die man an eine derartige Maschine zu stellen berechtigt ist, anstandslos erfüllt. Die ganze Maische passiert den Apparat, sodaß sie vollständig von Schalen, Stroh und sonstigen Unreinlichkeiten befreit wird, und die Entschalung beginnt erst nach der Abkühlung der Maische und dauert nur 10 bis 20 Minuten, je nach der Leistungsfähigkeit der Süßmaischpumpe. Die Schalen verlassen die Schneckenpresse so trocken, daß man mit der Hand nur mit der größten Mühe noch einige Tropfen Maische herausdrücken kann.
Immerhin, schreibt Ingenieur Goslich der „Jll. Landw. Ztg.", wäre es an der Zeit, daß der Konstrukteur dieser vorzüglichen Maschine sich dazu entschließen wollte, noch einige Verbesserungen daran anzubringen. Die Antriebriemenscheibe zwischen den Lagern ist zu klein, der Riemen rutscht leicht, und es werden größere Riemenscheiben deshalb jetzt außen fliegend angesetzt; aber besser wäre es, wenn der Bock soweit erhöht würde, daß noch größere Riemenscheiben wieder zwischen den Lagerböcken aufgesetzt werden könnten. Allerdings macht dies ein Paar neue Kegelräder- modelle notwendig, diese könnten dabei gleich mit Winkelzähnen ausgebildet werden und die erhöhten Lager müßten auch Ringschmierung erhalten. Vorn um die Schnauze, aus der die abgepreßten Schalen heraustreten, könnte man ein rechtwinklig zur Schneckenachse stehendes Blech aufsetzen, damit die Schalen sicher in einen untergestellten Korb fallen und nicht die ganze Umgegend verunreinigen.
Die Schneckenpresse wird am besten unmittelbar neben dem Vormaischbottich aufgestellt, und wieder unmittelbar daneben muß die Süßmaischpumpe stehen, damit die Saugr- rohre vom Bottich zur Schnecke und weiter zur Pumpe über Pflaster liegen können und nicht im Fußboden eingebettet werden müssen. Die Stellung der Süßmaisch- pumpe bedingt es weiter, daß diese eine stehende Bauart bekommt, an der die Fest- und Losscheibe direkt angebracht sind. Weiter läßt sich die Süßmaische dazu benutzen, um die Hefenbottiche zu füllen bezw. zu entleeren. Hierzu wird an die Druck- und an die Saugeleitung ein Stutzen angelötet mit Hahn und Schlauchkuppelung, am besten nach dem System Storz. Mittels eines Spiralfchlauckes, der an die eine oder andere Kuppelung angesetzt wird, wird der Hefenbottich, der auf einer Kriegschen Dreirollenkarre steht und aus der Hefenkammer an die Pumpe herangeschoben wird, mit frischer entschalter Maische gefüllt, oder die fertige Hefe wird durch die Pumpe aufgesaugt und durch den Dreiwegehahn, der in die Druckleitung eingesetzt ist, in den Vormaischbottich gefördert. Dieser Dreiwegehahn ist auch notwendig, um auch schon während des Kühlens entschalen zu können, wobei die entschalte Maische nach dem Vormaischbottich zurück fließt. Dreht man den Dreiwegehahn um, geht die Maische nach dem Gärbottich.
beitragen. Dieses dunkle Ergrünen des Ackerbodens wird von jeher und mit Recht von den Landwirten als ein günstiges Zeichen und als Merkmal der richtig eingetretenen Bodengare angesehen, wodurch eine freudige Entwicklung unsrer Kulturen gewährleistet wird. Als Ergänzung zur Stallmistdüngung oder neben einer weiteren künstlichen Düngung mit Kali und Stickstoff ist daher die Düngung des in rauher Furche liegenden Ackers mit Thomasmehl für Frühjahrsbestellung bereits im Herbst oder Winter ein Mittel, das immer allgemeiner angewendet wird.
Bereitung der Kutter im Winter.
Man beklagt sich oft, — wie in der „Deutschen Milch- wirtschaftlichen Zeitung" ausgeführt wird, — daß man während des Winters keine hinreichend weiche Butter erhalten kann. Die Konsumenten verlangen eine Butter, die sich leicht auf das Brot streichen oder zu Kügelchen rollen läßt, was ihr ein besseres Aussehen auf der Tafel gibt. Nun ist aber, im Gegenteil davon, die Butter in dieser Saison hart, brüchig und zerfällt unter dem Messer, an dem sie nicht haftet, in Stücke. Endlich erzeugt sie auf der Zunge einen gröberen, weniger feinen Geschmack. Kann man im Winter weiche Butter erhalten? Gewiß! Aber wir bemerken von vornherein, daß dies mit bereits bereiteter Butter nicht tunlich ist. Man kann selbstverständlich ein Stück Butter bis zu einem gewissen Grade erweichen, indem man es in einem etwas wärmeren Raume ausbewahrt; es wird dann aber nur der oberflächliche Teil in seiner Konsistenz verändert, und wir müssen hinzufügen, daß dies zum Schaden der Feinheit des Geschmacks und der Haltbarkeit der Butter geschieht. Um während der kalten Jahreszeit weiche Butter zu haben, muß man die Bereitung von dem Entrahmen bis zur Ablieferung bei höheren Temperaturen als im Sommer vornehmen. Das Zentrifugen der Milch muß bei 28 bis 30 0 0 stattsinden. Was die Rahmbildung in der Ruhe betrifft, so dauert sie im Winter zu lange, denn es ist in der Tat selten, daß der Rahm im Winter erwärmt wird, so daß er weniger sauer wird, um so mehr, als in dieser Jahreszeit die Milch weniger reich an Fermenten ist, daher die Butter weniger Aroma hat. Während der warmen Jahreszeit sind dagegen die Mikroben zahlreicher, sogar im Uebermaß vorhanden, und die zu große Säure kann die Ursache des vorzeitigen Ranzigwerdens der Butter sein. Man muß dahin streben, den Fettkügelchen eine verhältnismäßige Flüssigkeit zu bewahren und deswegen den Rahm unmittelbar nach dem Austritt aus der Entrahmunqs- maschine nicht abkühlen, wie man es im Sommer tut, um die schädlichen Bakterien zu erstarren. Von einigen Svezialfällen abgesehen, sind die schlechten Fermente im Winter weniger zu befürchten, wenngleich man bemüht sein muß, daß die Temperatur des Rahms auf etwa 180 C bleibt. Da es aber unerläßlich ist, daß diese Temperatur sich nicht verändert, so muß man über einen besonders für diesen Zweck eingerichteten Ofen verfügen. Die Erwärmung des Butterraumes, des Butterfasses und der Knetapparales ist ebenfalls notwendig, denn es ist wesentlich, den Rahm auf die Butter auf etwa 16 0 C zu halten. Der Rahm wird in das Butterfaß mit einem oder zwei Grad mehr geschüttet, nachdem man den Apparat mit heißem Wasser ausgespült hat. Indessen darf diese Temperatur nicht die Ursache eines merklichen Verlustes von infolge der zu kurzen Butterung, die nicht länger als 30 bis 40 Minuten währen darf, in der Buttermilch bleibenden Fettkügelchen fein. Es ist notwendig, daß die Butter, um die Operation zu erleichtern, in den Knet- apparat in etwas festerem Zustand gelangt, weshalb man die Butter durch Hineingießen von Wasser, das 18—14° C hat, in das Butterfaß von der Motte scheiden kann. Ist die niedrige Temperatur des Winters die einzige Ursache der zu festen Konsistenz der Butter in dieser Jahreszeit? Rein, denn das den Tieren verabfolgte Futter trägt bis zu einem gewissen Grade dazu bei, den Fehler, den man oft vergeblich zu bessern bemüht ist, zu vermehren. Unter den Bestandteilen der Butter besindet sich einer, das Oletn, welcher flüssig ist und hauptsächlich von dem Grün- futter, das die Kühe im Sommer verzehren, geliefert wird, während das Heu und das Stroh, welche die Grundlage der Winterration bilden, nur sehr wenig Olem enthalten. Indessen enthalten die Futterküchen, namentlich die Sesam- und Rapskuchen noch einen gewissen Prozentsatz Del. Es ist daher durchaus angezeigt, sie mit dem trocknen Futter zu vermischen. Indessen dürfen wir nicht vergessen, daß Der Sesamkuchen dazu beiträgt, einen Rahm, der sich schlecht buttert, und eine weiße Butter zu ergeben. Bier- treber machen ebenfalls die Butter weicher. Auch warme Getränke haben einen günstigen Einfluß. Dagegen darf man zur Fütterung nur sehr wenig Runkelrüben und sehr wenige rohe Kartoffeln benutzen und muß die Koprakuchen ganz verwerfen, weil alle diese Futterstoffe den Fehler, den wir zu vermeiden suchen, verstärken. Um die Butter weich zu machen, setzen einige während der Bereitung etwas Del hinzu. Es dürfte der Hinweis genügen, daß ein ber artiges Verfahren einen Betrug darstellt, und daß es infolgedessen durchaus verboten und mit Strafe bedroht ist.
Welcher ist heute der beste, preiswerteste und praktischste Gutschaler für Kartoffelbreunerrie«?
3romberger Schneckenpresse ist nach meiner An- einzigste Entschaler, welcher alle Bedingungen,
»vs^^s^s^^^w^^s^
Tränken der landwirtschaftlichen Haustiere.
Das Wasser, welches den Haustieren zum Zwecke der Stillung ihres Durstes verabreicht wird, ist ein wesentliches Erfordernis zu ihrer Gesunderhaltung. Das Tränkwasser ist weit häufiger Krankheitsursache, als man glaubt. Seine schädliche Beschaffenheit ist nicht immer aus der Färbung, dem Geruch und dem Geschmack zu erkennen, denn ein Wasser kann fast ganz klar, ohne Farbe und Geruch und von angenehmem Geschmack sein und dennoch die Gesundheit gefährden. Gutes Tränkwasser soll eine Temperatur von 12—15 Grad Celsius aufweisen, klar, geruchlos und geschmacklos sein oder einen reinen, wenig hervortretenden Geschmack haben. Von luftförmigen Stoffen soll es Sauerstoff und Kohlensäure, von mineralischen etwas I Kochsalz enthalten; ein derartiges Tränkwasser ist schmackhaft, ; kühlend und erfrischend. Es ist bemerkenswert, wie das Lübecker Wochenblatt schreibt, daß alle unsre Haustiere ein weiches, fließendes oder stehendes Wasser dem harten Brunnenwasser vorziehen, doch kann man sie nach und nach auch an dieses gewöhnen; aber sie verschmähen immer wieder einige Zeit ein Wasser, an das sie nicht gewöhnt sind. Am meisten wählerisch ist das Pferd.
Ein stehendes, trübe«, unreines Wasser aus Pfützen und Lachen wird oft klarem Wasser vorgezogen, selbst dann noch, wenn es ganz schmutzig aussieht. Man kann in solchen Fällen meistens nicht Nachweisen, daß das Wasser schädliche Folgen hat. Wasser, welches pflanzliche oder tierische Zersetzungsprodukte (Fäulnisstoffe) enthält, wirkt, als Tränkwasser "erwendet nachteilig. Im Wasser vorhandene Fäulnisstoffe, sind, meistens nicht durch eine auffällig veränderte Beschaffenheit des ersteren zu erkennen, sie lassen sich aber durch die chemische Untersuchung nachweisen. Wasser, in welchem stickstoffhaltige organische Bestandteile in einigermaßen beträchtlicher Menge Vorkommen, ist der Gesundheit nachteilig, um so mehr, je reicher es an solchen ist. Leider läßt sich der Grad und die Art der Schädlichkeit weder durch die chemische noch durch Die mikroskopische Untersuchung genau feststellen. Ueber die Schädlichkeit oder Unschädlichkeit eines Wassers entscheidet endgültig der Erfolg. Die Untersuchung eines schädlich wirkende« Wassers dient häufig nur dazu, seine schädliche Wirkung zu bestätigen.
Während der kalten Jahreszeit ist insbesondere darauf
zu achten, daß das Wasser die richtige Temperatur hat, denn kaltes Wasser sagt keinem Tiere zu; es wirkt leicht gefährlich durch die plötzliche Abkühlung der Verdauungs- werkszeuge und des Blutes, namentlich dann, wenn es bei leerem Magen und erhitztem Körper reichlich und gierig aufgenommen wird. Je kälter das Wasser ist, desto gefährlicher ist es.
Es sollen hier die Krankheiten, die durch Verabreichung und Aufnahme von zu kaltem Tränkwasser entstehen können, nicht aufgezählt, sondern nur darauf aufmerksam gemacht werden, wie zu erfahren ist, wenn kaltes Tränkewasser verwendet werden muß, damit dessen schädliche Wirkung möglichst wenig hervortritt. Es ist zu bemerken, daß sich die folgenden Ratschläge hauptsächlich auf das Tränken der Pferde beziehen.
Vor dem Saufenlassen gebe man den Tieren Gelegenheit, trockenes Futter aufzunehmen und reiche dann erst etwas Wasser; hieraus wird die Fütterung fortgesetzt und, wenn die Tiere nicht mehr fressen, nochmals Wasser gereicht. Sind die Tiere sehr erhitzt, so tränke man sie nicht; wenn man aber schwitzenden Tieren doch aus irgend einem Grund kaltes Wasser verabreichen muß, so bewege man sie nach dem Tränken einige Zeit.
Wenn irgend möglich, vermische man das kalte Wasser mit warmem, unter Zusatz von etwas Mehl oder Schrot. Zur Verhütung des gierigen Saufens lege man Heu über das Wasser, es kann das Tier letzteres durch ersteres nur schlürfend aufnehmen, auch wird hierbei das Wasser, ehe es in den Magen gelangt, in der Maulhöhle etwas erwärmt. Will man die letzte Vorkehrung nicht treffen, so lasse man anfangs nur einige Schluck nehmen und später in kurzen Absätzen saufen.
Abgestandenes, d. h. vor längerer Zeit geschöpftes Wasser nehmen die Tiere ungern, weil es nicht mehr erfrischt und fade schmeckt. Manches Wasser, das in frischem Zustande zum Tränken verwendet nicht nachteilig ist, kann, wenn es einige Zeit an der Luft steht, infolge eingetretener stofflicher Veränderung schädlich wirken.
Saufen Kühe, die schon längere Zeit trächtig sind, namentlich morgens nüchtern kaltes Wasser, so entstehen Fötusbewegungen. Diese Tatsache erklärt, wie durch kaltes Tränken trächtiger Tiere Verwerfen derselben eintreten kann.
Es ist nicht notwendig, schwitzende Pferde int Stalle so lange dürsten zu lassen, bis sie ganz trocken geworden sind, dagegen muß, wenn man ihnen zu saufen gibt, der Blutumlauf und die Atmung ruhig sein. Kaltes Saufen mäßig verabreicht, wenn die Haut noch warm ist und ausdünstet, ist viel weniger gefährlich, als wenn sie an- fängt, sich abzukühlen. Die meisten Erkrankungen entstehen auch nicht durch das Tränken unterwegs, weil hierbei im allgemeinen die Vorsichtsmaßregeln beobachtet werden, und die nachfolgende Bewegung die etwa eintretende Erkältung wieder auSgleicht, sondern sie erfolgen, wenn die Tiere im Stalle in der Abkühlung begriffen satt getränkt werden.
Es ist einleuchtend, daß man im Winter das Wasser alsdald nach dem Schöpfen geben oder im Stalle stehen lassen muß. Spinola teilt mit, daß das Wasser aus einem Brunnen, im Stalle in Kübeln hingestellt, um es Überschlagen zu lassen, eine laxierende Wirkung äußerte.
Weil in neuerer Zeit auch die Stallungen immer häufiger mit Wasserleitungen versehen werden, haben die vorstehenden Ratschläge für Landwirte, die diese Einrichtung besitzen, weniger Bedeutung, Viehhalter, deren Ställen noch eine Wasserleitung fehlt, und Besitzer von Zugtieren, die häufig auswärts sind, sollten aber ihr Wärterpersonal bei Eintritt der kalten Jahreszeit mit den bezüglichen Vorsichtsmaßregeln genau bekannt machen.
„Hannov. Landmann."
Hohe Krippen für Fohlen.
Nur zu häufig trifft man in Fohlenställen noch hoch angebrachte Krippen, aus welchen die Fohlen ihr Rauh- futter fressen müssen. Solche sind durchaus verwerflich, denn durch das Fressen aus hohen Raufen und Krippen entwickelt sich stets ein schwacher Rücken, ja es kommr nur zu leicht zur vollkommenen Ausbildung eines Senkrückens. Ferner ist die Gefahr, daß Staub, Aehren rc. in die Augen fallen, oder harte Strohhalme Verletzungen derselben hervorrufen, groß, deshalb fort mit allen hochangebrachten Raufen und Krippen.
Neugekanfte Ziegen geben in der ersten Zeit nicht soviel Milch, wie das im Stalle ihres früheren Besitzers der Fall gewesen ist. Dieser Umstand ist durch die Ausregung zu erklären, welche das Tier in der fremden Umgebung befällt und die ungünstig auf die Milchproduktion einwirkt. Mit der Zeit gewöhnt, sich das Tier an diese ihm bisher fremd gewesene Umgebung, es frißt besser, wird lebhafter und damit steigt auch wieder die Milchergiebigkeit.
Torfstreu
empfiehlt sich in handhoher Schicht während des Winters sowohl im Ziegen- wie im Kaninchenstalle als unterste Lage. Dadurch wird die Kälte des Bodens von den Tieren abgehalten und für diese ein angenehmes Lager geschaffen. Diese Streu kann zeitweilig an den feucht gewordenen Stellen erneuert werden, im übrigen darf sie ruhig bleiben. Auf diese Torfstreumtterlage giebt man noch eine Hand hoch auf etwa 35—40 cm geschnittenes Stroh, was bei Kaninchen aber auch in Wegfall konkmen kann.