der Molkereigenossenschaft Hersseld em Brand ausgebrochen. Ein daselbst lagernder Stoß Holz war aus noch nicht aufgeklärte Ursache in Brand geraten. Die starke Rauchentwicklung führte zum Glück zu einer ^ch^itigen Entdeckung des Feuers, welches bereits schon das Lachgebalk angekohlt hatte. Aus die Alarmsignale fanden sich sofort die Feuerwehrleute ein, welche jedoch keine große arbeit mehr zu verrichten hatten, da der Brand alsbald gelöscht werden konnte, ohne größeren Schaden anzurichten.
Bebra, 14. September. Heute entgleiste auf hiesiger Station ein Militärzug, welcher von Cassel kam und nach Gerstungen bestimmt war. Das Militär war teilweise aus- gestiegen und der Zug sollte umgesetzt werden vor einen anderen, von Göttingen kommenden Militärzug, um mit diesem zusammen nach Gerstungen weiterzufahren. Beim Umsetzen des nur teilweise besetzten Zuges entgleisten zwei Personen- ,vagen und drei Pferdewagen; schwerverletzt wurde ein Hilss- schaffner, leicht verletzt wurden zwei Hoboisten vom Jns.- Regt. 83. Ein Pferd, welches die Beine gebrochen hatte, mußte getötet werden. — Bei dem heutigen Eisenbuhnunsall ist der Hilfsbremser Kratzenberg aus Cassel tödlich verunglückt. K. hatte eine Bremse des zweiten von Cassel kommenden Militärzuges zu bedienen und geriet zwischen zwei entgleiste Wagen, deren Puffer ihm die Brust eindrückte». Er konnte nur dadurch aus seiner traurigen Lage befreit werden, daß die in einandergeschobenen Wagen durch zwei Maschinen auseinander gezogen wurden. In hoffnungslosem Zustande wurde K. mit dem 2.42 Uhr aus dem Oberstadtbahnhof eintreffenden Schnellzug nach Cassel-O transportiert, wo er durch die Kriegersanitätskolonne nach dem Landkrankenhaus übersührt wurde. — Die amtliche Meldung über den Unfall besagt: Gestern mittag entgleisten vom Militärzug 540 Cassel—Bebra— Gerstungen bei einer Rangierbewegung aus Bahnhof Bebra fünf Wagen infolge Umstellens einer Weiche unter dem Zuge. Ein mit drei Pferden beladener Wagen stürzte um. Verletzt sind zwei Hoboisten ganz leicht, ferner ein Hilfsschaffner. Betriebsstörungen sind nur in unerheblichem Umfange eingetreten. Aufgleisung war nach vier Stunden beendet.
Cassel, 16. September. Se. Majestät der Kaiser unternahm mit mehreren Herren des Gefolges am Sonnabend nachmittag um 6 Uhr einen Spaziergang durch die Parkanlagen nach den Kaskaden und kehrte über die Löwenburg nach dem Schloß zurück. Am Sonntag vormittag 10 Uhr besuchten der Kaiser und die Kaiserin mit Prinzessin Viktoria Luise nebst Gefolge den Gottesdienst in der Schloßkirche zu Wilhelmshöhe. Später empfing der Kaiser den General Frhr. v. Hoiningen gen. Huene zur Meldung; der General wurde auch zur Früh- stückstasel geladen, zu welcher ferner Pfarrer Armbröster geladen war. Um V2I2 Uhr unternahm die Prinzessin Viktoria Luise im Ponygespann eine Spazierfahrt nach der Rasenallee. Nachmittags um V26 Uhr machte Se. Majestät der Kaiser mit Herren des Gefolges einen Spaziergang nach den Kaskaden und der Löwenburg. Ihre Majestät die Kaiserin machte in der Nähe des Schlosses einen Spaziergang und verweilte eine Zeit lang beim Tennisplatz. (T.)
Cassel, 16. September. Aus dem Manövergelände der 22. Division bei Gerstungen—Eisenach traf am Sonnabend ein Offizier des Infanterie-Regiments Nr. 167 auf hiesigem Oberstadtbahnhofe ein, welchem während des Feuergesechtes ein Automobilrad über den Fuß gegangen war. Der Verletzte wurde nach dem Garnisonlazarett gefahren und dort in ärztliche Behandlung gegeben.
Fritzlar, 13. September. Im benachbarten Dorfe Merkel durchschnitt sich der Schneidermeister Schneider nach vorausgegangenen häuslichen Streitigkeiten den Hals.
Schlüchtern, 12. September. Im benachbarten Steinau steckte ein vierjähriger Knabe einen mit Hafer beladenen Wagen in Brand. Der Wagen stand vor der Maschine zum Dreschen. Der Wagen verbrannte mit der Frucht.
Hanau, 13. September. Im benachbarten bayerischen Spesfartdorfe Hösbach im Saale des Gastwirts „Zum Hoch- spessart", nächtigten 70 Mann des 8. bayerischen Infanterieregiments auf Stroh. Durch eine herabsallende Lampe geriet gestern abend gegen 9 Uhr das ganze Lager in Flammen und Ausrüstungs- wie Bekleidungsstücke verbrannten. Ununterbrochen explodierten die Platzpatronen der Einquartierten, doch gelang es bald des Feuers Herr zu werden.
Wilhelmstal, 14. September. Der Dachdecker Dippel aus Meimbresscu stürzte Freitag Nachmittag von einem Bau aus beträchtlicher Höhe so unglücklich zur Erde, daß das ganze Gesicht schrecklich entstellt ist. Auch sonst scheint D. noch gefährliche Verletzungen erlitten zu haben. Erwurde alsbald ins Landkrankenhaus gefahren.
Duderstadt, 13. September. Die plötzlichen Erkrankungen sämtlicher Mitglieder der Familie des Gärtnereibesitzers Tuckermann hierselbst, sowie des Geschäfts- und Dienstpersonals, dürsten außer dem schon gemeldeten Tode des 17 Jahre alten Sohnes voraussichtlich keine weiteren Todesfälle zur Folge haben. Die Frau Tuckermann, der jüngste Sohn und das Personal waren nur leicht erkrankt. Tuckermann und die 13« jährige Tochter liegen noch krank darnieder, doch besteht Aussicht, daß sie die Krankheit ebenfalls überwinden werden. Die neuerliche Annahme, daß es sich um Cholera nostras handele, erscheint wenig glaubhaft; es dürste sich vielmehr, wie zuerst angegeben, um Speisenvergiftung handeln. Jedenfalls ist die Ursache der plötzlichen Massenerkrankung noch nicht völlig aufgeklärt.
Kaltennordheim, 12. Sept. Die Familie Eckardt in Wahns ist schwer heimgesucht worden. Nachdem im März d. J. zwei Söhne von 14 und 12 Jahren durch eine tückische Krankheit dahingerafft wurden, ist jetzt auch der Vater an einer Operation, der er sich unterziehen mußte, gestorben.
Gieße», 12. Sept. In einem benachbarten Dorfe wurden durch Kinder und Erwachsene in einer Woche 43 000 Mäuse geliefert, und doch sind sie noch lange nicht vertilgt. Die Landwirte werden durch die ungünstige Witterung gehindert, ihre Frucht einzusahren und so geschieht es, daß an manchen Orten die Fruchthausen von den Mäusen vollständig zu Häcksel zernagt werden.
Höchst a. M, 12. Sept. Ein schwerer Automvbilunsall ereignete sich gestern zwischen hier und Unterlicderbach. In der Nähe der sogenannten „Engelsruhe" wurde das drei Jahre alte Töchterchen des Kaufmanns Herwagen, daS einem vom Wind svrlgewehten Papierstreifen nachlief, von einem fremden Automobil überfahren. Das Kind erlitt außer einem schweren Schädelbruch eine bedenkliche Gehirnverletzung und liegt nun hoffnungslos darnieder. Den Lenker des Kraftwagens soll keinerlei Schuld treffen.
Niedeustei», 12. September. In Merxhausen fiel ein Schulkunde, der beim Ausladen des Getreides behilflich war, vom Wogen und trug solche Verletzungen, davon, daß er nach wenigen Stunden seinen Geist ausgab.
Göttittgen, 12. Sept. Eine heitere Geschichte, welche den Vorzug haben soll, wahr zu sein, bringt der „Göttinger deutscher Bote", indem er schreibt: Schickt da ein Schalk, um
den „Heilkundigen" Ausmcier in Küllstedt mal aus die Probe zu stellen, eine Flasche mit abgestandenem Bier und eine, gefüllt mit — Pferdeurin zum „Doktor." Aus dem Inhalt der einen Flasche erkennt der „Herr Doktor", daß der Kranke unter« leibskrank ist, aus dem der andern, daß der Kranke Gebärmutterkrebs hat, und dabei war der Urin — von einem Wallach. In beiden Fällen sollte eins der bekannten Abführmittel Heilung bringen. (C. Ä. Z.)
Springe, 11. Sept. Ein Unglücksfall mit tödlichem Ausgange ereignete sich hier vor einigen Tagen. Durch einen Sprengschuß im Steinbruch am Ebersberg wurde ein kleines Steinchen von nur 37 Gramm Gewicht fortgeschleudert; es traf den ca. 60 Meter abseits stehenden Brucharbeiter Ahrend unterhalb des linken Leistenbandes in den Oberschenkel. Hierdurch wurde die große Schlagader zerrissen. Als der Arzt zur Stelle war, konnte dieser nur noch den Tod seststellen.
Aus Thüringen, 13. September. In dem Dorfe Slato füllte ein Dienstmädchen eine Flasche mit Chemikalien und goß Wasser darauf Die Flasche platzte und eine Scherbe durchschnitt der Unvorsichtigen die Halsschlagader, so daß sie nach wenigen Minuten verstarb.
Erfurt, 12. September. Im Dorfe Exleben wurde die dreijährige Tochter des Landwirts John, die am Rande des Feldwegs spielte, von einem Erntewagen überfahren und sofort getötet; die Räder des Wagens gingen dem Kinde über den Kopf.
vermischter.
— Königshütte, 14. September. Wie aus An- tonienhütte gemeldet wird, sind sieben neue Typhusfälle zur Anzeige gekommen. Die Gesamtzahl der Erkrankungen beträgt 65.
— Günderath bei Düsseldorf, 14. September. Durch einen unglücklichen Zufall ist ein Mann beim Mähen in die eigene Sense gefallen, deren Spitze ihm ins Herz drang, sodaß er alsbald starb.
— Bromberg, 14. September. Wie aus Konitz gemeldet wird, brannte dort wohl infolge böswilliger Brandstiftung in der letzten Nacht das Hotel Priebe am Marktplatz vollständig nieder. Das Feuer hatte zuerst das Treppenhaus ergriffen und so mußten alle Gäste sich durch Herausspringen aus den Fenstern retten. Hierbei wurden der Kaufmann Adolf Friedländer und die Wirtschafterin Gervin, die aus die eiserne Hofpumpe sprang, schwer verletzt. Mehrere andere Personen erlitten leichte Verletzungen.
— Chemnitz, 13. September. Wie aus Lugan ge- meldetwird, wurde aus dem Steinkohlenbergwerk Gottessegenschacht der 18jährige Bergarbeiter Hübner durch das Umstürzen eines Hundes getötet.
— (Wahres Geschichtchen.) Die Ehre des Polizei- dieners von Xheim ist schwer verletzt, man hat ihm nachgesagt, er lasse beim Feierabendbieten nicht die gleiche Gerechtigkeit walten gegenüber allen Wirtshäusern, die das fundamentum regnorum ist. Der schnöde Verleumder kommt vors Schöffen- gerrcht. Der Zeuge Huber, dem die Rolle des Angeklagten viel besser liegt, als die eines Zeugen, ist sehr stolz aus seine Ausnahmestellung und erklärt mit vielem Pathos: Wer hawe Kaarte g'schpielt im griene Baam um 8/412 summt der Bole- zeidiener und secht: „Feierowend, meine Herrn", secht 'r. Do haw ich mei Kaarte hing'schmisse un haw g'secht: „Aus is es, kee Kaart werd mehr angeriehrt, ,s is Feierowend"." Der Amtsrichter (etwas ungläubig): „Das sieht Ihnen aber gar nicht ähnlich, war es genau so, wie Sie eben sagten? Sie haben einen Eid geleistet!" Da tritt Herr Huber gegen den Richtertisch vor und sagt halblaut: „Ja, wisse Se, Herr Amtsrichter, ich haw aach grad schlechte Kaarte g'hatt."
— (Unter Kameraden.) In einer kleinen Garnison sind die neugebackenen Einjährigen zum ersten Male an der Mittagstasel versammelt. Das Gespräch dreht sich um den Bildungsgang und Beruf der einzelnen Marsjünger. Ein kleiner, schmächtiger Jüngling bläht sich riesig in dem Gefühl, daß er sein Abiturium absolviert, die anderen aber „nur das Einjährige" errungen, und versucht klar zu machen, welch gewaltiger Abstand zwischen ihm und den übrigen Kameraden sei. Seine Ausführungen gipfeln in den Worten: „Die Sache ist eben kurz die: Wir haben das Bewußtsein und Sie nur die Schnüre!" Da erhebt sich ein baumlanger Nur-Einjähriger, fuchtelt dem Kerlchen mit seiner Goliathtatze unter der Nase herum und dröhnt: „Und wenn ich Ihnen jetzt ’n paar in die Backzähne haue, dann verlieren Sie das Bewußtsein und ich behalte die Schnüre!" . . .
— (D e r Winterrock des H a n d e l s m i n i st e rs.) Aus einem Bahnhofspostamt in Prag spielte sich kürzlich, wie das dortige Tagblatt erzählt, folgender amüsante Vorgang ab. Ein hübsches Hotelmädchen erscheint um ein Viertel nach 7 Uhr abends bei der Gepäckaufgabe und präsentiert ein umfangreiches, sorgfältig verschnürtes Paket. „Nach Wien, Expreß!" erklärt sie, als ginge es sie gar nichts an, daß um 7 Uhr der Paketverkehr eingestellt wird. Der Beamte sieht das Mädchen an, dann das Paket, und stempelt ruhig Poststücke weiter. „Koinmen Sie morgen früh!" erklärt er schließlich mit dem Bewußtsein und der Ruhe eines Menschen, der absolut weiß, daß er diesmal im Rechte ist. Aber das Mägdelein läßt sich nicht so rasch einscbüchtern. „Wenn das Paket nicht sofort expediert wird, geh' ich zum Vorstand." Staunen und allgemeine Entrüstung hinter den Schaltern. Das Mädchen wird Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit. Mit ironischer Höflichkeit — die resolute Dame war, wie gesagt, ganz nett — sagt ihr der Expedient, sie möge sich durch die gegenüberliegende Tür ins Bureau des Vorstandes be- geben. Dann erwartet alles gespannt, daß sich die Angelegenheit nach des Dienstes ewig gleichgestellter Uhr abwickeln werde. DaS heißt, daß die Rebellion der feschen Maid gegen den Siebenuhr-Postschluß mit einer kläglichen Niederlage enden werde. Aber es kam anders. DaS Mädchen stößt hinter der Tür mit einem höheren Beamten zusammen. In der Meinung, den Vorstand vor sich zu habe», bringt sie ihre Beschwerde vor. Gütig lächelnd, aber kalt bis ans Herz hinein, zuckt der Herr die Achseln. „Wenn einmal der Schalter geschlossen ist, mein liebes Kind, dann kann Ihr Paket niemand mehr ausnehmen, und wenn's an den Herrgott gehen sollte." „So?" begehrt die andere auf. „Das Paket muß fort, der Winterrock muß morgen in Wien sein, der Herr Minister hat ihn vergessen." „Wa — Wer? --" und im Nu ändert sich die Sachlage. Zehn Hände strecken sich nach dem so schnöde behandelten Paket aus, mit Feierlichkeit wird die Adresse vervollständigt und der Winterrock Sr. Exzellenz behutsam obenauf auf die zu befördernden Pakete gelegt. Das Mädchen aber verläßt triumphierend das Postamt.
— Paris, 13. September. Aus zahlreichen Gegenden Frankreichs werden von gestern Unfälle infolge von heftigen Gewitter» gemeldet. Auf einer Wiese bei Remire- mont wurde ein 17jähriger junger Mann durch Blitzschlag •
getötet. In einem Gehöft bei St. Etienne fiel ein vierjähriges Mädchen gleichfalls einem Blitzschlag zum Opfer. In der Nähe von Bsziers suchte eine Gruppe mit der Weinlese beschäftigter Männer und Frauen bei Ausbruch des Gewitters in einer Hütte Zuflucht. Der Blitz tötete eine 62jährige Frau; mehrere Kinder wurden lebensgefährlich verletzt. — Aus den Weingegenden werden erhebliche Gewitterschäden gemeldet.
Herbstes Einzug.
Nachdruck verboten.
Herbstlich will es draußen werden, Stoppeln streift der kühle Wind; Froh mit seinen Herbstgefährten Blühet schon das Heidekind.
Früchte prangen an den Zweigen, Die sich senken vor der Last, Und vergilbte Blätter zeigen Deutlich schon der Zeiten Hast.
Nebel lagern auf den Halden, Vöglein rüstet sich zum Flug, Und der Vorsicht heil'ges Walten Lenkt nach Süden seinen Zug.
Landmann sammelt feine Schätze Für des Jahres Müh' und Schweiß, Bringt sie an geschützte Plätze, Lobt dabei der Hände Fleiß.
Und vom Himmel glänzt die Sonne Herbstlichgolden durch das Land, Rühmet d e n in ihrer Wonn^ Der den Segen uns gesandt.
Otto Welther.
Standesamtsbezirk Hersseld.
Monat August 1907. Eheschließungen.
Am 3. Landbriefträger Georg Nuhn mit Köchin Margareta
Rüger. — 10. Dachdecker Karl August Franzke mit Fabrikarbeiterin Margarete Elise Siebert. — 21. Tapezierer und Dekorateur Rein- Hard Wehnes mit Helena Otto. — 24. Tuchweber Gottlieb Gerlach mit Fabrikarbeiterin Anna Sophie Rehm von hier. — 28. Tuchmacher August Siegismund Steinhauer mit Köchin Maria Lanz.
G eburten.
Am 1. Ernst George, S. des Schlossers Konrad Funk. — 3. Ludwig, S. des Kaufmanns Eduard Cohn. — 4. Heinrich, S. des Fabrikarbeiters Heinrich Herbst zu Kalkobes. Elise, T. des Schlossers Wilhelm Schott. — 5. Johannes Hermann, S. des Schuhmachers Hermann Hoppe. — 7. Elise, T. des Heizers Philipp Schüßler. — 8. Anna Katharina, T. des Fabrikarbeiters Wilhelm Kemmler zu Heenes. — 9. Ludwig, S. des Kaufmanns MoseS genannt Moritz Ohmsberg. Jda Frieda, T. deS Arbeiters Ferdinand Harthausen. — 14. Elfe Käthe, T. des Schlossers Karl Richard Tröster. — 18. Margarete Johanna, T. des Tagelöhners Christian Steinmacher. — 19. Friedrich Wilhelm, S. des Loh- gerbers Adam Lautner. Margot Johanna Julia, T. des Königlichen Forstaufsehers Ferdinanv Ehrhard Paul Bruno Hahn. — 20. Johann Georg, S. des HülfsheizerS Ludwig Kromm. — 21. Heinrich Christian, S. des Gärtners Konrad Wilhelm Schneider. — 22. Walter, S. des Steinhauers Andreas Ernst Geiß. — 23. Hans Heinrich, S. des Hilfsbüreaudieners Heinrich Fuchs. Anna Barbara. T. des Weißbinders Heinrich Stieck. — 24. Johannes Gustav Adolf, S. des Fabrikanten August Wilhelm Richard Wever. — 27. HanS Adam Hermann, S. des Schuhmachermeisters Johannes Gebauer. — 28. Fritz Konrad Bernhard, S. des Kaufmanns Kasper Bernhard Limberger. — 29. Katharina Sophie Marie, T. des Schuhmachers Wilhelm Balz. Paul, S. des Bierbrauereigehilfen Johann Noll. — 30. Johann Peter, S. des Zimmermanns Wilhelm Daube zu Kalkobes.
Sterb efälle.
Am 2. Ehestau des Schuhmachers Balthasar Siebert genannt Krauß Elise geb. Gutberlet, 56 Jahre alt. — 5. Tachdeckergeselle August Rau, 25 Jahre alt. — 7. Rentnerin Justine Grau, 67 Jahre alt. Ortsdiener a. D. Johannes Weith aus Rengshausen, 79 Jahre alt. — 14. Anna Räthe, 4 Jahre alt. — 17. Bäcker- Witwe Maria Anna Auguste Wittich geb. Mühling, 64 Jahre alt. — 19. Invalide Konrad Wagner aus Kathus, 44 Jahre alt. Uhrmacher Johann Jakob Christian GlaS, 56 Jahre alt. — 21. Lehrer a. D. Johannes Ernst Schütrumpf, 47 Jahre alt. — 24. Ehefrau des Fabrikarbeiters Friedrich Wilhelm Pfeffer Katharina geb. Stückradt aus HeeneS, 26 Jahre 11 Monate alt. — 27. Ehestau des Bäckers Johannes Schneider, Elise geborene Rüger 60 Jahre alt.
Letzte Nachrichten.
Berlin, 15. September. Die Deutsche Armee-,Marine- und Kolonialausstcllung wurde Sonntag in Gegenwart des Herzogs Johann Albrecht von Mecklenburg geschlossen.
Berlin, 15. September. In der Heiligkreuzkirche wurde vormittag der erste Prediger dieser Kirche, Pastor Stagc, am Altar von einem Herzschlag getroffen und starb nach einigen Minuten.
Paris, 15. September. Nach hier eingegangenen telegraphischen Nachrichten verhandeln der Stamm der Schaujas mit den anderen Stämmen und dieses ist der Grund weshalb der Waffenstillstand erbeten und bewilligt wurde. Ein in Casablanca eingetrofferrer Abgesandter der Schaujas erklärte, daß, wenn die anderen Stämme sich nicht mit ihnen ins Ein- vernehmen setzten, die SchaujaS zu Gewaltmaßregeln greifen würden.
Boston, 15. September. Heure früh stieß in Kanaan (New Hamshire) zwischen Quebec und Boston ein mit Aus- flüglern besetzter Expreßzug mit einem Güterzug zusammen. 20 Leichen sind geborgen. Eine Person wird vermißt. Ungefähr 40 Personen sind verletzt. Es wird angenommen, daß der Unfall aus nicht verstandene Anordnungen zurückzusühren ist. Der Expreßzug stieß in einer Kurve mit dem Güterzug zusammen, der in der entgegengesetzten Richtung fuhr. Beide Lokomotiven stürzten die Böschung hinab. Der Gepäckwagen schob sich in den ersten Personenwagen und dieser wurde in den zweiten Personenwagen hincistgetrieben. Fast alle Tode befanden sich in dem ersten Personenwagen, alle übrigen Passa giere in dem ersten und zweiten Wagen sind mehr oder weniger schwer verletzt. Die meisten Toten sind Frauen. Einige der Schwerverletzten liegen hoffnungslos darnieder.
Oeffentlicher Wetterdienst.
Dienststelle Weilburg (Landwirtschaftsschule).
Wettervoraussage, ausgcgebe» am 16. September 1907.
Morgen fortgesetzt trocken und meist heiter, schwache Lust- beiucgung, am Tage etwas wärmer.