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Aus dem Gesagten ergibt sich bereit?, daß bei der Ein­teilung nach Gehöften keinerlei Rücksicht auf die Zahl der in diesen ansässigen Hauswirtschaften genommen wird. In den meisten Fällen, namentlich in den Städten, aber auch auf dem platten Lande, wird das Gehöft von mehr als einer Haus­haltung (Familie oder Einzelhaushaltung) bewohnt werden. Von diesen Haushaltungen sollen aber in die Viehzählungs- karte lediglich diejenigen eingetragen werden, die irgend ein oder mehrere Stück Vieh der erfragten Art besitzen, und zwar nur ihrer Gesamtzahl nach, gleichgültig, wieviel Vieh die ein­zelne Haushaltung besitzt.

Im übrigen ist noch besonders darauf zu sehen, daß zer­streut vorkommende Viehstücke in städtischen Haushaltungen, in Häfen, aus Schiffen, Pferde in Bergwerken usw. sowie etwa noch im Freien aus Weide befindliches Vieh nicht Übergängen werden.

Die Erreichung des bedeutsamen Zweckes der Zählung hängt zum großen Teile von der Mithilfe der Bevölkerung ab. An diese wird daher die dringende Bitte gerichtet, das Zählgeschäft durch bereitwilliges Entgegenkommen den Zählern, Ortsbehörden usw. gegenüber zu erleichtern. Vor allen: ist Selbstzählung, d. h. die eigene Ausfüllung der Zählkarten durch die Hausbesitzer, Eigentümer, Pächter und Verwalter wünschenswert. Ferner aber bedarf es einer möglichst großen Zahl freiwilliger Zähler; die bei Ausübung ihrer ehrenamt­lichen Tätigkeit die Ggenschaft von öffentlichen Beamten be­sitzen. Es steht zu erwarten, daß sich wie in früheren Jahren, so auch diesmal genügend Männer finden, die bereit sind, dieses Ehrenamt zu übernehmen; sie würden damit dem all­gemeinen öffentlichen Interesse einen wesentlichen Dienst leisten.

Endlich ist noch in geeigneter Weise, namentlich durch Be­sprechung in den Gemeindeversammlungen und in den Schulen sowie durch die amtlichen Blätter und die Tagespresse welch' letztere sich durch Abdruck dieser Ansprache oder durch Verbreitung einer sonstigen entsprechenden Belehrung ihrer Leser ein großes Verdienst erwerben würde der Zweck der bevorstehenden Zählung zur möglichst allgemeinen Kenntnis zu bringen. Namentlich würde darauf binzuweisen sein, daß die in den Zählkatten enthaltenen Angaben lediglich zur För­derung wissenschaftlicher und gemcinütziger Zwecke, in keinem Falle etwa zu Steuerzwecken dienen; daß sie überhaupt nicht geeignet find, die letzteren zu verfolgen, geht schon daraus her­vor, daß auS den Zählkarten nur der Viehstand eines Gehöftes in seiner Gesamtheit, nicht aber der des einzelnen Viehbesitzers entnommen werden kann. Nach Beendigung der Aufbereitung der Zählungsergebniffe durch das Königlich Preußische Sta­ttstische Landesamt sind in den fertigen Tabellen überdies die Angaben selbst für die einzelnen Gehöfte nicht mehr erkennbar.

Berlin, im November 1906.

Königlich Preußisches Statistisches Landesami.

Dr. Blenck, Präsident.

nichtamtlicher teil.

Mir m PMielski.

Das Entlassung-gesuch des LandwirtschaftSministers von Podbieltki ist nunmehr vom Kaiser unter überaus gnädigen Worten des Dankes für die hervorragenden Verdienste des Scheidenden und unter Verleihung der Brillanten zum Großkreuz des Roten Adlerordens genehmigt worden. Mit Viktor von Podbieltki verläßt ein Mann den Staatsdienst, der sich hohe Verdienste um des Vaterlandes Wohl erworben hat, und dessen Name mit ehernem Griffel in den Annalen der innern Geschichte Preußen-Deutschlands verzeichnet ist.

Viktor Adolf Theophil von Podbielski ist der Sohn de­in der Kriegsgeschichte berühmten Generals der Kavallerie und Generalinspekteurs der Artillerie gleichen Namens und widmete sich ebenfalls der militärischen Laufbahn. Als Offizier nahm er an den Feldzügen von 1864, 1866 und 1870/71 teil. Im Jahre 1891 wurde er als Generalmajor auf feinen Wunsch zur Disposition gestellt, und im Jahre 1896 erfolgte seine Charakterisierung als Generalleutnant. Nachdem sich Generalleutnant von Podbielski darauf einige Jahre als Privatmann mit großem Erfolge der Pflege seines Gutes Dalmin im Kreise Westpriegnitz gewidmet hatte, wurde er vom Kaiser am 1. Juli 1897 zum Staatssekretär des Reichspostamtes berufen. Am 4. Mai schied er auf seinen Antrag aus dem Reichspostdienste, um am nachfolgenden Tage, am 5. Mai, die Leitung des Ministeriums für Landwirtschaft, Domänen und Forsten zu übernehmen, dem er bis jetzt Vorstand.

del Lindner sei als der mutmaßliche Mörder vom Gendarmen verhaftet.

Peter Meißner sagte kein Wort, sondern ging still in seine Stube.

Am Mittag erschien der Lips beim Bauern und hatte eine Geheimunterredung mit ihm, die Peter Meißner sehr aufregte. Der Stromer verlangte für fein Schweigen 100 Gulden, und Peter mußte, um Weitläufigkeiten zu entgehen, zahlen.

Sind wir nun fertig?" fragte der Bauer grob.

Beinah!" lachte Bahnsen.Hab noch eine Nachricht, die Euch ebenfalls 100 Guldm wert ist!"

, Hoho!"

Doch, Bauer: die Wurzner hat die Beweise der Schuld ihres Umganges mit dem Grünen heut in aller Frühe ver­graben !"

Du bist doch nicht allwissend?"

Nein aber ich habe gesunde Augen!"

Wo ist die Stelle?"

,Hm, Du möchtest gern mit Ehren zurück. Ich weiß sie!" »Zeige sie mir !"

Für nochmals 100 Gulden!"

Der Bauer ging schweigend an die Lade und zählte dem Verschlagenen die Summe auf.

Nun, Lips?"

Grabt im Gartm nahe dem Zaun an der Stelle nach, wo wir am ersten Abend standen, dort liegen die Papiere'" Es ist gut!"

^M® das Spargelmesser und ein Körbchen.

»Wicht Du spargeln, Peter?" fragte die Wirtschafterin.

3a.'

»Viel Glück!"

»Danke schön!"

^.r^l MnwEm später hatte er ein Pack Papiere in der Tasch^dm Spargel brächte er auch zum Schein mit und sagte:

V ernte chn pr mich in der Stadt gibt es nichts Rechtes!' (Schluß folgt)

A l« U r he b er d« » Raubmord» im Alto n a B iank«neser Zug« scheint ein etwa zwanzig­

In den beiden hohen Staatsämtern, die feiner Leitung nacheinander anvertraut waren, hat sich Viktor von Pod­bielski gleichermaßen trefflich bewährt. Als er die Reichs« postverwaltung übernahm, hatte daselbst unleugbar eine ge« wisse Stagnation Platz gegriffen; durch ihn kam in das Ressort wieder ein frischer, lebendiger Zug tatkräftiger Initiative hinein. Mit dem Blicke der genialen Praktikers, der, unbeirrt von der bureaukratischen Schablone, die Dinge sieht, wie sie wirklich sind, hat er im Postwesen manche segensvolle Neuerung geschaffen und vielfach bahnbrechend gewirkt. Als Landwirtschaftsminister aber kann man sich in der Tat keinen geeigneteren Mann denken. Die deutsche Landwirtschaft hat in dem bisherigen preußischen Landwirt» schastSminister von Podbielski einen ebenso sachkundigen Führer und Berater wie warmherzigen Freund besessen. Als praktischer Landwirt wußte er aus eigener Erfahrung, wo den Landwirt heutzutage der Schuh drückt, und er hat sich nach Kräften bemüht, den ländlichen Nöten zu steuern und unserem wichtigsten Erwerbsstande wieder das zum Leben unbedingt nötige Maß von Luft und Licht zu sichern. Schon allein die Tatsache, daß er dem Fleischnotcummel gegenüber die rechte Festigkeit und Standhaftigkeit gewahrt und auch nicht einen Fußbreit von der Linie des not* wendigen Schutzes unserer Viehzucht zurückgewichen ist, bildet einen unvergänglichen Ruhmestitel des scheidenden Ministers. Herrn von Podbielskis Verdienste um die deutsche Landwirtschaft werden bei allen Landwirten, ob groß ob klein, ob Gutsherr oder Bauer, in dankbarer Erinnerung fortleben, und nicht bloß bei den Landwirten, sondern ebenso auch bei dem übrigen denkenden und patriotisch gesinnten Teile der Bevölkerung, dem das Gemeinwohl wirklich am Herzen liegt, und der da weiß, daß mit der Landwirtschaft unser Vaterland steht und fällt.

Das Abschiedsgesuch Viktor von Podbielskis sowie die Genehmigung dieses Gesuches find ausschließlich durch den ungünstigen Gesundheitszustand des Ministers veranlaßt worden. Die Angelegenheit der Firma von TippelSkirch u. Co. hat hiermit nicht das mindeste zu tun. Es muß dies gegenüber dem unsinnigen Gerede der freisinnig-fozial- demokratischen Presse von einem Duell Bülow-Podbielski.usw. mit aller Schärfe und allem Nachdrucke betont werden. Das heuchlerische Toben der Gegner des Ministers hat diesem auch nicht den mindesten Makel anzuhesten vermocht. Jedermann, der mit unbefangener Einsicht das politische Getriebe in unserem Vaterlande zu durchschauen vermag, weiß ja auch, daß sich hinter der Podbielski-Hetze die un­lautersten Motive bargen. Der Haß der Todfeinde unserer Landwirtschaft gegen den warmherzigen Freund und Schützer eben dieser Landwirtschaft feierte ' hier seine Orgien; ein Prinzip sollte in Herrn von Podbielski zur Strecke gebracht werden; das Prinzip des berechtigten Schutzes landwirt­schaftlicher Interessen. Nun mit dieser Berechnung das glauben wir zuversichtlich aussprechen zu dürfen sind die Landwirtschastsfeinde hineingefallen. Da müßten wir nicht einen so bewährten und tatkräftigen Freund der deutschen Landwirtschaft wie den Fürsten von Bülow am StaatSruder haben. Herr von Podbielski geht, aber sein Prinzip bleibt und wird, so Gott will, auch in alle Zukunft die Richtschnur für das Handeln unserer verantwortlichen Staatslenker bilden.

Reichstag.

In der heutigen Sitzung des Seniorenkonvents machte Präsident Graf Ballestrem die Mitteilung, daß morgen eine Interpellation Bassermann betreffend die auswärtige Politik auf die Tagesordnung gesetzt und vom Reichs­kanzler beantwortet werden würde. Die Interpellation wegen der F l e i s ch t e u e r u n g soll erst dann beantwortet werden, wenn der neue LandwirtschaftSminister ernannt ist. Im Uebrigen sollen die vorhandenen Beratungsmaterialien der­artig behandelt werden, daß zunächst diejenigen Vorlagen auf die Tagesordnung kommen, die überhaupt noch nicht beraten sind. Weiter ist in Aussicht genommen, zukünftig am Sonnabend schon um 11 Uhr vormittags zu beginnen und nachmittags 3 Uhr zu schließen. Dagegen soll Montag die Sitzung erst um 3 Uhr nachmittags beginnen. Auch soll eine namentliche Abstimmung, soweit es angängig ist, am Tage vorher angekündigt werden.

Das Haus ist bei der heutigen Wiedereröffnung um 2 Uhr sehr gut besetzt. Präsident Graf v. Ballestrem eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 20 Min. mit folgender Ansprache: »Indem ich die verehrten Kollegen nach längerer Sommer­pause auf das herzlichste begrüße, eröffne ich die Sitzung.

jähriger Mensch in Frage zu kommen, der sich vor etwa 8, Tagen von dem Zahnarzt Claußen hat behandeln lassen, als dieser ihn nach dem Namen fragte, gab er eine aus­weichende Antwort und bei seinem zweiten Besuche am anderen Tage gab er, wie sich später herautstellte, einen falschen Namen an, um bann nichts mehr von sich hören zu lassen. Wie die weiteren Ermittlungen bestätigt haben, trug der Ermordete nur wenig Geld bei sich. Er hat noch am Tage des Verbrechens eine größere Summe von bet Bank erheben wollen, kam aber zu spät, so daß er das Geld nicht erhielt. Gestern trafen die Eltern der Ermordeten in Alton» ein. Die Mutter wurde beim Anblick ihre» toten Sohne» ohnmächtig.

Gutgearbeitet" hat ein Berliner Paletot­dieb. Als die Polizei ihn festnahm, hatte er bereit» 70 Paletots gestohlen, die meisten in der Universität. Pfand­scheine und Aufzeichnungen im Notizbuch gaben Aufschluß über seine erfolgreicheTätigkeit."

BeieinemPreistrinkenin München tranken nach demNeuen Münchner Tageblatt" der erste Preisträger 42, der zweite 36 Liter Bier. Die Trinker waren Arbeiter. Der Veranstalter de» Wettrinkens war ein Wirt.

Berlin, 14. November. Ein Liebesdrama im Berliner Studentenviertel hat sich in der heutigen Nacht abgespielt. Der 22jährige Student der Medizin Erwin K. hat auf feine Geliebe, die unverehelichte 19jährige Dora Marku» in der Novalisstr. 8, geschossen und sie nicht lebensgefährlich verletzt. Er gab sich dann selbst den Tod. Da» Motiv der Tat ist anscheinend Eifersucht.

Altona, 13. November. Heute vormittag wurde bei Mörder de» Zahnarztes Claußen von dem Kriminalin. spektor Engel gefaßt. Nach längerem Leugnen hat er die Tat eingestanden. Der Mörder ist der Gärtnergeselle Thomas Rück», geboten den 28. Dezember 1888 in Hart- manitz in Oesterreich. Der Mörder wohnte in Altona, Rolandstraße 35.

Ueber einen räuberischen Ueber- faU auf dem Kölner Bahnhof« wird be»

Ich habe im Namen des Reichstages Seiner Majestät dem Kaiser und Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit dem Kronprinzen zur Geburt des ersten Sohnes die Glückwünsche des Reichstages bargebracht. Seit der letzten Sitzung hat das Haus mehrere Mitglieder durch den Tod verloren. Am 13. Juli verstarb unser langjähriger Kollege Dr. Sattler am 14. Juli der Abg. Grünberg, am 23. Juli der Abg' Jessen. (Das Haus ehrt das Andenken der Verstorbenen durch Erheben von den Plätzen.) Darauf tritt das Haus in die Tagesordnung ein, deren Gegenstand 43 Berichte der Petitionskommission bilden. Der erste bezieht sich auf Petitionen wegen der Verhältnisse der Kellner und Hotel» diener.

Aus > und Ausland.

Berlin, den 13. Ni

Die am Montag vormittag gegen 11 in« kunft des deutschenKaiserpaares ÄS «tt e n hat sich für die bayerische Hauptstadt zu gen Ereignisse gestaltet, das seinen frohen Wid gen Bayernlande fand und dem man auch im i ch, land herzliche Teilnahme entgegenbrachte. 5 - der ren vollzogene Besuch der kaiserlichen Majestäten gen Königshöfe und in Bayerns Hauptstadt i t ^ 3; von keineswegs nur höfischer Bedeutung, sondern ns« ragend von entschieden nationaler Tragweit let ist, auf« neue die Beziehungen zwischen Deu en

und Süden zu kräftigen und so das einhcil die deutschen Stämme immer fester zu fälir ppvi. die Kaisertage von München ihre Wirkung it ____________ noch lange äußern! Die Majestäten »urt, Eintreffen aus dem Münchener Zentralbahnh

Regenten Luitpold, vom Prinzen Ludwig n «;» w tu und den übrigen Prinzen des Königshause- ; der Kaiser und der Regent umarmten und ti gleichen die Kaiserin und die Prinzessin Ludw . n» schreiten der Ehrenkompagnie, die von dem in nifonierenben 6. bayerischen Jnfanterie Regin Wilhelm, König von Preußen" gestellt war Kaiser», der Kaiserin, des Prinz-Regenten ui z-ssin Ludwig fand ein Vorbeimarsch der EH statt, worauf sich der Prinz-Regent mit seiner Mjeuiwen Gästen in den Königssalon verfügte, wo die üblichen Vor­stellungen vor sich gingen. Dann fuhren die gesamten er­lauchten Herrschaften durch die prächtig geschmückten Ein- zagsstiaßen nach dem Refidenzschloffe. Der Kaiser, in der Uniform seines bayerischen Infanterie-Regiments, und der Prinz-Regent, in der Uniform seines Magdeburgischen Feld» artillerie-RegimentS, saßen im ersten Wagen, den eine Eskadron der Bamberger Kaiserulanen umgab; die Kaiserin und die Prinzessin Ludwig hatten im nächsten Wagen Platz genommen, den eine Abteilung des schweren Reiter-Regi- ments geleitete. Unterwegs wurden der Kaiser und die Kaiserin von dem nach Zehntausenden zählenden Publikum unausgesetzt mit stürmischer Begeisterung begrüßt. Nach der Ankunft im Residenzschlosse wurde das Kaiserpaar von den Prinzessinnen des bayerischen Königshauses begrüßt, an ihrer Spitze die greife Schwester de» Prinz-Regenten Luit­pold, Erzherzogin Adelgunde von Modena. Um Va 1 Uhr fand ein Familienfrühstück statt. Im Laufe des Nachmit­tags besuchte das Kaiserpaar, begleitet vom Prinzen Unb von der Prinzessin Ludwig, das alte Museum, welches als provisorisches Museum für die Meisterwerke der deutschen Technik dient, um 6 Uhr nahm das Kaiserpaar das Diner beim Prinzen und der Prinzessin Leopold ein, um 8 Uhr wohnte es mit dem Prinz-Regenten Luitpold und den sämt­lichen Mitgliedern des bayerischen Herrscherhauses einer Festvorstellung im Hoftheater bei. Am Dienstag vormittag nahmen die Majestäten und alle übrigen Fürstlichkeiten an der Feier der Grundsteinlegung des Deutschen Museums für Technik teil.

Se. Kaiserl. und Königl. Hoheit der Kronprinz ist gestern nachmittagin G r ün a u (Ober-Oesterreich) eingetroffen und am Bahnhöfe von dem Statthaltereirat Grasen von Salburg, sowie den Vertretern des Gemeindevorstandes begrüßt worden. Nach kurzem Aufenthalt wurde zu Wagen die Reise nach Jagdhaus Etzau fortgesetzt, von wo aus in den nächsten Tagen Gemspirschen unternommen werden sollen.

Das Offiziersexamen hat P r i n z O S k a r von m-->ißen mit dem Prädikatvorzüglich" vor der Prü' ssion und mit Allerhöchster Belobigung von Sein mit

richtet: Ein von Trier kommender Reife t mit einem Handköfferchen und einem Paket aum. Dorthin folgte ihm eine männliche Person uderte ihm blitzschnell ein betäubender Pulver ir unter dessen Einwirkung der Reisende alsbald e: U . Als er um 2 Uhr nachts völlig entkräftet erwak! : seine Gepäckstücke, sein Geldbestand, sowie be1 msuge Inhalt seiner Taschen verschwunden. Der Ueber nd bei

einem befreundeten Arzte die erste Hilfe ,en Bei­stand. Von dem Täter ist bisher trotz ei -cherchen keine Spur gesunden worden.

Eickel i. W., 13. November. $ ächacht 2 der Zeche Hannibal gerieten ein Steige e i Häuer unter herabfallende» Gestein und blieben

Posen, 12. November. In ;r Nacht drang ein falscher Offizier in die Kantine legiments in Bromderg ein und stahl 80 Mk. und

(Ein Opfer seiner Ueber g.) Der SchweizerHungerkünstler" Viktor Bea ;it dem 1. Oktober in Glasgow in einem Glas' et, ist ent­schlossen, lieber zu sterben, als den b Weltrekord von 46 Tagen nicht zu brechen. Seti ist bereits besorgniserregend. Der Arzt wies b e Verant­wortung von sich, und die Polizeibehör' am Diens­tag, daß die Ausstellung beendet werde und daß im Falle von Beautes Ableben der 3ms zur Verant­

wortung gezogen werden würde. Beaute felo» weigert fii dagegen standhaft, Nahrung zu sich zu nehmen und der Unternehmer ist diesem Starrsinn gegenüber machtlos. Der Hungerkünstler steht sehr leidend au«. Er ist furchtbar ab- gemagert, aber mit schwacher Stimme erklärt er, daß er sich abgesehen von Kopfschmerz, von einem Schwächegefühl in den Beinen und rechtem Schwtndelgesühl, ganz wohl be» sände." Und er behauptet hartnäckig, daß er es fid) wohl zutraue, 46 Tage zu fasten. Man will ihn nun von meh­reren Aerzten untersuchen lassen. Beaute ist erst 81 Sagte alt. Er hat bereite 19 Fastperioden überdauert: sein^ größte betrug 32 .Tage. In diesen Perioden besteht seinb Nahrung nur au« Sodawasser.