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Illustrierte

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mmHersfel-er Kreisblatt."

Rt. 1 Hersfeld 908

Zuhalts Verzeichsis: Roßbergsche KE- und Düngerstreumaschine (mit 4 Abbildungen). Gewinnung tadeLoser Milch. Wie guter Käse gemacht wird. Der auf die Dungstätte gebrachte Dünger. Ein­fluß des Schnees auf die Fruchtbarkeit des Bodens. Das Pferd in der Bewegung. Das Deckenreißen. Kälberruhr. Ist das Verfüttern gefrorenen Futters den Tieren schädlich. Lei der Fütterung der Schweine. Entenzucht. Die wirtschaftlichen Eigenschaften des Perlhuhnes. Das Futter der Fasanen. Mittel gegen das Ueberfliegen der Hühner. Verwundungen der Bäume. Bei der Düngung der Obstbäume. Ueber Straßenbäume in der Großstadt. Um Blumenkohl im Winter noch zu erhalten. Abwendung des Frostes von Zimmerpflanzen. Der Standort der Zimmerpflanzen. Sicherheit«» Kuppelglied (mit 2 Abbildungen). Unser Aquarium. Beizen von weißem Holze in Zedernholzfarbe. Zucker als Nahrungsmittel. Wachsflecke aus waschechten Stoffen zu entfernen. Obstflecke aus Wäsche. Zigarrenasche. Um die Hornhaut an der Fußsohle. Schweizer Hasenbraten. Gänseklein mit Blumenkohl. Gedämpfte Bohnen mit Hammelfleisch. Linsensuppe. Vorzügliche Kaffeesemmel«

MWergfche KaM- und Mngerftreu- Maschine.

Unter Nr. 184247 wurde neuerdings den Herren M Grundmann und Arndt Roßberg in öftren i. S. eine Düngerstreumaschine patentiert. Die Maschine wird an )«n mit Kalk beladenen Wagen angehängt, nachdem an dessen Hinterradachse eine entsprechende Vorrichtung be­festigt wurde. Das Streumaterial wirb mit einer Schaufel

Hälfte des Troges absperren, so daß die Schnecke nur 2 m breit streut. Um bei starkem Winde Staubkalk streuen zu können, sind zwei starke Leinwanddecken angebracht und zwar eine über und eine unter dem Streuschneckentroge.

Ihre Bewegung erhalten sowohl die schneckenartige Spirale als auch die Streuschnecke durch Ketten von Kettenrädern, die auf der sich drehenden Hinterradachse

sitzen. An den Enden dieser Achse und zwar des Gestelles befinden sich zwei eiserne, die tragende Räder, die zugleich Antriebsräder sind.

innerhalb Maschine Sie sind

Schieberöffnung etwas größer wählen wird als die Oeff- nungen des oben im Einschüttkasten liegenden Siebes weit sind und mindestens 4 cm den Schieber hinausziehen wird. Die Gleichmäßigkeit des Ausstreuens war eine durchaus befriedigende; jedenfalls kann man eine so große Gleich­mäßigkeit auf eine jedesmalige Streubreite von 4 m durch das Ausstreuen mit der Hand oder mit Schaufeln gar nicht erreichen, wozu noch kommt, daß bei windigem Wetter durch ein solches Ausstreuen eine weit größere Menge des Kalkes verweht als mit dieser Maschine, bei welcher

um mebmhz.

Hinteransicht.

Zum Transport gestellt

ider einem Reche nach

verstell- und zusammenklappbaren Verbindungs- dem in der Höhe des Wagenbodens befindlichen

gezinkten Einschüttkasten geschoben. Ueber diesem befindet $ ein 3 cm weites, gepreßtes Drahtsieb, das die im

«^löschten, noch nicht durch geworfenen Kalke enthaltenen eueren Steine zurückhält und in einem dahinter ange- ^achten Kasten sammelt,

während die kleineren Steine,

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i verstellbar, so daß ihre Spur jeder Wagenspur angepaßt werden kann.

Vorn wird die nur 1,9 m lange Maschine durch ein kleines Rad gestützt.

Für den Langtransport sind auf dem Winkeleisenrahmen zwei gabelartige Ständer angebracht, in denen der Schnecken- trog und der mit ihm verbundene Einschüttkasten eingelegt werden, nachdem die Ueberfallschiene hochgestellt wurde.

Die Maschine wird für eine Streubrette von 4 m ge­liefert.

Aus dem Urteil von Professor Strecker, des Vorstandes der Sächsischen Prüfungsstation für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, heben wir folgendes hervor:

Die Konstruktion der Maschine ist eine sicher wirkende und dabei einfache und praktische, so wie sie bei einer landwirtschaftlichen Maschine gern gesehen wird. Die Be­dienung der Maschine erfordert nicht viel Aufmerksamkeit, da, abgesehen von dem Ein- und Ausrücken, nur darauf zu achten ist, ob etwa eine Verstopfung der Schieberöffnung im Einschüttkasten eingetreten ist; denn wenn der Kalk die Gasse unter der Schieberöffnung erst einmal passiert hat und in die beiden Hälften des Streukasteus rechts und links abgefallen ist, so wird dar leicht schiebbare Material auch ganz sicher durch die Transportschnecke befördert, wobei eine Betriebsstörung gar nicht vorkommen kann.

der Kalk nur wenige Zentimeter über der Erdoberfläche herunterfällt.

Ein großer Vorzug der Maschine ist es, daß sie so leicht zu reinigen ist; man kann sie daher bequem i« Ordnung und sauber halten, was für die Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit gerade bei einer Düngerstreumaschine von großem Werte ist. Ein weiterer Vorzug ist die fe einfache Bedienung und Handhabung der Maschine. Da­durch, daß sie auf Rädern ruht, kann sie leicht zu jedem Wagen gefahren werden und erleichtert somit die An­wendung in größeren Wirtschaften mit Wechselwagen zu denen die Maschine nur herangeschoben, nicht aber mit ihrem ganzen Gewichte herbeigetragen zu werden braucht. Auch die bequeme Veränderung her Transportstellung ist ein weiterer Beweis für die einfache Handhabung.

Die Maschiene wurde von der Deutschen Landwirtschafts- gesellschaft geprüft und alsneu und beachtenswert" an­erkannt.

ohne Störung zu verursachen, mit dem Materials aus« gestreut werden. Zunächst gelangt dieses in das Innere des Einschüttkasten«. Hier wird es durch die Umdrehung einer kurzen schneckenartigen Spirale zur Vermeidung von Stockungen in steter Bewegung erhalten und zugleich nach der Oeffnung gedrängt. An dieser ist ein Schieber ange- brachr, durch dessen Oeffnen oder Schließen die Menge des zu streuenden Materials vergrößert oder verringert werden kann. Dieses fällt nun hinab in den verzinkten Ausstreu- Schneckentrog. Er ruht in einer nach unten führenden Ausbuchtung des aus Winkeleifen gebogenen Rahmens. Seine Vorderwand ist vollständig wagerecht, die Hinter wand aber fällt von der Mitte aus nach beiden Seiten ab, stellt also mit ihren oberen Kanten zwei schiefe Ebenen i>ar. Innen dreht sich eine Schnecke und verteilt von der Mitte aus das aus dem Anschüttkasten herabfallende Material auf ganze Länge des Troges und drängt gleichzeitig an jeder Stelle über die von oer Mitte nach den Seiten geneigten Ueberfallkanten, so daß er ganz gleich- uiäßig auf der ganzen Breite gestreut wird. Die Ueberffallkanten sind durch ^wei Schienen beliebig schräg verstellbar dn Menge der zu streuenden

Seitenansicht.

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' ^^rials und zwar müssen sie in der Mitte umso höher Eine solche wäre nur möglich, wenn bei klein gestellter werden, je stärker und umso tiefer, je schwächer die Schieberöffnung diese durch einen Stein oder dergl. gesperrt uaichtne streuen soll. wird. Eine solche Störung wird jedoch selten eintreten,

^mittels de« Schiebers läßt sich die eine oder andere da man doch meist größere Mengen Kalk streut und die

Maschine streuen soll.

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Gewirrnnrrg tadelloser Milch.

Der Umstand, daß im Winter auch in den Weide­gegenden die Stallhaltung des Milchviehs eine große Rolle spielt, veranlaßt uns, auf den vorstehend genannten Punkt hier zurückzukommen. Mehr und mehr gewinnt in den Kreisen der Produzenten die Ueberzeugung Raum, daß es durchaus notwendig ist, den Konsumenten eine reinliche, hygienisch durchaus einwandsfreie Milch zu liefern. Be­sonders sind die letzteren vor Ansteckungen der Tuberkulose durch Kuhmilch zu schützen.

Eine gute Milchwirtschaft hat immer mit einer guten Kuhstalleinrichtung zu beginnen, damit das Vieh gesund erhalten wird, denn nur von einem gesunden Kuhbestande läßt sich eine gesunde Milch gewinnen. Sodann müssen )ie Melker angehalten werden, die Euter der Kühe wie überhaupt deren ganzen Leib stets rein zu halten und die Euter kurz vor dem Melken abzuwaschen und gut abzu- trocknen. Ebenso sollen die Melker ihre Hände waschen. Diesen Reinlichkeit-vorschriften wird gewiß jeder zustimmen, »er e« nicht mit jenem Bäcker hält, der ganz offenherzig iußerte, daß man vom Teigknetenso schöne, weiße Hände" bekomme.

Man benutze als Melkeimer nur mit Deckel versehene Gefäße, welche mit einem Schnabel ausgestattet sind, der dazu dient, den Milchstrahl aufzufangen. Sehr zweck­mäßig find auch die in Dänemark neuerdings eingeführten