die Anwendung von Schwefelkohlenstoff. Man bringt denselben entweder

durch Briesifche Hamftertablctten in die Baue, (je wenigstens 4 Tabletten) oder vermittelst des Dreschersten Hamster- vertilgungSapparates. Tabletten, sowie Apparat als auch Schwefelkohlenstoff sind durch die Zentral-Ankaufstelle für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, Halle a. S., billigst zu beziehen.

Gine Vorrichtung zur Uerhinderung des

Schteife«» der Zauntore

beschreibt Winterschmsirektor Büchler-Heilsberg (Ostpr.) in derJll. Ldw. Ztg." folgendermaßen:

Breite Zauntore sacken selbst bei sorgfältiger Herstell­ung allmählich so stark, daß sie auf der Erde schleifen und

bei dem infolgedessen nötigen gewaltsamen Oeffnen und Schließen ruiniert werden. Durch das Anbringen eines alten Pflug- oder Maschinenkodes wie obenstehende Abbildungen zeigen wird dieser Uebelstand in einfachster Weise behoben.

Die Gleisanlagen auf Kandstraßr« haben sich allgemein sehr bewährt, so daß einzelne Kreise im Westen nur noch Straßen mit Gleisanlagen bauen. Rentabel ist die Sache aber nur bei ziemlich starkem Ver­kehr, da allein die Gleisherstellung einschließlich Material 910000 Mk. pro Kiliometer kostet. Dazu kommt, daß Gleisanlagen höhere Anforderungen an die Ausgleichung des Gefälles, also an die Erdarbeiten, stellen, da schon eine auf der Straße kaum bemerkbare Steigung von 1 Prozent die Leistungsfähigkeit der Zugkraft bei Gleis­anlagen bedeutend schmälert. Für hügeliges Gelände eignen sich daher Straßen mit Gleisbauten wenig. Die Unterhaltungskosten derartiger Straßen find gering.

Weiter mit Sicherheitsstütze«.

Die mit Nr. 179 996 der Firma E. Blasberg & Co., Düsseldorf patentierte Leiter besitzt eine Vorrichtung gegen Ausgleiten. In einer gewissen Entfernung vom Holmende ist eine Stütze befestigt, die um einen am Holme befestigten Zapfen drehbar ist und deren Länge vom Drehpunkte bis

zum Stützenende etwas kleiner ist als die Entfernung des Holmendes bis zum Drehpunkt. Bei normaler Lage der Leiter wird die Sicherheitsstütze den Boden nicht berühren. Sobald ein Gleiten der Leiter eintritt, berührt die Stütze zunächst den Boden und gelangt dann in die aus dem Bilde ersichtliche Lage. In dieser Lage wird die Stütze durch eine Kette oder ähnliche Vorrichtung gehalten.

Giu Problem der Ehe, das bei der gegenwärtigen Teuerung mancher Hausfrau sorgenvolle Stunden bereitet, ist die Frage: wie komme ich mit meinem Wirtschaftsgelde aus? Die Preise der Lebensmittel sind auf einer Höhe angelangt, wie wir sie seit dem Kriegsjahr 1870 nicht mehr erlebt haben, während die Einnahmen in den meisten Fällen nicht wesentlich ge­stiegen sind. Nicht nur auf Lebensmittel erstreckt sich die Steigerung, sondern auch die Preise für Mete, Löhne, Kleidung usw. habe« sich erhöht, so daß e» immer schwerer wird, sich nach der Decke zu strecken. Die Hausfrau muß

also doppelt genau rechnen, wenn es mit der Wirtschaft nicht rückwärts gehen soll. Das beste Mittel, eine genaue Uebersicht zu erhalten und sich klar darüber zu werden, was gespart werden kann, besteht in einer geordneten Buchführung, wie sie durch Hoffmanns Haushaltungsbuch ermöglicht wird, dessen eigenartige Einrichtung schon manche Hausfrau zur Sparsamkeit erzogen hat. Dabei bereitet die Führung dieses praktischen Buches durchaus keine Schwierigkeiten. Alles ist einfach und klar, selbst für den, der sonst nichts mit Buchführung zu tun hat. Wir em­pfehlen deshalb allen Hausfrauen, die das nützliche Buch noch nicht kennen, einen Versuch zu machen; sie werden uns sicher Dank dafür wissen. Die Ausgabe für 1908 ist soeben erschienen (Julius Hoffmann, Verlag, Stuttgart) und kann durch alle Buchhandlung zum Preise von 2 Mk. bezogen werden.

Hinaus ins Freie.

Laßt die Kinder nicht in den dumpfen Stuben den Winter länger machen, als er ist! Packt sie nicht in Pelze und wollene Decken, da die Wärme nicht von außen in den Körper hineinzieht, sondern im Innern bereitet wird. Gut Essen und Bewegung heißt das Heizmaterial und wenn ersteres auch etwas Geld kostet, letzteres ist umsonst und wird von jedem gesunden Kinde gern angewendet. Das Schlimmste im Menschenleben ist Verzärtelung und Angst. Wer sie in der Jugend nicht lernt, kennt sie im Alter nicht. Deshalb laßt die Kinder hinaus ins Freie, wann es auch sei und macht sie nicht bange vor einigen Regen­tropfen oder ein bischen Wind oder Frost. Laßt sie tüchtig graben und schaffen oder Bewegungsspiele üben, wenn es zum Sitzen zu kühl ist.

Gegen Hühnerauge«.

Anwendung von warmheißen Fußbädern abends wäh­rend mehreren Tagen und darauffolgender Fußpackung mittels in kaltem reinem Wasser getauchten und ausge­rungenen baumwollenen Socken und darüber wollene Strümpfe und Socken gezogen; dann in der Bettwärme 23 Stunden dünsten und die Füße mit lauem Wasser abwaschen und abtrocknen. Dadurch erfolgt eine so gründ­liche Äcweichung der Hornhaut und Hühneraugen, daß die letzteren ohne Instrument mit Leichtigkeit samt der Wurzel entfernt werden können. Ich habe diese Wirkung an meiner eigenen Familie beobachtet, kann daher das Mittel mit gutem Gewissen empfehlen. Allerdings ist dieses hydropatische Verfahren etwas umständlich, wenn man aber bedenkt, daß man bei feuchtwarmer Einpackung der Füße gut schlafen kann, so sollte man sich diese Mühe nicht verdrießen lassen.

Als Kitt für Hör«. Holz tt«d Perlmutter kann eine Mischung aus erweichtem Leim mit einer ent­sprechenden Quantität starken, heißen Essigs, einem Viertel- quart Alkohol und ein wenig Alaun aufs beste empfohlen werden. Der Kitt, dessen Bindekraft eine ganz außer­ordentliche ist, läßt sich in einer verschlossenen Flasche gut aufbewahren.

Küche und Keller.

Falscher Hase (Pfannhase). Nachdem man V, Pfund Butter zu Sahne gerieben und 17» Pfund fein gehacktes Rindfleisch, 7s Pfund Bratwurstfleisch, 6 Eier, 4 eingeweichte und wieder fest ausgedrückte Milchbrote, 1 feingewiegte Zwiebel, 7t Pfund gehackte Sardellen, Zitronenschale und Muskatnuß zu einer Farce recht fein durcheinander gerieben und das nötige Salz dazu gegeben hat, bestreicht man einen Bogen Papier von der Größe einer Bratpfanne mit Butter, legt die Farce darauf, formt davon die Figur eines Hafen, spickt denselben recht kraus, legt ihn mit dem Papier und mit Semmelkrumen bestreut in die Pfanne und brät ihn, unter immerwährendem Be- gießen mit Butter, zu gelbbrauner Farbe in einer Stunde gar. Alsdann gibt man zu dem Bratenfond etwas Sahne oder Bouillon und füllt die Tunke davon über den falschen Hasen.

SeUerie-Sanee. 2 kleinere oder 1 großer Sellerie­kopf wird sauber gewaschen, abgeschält und in Scheiben geschnitten. Dann giebt man eigroß Butter in einen Tiegel, läßt die Selleriescheibchen darin weich dünsten, treibt sie durch ein Sieb, verdünnt sie mit 1 Tasse süßem, gekochtem Rahm, 1 Eßlöffel Semmelbröseln, etwas Salz und Vi Eßlöffel Zucker, kocht das Ganze einige Augen­blicke auf und rührt sie an ein gequirltes Eigelb.

Pr. Weg.," Würzburg.

Zitroueu-Kowle. Man kerbt die Zitrone, indem man sie auf eine silberne Gabel steckt, rings herum reckst gut ein und hält sie sodann mit der Gabel über eine Terrine, in der sich nur das zur Bowle nötige Quantum Zucker befindet. Nun gießt man einen Teil Mosel- und zwei Teile Schaumwein über die Zitrone und serviert dann das sehr erfrischende Getränk sofort. Beide Weine müssen gut gekühlt sein.

® Wriefkasteu. Oi

H. Geben Sie den Vogel auf ein paar Wochen üu einem Be­kannten, der einen fleißig singenden Vogel besitzt! Ein Stückchen Zucker, ein Stück Apfel von Zeit zu Zeit gegeben, ist auch gut, no- mit der Vogel daran picken kann.