Ehrgeiz, Bestrafung durch Lehrer, Furcht vor elterlicher Strafe, jugendliche Liebe, Unlust zur Schule usw. Von dem Ergebnisfe der Rundfrage wird dann zusammensassend den Schulbchörden Mitteilung gemacht werden. Man hofft, an Hand des Materials der Lehrerschaft wichtige Fingerzeige für das zeitige Erkennen der Neigung zum Selbstmord geben zu können.
* Die im Reichsstempelgesetz vorgeschriebene Abgabe für Kraftfahrzeuge ist nach § 53 des Gesetzes nicht zu entrichten, solange mit dem Fahrzeug nur Probefahrten ausgeführt werden, da diese nicht als Ingebrauchnahme tm Sinne des Gesetzes gelten sollen. Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts vom 1. Juli d. Js. liegt eine Probefahrt bei bereits gebrauchs- und verkausssertigen Fahrzeugen nur vor wenn die Fahrt ausschließlich dazu dient, die Gebrauchs- sähi'gkeit des Fahrzeugs, nicht die Geschicklichkeit des Fahrers zu erproben und soll eine Probefahrt regelmäßig nur dann angenommen werden, wenn die Fahrt zum Zweck eines aus den Erwerb des Fahrzeugs gerichteten Rechtsgeschästs ausge- sührt wird, hinsichtlich dessen die Personen der Beteiligten bereits bezeichnet sind.
)_•( Hersfeld, 4. September. Aus dem Marsch ins Manövergelände wurden heute und morgen hier 1 Offizier, 3 Unteroffiziere, 14 Gemeine sowie 19 Pferde vom Kur- hessischen Trainb a.taillon Nr. 11 aus Casfel ein« quarliert.
):( Hersfeld, 4. September. Dem heutigen B i e h - markte waren 195 Rinder und 510 Schweine aufgebracht. Der Handel ging nicht besonders lebhaft und die Preise hielten sich in ihren Grenzen. — Der Krammarkt war unbedeutend. Der nächste Markt (Lullusmarkt) findet am 16. Oktober statt.
):( Hersfeld, 4. September. Wie in zahlreichen anderen Städten unseres Regierungsbezirks wurden auch hier in letzter Zeit mehrmals salsche Zweimarkstücke im Verkehr gefunden. Dieselben sind leichter wie die echten Stücke und fühlen sich fettig an. Auch kann man beim Auswerfen deS Geldstückes an dem Klang leicht feststellen, daß dasselbe gefälscht ist.
):( Hersfeld, 4. September. Einen heftigen Zusammen stoß hatte heule vormittag in der Brüderstraße ein Radfahrer mit einem Fuhrwerk, wobei der Radfahrer sich eine blutige Verletzung am Kopfe zuzog.
Casfel, 2. September. Die beiden, zur Teilnahme an den Herbstübungen der 38. Division kommandierten Eskadrons des Hessen-Homburg-Husaren-Regiments, rückten am Montag vormittag nach dem Manövergelände bei Erfurt ab.
Tann a. d. Rhön, 31. August. Dieser Tage begab sich die Witwe Bühner aus Schlitzenhausen nach dem benachbarten Dorf Günthers, um daselbst ihre Frucht zu dreschen. Kurz vor Beendigung der Arbeit ging die älteste Tochter aus den Dreschwagen, um den Rest des Getreides zusammen zu kehren. Dabei erfaßte die Hauptuiebstange die Kleider des Mädchens und schleuderte das unglückliche Wesen so lange mit sich herum bis das Getriebe zum Stehen gebracht werden konnte. Das Mädchen erlitt dadurch einen Armbruch und einen doppelten Schädelbruch und mußte bewußtlos nach Hause getragen werden, wo es bereits nach einigen Stunden seinen Geist ausgab.
Bacha, 1. September. Am vergangenen Freitag war ein Anstreichergehilfe des Herrn Malermeisters Spieß dahier bei Dorndorf mit dem Anstreichen der die Drahtseilbahn der Gewerkschaft Großherzog von Sachsen tragenden eisernen Gerüste beschäftigt, dabei berührte er ein Leitungskabel der elektrischen Starkstromleitung, infolgedessen er sofort tot zur Erde stürzte.
Aus dem Löwensteiner Grund, 1. September. Kleine Ursachen, große Wirkungen. In dem Dorfe Zwesten verletzte sich vor einigen Wochen ein junger Metzger am Finger. Die kleine Wunde war wieder gut geheilt. Plötzlich stellten sich starrkrampfartige Erscheinungen ein. Der sofort hinzugezogene Arzt Herr Dr. Reßmeyer aus Borken stellte Starrkrampf mit Blutvergiftung fest und ordnete die sofortige Uebersührung in die Klinik nach Marburg an.
Frankfurt a. M., 2. September. Wegen fahrlässiger Tötung verurteilte heute die Strafkammer den Chauffeur Gustav Schreck, der am Tage des Kaiserpreisrennens in der Mainzer Landstraße zu Frankfurt einen siebenjährigen Knaben überfahren hatte, zu einem Jahre Gefängnis.
Frankfurt a. M., 2. September. Den ehrbaren Bürgern und Bürgerinnen droht neuerdings nicht nur Gefahr, aus den Straßen durch die Radfahrer und Automobilisten, sondern auch durch den erst in Schwung gekommenen Lustsport. Das beweist folgende im Höchster Kreisblatt erschienene Annonce einer schwer gekränkten und tiefbetrübten Hausfrau: „Wer kann mir sagen, wer die Lustschiffer waren, die am Donnerstag 7 Uhr über Ried geflogen sind und mir durch Ausschütten von Sand meinen frischen Zwetschenkuchen total verdorben haben? Jula Schmitt, Bretzelgasse 11.“ Es ist aber auch wirklich eine Rücksichtslosigkeit von den Lustschiffern, den saftigen Kuchen so zu verzuckern.
Hochstadt, 2. September. Heute morgen gegen 7 Uhr überfiel ein etwa 20jähriger Bursche ein etwa 12jähriges Schul- mädchen, warf es zu Boden, würgte es und versuchte es zu vergewaltigen. Ein vorüberkommender Radfahrer eilte dem Kinde zu Hilfe. Der Wüstling entfloh über die Felder.
Alsfeld, 1. September. Das zweijährige Kind deS Landwirts Korell in Oberbreidenbach kam auf dem Weizenfelde unter die Mähmaschine, wobei ihm beide Beine obgeschnitten wurden. Nach einer Stunde wurde daS Kind durch den Tod erlöst.
Miltenberg a. M., 3. September. Hier erschoß sich am Grabe seiner vor Jahresfrist gestorbenen Schwester der eigens deshalb hier zugereiste Handlungsgehilfe Knodt aus Cham.
Pöstneck, 1. September. Auf der Bahnstrecke Pößneck (oberer Bahnhof) nach Oppung ließ sich heute früh der Postschaffner Karl Röse vom Zuge überfahren. Aus dieser Strecke haben sich in einem Monat drei Personen durch Uebersahren den Tod gegeben. Röse hinterläßt eine Witwe und neun Kinder. Der Grund dürfte in Familienvcrhältnissen zu suchen sein.
Hann. Münden, 2. September. Aus der Station Gertenbach der Bahnlinie Casfel—Eichenberg ist heute früh 7 Uhr der Unteroffizier Simanowski von der 5. Schwadron des St. Johanner 7. Ulanenregiments, welcher in der Umgegend im Quartier liegt, tödlich verunglückt. Der Unteroffizier war mit der Legung von Drähten für die Feldposttelegraphie be- schästigt und wich, als ein Güterzug heranbrauste, diesem aus, in dem er aus vaS Nebengeleise trat. Er hatte jedoch nicht bemerkt, daß im gleichen Augenblick aus diesem Geleis eine Leermaschine heranfuhr. Der Unglückliche wurde von der Maschine ersaßt, überfahren und ihm der Kops vom Rumpfe getrennt. Simanowski diente im fünften Jahre.
Altenbeken, 2. September. In der Reparatur-Werkstatt der Landeseisenbahn zu Lippstadt wurde vorgestern der Sattler Theodor beim Rangieren eines Wagens derart überfahren, daß sein Aufkommen nur noch zweifelhaft erscheint.
Halle a. S., 3. September. Die Unterschlagungendes
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Kassierers der Raguhner Gewerbebank, Schmidt, der durch Selbstmord geendet hat, wurden ursprünglich aus 50 000 ÜJ?!. geschätzt, übersteigen aber die Summe von 230 000 Mark. Mehrere kleine Firmen drohen insolgedesfen zusammenzubrechen. Die Brauerei von Theodor Barthel, einem Schwager Schmidts, hat schon ihren Konkurs erklärt.
Gera, 3. September. Am Sonnabend nachmittag trank ein Fabrikarbeiter aus einem Kruge- Bier, wobei ihm eine Wespe in die Kehle geriet, die sich in dem Bier besunden hatte. DaS Tier setzte sich in der Kehle sest und stach den Arbeiter, sodaß die Kehle anschwoll. Nun durch sofortiges ärztliches Eingreifen konnte der Geschwulst Einhalt getan und der Arbeiter vor dem Erstickungstode bewahrt werden.
Coburg, 3. September. Baron Jmhoff-Hohenstein übergab, als er von ber Jagd zurückkehrte, sein Gewehr einem 17jährigen Diener. Dieser übte sich im Schießen und schoß in eine Knabengruppe, die aus dem Felde war, wobei er den dreizehnjährigen Sohn einer Witwe tödlich tras.
Ilmenau, 1. September. Heute früh wurde in der Schwanitzerstraße der 23jährige Arbeiter Böhm von dem Techniker Wurmstich erstochen. Wurmstich wurde sofort verhaftet; er will von Böhm zuerst tätlich angegriffen sein und in der Notwehr gehandelt haben.
Winterberg bei Kreuznach, 3. September. 16 Schulkinder ließen sich aus einem Pflugkarren den Berg hinunter- rollen und verloren dabei die Gewalt über den Karren. Dieser schlug um, durchbrach das Geländer deS Baches und stürzte in das Wasser. 11 Kinder erlitten schwere Verletzungen. Der Zustand einiger Kinder ist hoffnungslos.
Neust a. RH, 3. September. Heute nachmittag 4 Uhr kam an der Erftmündung bei Grimlingshausen ein kleiner Schleppdampfer zum Sinken. Derselbe war gegen ein sich im Tau befindliches Schiff angefahren. Der Dampfer sank so schnell, daß 8 Personen den Tod in den Wellen fanden, darunter die Frau des Kapitäns, der Maschinist und sechs Kinder.
Nordhausen, 2. September. Der seit 14 Tagen aus einem Gute in Diensten stehende Knecht Hugo Rampentahl, welcher verdächtig erscheint, den Offizier Luther bei Tresen- burg überfallen zu haben, wurde in das Nordhäuser Gerichtsgefängnis cingeliefcrt. Rampenthal hatte die Tat bereits eingestanden.
Vermischtes.
— München, 3. September. In dem böhmisch-bayerischen Grenzort Oberhütte bei Waldmünchen äscherte ein Schadenfeuer elf große Bauernhöfe, bestehend aus 35 Firsten, ein. Die gesamte Ernte, Maschinen und zahlreiches Kleinvieh ist mitverbrannt.
— (Frauen-Leichtsinn.) Eine junge ungarische Arbeiterfrau hatte einen Wechsel aus den Namen ihres Mannes gefälscht und in Zahlung gegeben. Ms sie sich der Folgen ihrer Handlungsweise und der drohenden Strafe bewußt wurde, geriet sie in Verzweiflung, knebelte ihre drei kleinen Kinder und hing sie an Tür- und Fensterriegeln auf. Zum Schluß nahm sie sich in gleicher Weise das Leben. Wiederlebungsversuche blieben erfolglos.
— Ueber Görlitz entlud sich vorgestern bei Tagesanbruch ein heftiges Gewitter. Dabei schlug der Blitz in daS Gebäude des Fleischermeisters Kottwitz im Vororte Rauschwalde, ohne zu zünden, tötete aber den Fleischerlehrling Krähe, der mit anderen zusammen in einem Zimmer neben der Esse schlief. Beim Ausbruch deS Gewitters hatte der Lehrling noch das Fenster des Zimmers geschlossen, weil er sich vor dem Blitz fürchtete.
— Cöln, 3. September. Gestern Nachmittag stürzte sich die 50 Jahre alte Frau eines Oberpostschaffners in der Kasperstraße aus einem Fenster im zweiten Stockweck. Sie erlag alsbald den erlittenen Verletzungen. — In Aachen erstickte ein fünfjähriger Knabe an einem Stück Lakritze, das ihm in die Luftröhre geraten war.
— Während des Gottesdienstes vom Blitz erschlagen wurden in der westpreußischen Dorfschaft Lem- berg bei Strasburg vier Personen, während sechzehn andere mehr oder minder schwer verletzt wurden. Ueber das Aussehen erregende Ereignis werden dem „B. L." folgende Einzelheiten übermittelt: Strasburg (Westpreußen), 2. September. Die katholische Kirche in Lemberg sollte am gestrigen Sonntag das Jubiläum ihres 400jährigen Bestehens feiern; aus diesem Anlaß waren große Vorbereitungen zur Veranstaltung einer würdigen Feier getroffen worden.' Aus der ganzen Umgegend hatten sich die Vertreter der Geistlichkeit eiugesundcn, und in der Kirche nahmen etwa 1000 Besucher Platz. Nach der Festpredigt brach während des Hochamts ein surchlbares Gewitter los; Donner aus Donner ertönte, und ein Blitzstrahl folgte dem andern. Plötzlich gab es mitten in der Kirche ein gewaltiges Krachen: ein Blitzschlag hatte in den Turm eingeschlagen, und vier Personen, die sich in der Mitte des Schiffes befanden, fielen leblos zu Boden; sie waren durch die Gewalt der Elektrizität sofort getötet worden. Nun brach in der Kirche eine Panik aus, alles strömte den Aus- gängen zu, und bei der Flucht inS Freie wurden 16 Personen, meist Frauen und Kinder, teilweise erheblich verletzt.
— König st ein, 1. September. Bei einem Zusammenstoß eines Automobils mit einem Radfahrer wurde der letztere, der 19jährige Segnung aus Cronberg getötet.
— Baden-Baden, 2. September. In einem Hotel wurden bei einem Einbruch der Baronin Esrnsfy auS Wien Schmucksachen im Werte von 90 000 Mk. gestohlen. Dem Baron Goldschmidt-Rothschild aus Paris wurde feine Barschaft von 100 000 Mk. entwendet. Man glaubt, daß Hotelgäste, die in aller Frühe abreisten, die Täter sind.
— Gerüchte über schwere Unfälle in den österreichischen Manövern laufen nach wie vor in Wien um. ES sollen danach bei den Manövermärschen schwere Erkrankungen und Todesfälle bei den Truppen vorgekommen sein. So wird auS Fischau gemeldet, daß das dort ein- quartierte Infanterieregiment durch Hitzschlag drei Mann und in KatzelSdorf ein Regiment vier Mann verloren hätte. Die Zahl der Kranken bei dem letzteren wird aus 50 angegeben. Eine amtliche Bestätigung dieser Unglücksnachrichten ist biS jetzt nicht erfolgt.
— Der Vesuv ist wieder tätig geworden. Ein Lavastrom fließt in der Richtung deS Observatoriums. Geräusche sind nicht zu hören. Zeitweise umhüllt eine Aschenwolke den Kegel. Die Bevölkerung der Vesuvgemeinden, die sich noch mit Schaudern deS Ausbruches im Vorjahre erinnert, ist aufgeregt.
— In Olpe (Wests.) ist die alte katholische Pfarrkirche einer Brandstiftung zum Opfer gefallen. Der Köln. Ztg. wird dazu geschrieben: Für den Umbau der Kirche, der eben auSgeführt wurde, hatte die Regierung verfügt, daß der
älteste Teil der Kirche stehen bleiben und ein im gotischen Stil gehaltener Anbau zur Vergrößerung aufgesührt werden sollte. Dieser Umbau hatte in der Bürgerschaft zu lebhaften Erörterungen geführt, und man hätte lieber gesehen, daß das ganze Gebäude abgebrochen worden wäre und einem Neubau Platz gemacht hätte. Hier und da sprach man auch offen den Wunsch aus, daß die ganze Angelegenheit durch die Zerstörung der Kirche mit Feuer erledigt' werden möchte. Bei der Untersuchung hat sich herausgestellt, daß die hölzernen Pfeiler der Kirche, die das schwere Deckengewölbe trugen, am Fuße mit dem Beil angehauen und dann mit Holz umgestellt worden waren, das man mit Petroleum getränkt hatte. Ein italienischer Maurerpolier, der um die Entstehung des Brandes wissen soll, ist verhaftet worden.
— (Verhängnisvolle Nichtachtung eincS Verbots.) Auf der Zeche Viktor bei Rauxel im Landkreis Dortmund stürzten vier Bergleute, die entgegen einem ausdrücklichen Verbot den Bremsberg benutzten, in den Schacht und wurden getötet.
Letzte Dacbrichten.
Berlin, 3. September. Der Schnellzug 6 ist auf ber Strecke Rehselde-Strausberg entgleist und steht in Flammen. Beide Hauptgleise sind gesperrt. Ein Lokomotivbeamter und acht Reisende sind leicht verletzt. Die Verletzten und die übrigen Reisenden wurden mit einem Hilsszug nach Straus- berg befördert. Die Weiterbeförderung erfolgte mit dem nach Berlin zurückkehrenden Schnellzug 13. Die Störung wird voraussichtlich mehr als 12 Stunden betragen. HilfSzüge mit Arztwagen sind von Berlin, Schlesischer Bahnhof, angefordert und bereits an der Unfallstelle eingetroffen. Die Vorortzüge können bis Strausberg fahren.
E m d e n, 3. September. Auf dem Bahnhof Harm glitt der Stationsvorsteher aus uud wurde überfahren und sofort getötet.
Ottava, 3. September. Ein Zug der Canada Pacific- Bahn entgleiste auf der Fahrt nach Toronto. Fünf Personen wurden getötet.
Fez, 3. September. Der Sultan berief heute die Uleimas zu sich. Es wurde beschlossen, Mulay Hafid als Roghi, das heißt als Aufrührer zu erklären. Auch wurde die Möglichkeit bei Frankreich eine Anleihe aufzunehmen ins Auge gefaßt. Die Versammlung wurde ausgesordert, sich für den Sultan oder seinen Bruder zu entscheiden. Dem Sultan wurde einstimmig das Vertrauen ausgesprochen.
C h e m n i tz, 3. September. Wie die Allg. Zlg. aus Bilin meldet, verübte in der Nähe der Station Siebenstein ein 8 Jahre alter Knabe Selbstmord, indem er sich von einem Eisenbahnzug überfahren ließ.
Mailand, 3. September. Nachdem die sizilianischen Schwefelbergwerksbesitzer infolge der herrschenden Absatzkrisis sich außerstande erklärt haben, die bisherigen Löhne zu zahlen, haben sämtliche 40 000 Arbeiter den Ausstand angefünbigt. Infolge der herrschenden Aufregung werden Unruhen befürchtet. Militärische Verstärkungen gingen in das Ausstandsgebiet ab.
Salzburg, 3. September. Der Gendarmerieposten- sührer Löffler verhaftete auf dem Tanzboden den BindermeisterS- sohn Gehbauer wegen Diebstahls von 150 Kronen und nahm ihm daS Geld ab. Untenvegs schlug Gehbauer dem Gendarmen mit einem Stein den Schädel ein, nahm das gestohlene Geld wieder und flüchtete. Die Verfolgung war bisher ergebnislos.
Brüssel, 3. September. Eine Brandstisterbonde setzt die Umgegend von Aelst in Belgien in Schrecken. 35 Häuser und Bauerngehöste sind in den letzten Wochen durch Brandstiftung vernichtet worden. In der letzten Nacht fanden fünf große Brände statt. Am 3. Sept. wurden Maueranfchläge gefunden, worin für diese Woche fünf neue Brände angekündigt werden. Von den Tätern hat man keine Spur gefunden.
D« „iM»arf-»W vennittelN als bas aag,seyen»« und oetyreNelfte Lachbla» durch Mnjilgto aas das sicherste
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Neben diesen anregenden^ Facharftkel» bringt 6fe „Aefiget • görst" zahlreiche „Kleine Mitteilung«" über btmerfens« wette Vorgänge in den einsd? lageren G* bieten,'aus dem Verein»!,den. Au». Peilung »berichte usw, erteilt irf einem „griefUPra" zuverlässige Auskunft über alle Fragen der Züchtung und Pflege, und bittet ihren Abonnenten Gelegenheit $ur €m> holrmz von »^rauLheits- und SeLtieos- Stttchlri»" bei dem Laboratorium für Geflügelkraukheiten zu Jena.
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Dorjugsaxife beschäftigt fit sich mh t„ • jfBtnsroriff, 564tung und ytrge d« eMTügrb, bn^in- «.-ingvdgel, sowie Kunde» und Kaninchen.
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Erscheint Dienstags u. Freitags.
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Infertionsrreis:
4 gespaltene Zelle oder deren Kaum 20 pf.
■ptobcnummN-n gratis u. franko.
Expedition der Geflügel-Forst (R. Freefe) triprig.
Oeffentlicher Wetterdienst.
Dienststelle Weilburg (Üandwickschastsschule).
Weltervoranssage, ausgegeben am 4. September 1907.
Morgen zunächst noch etwas Regen, später aufklärend, schwache Lustbeivegung, etwas wärmer.