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§er WM in Wi*£itotHfifli

In einer im Militär-Wochenblatt veröffentlichten Schil derung der Kämpfe, welche unsere Schutztruppe in Südwest, afrika gegen die aufständischen Stämme der roten Nation und der Franzmann-Hottentotten vom Oktober 1905 bis in den Januar dieses Jahres hinein führte und die mit der entgültigen Unterwerfung beider Stämme endigte, werden die Schwierigkeiten dieser Art von Kriegführung im süd­lichen Teil unseres Schutzgebietes wieder einmal sehr ein­dringlich beschrieben. Zunächst wird hervorgehoben, daß in Afrika an den Begriff von Raum und Zeit ein ganz anderer Maßstab als bei uns gelegt werden muß. Hier spielten sich die Ereignisse auf dem Kriegstheater nicht, wie «S bei einem europäischen Kriege der Fall sein könnte, Schlag aus Schlag ob. Jeder Gefecht muß erst langsam und mit großer Mühe vorbereitet werden. Der Führer muß sich bei jeder Operation erst fragen, ob auch genügender Vorrat an Waffer für den Lebensunterhalt von Menschen und Tieren dort sein wird, wo die Truppe kämpfen soll. Wenn nicht, was meistens der Fall war, muß weiter überlegt werden, wie und bis wann die nötigen Proviant- und Wassermengen herangeführt werden können. Dazu kommt noch, daß keine regelrechten Wege, keine Verbindungen vorhanden sind, ge­schweige denn Eisenbahnen. Durch diese Vorbereitungen vergeht Zeit und abermals Zeit. Bis man endlich dahin gelangt,^wo der Gegner früher gemeldet wurde, ist dieser längst abgezogen, und nun gilt er, eine ganz neue Opera- tionrbasis zu schaffen. Derartige Enttäuschungen drücken auf die Dauer selbst die beste Truppe nieder und stellen ganz außerordentlicheAnforderungen an ihren moralischen Halt und an die Energie der Führer.

Einem Faktor muß bei der Beurteilung der Geländer ganz besonders Rechnung getragen werden: dem Vorhanden sein zahlreicher äußerst schwer zu überwindender Dünen. Eine Düne nach der anderen muß überwunden werden. Dauernde Aufmerksamkeit und äußerste Anspannung aller Sinne ist notwendig, da man jeden Augenblick gewärtig sein muß, daß von dem Kamme der nächsten Düne feindliche Geschosse in die marschierende Truppe einschlagen. Außerdem wird das Vorgehen durch die Unkenntnis dieses zum Teil noch völlig unbekannten Geländes sehr erschwert. Richtige Karten mit zuverlässiger Einzeichnung der Wasserstellen und Wege gibt es nicht, man ist vielfach auf die Aussagen der einge. borenen Führer angewiesen. Aber auch diesen kann man nicht immer trauen. Durch die äthiopische Bewegung ist ein Zusammenhalt aller Farbigen gegen uns entstanden, den man früher nicht für möglich gehalten hätte.

Major v. der Heyde, der mit der Unterwerfung Simon Koppers und Manasse NorosebS beauftragt war, verfügte zu bieftm Zwecks nur über zwei Kompagnien (4. und 9. 1. Feld-RegiwentS) und eine Batterie (4. Batterie.) Es waren das aber keineswegs Truppen in voller Gefechtsstärke. Eine Feldkompagnis ist bei ihrer Aufstellung in der Heimat etwa 180, eine Batterie etwa 140 Köpfe stark. Hiervon fallen sehr bald Kranke, Verwundete und Abkommandierte aus. Der kämpfenden Truppe fehlen überdies im Gefecht die Leute, welche bei der Bagage, im Lager, zur Sicherung der rückwärtigen Verbindungen und auf Patrouille abwesend find. Auch die Pferdehalter muß man abrechnen, und da­durch wird selbst von den wenigen Leuten, die schließlich nach allen diesen Abgaben bis an den Feind gelangen, ein recht beträchtlicher Teil dem eigentlichen Gefecht entzogen. Nur so wird es verständlich, wenn wir hören, daß bei­spielsweise die .Kompagnie" Klitzing im Gefecht bei Bra- Hoab am 29. Oktober 1905 nur etwa 35, die .Batterie" Madai im Gefecht bei GubvomS am 5. Dezember 1905 nur etwa 45 Mann stark war. Der Feind trat in den größeren Gefechten stets in weit überlegener Stärke auf. Die Hottentotten sollen sowohl am 29. Oktober bei Ära- hoab wie auch am 17. Dezember bei Toast» über 150 Ge­wehre verfügt haben. Der Feldzug gegen die beiden Stämme war in der Hauptsache ein Kampf um den Besitz der Wasserstellen.

Ae Sorget in WM-

Petersburg, 25. August. Die Petersburger Tele, graphen-Agentur meldet: Heute nachmittag nach 3 Uhr er. folgte gelegentlich des Empfangs beim Ministerpräsi- denten Stolypiu in dessen Villa auf der Apotheker- insel eine Explosion, durch die zahlreiche Personengetötetundverwundetwurden, unter

gelegen, wenn nicht von einer Ecke her halblaut Tritte er­schallten. Tann konnte man Gelispel und leise Töne ver­nehmen, die natürlich Strips und Wilder ausgestoßen hatten, denn keine anderen Uebeltäter waren es, die jetzt im Gebüsch herumkrochen.

Der Herr Oberlehrer bewohnte den zweiten Stock. Jetzt waren die beiden unter dem Küchenfenster angelangt, und das Gänslein schwebte über ihrem Haupte. Vorsichtig, nach allen Seiten umblickend, besann man sich, wie man die Sache am leichtesten ausführen könnte. Da raschelte es im nahen Laube erschreckt fuhren die beiden zusammen. Doch es war nur eine Katze, die ihren Abendspaziergang unternahm.

Stups, mein Herz springt mir hoch in der Brust ich ich reiße aus," flüsterte Wilder ängstlich seinem Kollegen zu.

Doch dieser, an solcherlei Aufregungen gewöhnt, schalt ihn heftig.

Hast du auch ein Herz im Leib, feige Memme? Vor­her das große Wort, und jetzt Angst wie der Hase, der da drinnen verdaut wird. Mach nicht so ein Gesicht, wie es die Gans wohl verzogen haben mag, wenn es donnerte. Wenn dein Herz springt, na, dann mußt auch du tüchtig springen können."

Da bemerkte Wilder trotz der Nacht einen Blitzableiter, der sich dicht an der Ecke aus der anderen Seite des Hauses dahinzog, und von dem man vermittelst des breiten Mauer- vorsprungs das Küchenfenster ganz bequem erreichen konnte.

Der hält!" jauchzte Strips,los, hoch! Leise leise 1"

Nun wollte sich Wilder nicht zum zweiten Male schelten fallen, und nachdem er sich mehrmals versichert hatte, ob noch alles ruhig war, schickte er sich schleunigst an, den dünnen werter auf leinen Sprossen zu erklimmen. Jetzt war er am zweiten stock angelangt.

Alles sicher?" rief er Strips zu, und seine Stimme zit­terte.

Alles 1" lautete die Antwort.

^etzt schnell! Im Nu bog sich Wilder um die Ecke. ,Ferse! Seist 1" tönte es von unten heraus.

Noch ein paar aufregende Sekunden dann war das ersehnte Fenster erreicht, und die graugelbe Gänsebrust schien

ihnen auch der Sohn de« Ministerpräsidenten. Stalypin selbst jedoch blieb unverletzt.

Petersburg, 25. August. Zu dem Mordanschlag auf den Ministerpräsidenten meldet die Petersburger Tele- graphen-Agentur ferner: In der vierten Tagesstunde fuhr eine mit zwei vorzüglichen Pferden bespannte Mielkulsche vor dem Portal der Villa de» Minister« auf der Apotheker- insel vor. In dem Wagen saßen vier Personen, zwei Zi­vilisten und zwei Militär« in ausländischer Uniform. Alle vier begad.n sich in die Pförtnerstube, wobei einer von den als Militär« verkleideten Personen den Helm in den Händen hielt, in dem offenbar ein Sprenggeschoß von ungeheurer Krast enthalten war. In der Schweizerstube fiel das Ge­schoß zufällig zu Boden. Die Exploston war furchtbar. Der im Nachbarzimmer befindliche, beim Minister des Innern als Beamter in besonderem Aufträge fungierende General­major Samjatin wurde getötet, dem Hofmeister Woronin der Kopf abgerissen. Getötet wurden auch der Pförtner und sämtliche in der Psörtnerstube befindlichen Personen, darunter alle vier Uebeltäler. Die ganze Hinterwand der Gebäudes ist vernichtet. Die 25jährige Tochter Stolypin«, die stch im oberen Stockwerks Der Villa befand, erlitt schwere Verletzungen an beiden Seinen. welche amputiert werden müssen, ein kleiner Sohn des Ministers erlitt einen Beinbruch. Die Zahl der Verwundeten ist noch nicht genau festgestellt. Stolypin ist unversehrt geblieben. Durch die Gewalt der Exploston wurde die Tür zum Kabinett des Ministers aus den Angeln gerissen. Die Pferde, mit welchen die Uebeltäter angefahren kamen, blieben heil, der Wagen aber wurde zertrümmert, der Kutscher getötet. Einer der Direktoren der Petersburger Telegraphen-Agentur Fürst Schahowskoi, welcher stch in dem an die Pförtner- stube anstoßenden Zimmer befand, erlitt Verletzungen.

Die furchtbare Wirkung der Explosion die ja bereits aus der oben wiedergegebenen halbamtlichen russischen Meldung deutlich zu erkennen ist, wird noch durch folgenden ausführlichen Bericht in allen Einzelheiten ge­schildert :

Petersburg, 25. August. Der furchtbare Vorgang spielte stch in der Villa Stolypin« auf der Apothekerinsel ab, die in der Nähe des Botanischen Gartens, hart am Newa-Ufer gelegen ist. Bei dem Minister, der heute offi­ziellen Empfang abhielt, weilten ungefähr fünfzig Personen, darunter hohe Staatsbeamte, Militärs, auch Bittsteller aus dem Volke usw. Stolypin sprach gerade mit dem Gouver­neur von Pensa, Schwostow, als ein eleganter Landauer vor seiner zweistöckigen Villa hielt, in der zwei Gendarmerie, offiziere und Zivilpersonen saßen. Einer davon sprang leicht ab und betrat, von den anderen gefolgt, das Vestibül. Im selben Moment erfolgte eine furchtbare Detonation, welche die ganze Villa zum Einsturz brächte. Fürchterliche Angst- und Hülferuse durchzitterten die Lust. Eine Bombe war geworfen worden, durch die nicht allein die Villa zer­stört, sondern auch alle vor ihr postierten Schutzleute und Detektives getötet wurden. Ebenso auch der Landauer nebst Kutscher. Aus der oberen Etage der Villa schrien die zwei Kinder des Premierministers, ein Knabe und ein Mädchen, laut nach Hilfe. Da erschien der Minister Stolypin toten­bleich zwischen den Trümmern der Hause«.Schnell eine Leiter! Rettet meine Kinder!" schrie er laut. Einige Be­dienstete stürzten herbei, denen es gelang, beide Kinder, schwer verletzt zu retten. Der Minister selbst blieb wunder­barerweise unversehrt, ebenso feine Gattin. Aber fürchter­lich war im übrigen der Erfolg des teuflischen Verbrechen». Von den fremden Anwesenden wurden 28 Personen tot und 22 schwer ober leicht verwundet unter den Trümmern vor­gezogen. Der Anblick der verwüsteten Stätte, die von herr­lichen alten Bäumen und Blumenanlagen umgeben war, ist jetzt erschütternd! Unter den Toten befindet sich General Samjatin von der Schutzwache sowie der Gouverneur von Pensa Schwostow und der Oberst Fedorow. Eine junge Frau nebst Kind, die wahrscheinlich zur Dienerschast ge­hören, wurden ebenfalls tot aus den Trümmern hervorge- zogen. Junge Ministerialbeamten in eleganten Uniformen und höhere Polizeibeamte laufen, leicht verwundet, auf der Trümmerstätte herum, wo ununterbrochen Leute eintreffen, die weinend ihre Angehörigen suchen, die sich heute zu dem Empfang de« Premierministers begeben hatten. Vor der Villa liegt zertrümmert die Equipage der Attentäter. Die Attentäter wurden, schwer verwundet, nach dem Peter-Pauls- Hospital transportiert, wo sie ihren Wunden erlegen fein sollen. Es find junge Leute, deren Personalien noch nicht festgestellt werden konnten.

Kattowitz, 25. August. Heute morgen um neun

Wilder durch den Nebel der Nacht in undeutlichen Rissen entgegen.

Da schon streckte Wilder seine Hand nach dem Lecker­bissen aus, doch, als er das kalte Fleisch berührte, überkam ihn der Angstschweiß.

Ich kann nicht!" seufzte er.

Du mußt, Blasrohr! Reiß sie ab!" brummte Strips ärgerlich, dem gleichfalls nicht wohl zu Mute war. Jeden Augenblick, dachte er, würde sich die Gans vom Nagel lösen und mit Donnergepolter herunterfallen. Doch da hing sie hoch in der Hand des Spitzbuben dort oben, der sie dann zum allgemeinen Gelächter einige Male an seinem Arm baumeln ließ.

Stille! Bravo! Komm runter!"

Gleich," und nach wenigen vorsichtigen Schritten hatte Wilder den Blitzableiter wieder erreicht und, die Gans aus Leibeskräften hochhaltend, schnell den Rückweg gefunden. Bald stand er wieder unten bei seinem Freunde, wie ein Held, zu­rückgekehrt aus siegreicher Schlacht, und lachte mit Strips um die Wette.

Dann war die Gans im Nu unter Strips weitem Um« hang verschwunden, und ein Ueberklettern über den spitzen Gitterzaun und ein eiliges Davonhuschen waren das Werk einesLAugenblicks. Zuhause angelangt, mußten die Gänfe- diebeHbeim Einsteigen in ihr Stubenfenster wieder alle Vor­sicht anwenden, um nicht vom strengen Pensionsvater gehört zu werden. In ihr Zimmer zurückgekehrt, schlössen sie die Gans mit größtem Gaunerlächeln in die Kommode ein und legten sich zur Ruhe. Stripps mit seiner Halunkenseele war bald entschlummert; doch wenn Wilder, vor Anstrengung erschöpft, einschlafen wollte, kam ihm stets das böse Gewissen in Gestalt einer mächtigen Gans entgegen, die fortwährend mit ausge­sperrtem Schnabel nach ihm schnappte. So geschah es, daß er am anderen Morgen, als die Hauswirtin zur Schule klopfte, kaum einenBlinz" getan hatte. Müde sprang er aus dem Bett, weckte gähnend seinen Genossen und klagte ihm seine Seelennot.

Dummes Zeug! meinte dieser,ich schlief wie ein Ratz.

Uhr wurde in Bandzin (Russisch-Polen) vor dem Kreisamt auf vier Polizisten eine Bombe geworfen. Der Wachtmeister Jakubik und zwei Polizisten wurden getötet, ein Polizist tödlich verwundet.

fti$ > und Ausland.

Berlin, 26. August 1906.

Aus Mainz, 25. August, wird gemeldet: Heute morgen 8 Uhr traf S e. Majestät der Kaiser mit Gefolge im Sonderzuge beim Bahnwärterhause 39 der Strecke AlzeyMainz ein. Nachdem der Kaiser zu Pferde gestiegen, begann aus dem großen Sand die Besichtigung des 6. Dragonerregiments. Hieran schloß sich eine größere Gefechtsübung, deren Aufgabe General von Eichhorn gestellt halte. Dieselbe wurde von der 41. Jnfanteriebrigade, be­stehend aus den Regimentern 87 und 88 unter dem Kom, mando des Generalmajors Kuntzs ausgefüh t, wobei nach dem neuen Exerzierreglement verfahren wurde.

Im adeligen Damenstifte zu Kappel bei Lemgo, dessen Aebtrssin sie war, ist Prinzessin Pauline zuLippe gestorben. Die Prinzessin war bereits vor längerer Zeit lebensgefährlich erkrankt. Sie stand im 73. Lebens­jahre. Mit dem Tode der Prinzessin Pauline ist die ehe­mals im Fürstentum Lippe regierende ältere Linie des lippeschen Hauses ganz erloschen, nachdem sie mit den beiden letzten Fürsten Waldemar und Alexander bereits im Mannes­stamme ausgestorben ist.

InCasselist der A l l ge m e i n e G e n o s s e n s ch a f t» - tag zusammengetreten. Auf das an den Kaiser gesandte Huldigung-telegramm ging aus Schloß WilhelmShöhe folgende Antwort ein:Se. Majestät der Kaiser und König lassen für den treuen Gruß bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl der Geh. KabinettSrat von Lucanus." Justizrat Hernier-Cassel sprach über Rechtsfragen aus dem Sparkassen- verkehr. Ein Antrag des Gesamtaurschusser über die Be­handlung der Giroverbindlichkeiten sowie ein solcher betreffend die Kreditgenossenschaften wurde angenommen. Justizrat Dr. Alberti-Wiesbaden referierte über einen Antrag des Anwalts Dr. Crügsr, wonach unter § 49 Nr. 2 des Ge- nossenschaftSgefetzeS Kreditgewährungen jeder Art ohne Rück- ficht aof die Art der Sichsrstellung fallen sollten. Dagegen würden Bürgschaftsübernahmen von § 49 Nr. 2 nicht be­troffen, sie seien jedoch bei der Beurteilung der Kredit­fähigkeit deS betreffenden Mitgliedes in Betracht zu ziehen. Nach sehr lebhafter Debatte schlug Pröbst-München vor, das Thema, über welche» die Meinungen noch sehr ausein­andergehen, auf den Unterverbandstagen zu besprechen und den Antrag zur Beschlußfassung dem nächsten Allge­meinen GenossenschaftStag zu überweisen. Dem Antrag schloß sich die Versammlung an. Justizrat Gebhardt Zwei- brücken sprach über Erfahrungen mit dem GenossenschaftS- gesetz, Verb.-Rev. Schumacher-Stuttgart über Erfahrungen mit Handwerker-Genossenschaften.

Von den sparenden Nationen Europa«, insbesondere unter zwölf Staaten: Belgien, Dänemark, England, Frank­reich, Italien, Niederlande, Norwegen, Oesterreich, Preußen, Rußland, Schweden und Ungarn nimmt Preußen hinsichtlich des Spartriebe« seiner Bevölkerung und der wirklichen Belätigung desselben relativ und beinahe auch absolut den ersten Platz ein. Mit seinen 7 Milliarden 762 Millionen Mark Spareinlagen wird eS von keinem andernLolke, auch nicht vom reichen England, übertroffen, obwohl dort wie auch in anderen Ländern die Gelegenheiten zu Spar­einlagen infolge , der errichteten Post-Sparkassen günstigere sind als in Preußen. Auf den Kopf der Bevölkerung kommen in Preußen 210 Mk., hier wird es nur von Dänemark übertroffen, wo auf den Kopf 342 Mk. kommen. Dänemark und Preußen zunächst stehen hinsichtlich seiner sparenden Bevölkerung Norwegen mit 178 Mk, dann Oesterreich mit 144 Mk. und Schweden mit 126 Mk. Spareinlagen pro Kopf. Die Spareinlagen der übrigen genannten Länder bewegen sich sämtlich unter 100 Mk. pro Kops.

Der Londoner .Standard" betont die Notwendig­keit eines guten Verhältnisse« zwischen der größten Militärmacht unb] der größten Seemacht Europas im Interesse des Friedens. Die wachsende Rivalität zwischen England und Deutschland auf maritimem und kommerziellem Gebiete werde von Pessimisten als gefährlich für den Frieden betrachtet. Sie sei aber ungefährlich, wenn beide Völker dem von den Herrschern in Friedrichshof gegebenen Beispiele folgen wollten.

Ueber die Rebellion auf Kuba liegen neuere

Doch wenn du mit deiner Angst nicht bald aushörst, verrätst du die ganze Geschichte. Dann wehe dir!"

Stumm und langsam kleideten sich die beiden an; ganz im Reinen schien ihnen die Sache doch nicht. Sie konnten vielleicht trotz des Dunkels von jemand, sogar von Wamper selbst, gesehen worden sein, und dann würde sie schon jetzt gleich die erste Stunde, die sie bei ihm hatten, ins Verderben stürzen. Doch

Der wackere Schwabe sorcht sich nit," meinte Strips, und wenn es Gänse regnet."

Noch einmal, bevor man zur Schule ging, sah man nach der Gans gerade wie es der Herr Oberlehrer gewohnt war, um sich von ihrem tatsächlichen Vorhandensein zu überzeugen. Da bemerkte Wilder in ihrer Brust einen Zettel stecken, auf dem der Name des Geschäftes und der Preis ver­zeichnet standen.

Ein hübsches Andenken!" meinte er vergnügt,das lassen wir uns einrahmen."

Da schlug die Uhr vom nahen Gymnasium acht, und gleichzeitig kam die Hausfrau hinaufgestürmt.

Aber lieber Gott! Ihr seid noch oben und noch keinen Kaffee! Es ist acht Uhr. Eilt euch, sonst gibts Strafe I Immer im letzten Augenblick, und vor halb acht war ich oben und weckte..

(Schluß folgt.)

(DasU n g l ü d 6 l o s".) Au« Wiltingen (Han­nover) wirb geschrieben: Die hiesige Loorausgabe der preußischen Klassenlotterie sandte einem Landwirte auf dessen Bestellung ein VtertelloS. Zufällig war es eine Nummer, die mit 13 beginnt und mit 13 endet. Sofort sandte der Besteller da« Los zurück mit dem Bemerken, daß er unter keinen Umständen sein Geld für eine solche Unglück-nummer ausgeben werde. Als das Vorkommnis hier an einem Stammtische erzählt wurde, kamen einige Mitglieder auf den Gedanken, gerade diese« LoS zu kaufen. Sie taten e«, und nun ist da» Lo» mit einem Gewinn von 1000 Mk. herausgekommen. DieGlücksgöttin" ist über jeden Aber­glauben erhaben, wie es scheint.