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feinen Mitschülern, den Fähnrichs von Unruh, von Ditt- furth und von Kleist bestanden. Prinz Oskar wurde der 6. Kompagnie des ersten Garde-Regiments unter Haupt­mann von Unruh zur Ausbildung der Rekruten zugeteilt.

Unter dem Vorsitz des Kölner Schriftstellers und ehe­maligen Legionsoffiziers Ohle hat R4, wie die Kölnische Zeitung meldet, in Köln und Aachen ein Verein gebildet, der sich zur Aufgabe gestellt hat, durch Voriräge und Be­lehrung die deutschen jungen Männer vor dem Eintritt in die französische Fremdenlegion und die holländische Kolontalarmee zu warnen und zu bewahren. Man hat festgestellt, daß Deutschland jährlich durchschnittlich 4000 junge Männer an die Fremdenlegionen des Auslandes verliert. Sitz der Zentrale ist Köln. Man beabsichtigt, in allen größeren Stählen Deutschlands Zweig­vereine zu c^- . Zahlreiche Männer sind dem Verein

bereit a?'. .

Ar tat wird gemeldet, daß die atlantische Flotte : hl erhielt, Proviant und Munition ein- zunehn d sofort, nachdem dies geschehen, von Gibral wie man erwartete, noch gestern nacht oder He 1 mit der französischen Flotte eine De> monstra maurischen Gewässern ausführen.

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p a n n e r.) Einer der gefährlichsten ume, der große Obstspanner (Hiber- diesem Jahre in geradezu erschreckenden metlerling, der bekanntlich im Oktober 't, fliegt seit einigen Tagen mit Ein- rumelnd umher und umschwirrt die in einen solchen Baum ab, so findet 2 zu Hunderten an dem Stamme

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_ t Weibchen, denn nur das Männchen j^rann ffiegetr - U4 gegen Abend an den Stämmen W*' in die Höhe >^L seine Eier an die Knospen der Bäume. 64. >2i Tritte April schlüpfen die Raupen aus und beginnen ii,. Zerstörungswerk. Als das beste Mittel, die Weibchen wegzufangen, dienen die um die Stämme ge> legten Klebegürtel. Wer die Anbringung solcher in diesem Herbst versäumt hat, wird sich bei dem massenhaften Auf­treten der Schmetterlinge und durch ihre vom Wetter außer­ordentlich begünstigte Flugzeit auf eine Schädigung seiner Obstbäume durch Raupenfraß gefaßt machen müssen.

* Aus Handwerkerkreisen wird darüber Klage geführt, daß an manchen Orten bei den Meister- und Ge­sellenprüfungen zu geringes Gewicht auf die Behandlung des theoretischen Teils des Prüfungsstoffs gelegt, und ins besondere bei den Meisterprüfungen häufig das für den selbständigen Handwerker so überaus wichtige Buch- und

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RechnungSführungSwesen nicht genügend berücksichtigt werde. Der Handelsminister hat deshalb nach dem Ministerialblatt der Handels- und Gewerbeverwaltung Veranlassung ge­nommen, die Aufsichtsbehörden der Handwerkskammern an» zuweisen, gegebenenfalls auf eine Abstellung bet erwähnten Mängel hinzuwirken.

* Die Durchschnittspreise bet wichtigsten Lebensmittel betrugen im Monat Oktober für 1000 Kilogr. Weizen 172 Mk., Roggen 159 Mk., Gerste 156, Hafer 156, gelbe Kocherbsen 243, Sveisebohnen 316, Linsen 572, Eßkartoffeln 52.4, Richtstroh 47, Heu 50,6, Rindfleisch im Großhandel 1303 Mk., für 1 Kilogr. (im Kleinhandel) Rindfleisch von der Keule 1,69 Mk., vom Bauche 1,45, Schweinefleisch 1,74 Mk, Kalbfleisch 1,72, Hammelfleisch 1,66, geräucherten Speck 1,90, Eßbutter 2,52, Schweineschmalz 1,81, Weizenmehl 3,2, Roggenmehl 2,7, für 1 Schock Eier 4,79 Mk. Die Etat. Korr. bemerkt hierzu noch: Die Preise der vier Getreidearten zeigen gegen den Vormonat vielfach nennenswerte Erhöhungen, die sich besonders beim Roggen aus alle Marktorte erstrecken. Die Kleinhandelspreise der verschiedenen Fleischsorten sind auch im Oktober d. Js. im allgemeinen in der Auswärtsbewegung verblieben. Die Schweinefleischpreise insbesondere sind in Stralsund um 10, in Göilitz und Frankfurt a. O. um je 8, in Gleiwitz um 7, in Hannover um 6, in Kiel um 1 Psg. gestiegen, dagegen in Danzig um 15, in Bromberg und Aachen um je 10, in Halle a. S. um 7, in Stettin um 2 und in Posen um 1 Psg. gesunken.

* (Schwurgerichtsperiode.) Laut Beschluß des Oberlandesgerichtes wurde der Beginn der diesjährigen vierten unh h^ter ^chwurgerichtsvsriode des Landesgerichts- bezirks 6 Montag den 3. Dezember, vormittags 9V2 Uhr

):( 4 14 November. (Theater.) Roderich Benedix .Die zärtlichen Verwandten" ersuhr gestern überaus gelungene Wiedergabe. Dar Publikr dem Stück mit seinem feinen Humor einen allen und amüsierte sich auf das beste. Die Rr auf das vorteilhafteste verteilt und samt» lich v durchgeführt. Ein recht nettes Familien» bild e Verfasser in feinem Stücke.Zärtliche" Verw, ,'ante, Schwestern und Nichten, führen einen gemei ishalt, leben aber im ewigen Krieg mit einan k iüem spielte Frau Direktor Herrmann ihre Rolle e ette Jungfer, die nach jedem heiratsfähigen Man dt, iil bekannter Vortrefflichkeit. Eine vorzüg­liche erfuhr die gelehrte Ulrike durch Frl. Roll, wie Richter durch ihr lebhaftes Spiel entzückte. Her gelang die Wiedergabe des reichen Sohnes, der 324 ele Geld feiner Eltern, der reichsten Leute i" protzt, auf das beste. Auch die übrigen Darnellec er. digten sich ihrer Rollen in der denkbar besten Weise, so daß ein flottes Zusammenspielen erzielt wurde, wie man es ja bei den vorzüglichen Kräften des Herrmann- schen Ensembles nicht mehr anders gewöhnt ist. Während bie Sperrsttzplätze außerordentlich gut besetzt waren, ließen die übrigen Plätze zu wünschen übrig. Bei den gediegenen Darbietungen der Gesellschaft wäre eine tatkräftigere Unter­stützung durch unser Publikum nur mit Freuden zu begrüßen.

):( Hersfeld, 14. November. (Theate r.) Am Donnerstag geht L. Anzengrubers poesievolles Schauspiel mit GesangDer Pfarrer von Kirchseld" in Szene und dürste die Zuschauer in Scharen nach dem Bolenderschen Lokale locken. Anzengruber, der eine große Anzabl Stücke geschrieben hat, versteht es wie selten einer, packende Konflikte zu schaffen und der Ausbau seiner Scenen ist ein so vollendeter, daß das Publikum atemlos seinen Stücken lauscht. Der Freitag bringt dann den Lustspiel­schlager der Saison. Gustav Kadelburge,Der Familien, t a 0." Dieses Lustspiel geht Abend für Abend vor stets ausverkauftem Hause im Berliner Lessingtheater in Scene. Es ist gegenwärtig Repertoirstück aller bedeutenden Bühnen und wird noch lange den Spielplan unserer Theater be­herrschen. Se. Majestät unser Kaiser ließ sich im Sommer

in Wiesbaden den Familientag in einer Separat-Vorstellung vorspielen und äußerte durch lebhaften Applaus seine Freude an dem herrlichen Lustspiel. Es ist zu erwarten, daß der Besuch hierbei ein sehr starker sein wird. Man versehe sich daher bei Zeiten. mit Billet«. Bemerkt sei noch, daß der hohen Honorarkosten halber die Preise etwas erhöht sind, Abonnementsbillett« haben gegen Nachzahlung von 25 Pfg. Gültigkeit.

Homberg, 12. November. Die Bewohner unseres Nachbarortes Sondheim waren in den letzten Tagen zwei­mal in Gefahr eines Brandes. Ein vierjähriger Knabe hatte auf dem Hofe eines Geschäftsmannes einen Reiser­haufen in Brand gesteckt. Rasche Hilfe verhinderte weiteres Umsichgreifen des Feuer«. Am vorigen Sonnabend machte nun ein sechsjähriger Bube ein Feuerchen in die gefüllte Scheuer eines Landwirts. Schon loderten die Flammen empor, als eine Nachbarsfrau das Unglück bemerkte und das Feuer im Entstehen dämpfte. Nachlässigkeit in Aufbe­wahrung der Zündhölzer seitens der Angehörigen ist nicht genug zu verurteilen.

Frankenberg- 12. November. Der Zimmermeister Brand in Neukirchen übergab dem Gastwirt Koch in Brams- kirchen 1300 Mark zum Aufheben. In der Nacht kam ein Dieb und holte dies Geld und noch 400 Mark dazu.

Marburg, 10. November. Ein beklagenswerter Un» glücksfall ereignete sich vorgestern auf der Landstraße von Schweinsberg nach Niederklein. Ein Hochzetiswagen, in dem eine Anzahl Herren saßen, fiel durch das Scheuwerden der Pferde um. Dabei wurden sämtliche Insassen auf die Straße geschleudert und erlitten mehr oder weniger schwere Verletzungen. Der Unteroffizier Spieß vom hiesigen Bezirks- kommando wurde so schwer verletzt, daß man ihn nach hier in die Klinik bringen mußte. Er hat vergangene Nacht sein junges Leben ausgehaucht.

Von der Diemel, 11. November. In Hoppeke kam es zwischen dortigen jungen Leuten und bei dem Bau der Sprengstoffabrik beschäftigten italienischen Arbeitern zu einer Schlägerei, bei welcher 3 Italiener schwer und von den Hoppekern mehrere leicht verletzt wurden. Die Untersuchung ist eingeleitet.

Hüttfeld, 10. November. Die Instandsetzung des schadhaften Bahndammes bei Großentaft ist nahezu vollendet, und man hat anscheinend die Schwierigkeiten vollständig überwunden. Dem Vernehmen nach ist die landespolizeiliche Abnahme der Strecke am 13. b. Mls. und die Eröffnung des Betriebes am 1. Dezember in Aussicht genommen.

WohNfeld, 11. November Ein entsetzlicher Unfall trug sich hier bei der Dreschmaschine zu. Ein 18jähriger Bursche war oben auf der im Gang befindlichen Maschine beschäftigt. Hierbei glitt er aus und fiel mit beiden Beinen in die Trommel des Dreschwagens. Die beiden Beine wurden dem Unglücklichen abgerissen und er verstarb alsbald.

Hatzmershaufen, 12. November. Einen schrecklichen Tod erlitt das 8 Jahre alte Mädchen des Schiffers Heinrich Netbel, der mit seiner Frau sich zur Zeit auf seinem Schiff in Antwerpen befindet. Das Kind war hier in Kost bezw. Pension. Gestern wollte es bie Kaffeekanne vom Herd nehmen, kam aber dabei der Herdöffnung zu nahe, sodaß die Kleider in Brand gerieten. Obwohl sofort Hilfe zur Stelle war, ist das Kind an demselben Tage noch an den Brandwunden nach qualvollem Leiden gestorben.

Stavtlengsfeld, 12. November. Gestern nachmittag wurde das Fuhrwerk des Schmied Feyh, das auf der Straße zwischen Lengsselv und DietlaS einem in rasender Geschwindig­keit daher kommenden Automobil ausweichen wollte, von diesem überfahren. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert, die 4 Insassen des Automobils wurden herausgeschleudert und erlitten zum Teil erhebliche Verletzungen.

Densberg, i. Oberhessen, 13. November. Gestern ereignete sich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Das zwei­jährige Mädchen des Landmanns W-tzler stürzte in Abwesenheit der Mutter in einen großen Topf mit kochendem Wasser. Infolge der zugefügten schweren Brandwunden am Körper liegt das arme Kind lebensgefährlich darnieder.

Göttingen, 9. November. Einen alten Witz aus den Fliegenden Blättern" fetzte hier ein Zechpreller in die Tat um. Er kam mit acht Kindern, die ihn Papa nannten, in eine Wirtschaft, ließ für sich und die Kinder vom Guten das Beste kommen und drückte sich dann unter Hinterlassung der Zechfchuld und der Kinder. Als sie der Wirt fragte, wo ihrPapa" geblieben fei, mußte er erfahren, daß die Kinder den Menschen gar nicht kannten. Er hatte sie von der Straße mitgenommen und ihnen versprochen, wenn sie schön zu ihm Papa sagten, bekämen sie zu essen und zu trinken, was sie wollten. Vom Wirt bekamen sie noch eine Tracht Prügel dazu.

Göttingen, 9. November. Einem Schwindler ist ein hiesiger Geschäftsmann, der auf ein Inserat hin bei einem angeblichen Kartoffelgroßhändler in Magdeburg eine Ladung Kartoffeln bestellt hatte, zum Opfer gefallen. Nachdem er den Betrag von 400 Mark eingeschickt, hatte, blieben die Kartoffeln aus.

Kreuznach, 12. November. Auf dem Bahnhof Türkis- mühle wurde der Rottenarbeiter Leitmann aus Nohfelden beim Passieren der Gleise mit dem Postkarren von dem zu gleicher Zeit durch daS Gleis 2 fahrenden Schellzug 146 erfaßt und getötet.

Hannover, 12. November. In der vergangenen Nacht sind aus dem Familienmuseum der WelfenhauseS in Herren- Hausen 40 Orden und eine Anzahl silberner Degengriffe des Königs Ernst August von Hannover gestohlen worden. Von den Tälern fehlt jede Spur.

Halle a. S., 13. November. Ein einzig dastehendes Beispiel von sittlicher Verkommenheit haben einige hiesige Schulkinder gezeigt- Acht zwölfjährige Mädchen erhoben gegen einen 60jährigen Volksschullehrer die Beschuldigung, sich an ihnen sittlich vergangen zu haben, und hielten diese Behauptung dem Beschuldigten gegenüber in Gegenwart des Rektors und von Kriminalbeamten unter Angabe genauer Einzelheiten aufrecht. Dabei waren diese Beschuldigungen, wie bie Kriminalpolizei schließlich ermittelt hat, vollkommen haltlos und von den Kindern, wie diese zuletzt eingestanden, gemeinschaftlich ersonnen, um sich an dem Lehrer für wohl­verdiente Bestrafungen zu rächen.

Greiz, 12. November. Gestern nachmittag stürzte sich ein unbekannter Mann von der Elstertalbrücke bei Barthmühle hinab. Er blieb auf dem Fußweg zerschmettert liegen. Der Tod war sofort eingetreten.

Vermischtes.

(Eine menschliche Bestie.) Ein furchtbarer Vorgang wird aus Zürich gemeldet: Ein 60jähriger Stellmacher überschüttete seine Frau während eines Ehe- streit» mit Benzin und zündete sie an. Alr furchtbare,

wandelnde Feuersäule rannte die Unglückliche auf die Straße, bis sie zusammensank. Der Unhold wurde verhaftet.

Stettin, 12. November. Hier haben sich die 52jährige Kaufmannswitwe Knappe und deren 17jährige Tochter mittelst Leuchtgas vergiftet. Das Motiv ist in Nah- rungsforgen zu suchen.

Berlin, 12. November. Ein kostspielige« Aben­teuer erlebte in der Nacht zu gestern ein Amerikaner, der in einer Querstraße der Friedrichsstraße wohnt. Er traf in der Nähe des Bahnhofs ein junges Mädchen, das scheinbar ganz ratlos baRanb. Er hatte Mitleid mit dem jungen Ding, fragte, was ihm fehle, und ließ sich erzählen, fit fei die Tochter eines Beamten in einem Vorort, habe den letzten Zug versäumt und wolle nun in der Nähe des Bahnhofs auf den ersten Frühzug warten, um heimzusahren. Unter keinen Umständen wollte der Amerikaner die Ratlose die Nacht hindurch auf der Straße stehen lassen, und bot ihr an, in seinem Wohnzimmer zu übernachten. Davon wollte sie zuerst nichts wissen, soviel er ihr seine besten Absichten beteuern mochte. Endlich aber nahm sie dock das Anerbieten an und legte sich in der Kleidung, im Wohnzimmer auf das Sofa. Als der mitleidige Amerikaner gestern morgen aufwachte, war sein Gast verschwunden, mit ihm aber auch der größte Teil seines Geldes. Das schüchterne Mädchen hatte seiner Brieftasche 1800 Mk. entnommen. 600 Mark, die sich in einem andern Fach befanden, hatte sie ihm ge­lassen, wohl weil sie diese« Geld nicht gefunden hatte.

Valparaiso, 12. November. (Jndiana.) Der nach Nordwesten bestimmte Personenzug, in dem sich eine Anzahl deutsch-russischer, serbischer und polnischer AuSwan- derer befand, ist unweit der hiesigen Station mit dem von Wordsville kommenden Güterzuge zusammengestoßen. Bei dem durch den Zusammenstoß verursachten Brande sind 6 Wagen durch Feuer zerstört worden. Von 167 Auswande­rern sind nach Angabe der Eisenbahnverwaltung 40 getötet

und 35 verletzt worden.

In Live rp 0 ol wurden am Freitag 25 Ueberlebende von dem Dampfer Nemen gelandet. Da« Schiff erlitt auf der Reise von Neu-Braunschweig nach Manchester einen Maschinenbruch. Während man an der Maschine arbeitete, sprang ein Nordweststurm auf, das hülflose Schiff wurde leck und füllte sich schnell. Es wäre wahrscheinlich bald gesunken, wenn seine Ladung nicht aus Holz bestanden hätte. Die Mannschaft arbeitete verzweifelt an den Pumpen, bis ihr das Wasser bis ans Knie reichte. Eine große Woge riß den Kapitän und sechs Mann über Bord. Eine zweite Woge trug jedoch den Kapitän und vier Mann wieder auf das Schiff zurück, so daß nur zwei Mann der Mannfchafl ertranken. Ein Liverpooler Dampfer sah schließlich die Raketensignale des Schiffes, und der Kapitän des Dampfers machte trotz des Sturme» einen Rettungsversuch. Das Rettungsboot des Liverpooler Dampfers wurde von dem ersten Offizier, einem Japaner, geführt, und es gelang dem Boot, bei zweimaliger Fahrt mit Unterstützung des Bootes des stakenden Dampfers die Mannschaft der Nemen zu retten.

Letzte Nachrichten.

München, 14. November. Das Kaiserpaar ist um Mitternacht abgereist. Der Kaiser reist nach Donaueschingen zum Besuch des Fürsten von Fürstenberg.

Essen (Ruhr), 13. November^. In der Gemeinde Rauxel wurde eine Falschmünzerwerkstätte entdeckt. Drei Bergleute wurden verhaftet. Die Falschmünzer stellten Zwei- und Fünfmarkstücke her.

Saint Amand, 13. November. Gestern abend stieß in der Nähe des hiesigen Bahnhofes ein Personenzug mit einem Kleinbahnzug bei dichtem Nebel zusammen. Die Lokomotive des letzteren wurde vollständig zertrümmert, der Lokomotivführer und der Heizer waren sofort tot, mehrere Reisende erlitten Verletzungen. In den Kleinbahnwagen war Vieh verladen, von dem viel umkam.

Sonneberg, 13. November. Im benachbarten Oberlind ist die Dampfziegelei von Karl Halboth total niedergebrannt. Ueber die Entstehungsursach« verlautet nichts bestimmtes.

Kahla, 13. November. In Löbschützer Flur wurde der Pelzarbeiter Theodor Buhl tot aufgefunden. Der in den 50er Jahren stehende Mann hat sich in betrunkenem Zustande niedergesetzt und den Tod infolge Erstarrung gesunden.

Kapstadt, 13. November. Die Truppen des Poli­zeiinspektors White verfolgten gestern abend den Burenrebellen Ferreira bis 14 Meilen westlich von Upington, mußten aber von einer weiteren Verfolgung abstehen, da White von einem Hitzschlag getroffen wurde. Es sind jetzt drei Rebellenscharen unterwegs, die dritte kommt aus Dcutsch-Südwestaftika. Der letzteren sucht White, der sich von seinem Unfall erholt hat, den Rückweg abzuschneiden.

Quaker Oats

Der Konsum von Quaker Oats nimmt beständig zu, der beste Beweis von der Vorzüglichkeit dieser idealen Nahrung.

Delikat im Geschmack, schnell zubereitet und leicht verdaulich.

Die echten Quaker Oats werden nur in geschlos­senen, mit der Quaker Schutzmarke versehenen Paketen verkauft.

Wettervoraussage des Wetterdienstes der Landwirt­schaftsschule zu Weilburg für Donnerstag den 15. November.

Schwache östliche Winde, ziemlich trübe. Trocken, nachts kühler, tags wärmer als am Vortage.